
(Carlsen-Verlag 2017, 264 Seiten)
Ich hätte früher mit dem Buch anfangen sollen, denn Band 4 von „Rico und Oskar“, an den niemand mehr geglaubt hat, ist eine Weihnachtsgeschichte … Aber gut, ein paar Tage sind es noch bis zum Heiligabend, und „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ kann auch noch als Nachweihnachtslektüre durchgehen. Übrigens hatte ich etwas zwiespältige Gefühle, als ich mitbekommen habe, dass bald ein neues Rico- und Oskar-Buch erscheinen wird. Es ist immer so eine Sache, wenn eine Reihe, von der man begeistert ist, fortgeführt wird. Manche Reihen laufen sich tot, weil sie überstrapaziert werden, andere enttäuschen einen, weil der Reiz vorheriger Bände verloren gegangen ist. Aber in dem Fall …
(mehr …)
Ulf Cronenberg
17. Dezember 2017
17.387 Seitenaufrufe
2017, ab 10/11 Jahren, Autoren P - T, Bestenliste (5 Punkte), Lektüre 5./6. KlasseADHS, Familie, Freundschaft, Hochbegabung, Weihnachten
Mehr lesen >

(Carlsen-Verlag 2017, 287 Seiten)
Darauf gekommen, dieses Buch zu lesen, wäre ich von alleine ganz bestimmt nicht. Ein seltsames und etwas kitschiges Cover, ein ungewöhnlicher, aber eher nichtssagender Titel – wäre das Buch nicht von anderen entdeckt worden, hätte ich den Jugendroman aus Frankreich übersehen. Aber weil eine befreundete Buchhändlerin den Jugendroman witzig fand, weil er im November 2017 mit dem Luchs von Radio Bremen und Die Zeit aufgezeichnet wurde, habe ich mir das Buch angeschaut und bin größtenteils positiv überrascht worden.
(mehr …)
Ulf Cronenberg
10. Dezember 2017
17.006 Seitenaufrufe
2017, ab 12/13 Jahren, Autoren A - E, Bestenliste (4 Punkte)Dicksein, Mobbing
Mehr lesen >

(Hanser-Verlag 2017, 281 Seiten)
Etwas über 5 Jahren hat uns John Green auf seinen neuen Roman warten lassen – schade, dass es so lange gedauert hat, haben die Bücher des amerikanischen Autors doch fast so etwas wie einen Kultstatus. Ich mag John Greens Bücher vor allem auch, weil sie einen unaufdringlichen philosophischen Tiefgang haben – auch wenn die meisten seiner Jugendromane bisher immer auch leichte Schwächen (meist Passagen mit Längen) hatten. „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist übrigens ein hübscher Titel – allerdings gänzlich losgelöst von dem englischen Originaltitel „Turtles All The Way Down“.
(mehr …)
Ulf Cronenberg
24. November 2017
16.393 Seitenaufrufe
2017, ab 14/15 Jahren, Autoren F - J, Bestenliste (5 Punkte)Angststörung, Familie, Freundschaft, Zwangsstörung
Mehr lesen >

(dtv 2017, 248 Seiten)
„Empfindliches Gleichgewicht“ ist Jugendroman Nummer 3 der amerikanischen Autorin Sarah N. Harvey, der ins Deutsche übersetzt wurde. Mit „Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren“, einem ernsthaften wie komischen Buch, hatte sich Sarah N. Harvey erstmals empfohlen. Der zweite Roman „Drei kleine Wörter“ war weniger witzig, hat mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Und der neue Roman der Autorin schließt thematisch daran an: Es geht unter anderem wieder um Jugendliche, die Schlimmes in ihrem Leben mitgemacht haben.
(mehr …)
Ulf Cronenberg
14. November 2017
6.782 Seitenaufrufe
2017, ab 14/15 Jahren, Autoren F - J, Bestenliste (4 Punkte)Geschwister, Samenspende, Vater
Mehr lesen >

