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Buchbesprechung: Angie Thomas „The Hate U Give“

Cover: Angie Thomas „The Hate U Give“Lesealter 14+(cbt 2017, 497 Seiten)

Ich bin etwas spät dran – Angie Thomas‘ Debütroman hat schon einige sehr gute (man könnte auch sagen: überschwängliche) Rezensionen bekommen … Aber lesen wollte ich „The Hate U Give“ trotzdem noch, auch wenn ich zurzeit wegen meiner begrenzten Lesezeit vor 500-Seiten-Romanen etwas zurückschrecke. Ein brisantes Thema hat das Buch in jedem Fall: Die gesetzliche Gleichstellung der farbigen und weißen Bevölkerung wurde in den USA zwar 1964 im Civil Rights Act endlich vollzogen, aber der Rassismus ist seitdem in dem Land nicht Vergangenheit – selbst wenn es inzwischen einen farbigen Präsidenten gab. Von diesem Rassismus handelt der Jugendroman …

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Buchbesprechung: Jason Reynolds „Love oder Meine schönsten Beerdigungen“

Cover: Jason Reynolds „Love oder Meine schönsten Beerdigungen“Lesealter 13+(dtv 2017, 287 Seiten)

Meine Angewohnheit, vorab keine Klappentexte und auch oft keine Autoreninfos zu lesen, führt mitunter zu seltsamen Blüten. So habe ich knapp 50 Seiten gebraucht – denn da wird das das erste Mal explizit erwähnt –, um zu kapieren, dass die Personen, die in Jason Reynolds Jugendroman „Love oder Meine schönsten Beerdigungen“ vorkommen, alle Farbige sind. Leider waren die Bilder der Figuren in meinem Kopf eben die von weißen Jugendlichen und Erwachsenen, und es war ganz und gar nicht einfach, mir neue Bilder von ihnen zu machen …

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Kurzrezension: Kristina Pfister „Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten“

Lesealter 16+(Tropen-Verlag 2017, 252 Seiten)

Manchmal werde ich auf Bücher durch andere Rezensionen aufmerksam, und so war das mit Kristina Pfisters „Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten“, das nicht als Jugendroman erschienen ist. Sehr lobend besprochen wurde der Debütroman im Titel Kulturmagazin. Die Jugendbuchrezensionen von Megali Heißler und Andrea Wanner dort schätze ich übrigens sehr, auch wenn ich nicht immer der gleichen Meinung wie die beiden bin … Das gilt auch ein bisschen – kleiner Spoiler – für Kristina Pfisters Erstlingswerk.

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Buchbesprechung: April Genevieve Tucholke „All the strangest things are true“

Lesealter 14+(Thienemann-Verlag 2017, 221 Seiten)

Ich habe in den letzten Wochen in ein paar Bücher reingelesen, fast alle aber wieder zur Seite gelegt. Hängengeblieben bin ich ausgerechnet bei einem Buch für Mädchen. Jedenfalls heißt es in der Widmung für das Buch: „Für alle Mädchen, die mit dem Kopf in den Wolken stecken“. Angesprochen habe ich mich davon nicht gefühlt. Egal – vielleicht darf man das Buch ja auch als Mann lesen … Den Namen der Autorin, April Genevieve Tucholke, hatte ich vorher nie zu vor gehört – die Schriftstellerin lebt in Oregon (USA).

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Buchbesprechung: Erna Sassen „Komm mir nicht zu nah“

Lesealter 15+(Verlag Freies Geistesleben 2016, 174 Seiten)

Mit „Das hier ist kein Tagebuch“ war die Niederländerin Erna Sassen erst dieses Jahr für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden – bekommen hat den Preis dann jedoch jemand anderes. Gelesen habe ich das nominierte Buch – leider – nicht, mir nun aber zumindest Erna Sassens zweiten ins Deutsche übersetzten Jugendroman angeschaut. In letzter Zeit – das fällt mir auf – finden wieder recht viele Jugendbücher aus dem niederländischen Sprachraum (da gehört ja auch das belgische Flandern dazu) den Weg ins Deutsche – das war in den letzten 20 Jahren nicht immer so.

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Buchbesprechung: Ruta Sepetys „Salz für die See“

Cover: Ruta Sepetys "Salz für die See"Lesealter 14+(Königskinder-Verlag 2016, 308 Seiten)

Die in den USA geborene und lebende Autorin Ruta Sepetys hat litauische Vorfahren, und als Schriftstellerin, die bisher gerne geschichtliche Themen behandelt hat, kommt das baltische Land dort öfter vor. Das gilt auch für „Salz für die See“, das Anfang 1945 spielt und das wohl tragischste Seeunglück aller Zeiten behandelt, das jedoch kaum jemand kennt. Die Wilhelm Gustloff, ein Schiff mit über 10.000 Flüchtenden an Bord, darunter viele Kinder und Verletzte, wurde auf der Fahrt von Gotenhafen nach Kiel von einem russischen U-Boot mit Torpedos beschossen und sank. Mehr als 9.000 Menschen starben …

