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Autoren K – O

Buchbesprechung: Ludovic Lecomte „Hundertsiebenundachtzig Tage“

Cover: Ludovic Lecomte „Hundertsiebenundachtzig Tage“Lesealter 14+(mixtvision-Verlag 2026, 107 Seiten)

Ein schmales Bändchen hält man da in der Hand, auch noch großzügig gesetzt … Aber es sind dann doch knapp über 100 Seiten, die man liest und auf denen man in ein eher unbekanntes Thema geführt wird: Das Jugendbuch des Franzosen Ludovic Lemcomte handelt vom so genannten Höhlensyndrom (auch Cave-Syndrom genannt), und die Hauptfigur, der namenlose Ich-Erzähler, hat sich ein gutes halbes Jahr nicht mehr aus dem Haus getraut und im Haus verschanzt. Das Buch erzählt davon, wie er daran arbeitet, sich wieder nach draußen zu wagen.

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Buchbesprechung: Erin Entrada Kelly „Jetzt ist die beste Zeit von allen“

Cover: Erin Entrada Kelly „Jetzt ist die beste Zeit von allen“Lesealter 11+(dtv, Reihe Hanser 2026, 279 Seiten)

Nach recht vielen Büchern für ältere Jugendliche, die ich in den letzten Monaten besprochen habe, hatte ich mal wieder Lust, ein Buch für Jüngere zu lesen. Umso erfreuter war ich, als sich Kellys Buch (der Waschzettel auf der Buchrückseite verrät nichts davon) als Zeitreisen-Geschichte entpuppt hat. Zeitreisen kennt man aus Filmen und Büchern, in den letzten Jahren ist mir da aber nichts mehr untergekommen. Von daher: Gut, dass Erin Entrada Kelly sich an das Thema herangewagt hat; denn auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass Zeitreisen einmal möglich sein werden: Es ist einfach ein tolles Gedankenspiel.

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Buchbesprechung: Agi Ofner „Problemwölfe“

Cover: Agi Ofner „Problemwölfe“Lesealter 14+(Tyrolia-Verlag 2025, 188 Seiten)

„Problemwölfe“ hat im Jahr 2025 den Buchcover Award gewonnen – ich finde, völlig zurecht. Nicht nur das geniale Cover, sondern auch die Vignetten von Wölfen im Buch hat Agi Ofner selbst gezeichnet. Und wer dann noch in das Buch hineinschaut, findet – und ich hatte schon immer ein Faible dafür –, dass es auch sehr ansprechend gesetzt ist. Die Seitenzahlen befinden sich z. B. nicht an der üblichen Stelle; und die Person, aus deren Blickwinkel berichtet wird, wird immer zu Beginn eines Abschnitts mit anderer Schrift vorangestellt. Mir gefällt das sehr.

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Buchbesprechung: Nils Mohl „Pepper“

Cover: Nils Mohl „Pepper“Lesealter 15+(Rotfuchs-Verlag 2026, 267 Seiten)

Es freut mich sehr, dass Nils Mohl inzwischen doch nicht nur alle paar Jahre ein Jugendbuch veröffentlicht – so war das längere Zeit. Sein letzter Jugendrom „Engel der letzten Nacht“ ist jedenfalls erst ein Jahr her, und auch wenn das Buch durchaus anspruchsvoll angelegt war, so hat es mir sehr gut gefallen – wie eigentlich so gut wie alle Jugendromane von Nils Mohl. Das Cover von „Pepper“ fußt übrigens wie beim letzten Buch auf einer Illustration des Hamburger Streetart-Künstlers Brozilla. Doch nun Vorhang auf für das Buch …

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Buchbesprechung: Mariam Naiem, Yulia Vus & Ivan Kypibida „Eine kurze Geschichte eines langen Krieges – Russland gegen die Ukraine“

Cover: Mariam Naiem, Yulia Vus & Ivan Kypibida „Eine kurze Geschichte eines langen Krieges – Russland gegen die Ukraine“Lesealter 40+(Avant-Verlag 2025, 104 Seiten)

Mit dem kriegerischen Überfall von Russland auf die Ukraine im Februar 2022 ist ein Land in unser Bewusstsein gerückt, über das bis dahin viele Menschen in Deutschland wohl eher wenig wussten. Am ehesten brachte man die Ukraine vielleicht noch mit der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl, die 1986 die Welt erschütterte, in Verbindung – Tschernobyl lag damals allerdings noch in der Sowjetunion, von der die Ukraine erst 1991 unabhängig wurde. Dass hinter dem Krieg zwischen Ukraine und Russland eine lange Vorgeschichte steht, davon handelt das vorliegende Buch – in einer Mischform aus Comic und Graphic Novel.

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Buchbesprechung: Annette Mierswa „Der Scherbenpalast“

Cover: Annette Mierswa „Der Scherbenpalast“Lesealter 14+(Verlag Freies Geistesleben 2025, 207 Seiten)

Mir gefällt der Titel von Annette Mierswas Jugendbuch, auch wenn ich mir erst mal nicht so richtig etwas darunter vorstellen konnte. Meine Neugierde hatte darüber hinaus die Presseinformation geweckt, in der stand, dass es in dem Buch um einen Umzug geht. Das ist ja in der Tat etwas, was viele Jugendliche erleben. Ich kenne das durchaus auch selbst aus meiner Kindheit und Jugend, und ich habe mich vor allem bei einem Umzug mit 14 Jahren eine längere Zeit lang ziemlich entwurzelt gefühlt. Genau darum geht es auch in dem Buch von Annette Mierswa.