(Beltz & Gelberg-Verlag 2017, 179 Seiten)
1998 geboren ist Lea-Lina Oppermann – ganz schön jung für eine Autorin – und sie studiert Sprechkunst und Kommunikationspädagogik. Ihr erst im September erschienener Debütroman hat schon einige Aufmerksamkeit und viel Lob bekommen, und ein brisantes Thema hat er allemal: Es geht um den Amoklauf an einer Schule, ein immer wieder in Jugendromanen verarbeitetes Motiv. Ich habe mehrere Romane über das Thema gelesen, mich auch von psychologischer Seite mit der Thematik beschäftigt, seit sie auch in Deutschland vor gut 15 Jahren mit dem Amoklauf von Robert Steinhäuser am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt eine erschreckende Aktualität bekommen hat.
(mehr …)
Ulf Cronenberg
6. November 2017
46.812 Seitenaufrufe
2017, ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (4 Punkte), Lektüre ab 9. KlasseAmoklauf, Schule
Mehr lesen >

(dtv 2017, 235 Seiten)
Im Frühjahr 2014 ist Kevin Brooks‘ letzter „richtiger“ Jugendroman „Bunker Diary“ erschienen – dazwischen gab es noch die Travis-Delaney-Reihe (Buchbesprechung von Band 1), die aber einem etwas jüngeren Publikum zuzurechnen ist. Kevin Brooks war immer für gut für anspruchsvolle und packende Jugendthriller, sie hatten eine Eindringlichkeit in der Figurenzeichnung, bei der Handlungs- und Dialogführung, die sonst kaum jemand so hinbekam. „The Road of the Dead“, 2009 auch mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, ist immer noch einer meiner Favoriten des Genres …
(mehr …)
Ulf Cronenberg
1. November 2017
9.191 Seitenaufrufe
2017, ab 14/15 Jahren, Autoren A - EAngststörung, Thriller
Mehr lesen >

(Kosmos-Verlag 2017, 219 Seiten)
Die Zeit, in der man das Kindsein verlässt und langsam ein Jugendlicher bzw. eine Jugendliche wird – das ist schon eine aufregende, mitunter verwirrende und nicht immer gerade einfache Zeit. Endre Lund Eriksen, der aus Norwegen kommt, hat genau darüber ein Buch geschrieben; und die Hauptfigur in dem Buch, ein 12-jähriger Junge, erlebt nicht nur das eigene Gefühlswirrwarr, sondern muss auch sonst noch einiges mitmachen. Klar, dass man sich da gerne versteckt, wenn alles zu viel wird – in diesem Fall an einem recht ungewöhnlichen Ort.
(mehr …)
Ulf Cronenberg
26. Oktober 2017
12.661 Seitenaufrufe
2017, ab 12/13 Jahren, Autoren A - E, Bestenliste (4 Punkte)Freundschaft, Homosexualität, Pubertät
Mehr lesen >

(cbt 2017, 497 Seiten)
Ich bin etwas spät dran – Angie Thomas‘ Debütroman hat schon einige sehr gute (man könnte auch sagen: überschwängliche) Rezensionen bekommen … Aber lesen wollte ich „The Hate U Give“ trotzdem noch, auch wenn ich zurzeit wegen meiner begrenzten Lesezeit vor 500-Seiten-Romanen etwas zurückschrecke. Ein brisantes Thema hat das Buch in jedem Fall: Die gesetzliche Gleichstellung der farbigen und weißen Bevölkerung wurde in den USA zwar 1964 im Civil Rights Act endlich vollzogen, aber der Rassismus ist seitdem in dem Land nicht Vergangenheit – selbst wenn es inzwischen einen farbigen Präsidenten gab. Von diesem Rassismus handelt der Jugendroman …
(mehr …)
Ulf Cronenberg
22. Oktober 2017
29.006 Seitenaufrufe
2017, ab 14/15 Jahren, Autoren P - T, Bestenliste (5 Punkte)Familie, Rassismus, USA
Mehr lesen >

