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Buchbesprechung: Nic Stone „Dear Martin“

Cover: Nic Stone „Dear Martin“Lesealter 14+(Rowohlt rotfuchs 2018, 252 Seiten)

Ein gutes halben Jahr ist es her, dass ich „The Hate U Give“ von Angie Thomas, einen Roman über den täglichen Rassismus gegenüber Schwarzen in den USA, gelesen habe. Zufall ist es sicher nicht, dass „Dear Martin“, in dem es um das gleiche Thema geht, ein ziemlich ähnliches Cover hat. Beide Buchcover ziert außerdem noch eine Leseempfehlung von John Green, „Dear Martin“ wird zudem noch von Angie Thomas mit den Worten „Unbedingt lesen!“ umworben. All das macht mir das Buch schon fast etwas suspekt … – aber mal sehen.

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Buchbesprechung: Dianne Touchell „Foster vergessen“

Cover: Dianne Touchell „Foster vergessen“Lesealter 14+(Königskinder-Verlag 2018, 253 Seiten)

Auf dem Cover die Vokale im zweiten Wort des Titels wegzulassen, ist schon ein cooler Kniff: „Foster v rg ss n“ steht dort, sehr passend für ein Buch, in dem es um Alzheimer geht. Ich mag solche typografischen Spielereien, und das Buch ist überhaupt ein bibliophiles Schmuckstück – dazu später noch einige Sätze. Dianne Touchell hatte vor gut zwei Jahren mit „Kleiner Wahn“, ihrem zweiten Jugendroman, einige Aufmerksamkeit erregt – ein gelungenes, aber durchaus schweres Buch über eine ungewollte Schwangerschaft. Bei „Foster vergessen“ hat die australische Autorin wieder kein leichtes Thema gewählt.

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Buchbesprechung: Benjamin Alire Sáenz „Die unerklärliche Logik meines Lebens“

Cover: Benjamin Alire Sáenz „Die unerklärliche Logik meines Lebens“Lesealter 14+(Thienemann-Verlag 2017, 508 Seiten)

3 Jahre ist es her, dass Benjamin Alire Sáenz mit „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ seinen Einstand im Jugendbuch-Genre hatte – zuvor gab es schon eine preisgekrönte Geschichtensammlung für Erwachsene mit dem Titel „Alles beginnt und endet im Kentucky Club“. Mir gefiel an Sáenz‘ Debütroman alles, vor allem aber die Dialoge fand ich außergewöhnlich gut – ein ausreichender Grund, in das zweite Jugendbuch des amerikanischen Autors mit mexikanischen Wurzeln zu gucken, auch wenn ich angesichts der 500 Seiten lange gezögert habe.

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Buchbesprechung: Andreas Steinhöfel „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“

Cover: Steinhöfel „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“Lesealter 10+(Carlsen-Verlag 2017, 264 Seiten)

Ich hätte früher mit dem Buch anfangen sollen, denn Band 4 von „Rico und Oskar“, an den niemand mehr geglaubt hat, ist eine Weihnachtsgeschichte … Aber gut, ein paar Tage sind es noch bis zum Heiligabend, und „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ kann auch noch als Nachweihnachtslektüre durchgehen. Übrigens hatte ich etwas zwiespältige Gefühle, als ich mitbekommen habe, dass bald ein neues Rico- und Oskar-Buch erscheinen wird. Es ist immer so eine Sache, wenn eine Reihe, von der man begeistert ist, fortgeführt wird. Manche Reihen laufen sich tot, weil sie überstrapaziert werden, andere enttäuschen einen, weil der Reiz vorheriger Bände verloren gegangen ist. Aber in dem Fall …

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Buchbesprechung: Angie Thomas „The Hate U Give“

Cover: Angie Thomas „The Hate U Give“Lesealter 14+(cbt 2017, 497 Seiten)

Ich bin etwas spät dran – Angie Thomas‘ Debütroman hat schon einige sehr gute (man könnte auch sagen: überschwängliche) Rezensionen bekommen … Aber lesen wollte ich „The Hate U Give“ trotzdem noch, auch wenn ich zurzeit wegen meiner begrenzten Lesezeit vor 500-Seiten-Romanen etwas zurückschrecke. Ein brisantes Thema hat das Buch in jedem Fall: Die gesetzliche Gleichstellung der farbigen und weißen Bevölkerung wurde in den USA zwar 1964 im Civil Rights Act endlich vollzogen, aber der Rassismus ist seitdem in dem Land nicht Vergangenheit – selbst wenn es inzwischen einen farbigen Präsidenten gab. Von diesem Rassismus handelt der Jugendroman …

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Buchbesprechung: Jason Reynolds „Love oder Meine schönsten Beerdigungen“

Cover: Jason Reynolds „Love oder Meine schönsten Beerdigungen“Lesealter 13+(dtv 2017, 287 Seiten)

Meine Angewohnheit, vorab keine Klappentexte und auch oft keine Autoreninfos zu lesen, führt mitunter zu seltsamen Blüten. So habe ich knapp 50 Seiten gebraucht – denn da wird das das erste Mal explizit erwähnt –, um zu kapieren, dass die Personen, die in Jason Reynolds Jugendroman „Love oder Meine schönsten Beerdigungen“ vorkommen, alle Farbige sind. Leider waren die Bilder der Figuren in meinem Kopf eben die von weißen Jugendlichen und Erwachsenen, und es war ganz und gar nicht einfach, mir neue Bilder von ihnen zu machen …

