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Bestenliste (4 Punkte)

Buchbesprechung: Ilona Hartmann „Klarkommen“

Cover: Ilona Hartmann „Klarkommen“Lesealter 16+(park x bei Ullstein 2024, 188 Seiten)

Wo ich schon bei der letzten Buchbesprechung in den fremden Gefilden der Erwachsenliteratur gewildert habe, konnte ich nicht widerstehen, aus meinem Lesestapel gleich noch einmal ein nicht als Jugendbuch veröffentlichtes Buch herauszupicken. Auf „Klarkommen“, Ilona Hartmanns zweiten Roman, bin ich durch eine Rezension im Internet aufmerksam geworden und fand die Beschreibung – sagen wir mal – interessant. Das Cover dagegen hätte mich nicht zum Lesen bewegen können: unscharfes Foto, schlecht belichtet, sehr dunkel … – aber das ist wohl Programm und passt irgendwie auch zum Buch.

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Buchbesprechung: Lize Spit „Der ehrliche Finder“

Cover: Lize Spit „Der ehrliche Finder“Lesealter 16+(Fischer-Verlag 2024, 125 Seiten)

Dass „Der ehrliche Finder“ kein Jugendroman ist, sieht man eigentlich schon am Cover. Er wurde auch im Erwachsenenprogramm des Fischer-Verlags veröffentlicht. Lize Spit ist Belgierin und schreibt auf Niederländisch. Nachdem sie für eine Erzählung mit einem Nachwuchspreis ausgezeichnet worden war, erschien drei Jahre später ihr Debütroman „Und es schmilzt“, der hoch gelobt wurde, den ich aber nicht kenne. Aufmerksam bin ich auf „Der ehrliche Finder“ geworden, weil das Buch von zwei Jungen handelt und in einer Rezension durchaus als Buch für Jugendliche gehandelt wurde. Ein guter Grund, sich also mal wieder im Grenzbereich zwischen Erwachsenen- und Jugendliteratur umzuschauen …

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Buchbesprechung: R. J. Palacio „Pony“

Cover: R. J. Palacio „Pony“Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2024, 287 Seiten)

Ich muss gestehen, dass ich „Wunder“, das viel beachtete Debüt von R. J. Palacio, an mir vorbeiziehen habe lassen. Auch „White Bird“, den folgenden Roman der Autorin, habe ich nicht gelesen, obwohl er mich mit seiner Beschreibung mehr als „Wunder“ interessiert hätte. Doch nun, beim dritten Kinder-/Jugendbuch der amerikanischen Verlegerin und Schriftstellerin, die in New York, lebt, hat es schließlich doch noch geklappt. Und was in „Pony“ auf einen wartet, ist eine wirklich ganz eigensinnige Geschichte – das sei schon mal verraten …

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Buchbesprechung: Pei-yun Yu & Jian-xin Zhou „Tsai Kun-lin – Ein neues Leben“

Cover: Pei-yun Yu & Jian-xin Zhou „Tsai Kun-lin – Ein neues Leben“Lesealter 14+(Baobab-Verlag 2024, 171 Seiten)

Ein ganzes Leben in einer Graphic Novel festzuhalten (in diesem Fall in vier Bänden), ist ein ehrgeiziges Projekt. Ihm haben sich Pei-yun Yu (Text) und Jian-xin Zhou (Illustration) aus Taiwan verschrieben, und nun liegt Band 3 vor, in dem das Leben des bekannten taiwanesischen Menschenrechtlers Kun-lin nach einer weiteren Wendung beschrieben wird. Taiwan? Ja, für uns ist das eine ganz andere Welt, zudem eine, die schon länger angesichts der immer massiver werdenden Gebietsansprüche, die China erhebt, bedroht ist.

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Buchbesprechung: Filiz Penzkofer „Alles im Grünen oder Wie ich die Kette der Beschissenheit durchbrach“

Cover: Filiz Penzkofer „Alles im Grünen oder Wie ich die Kette der Beschissenheit durchbrach“Lesealter 15+(Rowohlt Rotfuchs 2024, 220 Seiten)

Manchmal rentiert es sich doch, sich vorab ein bisschen über Autor und/oder Buch zu informieren. Ich war lange davon ausgegangen, dass Filiz ein Männername ist; erst als das Buch gelesen war, habe ich mitbekommen, dass Filiz Penzkofer eine Frau ist. An der Leseerfahrung ändert das freilich nichts … Filiz Penzkofer ist laut Wikipedia eine deutsch-türkische Autorin, Journalistin und Theaterpädagogin. Ihre frühere Radio-Kolumne „Türkische Gerichte mit Geschichten“ im Bayerischen Rundfunk war bekannt, ist aber an mir vorbeigegangen – allerdings höre ich auch selten Radio.

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Buchbesprechung: Maja Ilisch „Unten“

Cover: Maja Ilisch „Unten“Lesealter 10+(Dressler-Verlag 2023, 301 Seiten)

Mit der Besprechung von „Unten“ bin ich recht spät dran, denn das Kinderbuch ist schon vor einem Jahr erschienen. Das ist angesichts des Neuerscheinungstakts, den die Verlage haben, schon fast Lichtjahre entfernt. Aber als ich neulich vor meinem Stapel ungelesener Bücher stand, um die nächste Lektüre auszuwählen, hat mich der Kinderroman angelacht. Gehört hatte ich vorher einiges über das Buch, das nur einem Haus in verschiedenen Stockwerken spielt – letztendlich hab ich mir allerdings etwas völlig anderes vorgestellt, als ich dann bekommen habe.

