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Buchbesprechung: Holly Black „Coldtown – Stadt der Unsterblichkeit“

Cover: Holly Black „Coldtown – Stadt der Unsterblichkeit“Lesealter 16+(C. Bertelsmann Jugendbuchverlag 2020, 472 Seiten)

Als großen Fan von Vampir-Romanen kann man mich nicht bezeichnen – eher im Gegenteil: Sie sind mir etwas fremd. Ab und zu habe ich aber auch Lust, mal in ein anderes Genre als in meine Wohlfühl-Genres reinzuschauen. Und dass ich das bei Holly Blacks „Coldtown“ getan habe, liegt an – ich gebe es ungern zu – zwei Marketingtricks: dem hübschen Cover und dem Werbesatz ganz oben auf dem Buchumschlag: „Mein liebstes Fantasy-Setting aller Zeiten.“ Gesagt hat das John Green und mich damit neugierig gemacht. Also auf in eine blutrünstige Geschichte …

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Buchbesprechung: John Boyne „Mein Bruder heißt Jessica“

Cover: John Boyne „Mein Bruder heißt Jessica“Lesealter 12+(Fischer Kinder- und Jugendbuch 2020, 250 Seiten)

Die Bücher des Iren John Boyne, die ich bisher gelesen habe, haben mir alle gefallen. Es sind einfühlsame und im positiven Sinn eigenwillige Geschichten, die er erzählt; oft geht es darin um Kinder oder Jugendliche, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden und durchs Leben schlagen müssen. Das trifft letztendlich auch auf John Boynes neuen Jugendroman zu; angesichts des Titels weiß man auch gleich, wovon er handelt: Es geht um einen Jungen, der das Gefühlt hat, eigentlich ein Mädchen zu sein.

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Buchbesprechung: Tamara Bach „Sankt Irgendwas“

Cover: Tamara Bach „Sankt Irgendwas“Lesealter 14+(Carlen-Verlag 2020, 124 Seiten)

Im Ein- bis Zweijahresabstand gab es die letzten Jahre Jugendbücher im Knapp-über-100-Seiten-Format von Tamara Bach – nur letztes Jahr kam etwas anderes: Da veröffentlichte die in Berlin lebende Autorin ein Kinderbuch von etwas größerem Umfang: „Wörter mit L“. „Sankt Irgendwas“, der neue Roman, handelt von einer Klassenfahrt, bei der einiges schiefläuft. Und so, wie schon der Titel auffällig ist, kann man bei Tamara Bach auch erwarten, dass einen beim Sprachstil wieder etwas Besonderes erwartet.

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Buchbesprechung: Espen Dekko „Sommer ist trotzdem“

Cover: Espen Dekko „Sommer ist trotzdem“Lesealter 10+(Thienemann-Verlag 2020, 203 Seiten)

Wie geht es einer 11-Jährigen, wenn der eigene Vater gestorben ist? Wie verarbeitet ein Kind das? Und wie kommt man wieder auf die Beine, insbesondere wenn die Beziehung zum Vater sehr innig war? Der Vater der Ich-Erzählerin ist vor Kurzem gestorben. Und weil die Mutter viel arbeiten muss, verbringt das Mädchen – wie früher auch schon – den Sommer bei den Großeltern, die ein Haus direkt am Meer bewohnen. Man könnte vermuten, dass das eine schwierige Zeit für das Mädchen ist – aber es erweist sich als genau das Richtige. (mehr …)

Buchbesprechung: Suzanne Collins „Die Tribute von Panem X – Das Lied von Vogel und Schlange“

Suzanne Collins „Die Tribute von Panem X“Lesealter 16+(Oetinger-Verlag 2020, 604 Seiten)

„Die Tribute von Panem“ hat mit dem ersten Band vor 11 Jahren für Furore gesorgt – die Trilogie um die Hungerspiele bot eine lesenswerte und gut durchdachte Dystopie. Die Bücher wurden sogar von Leserinnen und Lesern verschlungen, die meiner Meinung nach zu jung dafür sind (ich kannte damals einige begeisterte Fünft- und Sechstklässler/innen), gewaltfrei sind die Bücher nämlich ganz und gar nicht. Jedenfalls kannte damals wohl jeder die Hungerspiele, auch weil ab 2012 die Verfilmung folgte. Neun Jahre nach dem letzten Buch ist nun ein weiterer Band erschienen – 600 Seiten schwer. Kein Folgeband, sondern ein Prequel, das die Vorgeschichte von Katniss‘ Widersacher Coriolanus Snow, dem Präsidenten von Panem, erzählt.

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Buchbesprechung: Michael Belanger „254 Tage mit Jane Doe“

Cover: Michael Belanger „254 Tage mit Jane Doe“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2020, 341 Seiten)

„254 Tage mit Jane Doe“ ist mal wieder ein Debüt, und Michael Belanger sieht auf dem Pressefoto, das der Carlsen-Verlag bereitstellt, noch sehr jung aus; jünger, als er wahrscheinlich ist. Auf der Webseite zum Buch steht unter der Inhaltsangabe übrigens eine etwas seltsame Notiz: „Trigger-Warnung: suizidales Verhalten“ – was das zu bedeuten hat, würde ich gerne mal wissen. Klar, es geht in Michael Belangers Buch um Depressionen und Suizid – aber auf den Hinweis „Trigger-Warnung“ kann ich mir keinen rechten Reim machen.