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Buchbesprechung: Nadia Mikail „Katzen, die wir auf unserem Weg trafen“

Cover: Nadia Mikail „Katzen, die wir auf unserem Weg trafen“Lesealter 15+(dtv 2025, 216 Seiten)

Ein Jugendroman, der in Malaysia spielt, ist schon etwas Besonderes. Im Original ist er allerdings auf Englisch geschrieben, die Autorin kommt aus Sarawak in Malaysia – einer Stadt mit fast 2,5 Mio. Einwohnern, die wahrscheinlich kaum jemand kennt –, studiert allerdings inzwischen in London Jura. Malaysia ist für uns ein eher unbekanntes Land, in dem es, wenn man Fotos anschaut, sehr malerische Landschaften gibt, dessen Großstädte allerdings (wie die Hauptstadt Kuala Lumpur) mit vielen Hochhäuser sehr modern aussehen.

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Buchbesprechung: Antonia Michaelis & Peer Martin „Tomorrow Land“

Cover: Antonia Michaelis & Peer Martin „Tomorrow Land“Lesealter 15+(Oetinger-Verlag 2025, 319 Seiten)

Von Antonia Michaelis habe ich vor sehr langer Zeit ein Buch gelesen (aber keine Buchbesprechung geschrieben), von Peer Martin, der bereits mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, hatte ich noch nie ein Buch in der Hand – gute Gründe, ihr neues gemeinsames Buch, eine Dystopie, die in Deutschland spielt, zu lesen. Als ich für die Buchbesprechung ein bisschen zu den früheren Büchern der beiden recherchiert habe, habe ich gesehen, dass das Autoren-Duo bereits für ein anderes Jugendbuch („Grenzlandtage“) zusammen gearbeitet hat – das ist allerdings fast 10 Jahre her.

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Buchbesprechung: Elin Lindell „Der süßeste Bruder der Welt … und andere Irrtümer“

Cover: Elin Lindell „Der süßeste Bruder der Welt … und andere Irrtümer“Lesealter 12+(Klett Kinderbuch 2025, 136 Seiten)

Ich hinke etwas hinterher, denn die Graphic Novel von Elin Lindell ist bereits im Februar 2025 erschienen und hat auch schon einige Auszeichnungen bekommen (sie war bei den Besten 7 gelistet und wurde im Juni von DIE ZEIT und Radio Bremen für den Luchs des Monats ausgewählt). Aber gute Bücher kann man natürlich auch ein paar Monate später noch mal in Erinnerung rufen, zumal es ja nicht jedermann mitbekommt, wenn die oben genannten Medien Bücher vorstellen oder prämieren.

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Buchbesprechung: Salah Naoura „Der Junge, der auf ein Haus stieg“

Cover: Salah Naoura „Der Junge, der auf ein Haus stieg“Lesealter 11+(Beltz&Gelberg-Verlag 2025, 109 Seiten)

Von knapp 600 Seiten bei Neal Shustermans „All Better Now“ auf knapp über 100 bei dem neuen Kinderbuch von Salah Naoura – wie schnell hatte ich das Buch doch im Vergleich zu Shustermans Dystopie durch … 14 Jahre ist es übrigens her, dass ich ein Buch von Salah Naoura, dem in Berlin geborenen Autor, gelesen habe, und ich kann mich noch gut an „Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums”, weil es eine richtig witzig erzählte Geschichte war. „Der Junge, der auf ein Haus stieg“ ist ein etwas ernsteres Buch – das sei schon mal verraten.

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Buchbesprechung: Maryam Master „Wort für Wort“

Cover: Maryaam Master „Wort für Wort“Lesealter 11+(WooW Books 2025, 228 Seiten)

Auf der Coverabbildung links sieht man nicht so richtig, dass die Buchstaben beim gedruckten Buch gold schimmern; wer genau hinschaut, bemerkt jedoch, dass darauf auch arabische Schriftzeichen zu finden sind. Das hat natürlich seinen Grund. Wenn man weiß, dass Maryam Master in Teheran (Iran) geboren wurde und nach der iranischen Revolution als 9-Jährige mit ihrer Familie nach Australien geflohen ist und dort aufgenommen wurde, kann man sich schon etwas mehr zusammenreimen. Und in der Tat: Auch im Buch kommt ein Kind vor, das aus dem Iran flüchten musste.

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Buchbesprechung: Andreas Langer „They Are Everywhere“

Cover: Andreas Langer „They Are Everywhere“Lesealter 14+(Überreuter-Verlag 2025, 345 Seiten)

Der Titel „They Are Everywhere“ klingt doch irgendwie gleich nach einem Science-Fiction-Buch – doch während man sich da vielleicht Außerirdische vorstellt, die die Erde überrennen, geht es dann doch um etwas anderes: um unsere Welt, die aus anderen Gründen außer Kontrolle gerät (dazu gleich mehr). Andreas Langer hatte für sein Kinderbuch „Schneekinder“, das ich nicht gelesen habe, das Kranichsteiner Kinder- und Jugendliteraturstipendium für Nachwuchstalente im deutschen Sprachraum bekommen. Der vorliegende Roman ist meines Wissens sein erstes Buch für ältere Leser/innen.

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