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Bestenliste (5 Punkte)

Buchbesprechung: Annette Herzog, Katrine Clante & Rasmus Bregnhøi „Herzsturm – Sturmherz“

Cover: Herzog et al. „Herzsturm"Lesealter 12+(Peter-Hammer-Verlag 2018, 128 Seiten)

Schmetterlinge im Bauch. Auf Wolke 7 schweben. Herzschmerz. Weiche Knie. Ein gebrochenes Herz. Im siebten Himmel. Irgendwann kommt das Alter, wo man mit solchen Gefühlen Erfahrungen macht – mehr oder weniger heftig. Mit Erwachsenen darüber reden, geht meist gar nicht. Eher mit Freundinnen oder Freunden. Und es gibt noch etwas, was einem auch helfen kann, mit solchen Stimmungslagen zurechtzukommen: Bücher. Annette Herzogs „Herzsturm – Sturmherz“, von den Dänen Katrine Clante und Rasmus Bregnhøi illustriert, könnte so ein Buch sein …

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Buchbesprechung: Jason Reynolds „Ghost“

Cover: Jason Reynolds „Ghost“Lesealter 12+(dtv 2018, 193 Seiten)

„Love oder Meine schönsten Beerdigungen“, vor einem guten Jahr erschienen, war das erste Buch, das ich von Jason Reynolds gelesen habe. Ein packender, humorvoller wie tiefsinniger Roman, der das nicht immer leichte Leben eines schwarzen Jungen in den USA beschreibt – ein wirklich sympathisches Buch. Nun ist von Jason Reynolds in einer neuen Reihe der erste von vier Bänden erschienen – es geht um vier Jugendliche, die sich kennen und zusammen in einem Lauf-Team sind. Jeder Band soll eine Person in den Mittelpunkt stellen … Und los geht es eben mit „Ghost“, der eigentlich Castle Cranshaw heißt.

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Buchbesprechung: Steven Herrick „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“

Cover: Steven Herrick „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“Lesealter 13+(Thienemann-Verlag 2018, 240 Seiten)

Schon der erste Roman von Steven Herrick mit dem Titel „Wir beide wussten, es war was passiert“ war in Versen abgefasst. Auch das Nachfolgebuch kommt in Versen daher. Das ist wahrscheinlich nicht für alle Leser was, aber wer bewusste Sprache mag (gereimt sind die Verse übrigens nicht) und beim Lesen gerne immer wieder mal innehält, für den sind Versromane genau das Richtige. Bei Steven Herricks Debüt hatte ich ein bisschen was an der Story auszusetzen – ich war gespannt, ob es mir diesmal anders geht.

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Buchbesprechung: Jutta Wilke „Stechmückensommer“

Cover: Jutta Wilke „Stechmückensommer“Lesealter 12+(Knesebeck-Verlag 2018, 207 Seiten)

Ein hübsches Cover ziert das Buch, und der VW-Bus lässt einen auch schon ahnen, dass da Jugendliche unterwegs sein könnten. Ja, und so ist es auch. Jutta Wilkes „Stechmückensommer“ ist ein Roadmovie-Buch, das – wie sich das für das Genre gehört – von einer besonderen Reise erzählt. Dass ich Roadmovies in Bücherform mag, habe ich schon öfter erwähnt, von daher war der Jugendroman für mich Pflicht. Mal sehen, ob die Geschichte über ein ungewöhnliches Trio gelungen ist …

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Buchbesprechung: Dianne Touchell „Foster vergessen“

Cover: Dianne Touchell „Foster vergessen“Lesealter 14+(Königskinder-Verlag 2018, 253 Seiten)

Auf dem Cover die Vokale im zweiten Wort des Titels wegzulassen, ist schon ein cooler Kniff: „Foster v rg ss n“ steht dort, sehr passend für ein Buch, in dem es um Alzheimer geht. Ich mag solche typografischen Spielereien, und das Buch ist überhaupt ein bibliophiles Schmuckstück – dazu später noch einige Sätze. Dianne Touchell hatte vor gut zwei Jahren mit „Kleiner Wahn“, ihrem zweiten Jugendroman, einige Aufmerksamkeit erregt – ein gelungenes, aber durchaus schweres Buch über eine ungewollte Schwangerschaft. Bei „Foster vergessen“ hat die australische Autorin wieder kein leichtes Thema gewählt.

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Buchbesprechung: David Arnold „Herzdenker“

Cover: David Arnold „Herzdenker“Lesealter 14+(Arena-Verlag 2018, 370 Seiten)

„Herzdenker“ – das ist ein interessanter Titel; und das Cover suggeriert, dass es um 5 Jugendliche geht, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Jedenfalls habe ich einfach mal in den Jugendroman von David Arnold, einem in Kentucky (USA) lebenden Autor, reingelesen – und bin hängengeblieben … Warum? Das wird im Folgenden zu erfahren sein. Der Arena-Verlag listet das Buch übrigens für Leser ab 12 Jahren. Dem würde ich aber deutlich widersprechen. Für mich ist das ein Jugendroman für 14- bis 16-Jährige.

