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Bestenliste

Buchbesprechung: Erin Jade Lange „Firewall“

Cover: Erin Jade Lange „Firewall“Lesealter 14+(Magellan-Verlag 2020, 347 Seiten)

Die beiden bisher auf Deutsch erschienenen Bücher von Erin Jade Lange habe ich beide gelesen: „Butter“ ein Buch, in dem es ebenfalls schon die Gefahren von sozialen Netzwerken geht, und „Halbe Helden“. Gefallen haben mir beide, wobei der zweitgenannte Jugendroman noch mal besser war. Nun, einige Jahre später – Erin Jade Lange ist inzwischen Mutter von Zwillingsmädchen – ist der dritte Jugendroman der amerikanischen Autorin erschienen. Kleine Randnotiz: Auf das am Coverbild angedeutete MacBook statt einem Apple-Logo den Magellan-Walfisch abzubilden, finde ich eine witzige Idee.

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Buchbesprechung: Alan Gratz „Vor uns das Meer“

Cover: Alan Gratz „Vor uns das Meer“Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2020, 279 Seiten)

„Drei Jugendliche – Drei Jahrzehnte – Eine Hoffnung“ steht über dem Titel auf dem Cover. Das klingt vielleicht auf den ersten Blick etwas reißerisch, aber es trifft im Großen und Ganzen gut, um was es in dem Jugendroman geht (am Ende der Buchbesprechung mehr dazu). Der Jugendroman handelt von drei Familien mit Kindern, die zu unterschiedlichen Zeiten aus ihrem Land fliehen. Das klingt nach einer interessanten Konstruktion, die sich der in North Carolina lebende Schriftsteller Alan Gratz ausgedacht hat. Und das Thema Flüchtlinge ist ja nach wie vor erschreckend aktuell …

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Buchbesprechung: Gabi Kreslehner „Nils geht“

Cover: Gabi Kreslehner „Nils geht“Lesealter 14+(Tyrolia-Verlag 2020, 139 Seiten)

Von Gabi Kreslehner habe ich bisher alle Jugendbücher (und zwei Erwachsenenromane) gelesen. Der Grund dafür ist, dass die österreichische Schriftstellerin immer besondere Bücher schreibt: sprachlich ausgefeilt, mit Ecken und Kanten, nicht immer über einfache Themen. Nach fast vier Jahren Funkstille ist vor kurzem „Nils geht“ erschienen – mit einem interessanten grafisch reduzierten Cover, das allerdings eher an ein Kinderbuch erinnert. Das Thema ist jedoch eindeutig nichts für Kinder: Es geht um fieses Mobbing.

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Buchbesprechung: Neal Shusterman „Scythe – Der Zorn der Gerechten”

Cover: Neal Shusterman „Scythe – Der Zorn der Gerechten"Lesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2018, 524 Seiten)

Band 1 der „Scythe“-Trilogie hatte ich gelesen, weil ich gebeten wurde, eine Veranstaltung mit Neal Shusterman zu moderieren. Das Buch hat mich trotz anfänglicher Skepsis so gefesselt, dass ich beschlossen hatte, irgendwann auch Band 2 anzugehen – normalerweise lasse ich schon früher erschienene Jugendromane liegen, weil mein Lesestapel mit aktuellen Büchern viel zu groß sind. Aber die Faschingsferienwoche war passend, um die gut 500 Seiten möglichst schnell wegzulesen; und bereut habe ich es – das sei vorweggenommen – nicht.

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Buchbesprechung: Grit Poppe „Alice Littlebird“

Cover: Grit Poppe „Alice Littlebird“Lesealter 12+(Peter-Hammer-Verlag 2020, 229 Seiten)

Vom Cover dieses Buchs war ich vom ersten Augenblick an angetan – zumindest, als ich wusste, wovon der Jugendroman handelt. Das Indianermädchen mit der roten Bemalung über Nase und Backen, der Blick mit den leuchtenden Augen, der Stolz darin, dazu die rote Titelschrift, die ich sonst vielleicht eher kitschig finden würde – das hat eindeutig etwas. Über zehn Jahre ist es übrigens her, dass ich ein Buch von Grit Poppe gelesen habe: „Weggesperrt“ war ein Buch über ein dunkles Kapitel der DDR-Geschichte – über einen Jugendwerkhof, in dem sich auflehnende Jugendliche kaserniert und schikaniert wurden.

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Buchbesprechung: Dita Zipfel & Rán Flygenring „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“

Cover: Dita Zipfel & Rán Flygenring „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2019, 193 Seiten)

Was für eine cooler Titel mit einem schönen Cover – das waren die ersten Dinge, die mir durch den Kopf gegangen sind, als ich das Buch in den Händen gehalten habe. Die Illustratorin, die Isländerin Rán Flygenring, die auch für das Cover verantwortlich zeichnet, kennt man mitunter: Sie hat Finn-Ole Heinrichs Kinderbücher illustriert. Und wem nun der Name Dita Zipfel nicht bekannt ist, dem sei gesagt, dass sie die Ehefrau von Finn-Ole Heinrich ist. So schließt sich der Kreis. „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“ ist übrigens nicht Dita Zipfels erstes Buch, bisher waren es allerdings „nur“ Bilderbücher, die sie veröffentlicht hat.

