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Autoren F – J

Buchbesprechung: Sarah Jäger „Schnabeltier Deluxe“

Cover: Sarah Jäger „Schnabeltier Deluxe“Lesealter 15+(Rowohlt-Verlag 2022, 204 Seiten)

Man kann sich ja nicht so richtig vorstellen, dass der Roman von einem Schnabeltier handelt, oder? Die nächste Assoziation ist dann angesichts des Buchtitels, dass damit wohl ein Mensch gemeint sein könnte. Ist das ein Spitzname? Oder eine Metapher für den Charakter von jemandem? Daran schließt sich gleich die Frage an, wofür ein Schnabeltier eigentlich steht – und da kommt man unweigerlich darauf, dass das Schnabeltier eines der wenigen eierlegende Säugetier ist, also irgendwie aus der Norm fällt. Ob das was mit Sarah Jägers dritten Jugendroman zu tun hat? Wir werden es sehen …

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Buchbesprechung: Stefanie Höfler „Feuerwanzen lügen nicht“

Cover: Stefanie Höfler „Feuerwanzen lügen nicht“Lesealter 13+(Beltz & Gelberg 2022, 232 Seiten)

Ein neues Jugendbuch von Stefanie Höfler ist für mich Pflichtlektüre. Alles, was ich bisher von der Autorin, die im Schwarzwald lebt, gelesen habe, hat mich überzeugt – das galt vor allem für das erste Buch, das ich von ihr kennengelernt habe: „Tanz der Tiefseequalle“. Wie sie dort den zwei Erzählern unterschiedliche Stimmen gegeben hat, war einfach nur bravourös. Ihr neuer Roman, der den ungewöhnlichen Titel „Feuerwanzen lügen nicht“ trägt, hat es auch gleich auf die Liste „Die besten 7“ des Deutschlandfunks geschafft.

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Buchbesprechung: Will Gmehling „Das Elser-Eck – die Bukowskis machen weiter“

Cover: Will Gmehling „Das Elser-Eck"Lesealter 10+(Peter-Hammer-Verlag 2022, 177 Seiten)

Freibad“ hieß der erste Band von Will Gmehlings Bukowskis-Büchern … Ob damals schon daran gedacht war, dass es mindestens zwei weitere Bände geben würde? Jedenfalls hat Will Gmehling für den Erstling gleich den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen – zu recht, denn die Geschichte ist erfrischend erzählt. Band 2 „Nächste Runde“ habe ich (vor)gelesen, aber nicht hier besprochen, und der nun vorliegende Band 3 dürfte das erste hier besprochene Buch sein, das ich nicht alleine gelesen, sondern vorgelesen habe. Kleiner Tipp am Rande: Alle drei Bücher eigenen sich hervorragend zum Vorlesen für Kinder ab 9 oder 10 Jahren.

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Buchbesprechung: Dhonielle Clayton, Tiffany D. Jackson, Nic Stone, Angie Thomas, Ashley Woodfolk & Nicola Yoon „Blackout“

Cover: „Blackout"Lesealter 14+(cbj-Verlag 2021, 286 Seiten)

Bei „Blackout“ handelt es sich um ein ungewöhnliches Buchprojekt; denn sechs schwarze Autorinnen aus den USA haben sich während der Corona-Pandemie zusammengetan und gemeinsam ein Buch geschrieben. In Deutschland bekannt sind vor allem Angie Thomas, Nic Stone und Nicola Yoon. Von der letztgenannten Autorin wollte ich schon lange mal ein Buch lesen, bin aber bisher noch nie dazugekommen. Jetzt ist es immerhin schon mal eine Erzählung von ihr geworden.

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Buchbesprechung: Simon van der Geest „Der Urwald hat meinen Vater verschluckt“

Cover: Simon van der Geest „Der Urwald hat meinen Vater verschluckt“Lesealter 10+(Thienemann-Verlag 2021, 429 Seiten)

Ein witziger Buchtitel ist das ja schon – auf Deutsch sogar besser als auf Niederländisch; denn frei ins Deutsche übersetzt würde das Buch „Die Projektarbeit darüber, wie ich im Dschungel verschwunden bin“ heißen. Simon van der Geest ist in Holland kein unbekannter Kinder- und Jugendbuchautor, auf Deutsch sind von ihm allerdings auch schon mehrere Bücher erschienen (darunter „Krasshüpfer“, das ich mal begonnen, aber nicht zu Ende gelesen habe). Bei seinem neuen Roman habe ich aber durchgehalten …

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Buchbesprechung: Sarah Jäger „Die Nacht so groß wie wir“

Cover: Sarah Jäger „Die Nacht so groß wie wir“Lesealter 16+(Rowohlt rotfuchs 2021, 188 Seiten)

Sarah Jägers Jugendroman-Debüt „Nach vorn, nach Süden“ habe ich leider verschlafen – und das tut mir leid, weil ich doch viel Lobenswertes über das Buch gehört habe. Doch da meine Lesezeit derzeit so begrenzt ist, lese ich nur aktuell erschienene Bücher; aber immerhin ist vor kurzem Sarah Jägers zweiter Jugendroman erschienen, und den habe ich mir nicht entgehen lassen. Es geht, das sei kurz schon erwähnt, um eine Clique aus fünf Jugendlichen, die gerade ihr Abitur hinter sich haben.