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Buchbesprechung: Johanna Selge & Max Hillerzeder „Auf und ab“

Cover: Johanna Selge & Max Hillerzeder „Auf und ab"Lesealter 14+(Hogrefe-Verlag 2023, 120 Seiten)

Dass dieses Buch hier besprechen wird, ist in doppelter Weise ungewöhnlich: Zum einen gibt es hier nur ab und zu Besprechungen von Graphic Novels, zum anderen kaum Rezensionen von Sachbüchern. Und unterm Strich ist „Auf und ab“, das den Untertitel „Psychische Krisen ausbremsen“ trägt, eindeutig ein Sachbuch, auch wenn der Teil mit der Graphic Novel, der nicht ganz 80 Seiten umfasst, eine Geschichte erzählt. Worum es geht? Das sagt der Untertitel bereits, wobei der Schwerpunkt der Graphic Novel auf den Bereichen Depression und Ängste liegt. (mehr …)

Buchbesprechung: Katya Balen „October, October“

Cover: Katya Balen „October, October“Lesealter 11+(Hanser-Verlag 2023, 215 Seiten)

Warum nicht gleich damit rausrücken? Ich frage mich, wie man einem Buch ein so dermaßen kitschiges Cover geben kann … Wer die Geschichte kennt, stellt sich die Hauptfigur jedenfalls ganz sicher anders vor; dass sie so gestriegelt vor einem Baum sitzt und mit elfengleichen Zügen nach vorne guckt, passt einfach überhaupt nicht. Warum ich das Buch trotzdem gelesen habe? Mir wurde gesagt, dass Inhalt und Cover nicht zusammenpassen. Und das kann ich nach der Lektüre zumindest schon mal bestätigen.

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Buchbesprechung: Juliane Pickel „Rattensommer“

Cover: Juliane Pickel „Rattensommer“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg 2023, 252 Seiten)

Mit dem Manuskript von „Krummer Hund“ hat Juliane Pickel 2021 mit dem Gewinn des Peter-Härtling-Preises das erste Mal auf sich aufmerksam gemacht. Im Jahr 2022 folgte für die Autorin das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium. Es lief also gut an. Und dieses Jahr ist dann „Rattensommer“, Juliane Pickels zweiter Jugendroman, erschienen. Zwar könnte man Juliane Pickel damit noch als eine Newcomerin bezeichnen, mit ihrem Geburtsjahrgang 1971 ist das aber eine Besonderheit. Die meisten Autor/inn/en schreiben ihre ersten veröffentlichten Bücher in etwas früheren Jahren – aber ich finde es gut, dass es so was gibt.

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Buchbesprechung: Kathrin Schrocke „Weiße Tränen“

Cover: Kathrin Schrocke „Weiße Tränen“Lesealter 13+(mixtvision-Verlag 2023, 214 Seiten)

Ziemlich lange ist es her, dass ich von Kathrin Schrocke ein Buch gelesen habe: Es war 2010, als ich „Freak City“ besprochen habe. Erst dachte ich, dass das seit langem wieder mal ein Jugendroman von ihr ist – aber nach kurzer Recherche war klar, dass Kathrin Schrocke in den letzten Jahren Bücher veröffentlicht hat. Nicht viele, aber ein paar – an mir sind sie jedoch anscheinend vorbeigegangen. „Weiße Tränen“ hat – das sei vorab gesagt – ein heißes Thema, das man aus Cover und Titel erschließen kann: Es geht um Rassismus.

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Buchbesprechung: Davide Morosinotto „Time Shifters“

Cover: Davide Morosinotto „Time Shifters“Lesealter 14+(Thienemann-Verlag 2023, 407 Seiten)

Der Italiener Davide Morosinotto hat schon einige ganz besondere Kinder- und Jugendromane geschrieben – moderne Abenteuerromane wie sein Debüt „Die Mississippi-Bande“, das noch dazu ansprechend illustriert ist. „Time Shifters“ ist dagegen etwas ganz anderes: ein Science-Fiction-Roman. Im Nachwort schreibt Davide Morosinotto, dass er seit Kinderjahren ein Science-Fiction-Fan ist, was ich durchaus verstehen kann. Gute Zukunftsromane fand ich schon immer spannend und interessant, und ich würde mir da auch mehr Jugendromane wünschen.

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Buchbesprechung: Martin Muser „Weil.“

Cover: Martin Muser „Weil.“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2023, 123 Seiten)

Also einen besonders stilvollen Buchumschlag hat „Weil.“ (die Schreibung mit dem Punkt am Ende ist Absicht) ja schon – das fällt einem sofort auf, wenn man das Buch in der Hand hält: grauer Karton, darauf ein symbolisierter Zauberwürfel wie mit ausgeschnittenen Kartoffeln aufgedruckt, schließlich noch der Name des Autors und Buchtitel – neben dem Grau alles Gedruckte in Rostbraun. Ich mag solche Cover, die sich aus der Masse abheben und ein großes Gespür für Design erkennen lassen. Ob die Buchstory da mithalten kann, wird zu sehen sein …

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