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Buchbesprechung: Marisha Pessl „Niemalswelt“

Cover: Marisha Pessl „Niemalswelt"Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2019, 379 Seiten)

Für den Jugendbuchbereich ist Marisha Pessls „Niemalswelt“ ein Debüt, die amerikanische Autorin hat aber bereits einen Erwachsenenbestseller geschrieben. Wie der Titel schon sagt, spielt der Roman nur bedingt in einer realen Welt. Als „Zeitschleifen“-Psychothriller wird das Buch vom Carlsen-Verlag auch bezeichnet, ein Roman, in dem sich also immer wieder gleiche Szenen wiederholen. Mir fiel da gleich Lauren Olivers „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ ein, in dem die Hauptfigur mehrmals den gleichen Tag durchlebt – in „Niemalswelt“ wird das Ganze allerdings auf die Spitze getrieben …

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Buchbesprechung: Susan Kreller „Elektrische Fische“

Cover: Susan Kreller „Elektrische Fische“Lesealter 13+(Carlsen-Verlag 2019, 181 Seiten)

Zwei erfolgreiche Jugendbücher hat Susan Kreller bisher geschrieben: „Elefanten sieht man nicht“ war eine Geschichte über das heikle Thema der Gewalt in einer Familie und hat gute Kritiken bekommen, „Schneeriese“, der zweite Jugendroman von Susan Kreller wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet (auch wenn es meiner Meinung nach ein wenig gegenüber dem Debüt abfällt). Und das dritte Jugendbuch macht da gleich weiter: „Elektrische Fische“ befindet sich bereits auf der Liste „Die besten 7 im Monat Dezember“ des Deutschlandsfunks. Gespannt war ich jedenfalls auf das Buch mit dem eigenwilligen Titel …

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Buchbesprechung: William Sutcliffe „Wir sehen alles“

Cover: William Sutcliffe „Wir sehen alles“Lesealter 14+(Rowohlt-Verlag 2019, 284 Seiten)

Nachdem William Sutcliffes Debütroman „Auf der richtigen Seite“ 2015 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden war, wollte ich eigentlich schon immer ein Buch des Autors lesen. Aber es hat etwas gedauert, bis es dazu gekommen ist. Nun, mit dem neuen Roman „Wir sehen alles“ hat es endlich geklappt. Das lag auch daran, dass mich die Inhaltsangabe neugierig gemacht hat: Der Jugendroman spielt in der Zukunft, es geht um Überwachung – ein Thema, das mich interessiert und bei dem ich viele der aktuellen Entwicklungen sehr kritisch sehe.

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Buchbesprechung: Frank Maria Reifenberg „Wo die Freiheit wächst“

Cover: Frank Maria Reifenberg „Wo die Freiheit wächst“Lesealter 14+(Verlag arsEdition 2019, 335 Seiten plus Anhang)

Was gab es früher viele Jugendbücher, die thematisch etwas mit dem Dritten Reich zu tun hatten. Mein Eindruck ist, dass es in den letzten Jahren weniger geworden sind. Frank Maria Reifenberg hat sich von daher auf zweierlei Weise an etwas eher Altmodisches gewagt: Ein Roman, der im Dritten Reich spielt, wird vielleicht vordergründig als nicht so ganz aktuell angesehen – ich würde das angesichts eines wieder erschreckend lauter werdenden Rechtsradikalismus allerdings in Zweifel ziehen. Außerdem ist „Wo die Freiheit wächst“ ein Briefroman – ein heute eher seltsam vorkommendes Format. Kein Wunder: Briefe sind ja auch aus der Mode.

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Buchbesprechung: „Imagine Africa 2060 – Geschichten zur Zukunft eines Kontinents“

Cover "Imagine Africa 2060"Lesealter 16+(Peter-Hammer-Verlag 2019, 174 Seiten plus Anhang)

Es gibt eine rege afrikanische Literaturszene, auch wenn davon manchmal wenig in deutschen Buchläden ankommt. Christa Morgenrath und Eva Wernecke – beide fördern seit vielen Jahren afrikanische Literatur – haben in einem Sammelband etwas Besonderes zusammengestellt: Enthalten sind zehn Kurzgeschichten verschiedener afrikanischer Autorinnen und Autoren, in denen es darum geht, wie das Leben auf dem Kontinent im Jahr 2060 aussehen könnte. „Imagine Africa 2060″ ist kein explizit für Jugendliche geschriebenes Buch, aber eines, das vielleicht manch älteren Jugendlichen trotzdem interessieren könnte.

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Buchbesprechung: Neal Shusterman „Scythe – Die Hüter des Todes“

Cover: Neal Shusterman „Scythe – Die Hüter des Todes“Lesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2017, 513 Seiten)

Eher selten lese und bespreche ich Bücher, die schon vor zwei oder mehr Jahren erschienen sind, aber um mich auf eine Lesung mit Neal Shusterman vorzubereiten, habe ich mir auch den ersten Band der dreibändigen „Scythe“-Reihe (scythe spricht man übrigens im Englischen ohne das „c“ aus – da musste ich mich auch erst informieren) angeschaut. Weil am 25. November 2019 der dritte und letzte Band der Reihe erscheint, ist das gerade auch ein guter Zeitpunkt, um die Trilogie vorzustellen. Auch wenn die die „Scythe-Bücher“ viele Fans haben (und gerade Band 1 verfilmt wird): Nicht jeder kennt sie bereits …

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