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Schlagwort Archiv: Freundschaft

Buchbesprechung: Franz Orghandl „Der Katze ist es ganz egal“

Cover: Franz Orghandl „Der Katze ist es ganz egal“Lesealter 10+(Klett Kinderbuch 2020, 99 Seiten)

Wenn man das Cover von „Der Katze ist es ganz egal“ sieht, ahnt man nicht, worum es in dem Buch geht – ob das eine sinnvolle Entscheidung ist? Auf das Buch gekommen bin ich jedenfalls nur, weil es in den Kommentaren zu John Boynes „Mein Bruder heißt Jessica“ zweimal erwähnt wurde. Von John Boynes Jugendroman über das Transgender-Thema war ich eher enttäuscht, das Buch von Franz Orghandl (übrigens eine Frau), das dieses Thema ebenfalls aufgreift, wurde dagegen in den Kommentaren über den Klee gelobt. Zu Recht?

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Buchbesprechung: Stefanie Höfler „Helsin Apfelsin und der Spinner“

Cover: Stefanie Höfler „Helsin Apfelsin und der Spinner“Lesealter 10+(Beltz & Gelberg-Verlag 2020, 205 Seiten)

Wenn man mich fragt, welche deutschsprachige Kinder- und Jugendautor/inn/en aus den letzten 10 Jahren zu den besten gehören, so hat Stefanie Höfler für mich eindeutig einen Platz auf der Liste. Es war vor allem ihr Jugendbuch „Tanz der Tiefseequalle“, das mich mit den unterschiedlichen Stimmen der beiden Erzähler besonders beeindruckt hat. Mehrere Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis, einige andere Auszeichnung hat die Autorin, die nach wie vor als Lehrerin und Theaterpädagogin an einem Gymnasium im Schwarzwald arbeitet, für ihre Bücher bereits bekommen, zuletzt das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium für „Der große schwarze Vogel“.

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Buchbesprechung: Dirk Pope „Still!“

Cover: Dirk Pope „Still!“Lesealter 13+(Hanser-Verlag 2020, 189 Seiten)

Einen interessanten Werdegang hat Dirk Pope: Über zehn Jahre war er in der Werbebranche tätig, um dann doch noch Lehrer für Sport und Deutsch zu werden – sozusagen ein spät berufener Lehrer. Und auch mit dem Bücherschreiben hat er wohl spät begonnen, denn „Still!“ ist sein dritter Jugendroman. Mit dem für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Vorgänger „Abgefahren“ war ich nicht warmgeworden und habe das Buch nach 50 Seiten zur Seite gelegt – vielleicht etwas vorzeitig. Bei „Still!” habe ich aber durchgehalten …

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Buchbesprechung: KIM Ryeo-Ryeong „Eins zwei. Eins zwei drei.“

Cover: Kim Ryeo-Ryeong „Eins zwei. Eins zwei drei.“Lesealter 14+(Baobab-Verlag 2020, 203 Seiten)

Korea ist ein Land, über das wahrscheinlich nicht nur ich eher wenig weiß. Natürlich kenne ich so ein paar Grundbegebenheiten (darunter die Teilung in Nord- und Südkorea), auch ein paar Filme aus Südkorea habe ich gesehen, sie sind mir allerdings immer fremd geblieben. Der Baobab-Verlag ist dafür bekannt, dass er ursprüngliche Bücher aus fernen fremden Ländern veröffentlicht, darunter immer wieder auch mal Jugendromane. „Eins zwei. Eins zwei drei“ von der Südkoreanerin KIM Ryeo-Ryeong ist einer davon.

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Buchbesprechung: Michael Belanger „254 Tage mit Jane Doe“

Cover: Michael Belanger „254 Tage mit Jane Doe“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2020, 341 Seiten)

„254 Tage mit Jane Doe“ ist mal wieder ein Debüt, und Michael Belanger sieht auf dem Pressefoto, das der Carlsen-Verlag bereitstellt, noch sehr jung aus; jünger, als er wahrscheinlich ist. Auf der Webseite zum Buch steht unter der Inhaltsangabe übrigens eine etwas seltsame Notiz: „Trigger-Warnung: suizidales Verhalten“ – was das zu bedeuten hat, würde ich gerne mal wissen. Klar, es geht in Michael Belangers Buch um Depressionen und Suizid – aber auf den Hinweis „Trigger-Warnung“ kann ich mir keinen rechten Reim machen.

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Buchbesprechung: Robert Habeck & Andrea Paluch „Zwei Wege in den Sommer“

Cover: Robert Habeck & Andrea Paluch „Zwei Wege in den Sommer“Lesealter 16+(dtv 2020, 220 Seiten)

Es ist ein Novum, dass ich hier ein Buch, das ich schon einmal vorgestellt habe, ein zweites Mal bespreche. Als im dtv-Katalog angekündigt wurde, dass „Zwei Wege in den Sommer“ neu aufgelegt wird, war ich etwas erstaunt. Auf meine Nachfrage beim Verlag, was daran geändert wurde, bekam ich die Antwort, dass vor allem Daten aktualisiert wurden (Donald Trump ist z. B. Präsident der USA, im Buch gibt es inzwischen Smartphones) – verändert wurde inhaltlich ansonsten nur sehr wenig. Was mich persönlich interessiert hat – und daher die Neuauflage der Buchbesprechung: Wie gefällt mir ein Jugendroman, den ich vor fast 15 Jahren grandios fand?

