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Bestenliste (5 Punkte)

Buchbesprechung: Kevin Brooks „Bad Castro“

Cover: Kevin Brooks „Bad Castro“Lesealter 15+(dtv-Verlag 2021, 203 Seiten)

Den Takt, mit dem Kevin Brooks früher Jugendromane veröffentlicht hat, hat er die letzten Jahre nicht mehr gehalten. Aus dem jährlichen Rhythmus sind inzwischen eher zwei bis drei Jahre geworden – „Deathland Dogs“, das letzte Jugendbuch, ist im Frühjahr 2019 erschienen. Allerdings hat meine früher sehr große Begeisterung angesichts der Romane in den letzten Jahren auch etwas gelitten. Für meinen Geschmack waren die Jahre um 2010 die mit den besten Büchern von Kevin Brooks. Trotzdem ist ein neuer Kevin Brooks – in diesem Fall mit dem ungewöhnlichen Titel „Bad Castro“ – für mich Pflicht.

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Buchbesprechung: Lisabeth Posthuma „Baby & Solo“

Cover: Lisabeth Posthuma „Baby & Solo“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2021, 424 Seiten)

„Baby & Solo“ – was für ein Titel. Klingt irgendwie nach Liebesgeschichte, aber das entspricht mitnichten dem Hauptthema des Jugendromans … Die außer dem Jungen und dem Mädchen zu sehende Filmrolle gibt ein weiteres Puzzleteil zum Inhalt Preis – aber letztendlich steht etwas anderes im Mittelpunkt. Dazu gleich mehr. Über die Autorin Lisabeth Posthuma ist nicht viel bekannt: Sie lebt in Michigan, hat als Lehrerin, Fotografin gearbeitet, in einer Videothek gejobbt (was für den Roman von Bedeutung ist) und der hier vorliegende Roman ist ihr Jugendbuchdebüt …

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Buchbesprechung: Jason Reynolds „Asphalthelden“

Cover: Jason Reynolds „Asphalthelden“Lesealter 13+(dtv 2021, 187 Seiten)

Es ist beeindruckend, wie viele Bücher Jason Reynolds in den letzten Jahren geschrieben hat; einige davon habe auch gelesen: unter anderem die Reihe über das Läuferteam (z. B. Band 1 „Ghost“); und zuletzt „Long way down“, das für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert war. Trotz dieser Massenproduktion hatte ich bisher nie den Eindruck, dass die Bücher flache Massenware sind; nein, Jason Reynolds lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen. Und das gilt auch für „Asphalthelden“, einem Buch, das zehn Kurzgeschichten über Kinder und Jugendliche beinhaltet, die nach dem Ende des Unterrichts nach Hause gehen.

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Buchbesprechung: Dirk Reinhardt „Perfect Storm“

Cover: Dirk Reinhardt „Perfect Storm“Lesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2021, 398 Seiten)

Train Kids“, das vor sechs Jahren erschienen ist, war nicht der erste Jugendroman von Dirk Reinhardt, aber das Buch, mit dem ich ihn als Autor kennengelernt habe. Das gut recherchierte Buch über Flüchtlingskinder in Mittelamerika, die in die USA wollen, war nicht nur spannend, sondern hatte ein brisantes Thema. Der folgende Roman „Über die Berge und über das Meer“ schilderte die Flucht von Jugendlichen aus Afghanistan – ebenfalls ein packender und politisch motivierter Roman. In „Perfect Storm“ – das gleich vorweg – geht es um etwas ganz anderes. Computeraffine Leser/innen dürfen sich freuen …

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Buchbesprechung: Alison McGhee „Wie man eine Raumkapsel verlässt“

Cover: Alison McGhee „Wie man eine Raumkapsel verlässt“Lesealter 14+(dtv 2021, 205 Seiten)

Wer Bücher von Alison McGhee kennt, dürfte ahnen, dass ihr neuester auf Deutsch erschienener Jugendroman kein Science-Fiction-Buch ist – das wäre doch eher ungewöhnlich … Nein, der Titel ist metaphorisch gemeint, denn der Roman handelt von zwei Jugendlichen, die beide Traumatisches erlebt haben – und sich deswegen so fühlen, als würden sie in eine Raumkapsel eingesperrt sein. Wie sie versuchen, die schlimmen Erlebnisse hinter sich zu lassen, damit zu leben, davon handelt das Buch der amerikanischen Autorin.

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Buchbesprechung: Kirsten Boie „Dunkelnacht“

Cover: Kirsten Boie „Dunkelnacht“Lesealter 15+(Oetinger-Verlag 2021, 111 Seiten)

Kann es denn sein, dass ich hier noch nie ein Buch von Kirsten Boie besprochen habe? Ja, es stimmt – gelesen habe ich jedoch einige. Da die Hamburger Autorin viele Kinderbücher schreibt, sind sie mir vor allem beim Vorlesen für meine Tochter begegnet. Und bevor es Jugendbuchtipps.de gab, hat mich „Nicht Chicago, nicht hier“ beeindruckt und nachdenklich zurückgelassen – ein Klassiker der Jugendliteratur über Mobbing. Mit „Dunkelnacht“ hat Kirsten Boie eine düstere Begebenheit, die am Ende des Zweiten Weltkriegs wirklich passiert ist, aufgegriffen – damit nicht vergessen wird, was damals für schlimme Dinge geschehen sind …

