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Bestenliste

Buchbesprechung: Adwoa Badoe „Aluta“

Cover: Adwoa Badoe „Aluta“Lesealter 16+(Peter-Hammer-Verlag 2018, 220 Seiten)

Es ist länger her, dass ich den Roman eines afrikanischen Autors bzw. einer afrikanischen Autorin gelesen habe. Allzu viele Jugendbücher aus Afrika erscheinen auf Deutsch auch nicht (wahrscheinlich gibt es auch wenige), und selbst „Aluta“ von der ghanaischen Autorin Adwoa Badoe ist eigentlich auch kein Jugendbuch. Dennoch: Ich finde es wichtig, dass wir lesend immer wieder unseren Kontinent verlassen, und wenn ich auf ein Buch stoße, das man auch Jugendlichen empfehlen kann, so tue ich das gerne.

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Buchbesprechung: Anna Woltz „Für immer Alaska“

Cover: Anna Woltz „Für immer Alaska“Lesealter 11+(Carlsen-Verlag 2018, 174 Seiten)

„Für immer Alaska“ – ich musste sofort an John Greens Buch „Eine wie Alaska“ denken, als ich den Titel von Anna Woltz‘ neuem Jugendbuch gesehen habe. Alaska ist bei der niederländischen Autorin allerdings – wie man ja schon angesichts des Covers ahnen kann – ein Hund, nicht wie bei John Green ein Mädchen. Mal abgesehen von dieser kleinen Irritation: Ich war sehr gespannt auf das neue Buch von Anna Woltz, seit „Gips“ und „Hundert Stunden Nacht“, beides ganz besondere Bücher, will ich keines der Bücher der Autorin übersehen.

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Buchbesprechung: Karen M. McManus „One of us is lying“

Cover: Karen M. McManus „One of us is lying“Lesealter 14+(cbj-Verlag 2018, 441 Seiten)

Ein bisschen reißerisch kommt das Buch ja schon daher – aber die Verlagsinformationen klangen trotzdem interessant. Ich hatte jedenfalls Lust, mal wieder – die Ostertage waren wie geschaffen dafür – einen etwas dickeren Jugendthriller zu lesen: ein Buch, bei dem man einfach nicht aufhören kann … „One of us is lying“ ist der Debütroman der in Cambridge (Massachusetts) lebenden Amerikanerin Karen M. McManus, und das Buch hat es gleich auf die Bestsellerliste der New York Times geschafft.

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Buchbesprechung: Christoph Jehlicka „Das Lied vom Ende“

Cover: Christoph Jehlicka „Das Ende vom Lied"Lesealter 16+(Open House Verlag 2018, 254 Seiten)

Ohne einen Tipp (danke, Nils!) wäre ich wohl nicht bei diesem Buch gelandet, denn Christoph Jehlickas „Das Lied vom Ende“ ist nicht in einem der üblichen Jugendbuchverlage erschienen, sondern bei einem kleineren Leipziger Verlag. Außerdem ziert das Buch nicht unbedingt ein bucherklärendes Cover – mit dem Buchtitel zusammen kann man sich zumindest schlecht vorstellen, um was es in dem Roman geht. Hat man das Buch gelesen, wird dann allerdings schon klar, dass Cover und Titel durchaus passend sind.

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Buchbesprechung: R. T. Acron „Ocean City – Jede Sekunde zählt“

Cover: R. T. Acron „Ocean City - Jede Sekunde zählt"Lesealter 11+(dtv 2018, 266 Seiten)

Es gibt nach wie vor eingefleischte Science-Fiction-Fans. Im Jugendbuchbereich führen Science-Fiction-Bücher im Vergleich zu Fantasy allerdings eher ein Schattendasein – obwohl ich glaube, dass es viele Jungen gibt, die solche Bücher mögen. Auch ich hatte vor langer Zeit eine Phase, in der ich sehr viele Zukunftsroman gelesen habe – zum Beispiel von der kürzlich gestorbenen Ursula K. LeGuin. Meine grundlegende Sympathie für das Genre ist geblieben, auch wenn ich mich darin nicht mehr gut auskenne. Unter dem Pseudonym R. T. Acron haben nun zwei Autoren – Frank Maria Reifenberg und Christian Tielmann – Band 1 einer Science-Fiction-Trilogie mit dem Titel „Ocean City“ herausgebracht.

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Buchbesprechung: Wesley King „Daniel is different”

Cover: Wesley King „Daniel is different“Lesealter 12+(Magellan-Verlag 2018, 299 Seiten)

Auch wenn der Titel klingt, als wäre er von der amerikanischen Vorlage übernommen worden – auf Englisch heißt das Buch anders: nämlich „OCDaniel“. Wenn man weiß, was OCD heißt, verrät einem das mehr über das Buch als der deutsche Titel. OCD steht für obsessive-compulsive disorder, auf deutsch Zwangsstörung. Genau darum geht es in dem Buch, auch wenn die Hauptfigur Daniel erst sehr spät erfährt, dass er darunter leidet. Das Cover gefällt mir übrigens ausgesprochen gut: nicht rührselig, sondern mit einfachen Mitteln passend und schön gestaltet.