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Buchbesprechung: Julya Rabinowich „Dazwischen: Ich“

Cover: Julya Rabinowich „Dazwischen: Ich“Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2016, 255 Seiten)

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich das unscheinbare Bändchen mit dem zwar zum Inhalt passenden, für meinen Geschmack aber eher wenig werbewirksamen Cover gelesen hätte, wenn es nicht einen Zufall gegeben hätte. Jedenfalls saß ich auf der Buchmesse am Hanser-Stand und kurz bevor ich aufgestanden bin, wurde mir eine Frau vorgestellt, die die ganze Zeit mit am Tisch gesessen war. Und das war Julya Rabinowich. In ein paar Sätzen wurde mir dann erzählt, worum es in ihrem aktuellen Buch geht. Und deswegen hier nun die Buchbesprechung dazu …

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Buchbesprechung: Marlene Röder „Cache“

Cover: Marlene Röder "Cache"Lesealter 13+(Fischer-Verlag 2016, 250 Seiten)

Fünf Jahre liegt das letzte Buch für Jugendliche von Marlene Röder zurück: die gelungene Kurzgeschichten-Sammlung „Melvin, mein Hund und die russischen Gurken“. Dazwischen gab es noch ein Kinder- und ein Bilderbuch und nun hat Marlene Röder endlich wieder einen Jugendroman geschrieben. Wie man in der Danksagung erfährt, hatte da Tilman Spreckelsen, Herausgeber der „Bücher mit dem Blauen Band“, die Finger mit im Spiel, denn in dieser Reihe ist „Cache“ erschienen. Übrigens, wer sich nicht sicher ist, was ein „Cache“ ist, der kann es hier im Wikipedia-Artikel nachlesen.

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Kurzrezension: Matt De la Peña „Under Water“

Cover: Matt De la Peña "Under Water"Lesealter 13+(dtv 2016, 345 Seiten)

Das raffiniert gestaltete Cover zeigt schon, um was es in dem Buch gehen wird: Ein Schiff wird untergehen … Der Amerikaner Matt De la Peña ist nicht der erste, der sich an dem Thema versucht. Es gibt zahlreiche literarische und filmische Vorlagen zu dem Szenario, und die bekannteste heißt natürlich „Titanic“. Ob man sich als Autor einen Gefallen tut, ein so beliebtes Thema für ein Buch zu verwenden? Von Matt De la Peña heißt es übrigens, dass er kreatives Schreiben studiert hat.

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Buchbesprechung: Patrycja Spychalski „Heute sind wir Freunde“

Cover: Patrycja Spychalski "Heute sind wir Freunde"Lesealter 14+(cbt 2016, 321 Seiten)

„Heute sind wir Freunde“ ist das erste Jugendbuch von Patrycja Spychalski, das ich gelesen habe, obwohl sie schon einige geschrieben hat. In Polen geboren ist sie mit ihren Eltern im Alter von neun Jahren nach Berlin gezogen und arbeitet jenseits des Bücherschreibens in kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Die Idee, die hinter „Heute sind wir Freunde“ steht, ist nicht so ganz neu, aber trotzdem ist es immer wieder spannend, Bücher darüber zu lesen …

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Buchbesprechung: Dianne Touchell „Kleiner Wahn“

Cover: Dianne Touchell "Kleiner Wahn"Lesealter 15+(Königskinder-Verlag 2016, 267 Seiten)

Zwei große Auszeichnungen (Die besten 7 und Luchs des Monats – beide im Februar 2016) hat der Jugendroman „Kleiner Wahn“ der Australierin Dianne Touchell schon bekommen, und trotzdem habe ich mich eine Weile um das Buch, das schon seit einiger Zeit auf meinem Lesestapel lag, herumgedrückt. Es war das nicht unbedingt leichte Thema des Buchs, das mich etwas zögern hat lassen: Es geht um eine ungewollte Schwangerschaft, die tragisch endet – und ich wusste mehr über das Buch, als ich mit diesem Satz andeute … Eine vergnügliche Lektüre war also nicht zu erwarten – eher ein Thema, das einem an die Nieren gehen kann.

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Kurzrezension: Stephanie Tromly „Digby #01“

Cover: Stephanie Tromly „Digby #01“Lesealter 14+(Oetinger-Verlag 2016, 317 Seiten)

Mal wieder was anderes lesen … – das habe ich mir vorgenommen, als ich vor ein paar Tagen meine Stapel an ungelesenen Büchern durchschaute. Ausgewählt habe ich dann „Digby #01“, weil ich das Cover einfach schräg fand; ich habe mir allerdings vorgenommen, das Buch zur Seite zu legen, sollte es mir nicht gefallen … Doch ich bin hängengeblieben, und so gibt es hier zumindest eine Kurzrezension zu dem ersten Jugendroman von Stephanie Tromly, einer Schriftstellerin, die in Manila geboren wurde, in Hongkong aufgewachsen ist und zuletzt als Drehbuchautorin in Los Angeles gelebt hat.

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