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Lektüretipps für Lehrer

Buchbesprechung: Anna Woltz „Haifischzähne“

Cover: Anna Woltz „Haifischzähne“Lesealter 10+(Carlsen-Verlag 2020, 89 Seiten)

Anna Woltz – der Name klingt nicht gerade niederländisch, aber auch wenn die Kinder- und Jugendbuchautorin in London geboren wurde: Sie lebt in Utrecht und ist Niederländerin. Mit ihren bisherigen Kinder- und Jugendromanen zählt sie eindeutig zu meinen Lieblingsautor/inn/en; das neueste Buch richtet sich an eher jüngere Leser/innen und ist auch vom Umfang her mit nicht mal 100 Seiten eher dünn. Aber ich war schon sehr gespannt …

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Buchbesprechung: Johannes Herwig „Scherbenhelden“

Cover: Johannes Herwig „Scherbenhelden“Lesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2020, 269 Seiten)

Den Debütroman „Bis die Sterne zittern“ von Johannes Herwig, der gleich von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, habe ich nicht gelesen. Und auch bei „Scherbenhelden“ habe ich etwas gezögert, weil mich die Inhaltszusammenfassung nicht so ganz angesprochen hat. Leipzig als Schauort in den Jahren kurz nach DDR und Probleme mit Neonazis – das hat bei mir nicht so richtig gezogen … Dass ich mich darüber hinweggesetzt habe, darüber bin ich nun doch sehr froh, denn „Scherbenhelden” ist ein absolut lesenswerter Jugendroman.

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Buchbesprechung: Alan Gratz „Vor uns das Meer“

Cover: Alan Gratz „Vor uns das Meer“Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2020, 279 Seiten)

„Drei Jugendliche – Drei Jahrzehnte – Eine Hoffnung“ steht über dem Titel auf dem Cover. Das erscheint auf den ersten Blick etwas reißerisch, aber es trifft im Großen und Ganzen gut, um was es in dem Jugendroman geht (am Ende der Buchbesprechung mehr dazu). Der Jugendroman handelt von drei Familien mit Kindern, die zu unterschiedlichen Zeiten aus ihrem Land fliehen. Das klingt nach einer interessanten Konstruktion, die sich der in North Carolina lebende Schriftsteller Alan Gratz ausgedacht hat. Und das Thema Flüchtlinge ist ja nach wie vor erschreckend aktuell …

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Buchbesprechung: Gabi Kreslehner „Nils geht“

Cover: Gabi Kreslehner „Nils geht“Lesealter 14+(Tyrolia-Verlag 2020, 139 Seiten)

Von Gabi Kreslehner habe ich bisher alle Jugendbücher (und zwei Erwachsenenromane) gelesen. Der Grund dafür ist, dass die österreichische Schriftstellerin immer besondere Bücher schreibt: sprachlich ausgefeilt, mit Ecken und Kanten, nicht immer über einfache Themen. Nach fast vier Jahren Funkstille ist vor kurzem „Nils geht“ erschienen – mit einem interessanten grafisch reduzierten Cover, das allerdings eher an ein Kinderbuch erinnert. Das Thema ist jedoch eindeutig nichts für Kinder: Es geht um fieses Mobbing.

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Buchbesprechung: William Sutcliffe „Wir sehen alles“

Cover: William Sutcliffe „Wir sehen alles“Lesealter 14+(Rowohlt-Verlag 2019, 284 Seiten)

Nachdem William Sutcliffes Debütroman „Auf der richtigen Seite“ 2015 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden war, wollte ich eigentlich schon immer ein Buch des Autors lesen. Aber es hat etwas gedauert, bis es dazu gekommen ist. Nun, mit dem neuen Roman „Wir sehen alles“ hat es endlich geklappt. Das lag auch daran, dass mich die Inhaltsangabe neugierig gemacht hat: Der Jugendroman spielt in der Zukunft, es geht um Überwachung – ein Thema, das mich interessiert und bei dem ich viele der aktuellen Entwicklungen sehr kritisch sehe.

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Buchbesprechung: Lara Schützsack „Sonne, Moon und Sterne“

Cover: Lara Schützsack „Sonne, Moon und Sterne“Lesealter 10+(Sauerländer-Verlag 2019, 239 Seiten)

Lara Schützsacks Debütroman „Und auch so bitterkalt“ ist im Frühjahr 2014 erschienen – ein gelungenes, aber nicht in allem leicht verdauliches Buch für Leser/innen aber 14 Jahre. Seitdem gab es kein neues Kinder- oder Jugendbuch der in Berlin lebenden Autorin, die schon Drehbücher geschrieben hat und außerdem als Musikberaterin für Filme arbeitet. Mit „Sonne, Moon und Sterne“ legt Lara Schützsack nun ein Kinderbuch vor, und angekündigt ist für September 2019 schon das nächste: „Tilda, ich und der geklaute Dracula“.