(Verlag S. Fischer 2017, 314 Seiten)
Das Thema Krieg lässt John Boyne nicht los – schon mehrere Bücher des Autors handelten davon, und das gilt auch für den neuen Jugendroman. Das Buch, mit dem der irische Schriftsteller bekannt wurde, war „Der Junge im gestreiften Pyjama“ aus dem Jahr 2006 (auf Deutsch 2007) – ein Buch, das ich zwar gelesen, aber nicht besprochen habe. „Der Junge auf dem Berg“ spielt in einigem auf John Boynes Erfolgsbuch an: Cover und Titel haben viele Ähnlichkeiten, ein dezenter Button weist noch darauf hin, dass das neue Werk aus der Feder des gleichen Autors wie „Der Junge im gestreiften Pyjama“ stammt … Das sollte einen eigentlich fast schon etwas skeptisch machen. Aber so funktioniert Marketing.
(mehr …)
Ulf Cronenberg
7. Oktober 2017
47.017 Seitenaufrufe
2017, ab 12/13 Jahren, Autoren A - E, Bestenliste (5 Punkte), Lektüre 7./8. Klasse2. Weltkrieg, Drittes Reich
Mehr lesen >

(Loewe-Verlag 2017, 282 Seiten)
Es ist schon ein bisschen her, dass ich zwei Bücher von Karl Olsberg gelesen habe: 10 bzw. 6 Jahre. „System“, war nicht Olsbergs erster Roman, aber sein Durchbruch. „Raphael 2.0“, das zweite Buch, das ich gelesen habe, war im Gegensatz zu „System“ ein klassischer Jugendroman. Das Interessante an dem Autor, der eigentlich Karl-Ludwig Max Hans Freiherr von Wendt heißt, ist, dass Bücherschreiben eher ein Hobby von ihm ist; denn hauptsächlich ist er Unternehmensberater, er hat sich aber auch viel mit Computerdingen (gerade auch künstlicher Intelligenz) beschäftigt. Und Computerthemen greift Karl Olsberg gerne in seinen Büchern auf.
(mehr …)
Ulf Cronenberg
29. September 2017
36.742 Seitenaufrufe
2017, ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (5 Punkte)Computer, künstliche Intelligenz, Science-Fiction, Zukunft
Mehr lesen >

(Hanser-Verlag 2017, 233 Seiten)
Des Covers wegen hätte ich dieses Buch wohl nicht gelesen – nein, ich habe es gelesen, weil ich die beiden ersten Bücher von John Corey Whaley richtig gut fand. Sowohl „Hier könnte das Ende der Welt sein“ als auch „Das zweite Leben des Travis Coates“ waren besondere Bücher mit leicht abstrusen Geschichten – ganz und gar nicht Mainstream. Von daher war klar, dass ich mir auch vom dritten ins Deutsche übersetzte Buch des in Louisiana (USA) lebenden Schriftstellers ein Bild machen wollte.
(mehr …)
Ulf Cronenberg
19. September 2017
8.886 Seitenaufrufe
2017, ab 12/13 Jahren, Autoren U - Z, Bestenliste (4 Punkte)Agoraphobie, Freundschaft, Psychologie
Mehr lesen >

(Mixtvision-Verlag 2017, 204 Seiten)
Vor sechs Jahren ist Marit Kaldhols deutsches Debüt „Allein unter Schildkröten“ erschienen – ein Buch, das den Suizid eines depressiven Jungen und die Trauerarbeit seiner Eltern thematisiert und das mir trotz einiger Bedenken gut gefallen hat. Es hat lange gedauert, bis es ein neues Buch der Norwegerin geschafft hat, übersetzt zu werden: Mit „Zweet“ jedoch steht ein neuer Roman der Autorin in den Regalen, und er ist wieder – das sei vorweggenommen – nicht stromlinienförmig.
(mehr …)
Ulf Cronenberg
7. September 2017
6.518 Seitenaufrufe
2017, ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (4 Punkte)Freundschaft, Mobbing, Schuld
Mehr lesen >