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Autoren F – J

Kurzrezension: Kevin Brooks & Catherine Forde „I see you Baby …“

Cover: Kevin Brooks & Catherine Forde „I see you Baby …“Lesealter 12+(dtv 2019, 104 Seiten)

Als ich das Buch bestellt hatte und mich auf einen neuen Roman von Kevin Brooks (mit Catherine Forde zusammen) gefreut habe, hatte ich übersehen, dass das ein Kurzroman ist. dtv short heißt die Reihe, in der das Buch mit 100 Seiten erschienen ist – Romane für eine Zugfahrt, für Zwischendurch oder für Wenigleser, die von dicken Bücher abgeschreckt werden … Enttäuscht war ich erst mal schon, doch es gibt ja durchaus Literaturklassiker, die auch nicht mehr Seiten haben … Von daher: Mal ganz unvoreingenommen sehen, was das Autorenduo zu bieten hat.

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Buchbesprechung: Will Gmehling „Freibad. Ein ganzer Sommer unter dem Himmel“

Cover: Will Gmehling „Freibad“Lesealter 10+(Peter-Hammer-Verlag 2019, 156 Seiten)

Ich bin kein großer Fan von Chlorwasser, und das war wohl der Grund, warum ich etwas Zeit gebraucht habe, bis ich mir doch noch Will Gmehlings „Freibad“ vorgenommen habe. Normalerweise bespreche ich außerdem lieber Bücher für Leser/innen ab 12 Jahren; doch weil ich dieses Jahr schon einige gute Bücher für Jüngere gelesen habe, weil „Freibad“ außerdem gut von anderen rezensiert wurde, war ich dann doch neugierig auf das Kinderbuch. Immerhin passt es thematisch gut zu den Rekord-Hitzewerten dieses Sommers, bei denen es einen ins kühle Nass zieht.

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Buchbesprechung: Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“

Cover: Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“Lesealter 16+(mairisch verlag 2018, 181 Seiten)

Nach der bravourösen „Maulina“-Trilogie, die im Herbst 2014 abgeschlossen wurde, war es längere Zeit still um Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring. Mit „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“ kam jetzt in einem neuen Verlag ein neues Buch des Text/Illustration-Duos heraus – und der erste Blick auf das Cover und in das Buch zeigt schon, dass der Text von Finn-Ole Heinrich und die Illustrationen von Rán Flygenring gekonnt ineinandergreifen und ein kleines Schmuckstück geschaffen haben – aber dazu weiter unten mehr.

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Buchbesprechung: Annette Herzog, Katrine Clante & Rasmus Bregnhøi „Herzsturm – Sturmherz“

Cover: Herzog et al. „Herzsturm"Lesealter 12+(Peter-Hammer-Verlag 2018, 128 Seiten)

Schmetterlinge im Bauch. Auf Wolke 7 schweben. Herzschmerz. Weiche Knie. Ein gebrochenes Herz. Im siebten Himmel. Irgendwann kommt das Alter, wo man mit solchen Gefühlen Erfahrungen macht – mehr oder weniger heftig. Mit Erwachsenen darüber reden, geht meist gar nicht. Eher mit Freundinnen oder Freunden. Und es gibt noch etwas, was einem auch helfen kann, mit solchen Stimmungslagen zurechtzukommen: Bücher. Annette Herzogs „Herzsturm – Sturmherz“, von den Dänen Katrine Clante und Rasmus Bregnhøi illustriert, könnte so ein Buch sein …

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Buchbesprechung: Stefanie Höfler „Der große schwarze Vogel“

Cover: Stefanie Höfler „Der große schwarze Vogel“Lesealter 13+(Beltz & Gelberg-Verlag 2018, 182 Seiten)

Einen Elternteil plötzlich und unerwartet zu verlieren, ist eine schlimme Erfahrung für Kinder und Jugendliche – wie das ist, davon handelt Stefanie Höflers neuer Jugendroman, auf den ich sehr gespannt war. Höflers letztes Buch „Tanz der Tiefseequalle“ war für mich eines der besten deutschsprachigen Bücher des letzten Jahres – das sehen auch andere so, denn es wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 nominiert. Jedenfalls war ich sehr gespannt auf Stefanie Höflers neuen Jugendroman und habe ihn nicht lange auf meinem Lesestapel liegen lassen …

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Buchbesprechung: Steven Herrick „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“

Cover: Steven Herrick „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“Lesealter 13+(Thienemann-Verlag 2018, 240 Seiten)

Schon der erste Roman von Steven Herrick mit dem Titel „Wir beide wussten, es war was passiert“ war in Versen abgefasst. Auch das Nachfolgebuch kommt in Versen daher. Das ist wahrscheinlich nicht für alle Leser was, aber wer bewusste Sprache mag (gereimt sind die Verse übrigens nicht) und beim Lesen gerne immer wieder mal innehält, für den sind Versromane genau das Richtige. Bei Steven Herricks Debüt hatte ich ein bisschen was an der Story auszusetzen – ich war gespannt, ob es mir diesmal anders geht.

