Jugendbuchtipps.de

ab 14/15 Jahren

Buchbesprechung: Dirk Pope „Still!“

Cover: Dirk Pope „Still!“Lesealter 13+(Hanser-Verlag 2020, 189 Seiten)

Einen interessanten Werdegang hat Dirk Pope: Über zehn Jahre war er in der Werbebranche tätig, um dann doch noch Lehrer für Sport und Deutsch zu werden – sozusagen ein spät berufener Lehrer. Und auch mit dem Bücherschreiben hat er wohl spät begonnen, denn „Still!“ ist sein dritter Jugendroman. Mit dem für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Vorgänger „Abgefahren“ war ich nicht warmgeworden und habe das Buch nach 50 Seiten zur Seite gelegt – vielleicht etwas vorzeitig. Bei „Still!” habe ich aber durchgehalten …

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Buchbesprechung: Stephan Knösel „Panic Hotel“

Cover: Stephan Knösel „Panic Hotel“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2020, 126 Seiten)

Für seine ersten beiden Jugendbücher („Echte Cowbows“ und „Jackpot“) hat Stephan Knösel einige Auszeichnungen bekommen – beide Romane hatte ich gelesen und fand sie gut. Danach hat sich allerdings für mich die Spur von Stephan Knösel verloren, bis ich vor einigen Wochen gesehen habe, dass es ein neues Buch des Autors aus München gibt. „Panic Hotel“ kann man als Dystopie bezeichnen, denn darin wird eine nicht allzu ferne düstere Zukunftsvision gezeichnet.

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Buchbesprechung: Tamara Bach „Sankt Irgendwas“

Cover: Tamara Bach „Sankt Irgendwas“Lesealter 14+(Carlen-Verlag 2020, 124 Seiten)

Im Ein- bis Zweijahresabstand gab es die letzten Jahre Jugendbücher im Knapp-über-100-Seiten-Format von Tamara Bach – nur letztes Jahr kam etwas anderes: Da veröffentlichte die in Berlin lebende Autorin ein Kinderbuch von etwas größerem Umfang: „Wörter mit L“. „Sankt Irgendwas“, der neue Roman, handelt von einer Klassenfahrt, bei der einiges schiefläuft. Und so, wie schon der Titel auffällig ist, kann man bei Tamara Bach auch erwarten, dass einen beim Sprachstil wieder etwas Besonderes erwartet.

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Buchbesprechung: Martin Schäuble „Sein Reich“

Martin Schäuble „Sein Reich“Lesealter 13+(Fischer KJB 2020, 237 Seiten)

Rechter Nationalismus und Verschwörungstheorien sind zwar Themen, die in Politik und Gesellschaft diskutiert werden, wo es immer wieder beängstigende Nachrichten gibt; in der Jugendliteratur werden sie aber – das ist mein Eindruck – eher selten aufgegriffen. Ausnahmen gibt es natürlich. Martin Schäuble, der sich schon in „Black Box Dschihad“ damit beschäftigt hat, wie Jugendliche zum Terrorismus geführt werden, greift in seinem neuen Jugendroman die beiden Themen auf. Ein Jugendlicher wird damit konfrontiert, als er seinen Vater in den Ferien besucht.

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Buchbesprechung: Johannes Herwig „Scherbenhelden“

Cover: Johannes Herwig „Scherbenhelden“Lesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2020, 269 Seiten)

Den Debütroman „Bis die Sterne zittern“ von Johannes Herwig, der gleich von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, habe ich nicht gelesen. Und auch bei „Scherbenhelden“ habe ich etwas gezögert, weil mich die Inhaltszusammenfassung nicht so ganz angesprochen hat. Leipzig als Schauort in den Jahren kurz nach DDR und Probleme mit Neonazis – das hat bei mir nicht so richtig gezogen … Dass ich mich darüber hinweggesetzt habe, darüber bin ich nun doch sehr froh, denn „Scherbenhelden” ist ein absolut lesenswerter Jugendroman.

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Buchbesprechung: Karen M. McManus „One of us is next“

Cover: Karen M. McManus „One of us is next“Lesealter 14+(cbj 2020, 443 Seiten)

One of us is lying“ hieß der erste ins Deutsche übersetzte Roman der Amerikanerin Karen M. McManus, und der packenede Psychothriller wurde von der Jugendjury gleich für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert – als bestes Buch ausgewählt wurde er dann allerdings nicht … Die Namensähnlichkeit im Titel des neuen Jugendromans ist nicht zufällig: „One of us is next“ spielt an der gleichen Highschool, einigen Figuren aus dem ersten Buch begegnet man wieder, der Jugendroman hat außerdem wieder den Anspruch, spannend zu sein; allerdings spielt er ein gutes Jahr später.

