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ab 12/13 Jahren

Buchbesprechung: Mårten Melin „Viel mehr als ein Kuss“ / „Etwas mehr als Kuscheln“

Cover: Mårten Melin „Viel mehr als ein Kuss“Lesealter 13+(Klett Kinderbuch 2017 bzw. 2016, 139 bzw. 148 Seiten)

Die ersten Erfahrungen mit Sexualität und in Beziehungen werden in Jugendromanen immer wieder thematisiert, aber dass Bücher das zum Hauptthema machen, kommt nicht so oft vor. Dabei ist das wirklich ein Thema, das viele Jugendliche ab einem Alter von 12 oder 13 Jahren sehr drängend zu beschäftigen beginnt … Der schwedische Autor Mårten Melin hat sich daran gemacht, das zu ändern: Aufklärungsbücher in Romanform könnte man zu den beiden Bänden, die er veröffentlicht hat, sagen. Die Frage ist, ob der Plot in den Romanen mithalten kann …

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Buchbesprechung: Jason Reynolds „Love oder Meine schönsten Beerdigungen“

Cover: Jason Reynolds „Love oder Meine schönsten Beerdigungen“Lesealter 13+(dtv 2017, 287 Seiten)

Meine Angewohnheit, vorab keine Klappentexte und auch oft keine Autoreninfos zu lesen, führt mitunter zu seltsamen Blüten. So habe ich knapp 50 Seiten gebraucht – denn da wird das das erste Mal explizit erwähnt –, um zu kapieren, dass die Personen, die in Jason Reynolds Jugendroman „Love oder Meine schönsten Beerdigungen“ vorkommen, alle Farbige sind. Leider waren die Bilder der Figuren in meinem Kopf eben die von weißen Jugendlichen und Erwachsenen, und es war ganz und gar nicht einfach, mir neue Bilder von ihnen zu machen …

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Buchbesprechung: Jon Walter „Mein Name ist nicht Freitag“

Cover: Jon Walter „Mein Name ist nicht Freitag“Lesealter 13+(Königskinder-Verlag 2017, 436 Seiten)

Als Jon Walter 2015 sein Buch in den USA veröffentlichte, war nicht daran zu denken, dass es heute, zwei Jahre später deutlich mehr Aktualität haben würde – das ist zumindest meine Einschätzung. Einen historischer Jugendroman, der einen jugendlichen Sklaven als Hauptfigur hat, hat heute angesichts von Mauern, die Donald Trump bauen will, angesichts einer politischen Stimmung, die bestimmte Menschengruppen ausschließen will, eine andere Konnotation. Es ist heute eigentlich unvorstellbar, wie schwarze Menschen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts behandelt wurden – und trotzdem leben wir in einer Zeit, in der Vorurteile und Ressentiments bestimmten Bevölkerungsgruppen gegenüber wieder zunehmen.

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Buchbesprechung: Mats Wahl „Sturmland – Die Gesetzgeber“

Lesealter 13+(Hanser-Verlag 2016, 456 Seiten)

Es ist eine ehrgeizige Sache, auf die sich der schwedische Jugendbuchautor Mats Wahl im Alter von 70 Jahren eingelassen hat: eine 5-bändige Reihe anzufangen. Band 1 der „Sturmland“-Reihe bot einen fulminanten Einstieg, Band 2 dagegen hatte Längen und übte auf mich nicht die Faszination des Einstiegbands aus. Trotzdem habe ich mir vorgenommen, auch noch Band 3 zu lesen, um dann zu entscheiden, ob ich die „Sturmland“-Sage zu Ende lesen werden.

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Buchbesprechung: Stefanie Höfler „Tanz der Tiefseequalle“

Lesealter 12+(Beltz & Gelberg 2017, 189 Seiten)

Eigentlich passen Cover und Titel richtig gut zum Buch, aber bevor ich „Tanz der Tiefseequalle“ gelesen habe, konnte ich mit beidem nicht viel anfangen. Das wirkt alles etwas kryptisch. Auf den Jugendroman, Stefanie Höflers zweites Buch, bin ich von daher auf anderem Wege aufmerksam geworden: Das Buch hat im März 2017 den Luchs von Radio Bremen und der Wochenzeitung „Die Zeit“ bekommen. Das Debüt der Autorin, „Mein Leben mit Mucks“, ist übrigens ungelesen an mir vorbeigegangen, obwohl es in der Kinderbuchsparte für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden war …

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Buchbesprechung: Lauren Wolk „Das Jahr, in dem ich lügen lernte“

Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2017, 267 Seiten)

Ich mag das Cover dieses Buchs: hübsche Farben, ansprechende Gestaltung, auch wenn es vielleicht etwas kindlich für das doch alles in allem recht ernste Buch ist. Etwas Besonderes ist vor allem auch, dass das Layout im Inneren eine Fortsetzung erfährt: Jedes Kapitel wird auf der ersten Seite mit einer grauen Baumsilhouette verziert – solche Details sieht man in Büchern inzwischen leider selten. Mit „Das Jahr, in dem ich lügen lernte“ legt die Amerikanerin Lauren Wolk übrigens ihr Debüt vor – wer, wie ich, den Namen also nicht kennt, braucht sich nicht zu wundern.