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Buchbesprechung: Michael Gerard Bauer „Dinge, die so nicht bleiben können“

Cover: Michael Gerard Bauer „Dinge, die so nicht bleiben können“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2021, 222 Seiten)

2007 und 2008 habe ich Bücher von Michael Gerard Bauer gelesen – seitdem nicht mehr. Ganz schön lange her … „Nennt mich nicht Ismael!“, nach „Running man“ das zweite Jugendbuch des australischen Autors, ist inzwischen in den Kanon beliebter Deutschlektüren aufgestiegen. Und noch jetzt, 13 Jahre später, muss ich an die gelungene Szene darin denken, wie eine Lehrerin einen Mobbing-Täter bloßstellt. Michael Gerard Bauers neuer Roman hat ebenfalls ein grandioses Kapitel, wie zu sehen sein wird – allerdings weniger heiter …

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Buchbesprechung: Angie Thomas „Concrete Rose“

Cover: Angie Thomas „Concrete Rose“Lesealter 14+(cbj 2021, 403 Seiten)

Mit „The Hate U Give“, ihrem Debütroman, ist Angie Thomas nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland berühmt geworden. Von der Jugendjury wurde der Jugendroman auch gleich mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, und verfilmt ist das Buch inzwischen auch – angeschaut habe ich mir den Film bisher aber nicht. Mit ihrem neuen Roman knüpft Angie Thomas an ihr Erstlingswerk an: Er erzählt die Geschichte von Maverick, dem streitbaren Vater der Hauptfigur Starr aus „The Hate You Give“ – sie hat sich gut 15 Jahre vor „The Hate U Give“ zugetragen …

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Buchbesprechung: Grit Poppe „Verraten“

Cover: Grit Poppe „Verraten“Lesealter 14+(Dressler-Verlag 2020, 340 Seiten)

Wie es vor mehr als 30 Jahren war, in der DDR zu leben, wissen Jugendliche schon länger nur noch aus Büchern oder dem Geschichtsunterricht. Von daher ist es gut, wenn es Chronist/inn/en gibt, die diese Zeit auch in aktuellen Jugendromanen immer wieder thematisieren, fest- und damit lebendig halten. Grit Poppe hat sich dem Thema schon mehrfach verschrieben – u. a. vor gut 10 Jahren in „Weggesperrt“. Mit „Verraten“ ist im Herbst 2020 ein neues Buch erschienen, das aufzeigt, welchen Schikanen einige Jugendliche in der DDR ausgesetzt waren.

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Buchbesprechung: Tobias Elsäßer „Play“

Cover: Tobias Elsäßer „Play“Lesealter 15+(Hanser-Verlag 2020, 301 Seiten)

Fast 13 Jahre ist es her, dass ich das erste Mal ein Buch von Tobias Elsäßer besprochen habe: „Vielleicht Amerika“ hat mir damals gut gefallen, weil es darin unter anderen um einen Traum geht, den ich als Jugendlicher auch hatte: Rockmusiker zu werden … Daraus ist nichts geworden. Tobias Elsäßer hat da mehr geschafft: Er arbeitet meines Wissens nach wie vor auch als Musiker (vor allem Sänger) und Songwriter. Sein neues Buch „Play“ greift jedoch ein anderes spannendes Thema auf: die persönliche Freiheit angesichts sozialer Netzwerke.

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Buchbesprechung: Elisabeth Steinkellner „Papierklavier“

Cover: Elisabeth Steinkellner „Papierklavier“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg 2020, 140 Seiten)

Elisabeth Steinkellners Jugendroman „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“ – es war, glaube ich, ihr drittes Jugendbuch – habe ich vor zwei Jahren gelesen. Ein intensiver Roman, der mir gut gefallen hat; allein schon der Titel und das Cover hatten es mir angetan. In „Papierklavier“, dem neuen Buch der österreichischen Autorin, geht es wieder um Widrigkeiten im Leben und darum, trotzdem Glück zu empfinden und seinen Weg zu finden. Das Besondere diesmal: Das Buch ist in intensiver Zusammenarbeit mit der Illustratorin Anna Gusella entstanden.

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Buchbesprechung: Franz Orghandl „Der Katze ist es ganz egal“

Cover: Franz Orghandl „Der Katze ist es ganz egal“Lesealter 10+(Klett Kinderbuch 2020, 99 Seiten)

Wenn man das Cover von „Der Katze ist es ganz egal“ sieht, ahnt man nicht, worum es in dem Buch geht – ob das eine sinnvolle Entscheidung ist? Auf das Buch gekommen bin ich jedenfalls nur, weil es in den Kommentaren zur Buchbesprechung von John Boynes „Mein Bruder heißt Jessica“ zweimal erwähnt wurde. Von John Boynes Jugendroman über das Transgender-Thema war ich eher enttäuscht, das Buch von Franz Orghandl (übrigens eine Frau), das dieses Thema ebenfalls aufgreift, wurde dagegen in den Kommentaren über den Klee gelobt. Zu Recht?

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