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Buchbesprechung: Philip Kerr „1984.4“

Cover: Philip Kerr „1984.4“Lesealter 15+(Rowohlt rotfuchs 2021, 309 Seiten)

2018 ist der britische Autor Philip Kerr, der vor allem Erwachsenen-Thriller, aber auch einige Jugendromane geschrieben hat, gestorben. „1984.4“ ist somit posthum erschienen, und Grundlage ist ein Manuskript, das er 2015 verfasst hat, das aber damals nicht veröffentlicht wurde. Christiane Steen, Programmleiterin beim Rowohlt-Verlag, hat es nun aus der Schublade gezogen und das Buch herausgegeben. Der Titel „1984.4“ erinnert nicht zufällig an Georg Orwells Roman „1984“ – Philip Kerr schildert in seinem Buch eine parallele Zukunftsvision, die sich in manchem an das Vorbild anlehnt, aber auch einiges anders macht.

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Buchbesprechung: Stefanie Höfler „Helsin Apfelsin und der Spinner“

Cover: Stefanie Höfler „Helsin Apfelsin und der Spinner“Lesealter 10+(Beltz & Gelberg-Verlag 2020, 205 Seiten)

Wenn man mich fragt, welche deutschsprachige Kinder- und Jugendautor/inn/en aus den letzten 10 Jahren zu den besten gehören, so hat Stefanie Höfler für mich eindeutig einen Platz auf der Liste. Es war vor allem ihr Jugendbuch „Tanz der Tiefseequalle“, das mich mit den unterschiedlichen Stimmen der beiden Erzähler besonders beeindruckt hat. Mehrere Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis, einige andere Auszeichnung hat die Autorin, die nach wie vor als Lehrerin und Theaterpädagogin an einem Gymnasium im Schwarzwald arbeitet, für ihre Bücher bereits bekommen, zuletzt das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium für „Der große schwarze Vogel“.

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Buchbesprechung: Anke Kuhl „Manno! Alles genau so in echt passiert“

Cover: Anke Kuhl „Manno!“Lesealter 10+(Klett Kinderbuch 2020, 129 Seiten)

Wer vor allem Jugendbücher liest, kennt Anke Kuhl vielleicht nicht, wer sich allerdings oft bei Kinder- und Sachbüchern umschaut, kommt um die Zeichnerin (und Autorin) nicht lange herum. Anke Kuhl hat grandiose Bücher illustriert; zu meinen Favoriten gehören „Lola rast“, ein Buch auf den Spuren von „Struwwelpeter“, oder „Alles Familie!“, ein Sachbuch, das die Vielfalt von und in Familien mit viel Witz thematisiert. „Manno!“, ihr neuestes Buch, hat begeisterte Kritiken bekommen, und deswegen hatte ich – etwas verspätet – Lust, mir das Buch mit Episoden aus der Kindheit der Autorin anzuschauen und hier vorzustellen.

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Buchbesprechung: Johannes Herwig „Scherbenhelden“

Cover: Johannes Herwig „Scherbenhelden“Lesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2020, 269 Seiten)

Den Debütroman „Bis die Sterne zittern“ von Johannes Herwig, der gleich von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, habe ich nicht gelesen. Und auch bei „Scherbenhelden“ habe ich etwas gezögert, weil mich die Inhaltszusammenfassung nicht so ganz angesprochen hat. Leipzig als Schauort in den Jahren kurz nach DDR und Probleme mit Neonazis – das hat bei mir nicht so richtig gezogen … Dass ich mich darüber hinweggesetzt habe, darüber bin ich nun doch sehr froh, denn „Scherbenhelden” ist ein absolut lesenswerter Jugendroman.

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Buchbesprechung: Robert Habeck & Andrea Paluch „Zwei Wege in den Sommer“

Cover: Robert Habeck & Andrea Paluch „Zwei Wege in den Sommer“Lesealter 16+(dtv 2020, 220 Seiten)

Es ist ein Novum, dass ich hier ein Buch, das ich schon einmal vorgestellt habe, ein zweites Mal bespreche. Als im dtv-Katalog angekündigt wurde, dass „Zwei Wege in den Sommer“ neu aufgelegt wird, war ich etwas erstaunt. Auf meine Nachfrage beim Verlag, was daran geändert wurde, bekam ich die Antwort, dass vor allem Daten aktualisiert wurden (Donald Trump ist z. B. Präsident der USA, im Buch gibt es inzwischen Smartphones) – verändert wurde inhaltlich ansonsten nur sehr wenig. Was mich persönlich interessiert hat – und daher die Neuauflage der Buchbesprechung: Wie gefällt mir ein Jugendroman, den ich vor fast 15 Jahren grandios fand?

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Buchbesprechung: Alan Gratz „Vor uns das Meer“

Cover: Alan Gratz „Vor uns das Meer“Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2020, 279 Seiten)

„Drei Jugendliche – Drei Jahrzehnte – Eine Hoffnung“ steht über dem Titel auf dem Cover. Das erscheint auf den ersten Blick etwas reißerisch, aber es trifft im Großen und Ganzen gut, um was es in dem Jugendroman geht (am Ende der Buchbesprechung mehr dazu). Der Jugendroman handelt von drei Familien mit Kindern, die zu unterschiedlichen Zeiten aus ihrem Land fliehen. Das klingt nach einer interessanten Konstruktion, die sich der in North Carolina lebende Schriftsteller Alan Gratz ausgedacht hat. Und das Thema Flüchtlinge ist ja nach wie vor erschreckend aktuell …

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