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Buchbesprechung: Christoph Jehlicka „Das Lied vom Ende“

Cover: Christoph Jehlicka „Das Ende vom Lied"Lesealter 16+(Open House Verlag 2018, 254 Seiten)

Ohne einen Tipp (danke, Nils!) wäre ich wohl nicht bei diesem Buch gelandet, denn Christoph Jehlickas „Das Lied vom Ende“ ist nicht in einem der üblichen Jugendbuchverlage erschienen, sondern bei einem kleineren Leipziger Verlag. Außerdem ziert das Buch nicht unbedingt ein bucherklärendes Cover – mit dem Buchtitel zusammen kann man sich zumindest schlecht vorstellen, um was es in dem Roman geht. Hat man das Buch gelesen, wird dann allerdings schon klar, dass Cover und Titel durchaus passend sind.

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Buchbesprechung: John Green „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“

Cover: John Green „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2017, 281 Seiten)

Etwas über 5 Jahren hat uns John Green auf seinen neuen Roman warten lassen – schade, dass es so lange gedauert hat, haben die Bücher des amerikanischen Autors doch fast so etwas wie einen Kultstatus. Ich mag John Greens Bücher vor allem auch, weil sie einen unaufdringlichen philosophischen Tiefgang haben – auch wenn die meisten seiner Jugendromane bisher immer auch leichte Schwächen (meist Passagen mit Längen) hatten. „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist übrigens ein hübscher Titel – allerdings gänzlich losgelöst von dem englischen Originaltitel „Turtles All The Way Down“.

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Buchbesprechung: Sarah N. Harvey „Empfindliches Gleichgewicht“

Cover: Sarah N. Harvey „Empfindliches Gleichgewicht“Lesealter 14+(dtv 2017, 248 Seiten)

„Empfindliches Gleichgewicht“ ist Jugendroman Nummer 3 der amerikanischen Autorin Sarah N. Harvey, der ins Deutsche übersetzt wurde. Mit „Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren“, einem ernsthaften wie komischen Buch, hatte sich Sarah N. Harvey erstmals empfohlen. Der zweite Roman „Drei kleine Wörter“ war weniger witzig, hat mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Und der neue Roman der Autorin schließt thematisch daran an: Es geht unter anderem wieder um Jugendliche, die Schlimmes in ihrem Leben mitgemacht haben.

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Buchbesprechung: Stefanie Höfler „Tanz der Tiefseequalle“

Lesealter 12+(Beltz & Gelberg 2017, 189 Seiten)

Eigentlich passen Cover und Titel richtig gut zum Buch, aber bevor ich „Tanz der Tiefseequalle“ gelesen habe, konnte ich mit beidem nicht viel anfangen. Das wirkt alles etwas kryptisch. Auf den Jugendroman, Stefanie Höflers zweites Buch, bin ich von daher auf anderem Wege aufmerksam geworden: Das Buch hat im März 2017 den Luchs von Radio Bremen und der Wochenzeitung „Die Zeit“ bekommen. Das Debüt der Autorin, „Mein Leben mit Mucks“, ist übrigens ungelesen an mir vorbeigegangen, obwohl es in der Kinderbuchsparte für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden war …

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Buchbesprechung: Herbert Günther „Der Widerspruch“

Lesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2017, 219 Seiten)

Dass ich da ein Buch von jemandem vor mir habe, von dem ich schon einiges besprochen habe, war mir gar nicht bewusst – denn Herbert Günther übersetzt seit langem mit seiner Frau Ulli Bücher aus dem Englischen, von denen ich einige gelesen habe. Dass der Autor auch selbst Jugendromane schreibt, wusste ich noch nicht. Der auffällige Umband seines Jugendromans „Der Widerspruch“ zeigt, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Man wird als Leser in die Zeit zu Beginn der 1960er Jahre versetzt, als u. a. John F. Kennedy Präsident der USA war und dann ermordet wurde, als Konrad Adenauer als Bundeskanzler abtrat und Ludwig Erhard auf ihn folgte.

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Kurzrezension: Flurin Jecker „Lanz“

Lesealter 16+(Verlag Nagel & Kimche 2017, 125 Seiten)

Eine Rezension (ich weiß leider nicht mehr, in welcher Zeitung) hatte mein Interesse geweckt: weil ich immer nach Büchern suche, die zwischen den (in Deutschland) recht getrennten Welten von Jugend- und Erwachsenenliteratur stehen. Gute Erfahrungen habe ich mit Autoren wie Christian Frascella und anderen gemacht; und der Kurzroman des Debütanten Flurin Jecker aus der Schweiz, genauer gesagt aus Bern, hat mich neugierig gemacht. Es geht darin um einen 14-Jährigen, der sich in vielem in seinem Leben gerade in einem Schwebezustand befindet.

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