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Besprechungen von aktuellen Kinder- und Jugendbüchern

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Buchbesprechung: Marion Brunet „Zwischen Ebbe und Wut“

Cover: Marion Brunet „Zwischen Ebbe und Wut“Lesealter 14+(Rotfuchs-Verlag 2026, 220 Seiten)

Marion Brunet ist laut Rotfuchs-Verlag eine „preisgekrönte französische Autorin“. Anscheinend haben ihre Bücher, obwohl die Schriftstellerin letztes Jahr sogar mit dem Astrid Lindgren Memorial Award ausgezeichnet wurde, noch nicht den Weg ins Deutsche gefunden – jedenfalls habe ich keine übersetzten Bücher von ihr gefunden. In der Verlagsvorschau von Rotfuchs hat mich der zusammengefasste Buchinhalt angesprochen, und so ist das Buch schließlich auf meinem Lesestapel gelandet. Was man da vor sich hat, ist – das sei schon mal verraten – zweifellos ein Thriller für jugendliche Leser/innen.

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Interview mit Eva Kranenburg über ihr Buch „Freunde“ und das Thema „Trauma“

Cover: Eva Kranenburg „Freunde“„Freunde“ von Eva Kranenburg (die Buchbesprechung zu dem Jugendroman findet ihr hier) ist für mich ein Jugendbuch-Highlight der letzten Jahren. Selten wurde ein sehr schwieriges Thema so einfühlsam und zugleich trotzdem erstaunlich leicht erzählt: Vier Jugendliche in einem Kriegsgebiet, ganz auf sich alleine gestellt, ohne Familien, schlagen sich durchs Leben und geben sich gegenseitig Halt. Die erlittenen Traumata lassen sie nicht los, aber sie schaffen es, sich gegenseitig zu helfen. (mehr …)

Buchbesprechung: Kevin Brooks „Part of the Game“

Cover: Kevin Brooks „Part of the Game“Lesealter 14+(dtv 2026, 348 Seiten)

Ob es Zufall ist, dass Kevin Brooks kurz vor der Fußball-WM einen Jugendroman veröffentlicht, in dem es maßgeblich um den beliebten Ballsport geht? Der Verlag jedenfalls umwirbt das Buch nicht mit der Weltmeisterschaft … Also, wer weiß. Für mich sind Bücher von Kevin Brooks Pflicht, auch wenn ich finde, dass er es in den letzten Jugendromanen mit der Action etwas übertrieben hat und dabei, das, was ich an ihm so geschätzt habe, ein wenig verloren hat: Hauptfiguren in Ausnahmesituationen zu bringen, die sie überfordern. Das alles war leider oft zu stark von Gewalt überlagert.

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Buchbesprechung: Tobias Elsäßer „Matria“

Cover: Tobias Elsäßer „Matria“Lesealter 14+(Thienemann-Verlag 2026, 237 Seiten)

Leben wir eigentlich in einer Gesellschaft, in der Männer und Frauen gleichberechtigt sind? Die Antwort heißt für mich: nein. Man muss nur, um nur ein Beispiel zu nennen, auf die nach wie vor vorhandenen Gehaltsunterschiede schauen. In manchen Bereichen habe ich sogar den Eindruck, dass es Rückschritte und sich verfestigende Rollenbilder gibt – auch wenn das selbstverständlich nicht alle Menschen betrifft … Tobias Elsäßer hat das Thema auch beschäftigt, und seine Zukunftsroman spielt ein interessantes Szenario durch, in dem Frauen sich zusammengetan haben und zum Schutz in eigenen Siedlungen leben.

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Buchbesprechung: Jason Reynolds „24 Sekunden ab jetzt“

Cover: Jason Reynolds „24 Sekunden ab jetzt“Lesealter 14+(dtv 2026, 189 Seiten)

„24 Sekunden ab jetzt“ ist das siebte Jugendbuch von Jason Reynolds, das ich hier bespreche, und es hat seinen Grund, dass es schon so viele Titel des amerikanischen Autors geworden sind: Seine Bücher sind unterhaltsam, beschreiben meist Probleme, die schwarze Jugendliche in den USA haben, sind aber zugleich hoffnungsvoll. Der neue Jugendroman heißt im Untertitel „Eine ganz normale Liebesgeschichte“ – es soll, so verstehe ich das, also ums ganz normale Leben gehen, nicht um die unsterbliche oder übermäßig tragische Liebe. Die Zahl 24 spielt dabei, werdet ihr sehen, eine besondere Rolle.

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Buchbesprechung: Ludovic Lecomte „Hundertsiebenundachtzig Tage“

Cover: Ludovic Lecomte „Hundertsiebenundachtzig Tage“Lesealter 14+(mixtvision-Verlag 2026, 107 Seiten)

Ein schmales Bändchen hält man da in der Hand, auch noch großzügig gesetzt … Aber es sind dann doch knapp über 100 Seiten, die man liest und auf denen man in ein eher unbekanntes Thema geführt wird: Das Jugendbuch des Franzosen Ludovic Lemcomte handelt vom so genannten Höhlensyndrom (auch Cave-Syndrom genannt), und die Hauptfigur, der namenlose Ich-Erzähler, hat sich ein gutes halbes Jahr nicht mehr aus dem Haus getraut und im Haus verschanzt. Das Buch erzählt davon, wie er daran arbeitet, sich wieder nach draußen zu wagen.