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Buchbesprechung: Adwoa Badoe „Aluta“

Cover: Adwoa Badoe „Aluta“Lesealter 16+(Peter-Hammer-Verlag 2018, 220 Seiten)

Es ist länger her, dass ich den Roman eines afrikanischen Autors bzw. einer afrikanischen Autorin gelesen habe. Allzu viele Jugendbücher aus Afrika erscheinen auf Deutsch auch nicht (wahrscheinlich gibt es auch wenige), und selbst „Aluta“ von der ghanaischen Autorin Adwoa Badoe ist eigentlich auch kein Jugendbuch. Dennoch: Ich finde es wichtig, dass wir lesend immer wieder unseren Kontinent verlassen, und wenn ich auf ein Buch stoße, das man auch Jugendlichen empfehlen kann, so tue ich das gerne.

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Buchbesprechung: Anna Woltz „Für immer Alaska“

Cover: Anna Woltz „Für immer Alaska“Lesealter 11+(Carlsen-Verlag 2018, 174 Seiten)

„Für immer Alaska“ – ich musste sofort an John Greens Buch „Eine wie Alaska“ denken, als ich den Titel von Anna Woltz‘ neuem Jugendbuch gesehen habe. Alaska ist bei der niederländischen Autorin allerdings – wie man ja schon angesichts des Covers ahnen kann – ein Hund, nicht wie bei John Green ein Mädchen. Mal abgesehen von dieser kleinen Irritation: Ich war sehr gespannt auf das neue Buch von Anna Woltz, seit „Gips“ und „Hundert Stunden Nacht“, beides ganz besondere Bücher, will ich keines der Bücher der Autorin übersehen.

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Buchbesprechung: Christoph Jehlicka „Das Lied vom Ende“

Cover: Christoph Jehlicka „Das Ende vom Lied"Lesealter 16+(Open House Verlag 2018, 254 Seiten)

Ohne einen Tipp (danke, Nils!) wäre ich wohl nicht bei diesem Buch gelandet, denn Christoph Jehlickas „Das Lied vom Ende“ ist nicht in einem der üblichen Jugendbuchverlage erschienen, sondern bei einem kleineren Leipziger Verlag. Außerdem ziert das Buch nicht unbedingt ein bucherklärendes Cover – mit dem Buchtitel zusammen kann man sich zumindest schlecht vorstellen, um was es in dem Roman geht. Hat man das Buch gelesen, wird dann allerdings schon klar, dass Cover und Titel durchaus passend sind.

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Buchbesprechung: Benjamin Alire Sáenz „Die unerklärliche Logik meines Lebens“

Cover: Benjamin Alire Sáenz „Die unerklärliche Logik meines Lebens“Lesealter 14+(Thienemann-Verlag 2017, 508 Seiten)

3 Jahre ist es her, dass Benjamin Alire Sáenz mit „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ seinen Einstand im Jugendbuch-Genre hatte – zuvor gab es schon eine preisgekrönte Geschichtensammlung für Erwachsene mit dem Titel „Alles beginnt und endet im Kentucky Club“. Mir gefiel an Sáenz‘ Debütroman alles, vor allem aber die Dialoge fand ich außergewöhnlich gut – ein ausreichender Grund, in das zweite Jugendbuch des amerikanischen Autors mit mexikanischen Wurzeln zu gucken, auch wenn ich angesichts der 500 Seiten lange gezögert habe.

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Buchbesprechung: Jeff Zentner „Zusammen sind wir Helden“

Cover: Jeff Zentner "Zusammen sind wir Helfen"Lesealter 15+(Carlsen-Verlag 2017, 362 Seiten)

„Zusammen sind wir Helden“ – der Titel hat mich sofort an eine deutsche Band denken lassen … Das Cover jedenfalls finde ich sehr ansprechend, und deswegen hab ich mir den Jugendroman auch gleich, nachdem ich ihn bekommen habe, geschnappt und angefangen zu lesen. Jeff Zentner hat bisher als Musiker (allerdings in der zweiten Reihe mit Größen wie Iggie Pop oder Nick Cave) gearbeitet – als Songwriter und Gitarrist. „Zusammen sind wir Helden“, das schreibt Carlsen in den Informationen zum Roman, sei durch seine Arbeit mit jungen Musikern inspiriert worden.

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Buchbesprechung: Andreas Steinhöfel „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“

Cover: Steinhöfel „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“Lesealter 10+(Carlsen-Verlag 2017, 264 Seiten)

Ich hätte früher mit dem Buch anfangen sollen, denn Band 4 von „Rico und Oskar“, an den niemand mehr geglaubt hat, ist eine Weihnachtsgeschichte … Aber gut, ein paar Tage sind es noch bis zum Heiligabend, und „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ kann auch noch als Nachweihnachtslektüre durchgehen. Übrigens hatte ich etwas zwiespältige Gefühle, als ich mitbekommen habe, dass bald ein neues Rico- und Oskar-Buch erscheinen wird. Es ist immer so eine Sache, wenn eine Reihe, von der man begeistert ist, fortgeführt wird. Manche Reihen laufen sich tot, weil sie überstrapaziert werden, andere enttäuschen einen, weil der Reiz vorheriger Bände verloren gegangen ist. Aber in dem Fall …

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