Schlagwort: Freundschaft

Buchbesprechung: Anna Dimitrova „People Pleaser“

Cover: Anna Dimitrova „People Pleaser“Lesealter 14+(Arctis-Verlag 2026, 385 Seiten)

„Kanak Kids“ war das von der Jugendjury 2025 für den Deutschen Jugend­literatur­preis nominierte deutsche Erstlingswerk von Anna Dimitrova. Es ist allerdings an mir vorbeigegangen. Der Inhalt des zweiten Jugendbuchs der aus Bulgarien stammenden Autorin hat mich interessiert, weil die Hauptfigur ein Mädchen ist, das es nicht nur immer allen recht machen will, sondern anderen in allen Lebenslagen helfen will. Psychologisch interessant. Das Cover des Jugendromans spricht mich dagegen eher nicht an – ich finde es etwas sehr schrill. Jugendliche Leser/innen mögen das aber anders sehen …

Buchbesprechung: Daniela Dröscher „Mädchen allein zu zweit“

Cover: Daniela Dröscher „Mädchen allein zu zweit“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg 2026, 187 Seiten)

Das Cover von Daniela Dröschers „Mädchen allein zu zweit“ finde ich schon sehr cool. Dynamisch wird eine Szene mit zwei Mädchen dargestellt, die bestens – das kann ich nach dem Lesen des Buchs sagen – zu dem Jugendroman passt. Ich kann mir vorstellen, dass es bei Leserinnen, die nach Lesestoff suchen, gut ankommt. Daniela Dröscher ist durchaus eine bekannte Autorin, hat bisher allerdings keine Bücher für Kinder und Jugendliche geschrieben – „Mädchen allein zu zweit“ ist ihr Debüt im Kinder- und Jugendbuchbereich.

Buchbesprechung: Kevin Brooks „Part of the Game“

Cover: Kevin Brooks „Part of the Game“Lesealter 14+(dtv 2026, 348 Seiten)

Ob es Zufall ist, dass Kevin Brooks kurz vor der Fußball-WM einen Jugendroman veröffentlicht, in dem es maßgeblich um den beliebten Ballsport geht? Der Verlag jedenfalls umwirbt das Buch nicht mit der Weltmeisterschaft … Also, wer weiß. Für mich sind Bücher von Kevin Brooks Pflicht, auch wenn ich finde, dass er es in den letzten Jugendromanen mit der Action etwas übertrieben hat und dabei, das, was ich an ihm so geschätzt habe, ein wenig verloren hat: Hauptfiguren in Ausnahmesituationen zu bringen, die sie überfordern. Das alles war leider oft zu stark von Gewalt überlagert.

Buchbesprechung: Agi Ofner „Problemwölfe“

Cover: Agi Ofner „Problemwölfe“Lesealter 14+(Tyrolia-Verlag 2025, 188 Seiten)

„Problemwölfe“ hat im Jahr 2025 den Buchcover Award gewonnen – ich finde, völlig zurecht. Nicht nur das geniale Cover, sondern auch die Vignetten von Wölfen im Buch hat Agi Ofner selbst gezeichnet. Und wer dann noch in das Buch hineinschaut, findet – und ich hatte schon immer ein Faible dafür –, dass es auch sehr ansprechend gesetzt ist. Die Seitenzahlen befinden sich z. B. nicht an der üblichen Stelle; und die Person, aus deren Blickwinkel berichtet wird, wird immer zu Beginn eines Abschnitts mit anderer Schrift vorangestellt. Mir gefällt das sehr.

Buchbesprechung: Annette Mierswa „Der Scherbenpalast“

Cover: Annette Mierswa „Der Scherbenpalast“Lesealter 14+(Verlag Freies Geistesleben 2025, 207 Seiten)

Mir gefällt der Titel von Annette Mierswas Jugendbuch, auch wenn ich mir erst mal nicht so richtig etwas darunter vorstellen konnte. Meine Neugierde hatte darüber hinaus die Presseinformation geweckt, in der stand, dass es in dem Buch um einen Umzug geht. Das ist ja in der Tat etwas, was viele Jugendliche erleben. Ich kenne das durchaus auch selbst aus meiner Kindheit und Jugend, und ich habe mich vor allem bei einem Umzug mit 14 Jahren eine längere Zeit lang ziemlich entwurzelt gefühlt. Genau darum geht es auch in dem Buch von Annette Mierswa.

Buchbesprechung: Sarah Jäger „Das Feuer vergessen wir nicht“

Cover: Sarah Jäger „Das Feuer vergessen wir nicht“Lesealter 15+(Rotfuchs 2025, 219 Seiten)

Allzu viel vorstellen kann man sich unter dem Buchtitel ja nicht, und das Cover, das mir in seiner schlichten Art gefällt, hilft einem auch nicht weiter. Aber Sarah Jäger veröffentlicht seit Jahren regelmäßig Jugendromane, und ich bin noch nie enttäuscht worden. Sie ist eine der Jugendbuchautor/inn/en, die ich immer im Blick habe und von der ich alle neuen Bücher lese. Es geht jedenfalls, das sei schon mal verraten, um eine sich anbahnende ungewöhnliche Beziehung zwischen einem Mädchen und einem Jungen, die ziemlich verschieden sind.

