Jugendbuchtipps.de

Besprechungen von aktuellen Kinder- und Jugendbüchern

Latest Posts

Buchbesprechung: Dianne Touchell „Foster vergessen“

Cover: Dianne Touchell „Foster vergessen“Lesealter 14+(Königskinder-Verlag 2018, 253 Seiten)

Auf dem Cover die Vokale im zweiten Wort des Titels wegzulassen, ist schon ein cooler Kniff: „Foster v rg ss n“ steht dort, sehr passend für ein Buch, in dem es um Alzheimer geht. Ich mag solche typografischen Spielereien, und das Buch ist überhaupt ein bibliophiles Schmuckstück – dazu später noch einige Sätze. Dianne Touchell hatte vor gut zwei Jahren mit „Kleiner Wahn“, ihrem zweiten Jugendroman, einige Aufmerksamkeit erregt – ein gelungenes, aber durchaus schweres Buch über eine ungewollte Schwangerschaft. Bei „Foster vergessen“ hat die australische Autorin wieder kein leichtes Thema gewählt.

(mehr …)

Buchbesprechung: David Arnold „Herzdenker“

Cover: David Arnold „Herzdenker“Lesealter 14+(Arena-Verlag 2018, 370 Seiten)

„Herzdenker“ – das ist ein interessanter Titel; und das Cover suggeriert, dass es um 5 Jugendliche geht, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Jedenfalls habe ich einfach mal in den Jugendroman von David Arnold, einem in Kentucky (USA) lebenden Autor, reingelesen – und bin hängengeblieben … Warum? Das wird im Folgenden zu erfahren sein. Der Arena-Verlag listet das Buch übrigens für Leser ab 12 Jahren. Dem würde ich aber deutlich widersprechen. Für mich ist das ein Jugendroman für 14- bis 16-Jährige.

(mehr …)

Buchbesprechung: Adwoa Badoe „Aluta“

Cover: Adwoa Badoe „Aluta“Lesealter 16+(Peter-Hammer-Verlag 2018, 220 Seiten)

Es ist länger her, dass ich den Roman eines afrikanischen Autors bzw. einer afrikanischen Autorin gelesen habe. Allzu viele Jugendbücher aus Afrika erscheinen auf Deutsch auch nicht (wahrscheinlich gibt es auch wenige), und selbst „Aluta“ von der ghanaischen Autorin Adwoa Badoe ist eigentlich auch kein Jugendbuch. Dennoch: Ich finde es wichtig, dass wir lesend immer wieder unseren Kontinent verlassen, und wenn ich auf ein Buch stoße, das man auch Jugendlichen empfehlen kann, so tue ich das gerne.

(mehr …)

Buchbesprechung: Anna Woltz „Für immer Alaska“

Cover: Anna Woltz „Für immer Alaska“Lesealter 11+(Carlsen-Verlag 2018, 174 Seiten)

„Für immer Alaska“ – ich musste sofort an John Greens Buch „Eine wie Alaska“ denken, als ich den Titel von Anna Woltz‘ neuem Jugendbuch gesehen habe. Alaska ist bei der niederländischen Autorin allerdings – wie man ja schon angesichts des Covers ahnen kann – ein Hund, nicht wie bei John Green ein Mädchen. Mal abgesehen von dieser kleinen Irritation: Ich war sehr gespannt auf das neue Buch von Anna Woltz, seit „Gips“ und „Hundert Stunden Nacht“, beides ganz besondere Bücher, will ich keines der Bücher der Autorin übersehen.

(mehr …)

Buchbesprechung: Karen M. McManus „One of us is lying“

Cover: Karen M. McManus „One of us is lying“Lesealter 14+(cbj-Verlag 2018, 441 Seiten)

Ein bisschen reißerisch kommt das Buch ja schon daher – aber die Verlagsinformationen klangen trotzdem interessant. Ich hatte jedenfalls Lust, mal wieder – die Ostertage waren wie geschaffen dafür – einen etwas dickeren Jugendthriller zu lesen: ein Buch, bei dem man einfach nicht aufhören kann … „One of us is lying“ ist der Debütroman der in Cambridge (Massachusetts) lebenden Amerikanerin Karen M. McManus, und das Buch hat es gleich auf die Bestsellerliste der New York Times geschafft.

(mehr …)

Buchbesprechung: Christoph Jehlicka „Das Lied vom Ende“

Cover: Christoph Jehlicka „Das Ende vom Lied"Lesealter 16+(Open House Verlag 2018, 254 Seiten)

Ohne einen Tipp (danke, Nils!) wäre ich wohl nicht bei diesem Buch gelandet, denn Christoph Jehlickas „Das Lied vom Ende“ ist nicht in einem der üblichen Jugendbuchverlage erschienen, sondern bei einem kleineren Leipziger Verlag. Außerdem ziert das Buch nicht unbedingt ein bucherklärendes Cover – mit dem Buchtitel zusammen kann man sich zumindest schlecht vorstellen, um was es in dem Roman geht. Hat man das Buch gelesen, wird dann allerdings schon klar, dass Cover und Titel durchaus passend sind.