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Buchbesprechung: Dita Zipfel & Rán Flygenring „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“

Cover: Dita Zipfel & Rán Flygenring „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2019, 193 Seiten)

Was für eine cooler Titel mit einem schönen Cover – das waren die ersten Dinge, die mir durch den Kopf gegangen sind, als ich das Buch in den Händen gehalten habe. Die Illustratorin, die Isländerin Rán Flygenring, die auch für das Cover verantwortlich zeichnet, kennt man mitunter: Sie hat Finn-Ole Heinrichs Kinderbücher illustriert. Und wem nun der Name Dita Zipfel nicht bekannt ist, dem sei gesagt, dass sie die Ehefrau von Finn-Ole Heinrich ist. So schließt sich der Kreis. „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“ ist übrigens nicht Dita Zipfels erstes Buch, bisher waren es allerdings „nur“ Bilderbücher, die sie veröffentlicht hat.

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Buchbesprechung: Marisha Pessl „Niemalswelt“

Cover: Marisha Pessl „Niemalswelt"Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2019, 379 Seiten)

Für den Jugendbuchbereich ist Marisha Pessls „Niemalswelt“ ein Debüt, die amerikanische Autorin hat aber bereits einen Erwachsenenbestseller geschrieben. Wie der Titel schon sagt, spielt der Roman nur bedingt in einer realen Welt. Als „Zeitschleifen“-Psychothriller wird das Buch vom Carlsen-Verlag auch bezeichnet, ein Roman, in dem sich also immer wieder gleiche Szenen wiederholen. Mir fiel da gleich Lauren Olivers „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ ein, in dem die Hauptfigur mehrmals den gleichen Tag durchlebt – in „Niemalswelt“ wird das Ganze allerdings auf die Spitze getrieben …

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Buchbesprechung: Tamara Bach „Wörter mit L“

Cover: Tamara Bach „Wörter mit L“Lesealter 11+(Carlsen-Verlag 2019, 172 Seiten)

Ein Buch für Leser ab 11 Jahren zu schreiben, ist etwas Neues für Tamara Buch, deren bisherige Bücher Jugendromane waren: „Wörter mit L“ kann man jedenfalls eher dem Kinderbuch zurechnen … Mit ihren Werken hat Tamara Bach immer etwas gewagt – sie waren sprachlich raffiniert geschrieben und ungewöhnlich aufgebaut, von daher nicht immer ganz leicht zu lesen, aber reizvoll. Gespannt war ich in jedem Fall, ob das alles auch für das erste Kinderbuch der Berliner Autorin gilt.

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Buchbesprechung: David Arnold „Ganz schön kaputte Tage und wie Noah Oakman sie sieht“

Cover: David Arnold „Ganz schön kaputte Tage und wie Noah Oakman sie sieht“Lesealter 15+(Arena-Verlag 2019, 432 Seiten)

„Herzdenker“ war der beeindruckende Debütroman des amerikanischen Autors David Arnold – ein Buch mit Ernsthaftigkeit und Witz, mit besonderen Figuren und einem im positiven Sinn ganz eigenwilligen Plot. Das Buch habe ich wirklich gern gelesen. Gut ein Jahr später gibt es nun den zweiten Jugendroman von David Arnold, auf den ich neugierig war – mit gut 400 Seiten ähnlich dick wie „Herzdenker“ und mit einem Titel und einem Cover, die andeuten, dass das kein ganz normaler Jugendroman ist …

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Buchbesprechung: Julya Rabinowich „Hinter Glas“

Cover: Julya Rabinowich „Hinter Glas“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2019, 201 Seiten)

Mit „Dazwischen: Ich“ hatte Julya Rabinowich ein Buch geschrieben, das ich sehr bewundert habe: Zur Zeit der großen Flüchtlingswelle war es ein wichtiges Buch, weil es aus der Sicht eines Mädchens beschreibt, wie es ist, aus einem Flüchtlingsland nach Mitteleuropa zu kommen. Sehr genau wurde das Leben zwischen zwei Kulturen beschrieben. Und weil ich den Jugendroman so geschätzt habe, war klar, dass ich den neuen Roman der in Wien lebenden Autorin auch lesen wollte. Darin geht es um ein ganz anderes Thema – das ist sicher auch gut so …

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Buchbesprechung: Elisabeth Etz „Nach vorn“

Cover: Elisabeth Etz „Nach vorn“Lesealter 14+(Tyrolia-Verlag 2018, 203 Seiten)

Wer auf das Buchcover schaut, wird nicht darauf kommen, worum es in „Nach vorn“ geht – das ist etwas kryptisch gehalten. Wer den Jugendroman der österreichischen Autorin gelesen hat, muss zwar vielleicht etwas überlegen, versteht die Symbolik dann aber. Aufmerksam geworden bin auf das Buch, weil es mich das Thema interessiert hat: Wie geht ein Mädchen, das eine längere Tumorbehandlung hinter sich hat, damit um, als es von den Ärzten geheilt entlassen wird. Alles paletti, würde man erst mal naiv denken – ist es aber nicht …

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