Buchbesprechung: Jenny Valentine „Zwei Seiten eines Augenblicks“

Cover: Jenny Valentine „Zwei Seiten eines Augenblicks“Lesealter 15+(dtv 2025, 183 Seiten)

Dass ich das letzte Jugendbuch von Jenny Valentine gelesen habe, ist wirklich lange her: Es war vor 10-einhalb Jahren im Frühjahr 2015 ihr Buch „Durchs Feuer“. Ist mir seitdem etwas durch die Lappen gegangen? Ich habe nachgesehen: In den letzten 10 Jahren hat die britische Autorin zwar drei oder vier Kinderbücher geschrieben, aber keinen Jugendromane mehr veröffentlicht. „Zwei Seiten eines Augenblicks“ ist also der Wiedereinstieg in das Genre, mit dem sie im Jahr 2009 mit „Wer ist Violet Park?“ bekannt geworden ist.

Buchbesprechung: Salah Naoura „Der Junge, der auf ein Haus stieg“

Cover: Salah Naoura „Der Junge, der auf ein Haus stieg“Lesealter 11+(Beltz&Gelberg-Verlag 2025, 109 Seiten)

Von knapp 600 Seiten bei Neal Shustermans „All Better Now“ auf knapp über 100 bei dem neuen Kinderbuch von Salah Naoura – wie schnell hatte ich das Buch doch im Vergleich zu Shustermans Dystopie durch … 14 Jahre ist es übrigens her, dass ich ein Buch von Salah Naoura, dem in Berlin geborenen Autor, gelesen habe, und ich kann mich noch gut an „Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums”, weil es eine richtig witzig erzählte Geschichte war. „Der Junge, der auf ein Haus stieg“ ist ein etwas ernsteres Buch – das sei schon mal verraten.

Buchbesprechung: Maryam Master „Wort für Wort“

Cover: Maryaam Master „Wort für Wort“Lesealter 11+(WooW Books 2025, 228 Seiten)

Auf der Coverabbildung links sieht man nicht so richtig, dass die Buchstaben beim gedruckten Buch gold schimmern; wer genau hinschaut, bemerkt jedoch, dass darauf auch arabische Schriftzeichen zu finden sind. Das hat natürlich seinen Grund. Wenn man weiß, dass Maryam Master in Teheran (Iran) geboren wurde und nach der iranischen Revolution als 9-Jährige mit ihrer Familie nach Australien geflohen ist und dort aufgenommen wurde, kann man sich schon etwas mehr zusammenreimen. Und in der Tat: Auch im Buch kommt ein Kind vor, das aus dem Iran flüchten musste.

Buchbesprechung: Nils Mohl „Engel der letzten Nacht“

Cover: Nils Mohl „Engel der letzten Nacht“Lesealter 15+(Rotfuchs 2025, 223 Seiten)

Nils Mohls „Henny & Ponger“ war einer meiner Lieblingsromane aus den letzten Jahren – allerdings war ich überrascht, als ich gesehen habe, dass er schon vor viereinhalb Jahren erschienen ist. Es kam mir deutlich kürzer vor. Nun gibt es einen neuen Roman des Autors aus Hamburg, und das Cover von „Engel der letzten Nacht“ gefällt mir ausgesprochen gut. Auf der Webseite von Nils Mohl kann man dazu lesen, dass das Covermotiv, das auf eine Szene am Buchende anspielt, eigens von Brozilla, einem Streetart-Künstler aus Hamburg, für diesen Roman geschaffen wurde.

Buchbesprechung: Hilde Myklebust „Auch am Tag leuchten die Sterne“

Cover: Hilde Myklebust „Auch am Tag leuchten die Sterne“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2025, 255 Seiten)

Allzu viele Jugendbücher aus Norwegen bekommt man auf Deutsch nicht zu lesen; es dürfte nur eine Handvoll sein, die ich in den letzten 20 Jahren in den Händen gehalten habe (das letzte norwegische Buch, das ich vor fast 5 Jahren besprochen habe, war „Sommer ist trotzdem“ von Espen Dekko). Die Norwegerin Hilde Myklebust hat schon Bücher für Kinder geschrieben – vor allem Bilderbücher und Lyrikbände. Mit „Auch am Tag leuchten die Sterne“ hat sie nun aber ihr Jugendroman-Debüt vorgelegt; und vorweg sei gesagt, dass dahinter eine traurige Geschichte steht.

Buchbesprechung: Alison McGhee „Das Telefon in der Birke“

Cover: Alison McGhee „Das Telefon in der Birke“Lesealter 11+(dtv 2025, 200 Seiten)

Die amerikanische Autorin Alison McGhee hat sich mit ihren letzten beiden Büchern bei mir ins Gedächtnis geschrieben. Sowohl „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ als auch „Nachrichten von Micah“ erzählten eine außergewöhnliche Geschichte, und das erstgenannte Buch war im Jahr 2022 sogar von der Kritiker- und der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden, was nicht allzu häufig vorkommt. Leider ging das Buch dann allerdings in beiden Sparten leer aus und wurde nicht prämiert.