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Buchbesprechung: KIM Ryeo-Ryeong „Eins zwei. Eins zwei drei.“

Cover: Kim Ryeo-Ryeong „Eins zwei. Eins zwei drei.“Lesealter 14+(Baobab-Verlag 2020, 203 Seiten)

Korea ist ein Land, über das wahrscheinlich nicht nur ich eher wenig weiß. Natürlich kenne ich so ein paar Grundbegebenheiten (darunter die Teilung in Nord- und Südkorea), auch ein paar Filme aus Südkorea habe ich gesehen, sie sind mir allerdings immer fremd geblieben. Der Baobab-Verlag ist dafür bekannt, dass er ursprüngliche Bücher aus fernen fremden Ländern veröffentlicht, darunter immer wieder auch mal Jugendromane. „Eins zwei. Eins zwei drei“ von der Südkoreanerin KIM Ryeo-Ryeong ist einer davon.

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Buchbesprechung: Michael Belanger „254 Tage mit Jane Doe“

Cover: Michael Belanger „254 Tage mit Jane Doe“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2020, 341 Seiten)

„254 Tage mit Jane Doe“ ist mal wieder ein Debüt, und Michael Belanger sieht auf dem Pressefoto, das der Carlsen-Verlag bereitstellt, noch sehr jung aus; jünger, als er wahrscheinlich ist. Auf der Webseite zum Buch steht unter der Inhaltsangabe übrigens eine etwas seltsame Notiz: „Trigger-Warnung: suizidales Verhalten“ – was das zu bedeuten hat, würde ich gerne mal wissen. Klar, es geht in Michael Belangers Buch um Depressionen und Suizid – aber auf den Hinweis „Trigger-Warnung“ kann ich mir keinen rechten Reim machen.

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Buchbesprechung: Neal Shusterman „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten“

Cover: Neal Shusterman „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten“Lesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2019, 604 Seiten)

Ich hatte mir Band 3 der „Scythe“-Trilogie von Neal Shusterman noch etwas aufgehoben – aber nun ist er gelesen. Der zweite Band war wirklich ein herausragendes Buch, und wer die „Scythe“-Bücher noch nicht kennt: Sie erzählen eine eigenwillige Story, eine Zukunftsgeschichte, die eigentlich als Utopie gedacht war, aber irgendwie doch viel davon handelt, wie die Menschen weiterhin Schlimmes tun. Sie streben danach, ihre Macht zu vergrößern und sie auszunutzen, es gibt Verfolgungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen u. v. m. Wie Band 3 die Geschichte um Rowan und Citra (alias Scythe Anastasia) zu Ende bringt, darauf war ich sehr gespannt.

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Buchbesprechung: Anna Benning „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“

Cover: Anna Benning „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“Lesealter 14+(Fischer-Verlag 2020, 477 Seiten)

Ein hübsches, verwegen und geheimnisvoll guckendes Mädchen auf dem Cover, darunter eine Wolkenkratzer-Silhouette – Anna Bennings Debütroman ziert ein Cover, das sicher viele jugendliche Leser anspricht. Hinzu kommt, dass der Buchschnitt von „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“ lila ist. Auch damit fällt das Buch auf. Was man in der Hand hält, ist eine Mischung aus Zukunfts- und Fantasy-Roman, und das vorliegende Buch ist der erste Band einer Trilogie, deren zweiter Band im Herbst dieses Jahres folgen soll.

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Buchbesprechung: Jason Reynolds „Long way down“

Cover: Jason Reynolds „Long way down“Lesealter 14+(dtv 2019, 314 Seiten)

Hat nicht erst letztes Jahr ein Versroman (für mich überraschenderweise) den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen? Es war Steven Herricks „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“. Ich habe mich jedenfalls gewundert, dass mit „Long way down“ nun schon wieder ein Versroman auf der Nominierungsliste für den diesjährigen Jugendliteraturpreis steht. Jason Reynolds ist ansonsten inzwischen ja ein alter Bekannter – bereits vier Bücher von ihm wurden hier besprochen. Doch dass er in Versen schreibt, ist neu. Und ein dickes Lob schon mal für das Cover, das ich wirklich grandios finde.

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Buchbesprechung: Erin Jade Lange „Firewall“

Cover: Erin Jade Lange „Firewall“Lesealter 14+(Magellan-Verlag 2020, 347 Seiten)

Die beiden bisher auf Deutsch erschienenen Bücher von Erin Jade Lange habe ich beide gelesen: „Butter“ ein Buch, in dem es ebenfalls schon die Gefahren von sozialen Netzwerken geht, und „Halbe Helden“. Gefallen haben mir beide, wobei der zweitgenannte Jugendroman noch mal besser war. Nun, einige Jahre später – Erin Jade Lange ist inzwischen Mutter von Zwillingsmädchen – ist der dritte Jugendroman der amerikanischen Autorin erschienen. Kleine Randnotiz: Auf das am Coverbild angedeutete MacBook statt einem Apple-Logo den Magellan-Walfisch abzubilden, finde ich eine witzige Idee.

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