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Buchbesprechung: Eva Kranenburg „Freunde“

Cover: Eva Kranenburg „Freunde“Lesealter 14+ (Fischer-Sauerländer-Verlag 2026, 442 Seiten)

Kriege und Konflikte haben gefühlt zugenommen, so dass einem manchmal schwindlig werden kann. Mir ist bewusst, dass es eigentlich nie anders war; aber durch den Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022, durch das Hamas-Massaker während des israelischen Supernova-Festivals am 7. Oktober 2023 und wegen allem, was darauf folgte, sind Kriege und Konflikte näher an uns in Mitteleuropa herangerückt. Nicht erst seitdem gibt es viele Flüchtlinge, die Traumatisches erlebt haben. Davon, was es heißt, in Kriegszeiten aufzuwachsen, erzählt Eva Kranenburg in ihrem Buch mit dem harmlos klingenden Titel „Freunde“ …

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Buchbesprechung: Erin Entrada Kelly „Jetzt ist die beste Zeit von allen“

Cover: Erin Entrada Kelly „Jetzt ist die beste Zeit von allen“Lesealter 11+(dtv, Reihe Hanser 2026, 279 Seiten)

Nach recht vielen Büchern für ältere Jugendliche, die ich in den letzten Monaten besprochen habe, hatte ich mal wieder Lust, ein Buch für Jüngere zu lesen. Umso erfreuter war ich, als sich Kellys Buch (der Waschzettel auf der Buchrückseite verrät nichts davon) als Zeitreisen-Geschichte entpuppt hat. Zeitreisen kennt man aus Filmen und Büchern, in den letzten Jahren ist mir da aber nichts mehr untergekommen. Von daher: Gut, dass Erin Entrada Kelly sich an das Thema herangewagt hat; denn auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass Zeitreisen einmal möglich sein werden: Es ist einfach ein tolles Gedankenspiel.

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Buchbesprechung: Agi Ofner „Problemwölfe“

Cover: Agi Ofner „Problemwölfe“Lesealter 14+(Tyrolia-Verlag 2025, 188 Seiten)

„Problemwölfe“ hat im Jahr 2025 den Buchcover Award gewonnen – ich finde, völlig zurecht. Nicht nur das geniale Cover, sondern auch die Vignetten von Wölfen im Buch hat Agi Ofner selbst gezeichnet. Und wer dann noch in das Buch hineinschaut, findet – und ich hatte schon immer ein Faible dafür –, dass es auch sehr ansprechend gesetzt ist. Die Seitenzahlen befinden sich z. B. nicht an der üblichen Stelle; und die Person, aus deren Blickwinkel berichtet wird, wird immer zu Beginn eines Abschnitts mit anderer Schrift vorangestellt. Mir gefällt das sehr.

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Buchbesprechung: Stefanie Höfler „Bis der Regen Feuer fängt“

Cover: Stefanie Höfler „Bis der Regen Feuer fängt“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg 2026, 315 Seiten)

Es hat lange gedauert, bis Stefanie Höfler nach ihrem letzten Jugendbuch „Feuerwanzen lügen nicht“ den nächsten Jugendroman vorgelegt hat. 3-einhalb Jahre. Dazwischen sind allerdings zwei Kinderbücher von ihr erschienen. Viele ihrer Bücher wurden bereits ausgezeichnet, und sie haben auch mich eigentlich immer überzeugt. Es ging um Themen wie Mobbing und Tod, um Familien und Freundschaften. Mit „Bis der Regen Feuer fängt“ wendet die Autorin sich einem für sie neuem Genre zu: Letztendlich haben wir hier eine Dystopie vorliegen, die irgendwann in den 2060er Jahren spielt.

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Buchbesprechung: Nils Mohl „Pepper“

Cover: Nils Mohl „Pepper“Lesealter 15+(Rotfuchs-Verlag 2026, 267 Seiten)

Es freut mich sehr, dass Nils Mohl inzwischen doch nicht nur alle paar Jahre ein Jugendbuch veröffentlicht – so war das längere Zeit. Sein letzter Jugendrom „Engel der letzten Nacht“ ist jedenfalls erst ein Jahr her, und auch wenn das Buch durchaus anspruchsvoll angelegt war, so hat es mir sehr gut gefallen – wie eigentlich so gut wie alle Jugendromane von Nils Mohl. Das Cover von „Pepper“ fußt übrigens wie beim letzten Buch auf einer Illustration des Hamburger Streetart-Künstlers Brozilla. Doch nun Vorhang auf für das Buch …

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Buchbesprechung: Will Gmehling „Stuxx“

Cover: Will Gmehling „Stuxx"Lesealter 13+(Peter-Hammer-Verlag 2026, 283 Seiten)

Ein ungewöhnliches Cover ist es ja schon, das Will Gmehlings ersten Jugendroman (sofern ich richtig informiert bin) ziert, und vor allem das Farbspiel um das links zu sehende Auge lässt Raum für Spekulationen … Will Gmehling hat bisher insbesondere Bilder- und Kinderbücher für jüngere Leser/innen geschrieben, und bekannt geworden ist er vor allem mit „Freibad“, Band 1 der Bukowski-Reihe, die mir sehr gut gefallen hat. Für „Freibad“ hat er im Jahr 2020 auch den Deutschen Jugendliteraturpreis verliehen bekommen.

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