(mehr …)

Buchbesprechung: R. T. Acron „Ocean City – Jede Sekunde zählt“

Cover: R. T. Acron „Ocean City - Jede Sekunde zählt"Lesealter 11+(dtv 2018, 266 Seiten)

Es gibt nach wie vor eingefleischte Science-Fiction-Fans. Im Jugendbuchbereich führen Science-Fiction-Bücher im Vergleich zu Fantasy allerdings eher ein Schattendasein – obwohl ich glaube, dass es viele Jungen gibt, die solche Bücher mögen. Auch ich hatte vor langer Zeit eine Phase, in der ich sehr viele Zukunftsroman gelesen habe – zum Beispiel von der kürzlich gestorbenen Ursula K. LeGuin. Meine grundlegende Sympathie für das Genre ist geblieben, auch wenn ich mich darin nicht mehr gut auskenne. Unter dem Pseudonym R. T. Acron haben nun zwei Autoren – Frank Maria Reifenberg und Christian Tielmann – Band 1 einer Science-Fiction-Trilogie mit dem Titel „Ocean City“ herausgebracht.

(mehr …)

Buchbesprechung: Tamara Bach „Mausmeer“

Cover: Tamara Bach „Mausmeer“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2018, 142 Seiten)

Nach einer längeren Schaffenspause veröffentlicht Tamara Bach im Abstand von ein bis zwei Jahren wieder regelmäßig wieder Jugendromane. „Was vom Sommer übrig ist“, „Marienbilder“ und „Vierzehn“ waren alles schmale Bändchen mit etwas über 100 Seiten, in denen es mit einer sehr ausgefeilten Sprache um die Lebenssituation von Jugendlichen heute geht – alles Bücher, die etwas Besonderes waren. Die mit „Mausmeer“ nun vier dünnen Bändchen, deren Cover in verschiedenen Farben gehalten sind, würden sich übrigens gut als Sammelband in einem Schuber machen …

(mehr …)

Buchbesprechung: Wesley King „Daniel is different”

Cover: Wesley King „Daniel is different“Lesealter 12+(Magellan-Verlag 2018, 299 Seiten)

Auch wenn der Titel klingt, als wäre er von der amerikanischen Vorlage übernommen worden – auf Englisch heißt das Buch anders: nämlich „OCDaniel“. Wenn man weiß, was OCD heißt, verrät einem das mehr über das Buch als der deutsche Titel. OCD steht für obsessive-compulsive disorder, auf deutsch Zwangsstörung. Genau darum geht es in dem Buch, auch wenn die Hauptfigur Daniel erst sehr spät erfährt, dass er darunter leidet. Das Cover gefällt mir übrigens ausgesprochen gut: nicht rührselig, sondern mit einfachen Mitteln passend und schön gestaltet.

(mehr …)

Buchbesprechung: Peter Bognanni „Mein Leben oder Ein Haufen unvollkommener Momente“

Cover: Peter Bognanni „Mein Leben oder Ein Haufen unvollkommener Momente“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2017, 269 Seiten)

„Ist eine Liebe echt, wenn man nur online Kontakt hat?“, fragt der Hanser-Verlag auf der Webseite zum ersten Jugendbuch des Amerikaners Peter Bognanni, um dann fortzufahren: „Ein bewegendes Jugendbuch von Peter Bognanni über Liebe in Zeiten von Twitter und Facebook“. Ich glaube, hätte ich das vor dem Griff zum Buch gelesen, hätte ich einen Bogen um den Jugendroman gemacht. Das klingt schon sehr nach einem zielgruppenorientiert geschriebenen Roman, der „Mein Leben oder Ein Haufen unvollkommener Momente“ dann aber gottseidank doch nicht ist. Peter Bognanni unterrichtet übrigens an einem College in Minnesota Kreatives Schreiben …

(mehr …)

Buchbesprechung: Benjamin Alire Sáenz „Die unerklärliche Logik meines Lebens“

Cover: Benjamin Alire Sáenz „Die unerklärliche Logik meines Lebens“Lesealter 14+(Thienemann-Verlag 2017, 508 Seiten)

3 Jahre ist es her, dass Benjamin Alire Sáenz mit „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ seinen Einstand im Jugendbuch-Genre hatte – zuvor gab es schon eine preisgekrönte Geschichtensammlung für Erwachsene mit dem Titel „Alles beginnt und endet im Kentucky Club“. Mir gefiel an Sáenz‘ Debütroman alles, vor allem aber die Dialoge fand ich außergewöhnlich gut – ein ausreichender Grund, in das zweite Jugendbuch des amerikanischen Autors mit mexikanischen Wurzeln zu gucken, auch wenn ich angesichts der 500 Seiten lange gezögert habe.

(mehr …)

Buchbesprechung: Jeff Zentner „Zusammen sind wir Helden“

Cover: Jeff Zentner "Zusammen sind wir Helfen"Lesealter 15+(Carlsen-Verlag 2017, 362 Seiten)

„Zusammen sind wir Helden“ – der Titel hat mich sofort an eine deutsche Band denken lassen … Das Cover jedenfalls finde ich sehr ansprechend, und deswegen hab ich mir den Jugendroman auch gleich, nachdem ich ihn bekommen habe, geschnappt und angefangen zu lesen. Jeff Zentner hat bisher als Musiker (allerdings in der zweiten Reihe mit Größen wie Iggie Pop oder Nick Cave) gearbeitet – als Songwriter und Gitarrist. „Zusammen sind wir Helden“, das schreibt Carlsen in den Informationen zum Roman, sei durch seine Arbeit mit jungen Musikern inspiriert worden.

(mehr …)