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Buchbesprechung: R. T. Acron „Kronox – vom Feind gesteuert“

Cover: R. T. Acron „Kronox – vom Feind gesteuert“Lesealter 11+(dtv, 256 Seiten)

Mit der „Ocean-City“-Trilogie haben Frank Maria Reifenberg und Christian Tielmann unter dem Pseudonym R. T. Acron ihr Debüt abgeliefert. Die drei Bände erzählten ein spannendes Science-Fiction-Abenteuer und war an jüngere Leser/innen adressiert – dahinter stand eine coole Idee: Ocean City ist eine Stadt, die (fast autark) auf dem Meer schwimmt. Auch „Kronox“, der neue Roman des Duos, spielt in der Zukunft, allerdings in der näheren Zukunft – nämlich im Jahr 2029. Und die Geschichte bleibt diesmal in Deutschland.

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Buchbesprechung: Anna Benning „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“

Cover: Anna Benning „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“Lesealter 14+(Fischer-Verlag 2020, 477 Seiten)

Ein hübsches, verwegen und geheimnisvoll guckendes Mädchen auf dem Cover, darunter eine Wolkenkratzer-Silhouette – Anna Bennings Debütroman ziert ein Cover, das sicher viele jugendliche Leser anspricht. Hinzu kommt, dass der Buchschnitt von „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“ lila ist. Auch damit fällt das Buch auf. Was man in der Hand hält, ist eine Mischung aus Zukunfts- und Fantasy-Roman, und das vorliegende Buch ist der erste Band einer Trilogie, deren zweiter Band im Herbst dieses Jahres folgen soll.

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Buchbesprechung: Dave Cousins „Tod.Ernst“

Cover: Dave Cousins „Tod.Ernst"Lesealter 13+(Verlag Freies Geistesleben 2019, 294 Seiten)

Dave Cousins‘ zweites Buch „Warten auf Gonzo“ war vor zwei Jahren von der Kritikerjury in der Sparte Jugendbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden – gelesen habe ich den Roman jedoch leider nicht. Allerdings hat die Nominierung mich dazu animiert, das nun neue Buch des britischen Autors, der in Wales lebt, anzuschauen – Grund war zudem, dass die Inhaltszusammenfassung von Cousins‘ neuem Roman witzig klang. Dass „Tod.Ernst“ in vielem ein stranges Buch ist, sei schon mal vorab verraten.

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Kurzrezension: Kevin Brooks & Catherine Forde „I see you Baby …“

Cover: Kevin Brooks & Catherine Forde „I see you Baby …“Lesealter 12+(dtv 2019, 104 Seiten)

Als ich das Buch bestellt hatte und mich auf einen neuen Roman von Kevin Brooks (mit Catherine Forde zusammen) gefreut habe, hatte ich übersehen, dass das ein Kurzroman ist. dtv short heißt die Reihe, in der das Buch mit 100 Seiten erschienen ist – Romane für eine Zugfahrt, für Zwischendurch oder für Wenigleser, die von dicken Bücher abgeschreckt werden … Enttäuscht war ich erst mal schon, doch es gibt ja durchaus Literaturklassiker, die auch nicht mehr Seiten haben … Von daher: Mal ganz unvoreingenommen sehen, was das Autorenduo zu bieten hat.

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Buchbesprechung: Gabriele Clima „Der Sonne nach“

Lesealter 13+(Hanser-Verlag 2019, 151 Seiten)

„,Ziemlich beste Freunde‘ für Jugendliche“ – damit wird Gabriele Climas Jugendroman geworben. Hm, potenziellen Lesern eine Orientierung zu geben, ist das eine; das andere ist, dass man sich so mit fremden Lorbeeren schmückt. Ich mag solche Vergleiche mit anderen Werken (seien es Bücher oder wie in diesem Fall Filme) jedenfalls nicht sonderlich. Fast hätte ich deswegen „Der Sonne nach“ liegen gelassen (zumal ich „Ziemlich beste Freunde“ nicht gerade zu den Highlights des Kinos zähle). Aber nachdem mir das Buch von jemandem ans Herz gelegt wurde, wollte ich mir selbst ein Bild machen.

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Buchbesprechung: R. T. Acron „Ocean City – Stunde der Wahrheit“

Cover: R. T. Acron „Ocean City – Stunde der Wahrheit“Lesealter 11+(dtv 2019, 254 Seiten)

Vor einem Jahr hat das Autorenduo Frank Maria Reifenberg und Christian Tielmann unter dem Pseudonym R. T. Acron Band 1 der Trilogie „Ocean City“ veröffentlicht, ein halbes Jahr später kam Band 2 heraus, und nun im Frühjahr 2019 liegt der Abschlussband vor. Wer in die beiden ersten Bände eingetaucht ist, wird sich freuen zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Klar, es wird für Jackson und Crockie, die Hauptfiguren, ein Happy End geben – davon ist auszugehen, aber das „Wie?” liegt natürlich nicht auf der Hand. Wer das erfahren will, muss eben lesen …

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