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Buchbesprechung: Peter Bognanni „Mein Leben oder Ein Haufen unvollkommener Momente“

Cover: Peter Bognanni „Mein Leben oder Ein Haufen unvollkommener Momente“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2017, 269 Seiten)

„Ist eine Liebe echt, wenn man nur online Kontakt hat?“, fragt der Hanser-Verlag auf der Webseite zum ersten Jugendbuch des Amerikaners Peter Bognanni, um dann fortzufahren: „Ein bewegendes Jugendbuch von Peter Bognanni über Liebe in Zeiten von Twitter und Facebook“. Ich glaube, hätte ich das vor dem Griff zum Buch gelesen, hätte ich einen Bogen um den Jugendroman gemacht. Das klingt schon sehr nach einem zielgruppenorientiert geschriebenen Roman, der „Mein Leben oder Ein Haufen unvollkommener Momente“ dann aber gottseidank doch nicht ist. Peter Bognanni unterrichtet übrigens an einem College in Minnesota Kreatives Schreiben …

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Buchbesprechung: Benjamin Alire Sáenz „Die unerklärliche Logik meines Lebens“

Cover: Benjamin Alire Sáenz „Die unerklärliche Logik meines Lebens“Lesealter 14+(Thienemann-Verlag 2017, 508 Seiten)

3 Jahre ist es her, dass Benjamin Alire Sáenz mit „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ seinen Einstand im Jugendbuch-Genre hatte – zuvor gab es schon eine preisgekrönte Geschichtensammlung für Erwachsene mit dem Titel „Alles beginnt und endet im Kentucky Club“. Mir gefiel an Sáenz‘ Debütroman alles, vor allem aber die Dialoge fand ich außergewöhnlich gut – ein ausreichender Grund, in das zweite Jugendbuch des amerikanischen Autors mit mexikanischen Wurzeln zu gucken, auch wenn ich angesichts der 500 Seiten lange gezögert habe.

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Buchbesprechung: Jeff Zentner „Zusammen sind wir Helden“

Cover: Jeff Zentner "Zusammen sind wir Helfen"Lesealter 15+(Carlsen-Verlag 2017, 362 Seiten)

„Zusammen sind wir Helden“ – der Titel hat mich sofort an eine deutsche Band denken lassen … Das Cover jedenfalls finde ich sehr ansprechend, und deswegen hab ich mir den Jugendroman auch gleich, nachdem ich ihn bekommen habe, geschnappt und angefangen zu lesen. Jeff Zentner hat bisher als Musiker (allerdings in der zweiten Reihe mit Größen wie Iggie Pop oder Nick Cave) gearbeitet – als Songwriter und Gitarrist. „Zusammen sind wir Helden“, das schreibt Carlsen in den Informationen zum Roman, sei durch seine Arbeit mit jungen Musikern inspiriert worden.

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Buchbesprechung: Andreas Steinhöfel „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“

Cover: Steinhöfel „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“Lesealter 10+(Carlsen-Verlag 2017, 264 Seiten)

Ich hätte früher mit dem Buch anfangen sollen, denn Band 4 von „Rico und Oskar“, an den niemand mehr geglaubt hat, ist eine Weihnachtsgeschichte … Aber gut, ein paar Tage sind es noch bis zum Heiligabend, und „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ kann auch noch als Nachweihnachtslektüre durchgehen. Übrigens hatte ich etwas zwiespältige Gefühle, als ich mitbekommen habe, dass bald ein neues Rico- und Oskar-Buch erscheinen wird. Es ist immer so eine Sache, wenn eine Reihe, von der man begeistert ist, fortgeführt wird. Manche Reihen laufen sich tot, weil sie überstrapaziert werden, andere enttäuschen einen, weil der Reiz vorheriger Bände verloren gegangen ist. Aber in dem Fall …

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Buchbesprechung: Clémentine Beauvais „Die Königinnen der Würstchen“

Cover: Clémentine Beauvais "Die Königinnen der Würstchen"Lesealter 12+(Carlsen-Verlag 2017, 287 Seiten)

Darauf gekommen, dieses Buch zu lesen, wäre ich von alleine ganz bestimmt nicht. Ein seltsames und etwas kitschiges Cover, ein ungewöhnlicher, aber eher nichtssagender Titel – wäre das Buch nicht von anderen entdeckt worden, hätte ich den Jugendroman aus Frankreich übersehen. Aber weil eine befreundete Buchhändlerin den Jugendroman witzig fand, weil er im November 2017 mit dem Luchs von Radio Bremen und Die Zeit aufgezeichnet wurde, habe ich mir das Buch angeschaut und bin größtenteils positiv überrascht worden.

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Buchbesprechung: John Green „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“

Cover: John Green „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2017, 281 Seiten)

Etwas über 5 Jahren hat uns John Green auf seinen neuen Roman warten lassen – schade, dass es so lange gedauert hat, haben die Bücher des amerikanischen Autors doch fast so etwas wie einen Kultstatus. Ich mag John Greens Bücher vor allem auch, weil sie einen unaufdringlichen philosophischen Tiefgang haben – auch wenn die meisten seiner Jugendromane bisher immer auch leichte Schwächen (meist Passagen mit Längen) hatten. „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist übrigens ein hübscher Titel – allerdings gänzlich losgelöst von dem englischen Originaltitel „Turtles All The Way Down“.

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