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Kurzrezension: Kristina Pfister „Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten“

Lesealter 16+(Tropen-Verlag 2017, 252 Seiten)

Manchmal werde ich auf Bücher durch andere Rezensionen aufmerksam, und so war das mit Kristina Pfisters „Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten“, das nicht als Jugendroman erschienen ist. Sehr lobend besprochen wurde der Debütroman im Titel Kulturmagazin. Die Jugendbuchrezensionen von Megali Heißler und Andrea Wanner dort schätze ich übrigens sehr, auch wenn ich nicht immer der gleichen Meinung wie die beiden bin … Das gilt auch ein bisschen – kleiner Spoiler – für Kristina Pfisters Erstlingswerk.

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Buchbesprechung: April Genevieve Tucholke „All the strangest things are true“

Lesealter 14+(Thienemann-Verlag 2017, 221 Seiten)

Ich habe in den letzten Wochen in ein paar Bücher reingelesen, fast alle aber wieder zur Seite gelegt. Hängengeblieben bin ich ausgerechnet bei einem Buch für Mädchen. Jedenfalls heißt es in der Widmung für das Buch: „Für alle Mädchen, die mit dem Kopf in den Wolken stecken“. Angesprochen habe ich mich davon nicht gefühlt. Egal – vielleicht darf man das Buch ja auch als Mann lesen … Den Namen der Autorin, April Genevieve Tucholke, hatte ich vorher nie zu vor gehört – die Schriftstellerin lebt in Oregon (USA).

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Buchbesprechung: Erna Sassen „Komm mir nicht zu nah“

Lesealter 15+(Verlag Freies Geistesleben 2016, 174 Seiten)

Mit „Das hier ist kein Tagebuch“ war die Niederländerin Erna Sassen erst dieses Jahr für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden – bekommen hat den Preis dann jedoch jemand anderes. Gelesen habe ich das nominierte Buch – leider – nicht, mir nun aber zumindest Erna Sassens zweiten ins Deutsche übersetzten Jugendroman angeschaut. In letzter Zeit – das fällt mir auf – finden wieder recht viele Jugendbücher aus dem niederländischen Sprachraum (da gehört ja auch das belgische Flandern dazu) den Weg ins Deutsche – das war in den letzten 20 Jahren nicht immer so.

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Buchbesprechung: Ruta Sepetys „Salz für die See“

Cover: Ruta Sepetys "Salz für die See"Lesealter 14+(Königskinder-Verlag 2016, 308 Seiten)

Die in den USA geborene und lebende Autorin Ruta Sepetys hat litauische Vorfahren, und als Schriftstellerin, die bisher gerne geschichtliche Themen behandelt hat, kommt das baltische Land dort öfter vor. Das gilt auch für „Salz für die See“, das Anfang 1945 spielt und das wohl tragischste Seeunglück aller Zeiten behandelt, das jedoch kaum jemand kennt. Die Wilhelm Gustloff, ein Schiff mit über 10.000 Flüchtenden an Bord, darunter viele Kinder und Verletzte, wurde auf der Fahrt von Gotenhafen nach Kiel von einem russischen U-Boot mit Torpedos beschossen und sank. Mehr als 9.000 Menschen starben …

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Buchbesprechung: Julya Rabinowich „Dazwischen: Ich“

Cover: Julya Rabinowich „Dazwischen: Ich“Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2016, 255 Seiten)

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich das unscheinbare Bändchen mit dem zwar zum Inhalt passenden, für meinen Geschmack aber eher wenig werbewirksamen Cover gelesen hätte, wenn es nicht einen Zufall gegeben hätte. Jedenfalls saß ich auf der Buchmesse am Hanser-Stand und kurz bevor ich aufgestanden bin, wurde mir eine Frau vorgestellt, die die ganze Zeit mit am Tisch gesessen war. Und das war Julya Rabinowich. In ein paar Sätzen wurde mir dann erzählt, worum es in ihrem aktuellen Buch geht. Und deswegen hier nun die Buchbesprechung dazu …

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Buchbesprechung: Marlene Röder „Cache“

Cover: Marlene Röder "Cache"Lesealter 13+(Fischer-Verlag 2016, 250 Seiten)

Fünf Jahre liegt das letzte Buch für Jugendliche von Marlene Röder zurück: die gelungene Kurzgeschichten-Sammlung „Melvin, mein Hund und die russischen Gurken“. Dazwischen gab es noch ein Kinder- und ein Bilderbuch und nun hat Marlene Röder endlich wieder einen Jugendroman geschrieben. Wie man in der Danksagung erfährt, hatte da Tilman Spreckelsen, Herausgeber der „Bücher mit dem Blauen Band“, die Finger mit im Spiel, denn in dieser Reihe ist „Cache“ erschienen. Übrigens, wer sich nicht sicher ist, was ein „Cache“ ist, der kann es hier im Wikipedia-Artikel nachlesen.

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