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Buchbesprechung: Anne-Laure Bondoux „Das Glück ist nicht immer gerecht“

Lesealter 13+(dtv 2016, 236 Seiten)

In den letzten Jahren sind auf Deutsch mehrere Jugendromane von Anne-Laure Bondoux erschienen – alle im Carlsen-Verlag. „Die Zeit der Wunder“, das den Anfang gemacht hat, ist ein hochaktuelles Buch, weil er ein Flüchtlingsschicksal beschreibt; der Roman war auch gleich für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Nun ist bei dtv ein Frühwerk der Autorin aus dem Jahr 2004 erschienen, und ich war neugierig wie es im Vergleich zu den Büchern der letzten Jahre ist. Übrigens: Das neueste Buch von Anne-Laure Bondoux bei Carlsen („Bella Rossas anderes Glück“) liegt auch schon vor – das muss noch ein bisschen warten …

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Buchbesprechung: Mats Wahl „Sturmland – Die Kämpferin“

Cover: Mats Wahl „Sturmland - die Kämpferin"Lesealter 13+(Hanser-Verlag 2016, 365 Seiten)

Band 2 der „Sturmland“-Reihe ist zeitgleich mit Band 1 „Sturmland – Die Reiter“ erschienen. Ich wollte allerdings erst mal ein paar andere Bücher lesen, bevor ich mir den nächsten Band vorgenommen habe. Der Auftakt zur auf fünf Bände angelegten „Sturmland“-Reihe hat mir jedenfalls gut gefallen. Ein interessantes Dystopie-Szenario mit eigenwilligem Schreibstil und packendem Plot hat der inzwischen 71-jährige Schwede Mats Wahl da auf die Beine gestellt, und die Frage war, ob Band 2 auch zu gefallen weiß.

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Buchbesprechung: Julya Rabinowich „Dazwischen: Ich“

Cover: Julya Rabinowich „Dazwischen: Ich“Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2016, 255 Seiten)

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich das unscheinbare Bändchen mit dem zwar zum Inhalt passenden, für meinen Geschmack aber eher wenig werbewirksamen Cover gelesen hätte, wenn es nicht einen Zufall gegeben hätte. Jedenfalls saß ich auf der Buchmesse am Hanser-Stand und kurz bevor ich aufgestanden bin, wurde mir eine Frau vorgestellt, die die ganze Zeit mit am Tisch gesessen war. Und das war Julya Rabinowich. In ein paar Sätzen wurde mir dann erzählt, worum es in ihrem aktuellen Buch geht. Und deswegen hier nun die Buchbesprechung dazu …

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Buchbesprechung: Emiel de Wild „Brudergeheimnis“

Cover: Emiel de Wild „Brudergeheimnis"Lesealter 12+(Verlag Freies Geistesleben 2016, 202 Seiten)

Die diesjährige Frankfurter Buchmesse hatte den Landesschwerpunkt „Flandern und Niederlande“, und da passt das im Folgenden besprochene Buch gut dazu. Emiel de Wild ist nämlich Niederländer, und sein schon 2013 erschienener Jugendroman „Brudergeheimnis“ wurde in Holland mit zwei Preisen ausgezeichnet: dem Zilveren Griffel und dem Debuutprijs van de Jonge Jury. Ziemlich verwundert war ich, als ich erfahren habe, dass das Buch erst drei Jahre später auf Deutsch erschienen ist …

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Buchbesprechung: Marlene Röder „Cache“

Cover: Marlene Röder "Cache"Lesealter 13+(Fischer-Verlag 2016, 250 Seiten)

Fünf Jahre liegt das letzte Buch für Jugendliche von Marlene Röder zurück: die gelungene Kurzgeschichten-Sammlung „Melvin, mein Hund und die russischen Gurken“. Dazwischen gab es noch ein Kinder- und ein Bilderbuch und nun hat Marlene Röder endlich wieder einen Jugendroman geschrieben. Wie man in der Danksagung erfährt, hatte da Tilman Spreckelsen, Herausgeber der „Bücher mit dem Blauen Band“, die Finger mit im Spiel, denn in dieser Reihe ist „Cache“ erschienen. Übrigens, wer sich nicht sicher ist, was ein „Cache“ ist, der kann es hier im Wikipedia-Artikel nachlesen.

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Buchbesprechung: Anders Johansen „Das schwarze Loch in mir“

Cover: Anders Johansen „Das schwarze Loch in mir“Lesealter 12+(Beltz & Gelberg-Verlag 2016, 295 Seiten)

Anders Johansen ist ein dänischer Autor, der anscheinend schon viele Bücher geschrieben hat, „Das schwarze Loch in mir“ ist jedoch, wenn ich richtig recherchiert habe, das erste Buch (im Original schon 2012 erschienen), das von ihm ins Deutsche übersetzt wurde. Zu dem Buch inspiriert wurde Johansen übrigens durch eine Reise auf die Färöer-Inseln, wo er über einen Berg in ein Dorf lief und durch einen neu erbauten Tunnel durch den Berg zurückging. Das Szenario findet man in dem Buch wieder, auch wenn die Insel und das Dorf einen anderen Namen tragen und somit fiktiv sind.

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