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Buchbesprechung: Steve Tasane „Junge ohne Namen“

Cover: Steve Tasane „Junge ohne Namen“Lesealter 12+(Fischer-Verlag 2019, 138 Seiten)

Das Thema Flüchtlinge ist in den letzten Jahr wieder etwas aus unserem Bewusstsein verschwunden, was auch daran liegt, dass Europa sich inzwischen recht erfolgreich abgeschottet hat. Es sind deutlich weniger Flüchtlinge als vor 3 Jahren, die dieses und letztes Jahr nach Deutschland kamen. Im Jahr 2016 hatten fast 750.000 Menschen in Deutschland Asyl beantragt, 2018 waren es unter 200.000. Doch noch immer gibt es Flüchtlingslager, oft jedoch weit weg von Deutschland im Süden. In einem Flüchtlingslager, wo genau weiß man nicht, spielt auch Steve Tasanes „Junge ohne Namen“.

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Buchbesprechung: Tamara Bach „Wörter mit L“

Cover: Tamara Bach „Wörter mit L“Lesealter 11+(Carlsen-Verlag 2019, 172 Seiten)

Ein Buch für Leser ab 11 Jahren zu schreiben, ist etwas Neues für Tamara Buch, deren bisherige Bücher Jugendromane waren: „Wörter mit L“ kann man jedenfalls eher dem Kinderbuch zurechnen … Mit ihren Werken hat Tamara Bach immer etwas gewagt – sie waren sprachlich raffiniert geschrieben und ungewöhnlich aufgebaut, von daher nicht immer ganz leicht zu lesen, aber reizvoll. Gespannt war ich in jedem Fall, ob das alles auch für das erste Kinderbuch der Berliner Autorin gilt.

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Buchbesprechung: Jason Reynolds „Patina“

Cover: Jason Reynolds „Patina“Lesealter 11+(dtv 2018, 283 Seiten)

Vier jugendliche Sportler, die alle zu einem Laufteam gehören, will Jason Reynolds in seiner Jugendbuchreihe vorstellen – damit versucht er so etwas wie eine kleine Bestandsaufnahme von Jugendlichen in den USA. War in Band 1 eine Junge namens Ghost dran, so ist die Hauptperson des zweiten Bandes Patina, ein Mädchen, dem das Laufen hilft, mit dem Frust in ihrem Leben umzugehen, weil es den Kopf frei macht. Band 1 „Ghost“ war ein erfrischendes Buch über einen Jungen, der es nicht leicht hat – und das gilt so letztendlich auch für Patina.

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Buchbesprechung: Annette Herzog, Katrine Clante & Rasmus Bregnhøi „Herzsturm – Sturmherz“

Cover: Herzog et al. „Herzsturm"Lesealter 12+(Peter-Hammer-Verlag 2018, 128 Seiten)

Schmetterlinge im Bauch. Auf Wolke 7 schweben. Herzschmerz. Weiche Knie. Ein gebrochenes Herz. Im siebten Himmel. Irgendwann kommt das Alter, wo man mit solchen Gefühlen Erfahrungen macht – mehr oder weniger heftig. Mit Erwachsenen darüber reden, geht meist gar nicht. Eher mit Freundinnen oder Freunden. Und es gibt noch etwas, was einem auch helfen kann, mit solchen Stimmungslagen zurechtzukommen: Bücher. Annette Herzogs „Herzsturm – Sturmherz“, von den Dänen Katrine Clante und Rasmus Bregnhøi illustriert, könnte so ein Buch sein …

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Buchbesprechung: Jason Reynolds „Ghost“

Cover: Jason Reynolds „Ghost“Lesealter 12+(dtv 2018, 193 Seiten)

„Love oder Meine schönsten Beerdigungen“, vor einem guten Jahr erschienen, war das erste Buch, das ich von Jason Reynolds gelesen habe. Ein packender, humorvoller wie tiefsinniger Roman, der das nicht immer leichte Leben eines schwarzen Jungen in den USA beschreibt – ein wirklich sympathisches Buch. Nun ist von Jason Reynolds in einer neuen Reihe der erste von vier Bänden erschienen – es geht um vier Jugendliche, die sich kennen und zusammen in einem Lauf-Team sind. Jeder Band soll eine Person in den Mittelpunkt stellen … Und los geht es eben mit „Ghost“, der eigentlich Castle Cranshaw heißt.

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Buchbesprechung: Steven Herrick „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“

Cover: Steven Herrick „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“Lesealter 13+(Thienemann-Verlag 2018, 240 Seiten)

Schon der erste Roman von Steven Herrick mit dem Titel „Wir beide wussten, es war was passiert“ war in Versen abgefasst. Auch das Nachfolgebuch kommt in Versen daher. Das ist wahrscheinlich nicht für alle Leser was, aber wer bewusste Sprache mag (gereimt sind die Verse übrigens nicht) und beim Lesen gerne immer wieder mal innehält, für den sind Versromane genau das Richtige. Bei Steven Herricks Debüt hatte ich ein bisschen was an der Story auszusetzen – ich war gespannt, ob es mir diesmal anders geht.

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