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ab 14/15 Jahren

Buchbesprechung: Nils Mohl „Henny & Ponger“

Cover: Nils Mohl „Henny & Ponger“Lesealter 14+(Mixtvision-Verlag 2020, 202 Kapitel, ca. 320 Seiten)

Ein seltsamer Buchtitel, ein eigenartiges Cover mit auffälliger Farbgebung bei der Titelschrift – das war das Erste, was mir aufgefallen ist, als ich Nils Mohls neues Buch in den Händen gehalten habe. Lange habe ich auf einen neuen Roman des Hamburger Autors gewartet, nachdem Band 3 der Stadtrand-Trilogie 2016 erschienen ist. Zwischenzeitlich war „An die, die wir nicht werden wollen: Eine Teenager-Symphonie“ erschienen, ein Buch, mit dem ich mich schwergetan habe und das ja irgendwie auch kein Roman ist. Ob meine hohen Erwartungen an „Henny & Ponger“ erfüllt wurden, das war eine spannende Frage …

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Buchbesprechung: Lise Villadsen „Sowas wie Sommer, sowas wie Glück“

Cover: Lise Villadsen „Sowas wie Sommer, sowas wie Glück“Lesealter 14+(Oetinger-Verlag 2022, 250 Seiten)

Geht es nur mir so, dass ich bei dem Cover eher an ein Kinderbuch als an einen Jugendroman denke? Mir ist die Zeichnung zu kindlich gehalten … Hätte ich nicht irgendwo etwas über das Jugendbuch gelesen, wäre es mir wohl nicht aufgefallen, und im Buchladen hätte ich wohl daran vorbeigeguckt. Gut, dass man manchmal auf anderem Weg auf ein Buch aufmerksam wird. „Sowas wie Sommer, sowas wie Glück“ ist übrigens der Debütroman der 1985 geborenen Dänin Lise Villadsen. Es kommt ja nicht oft vor, dass man Jugendromane aus Dänemark liest …

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Buchbesprechung: Alison McGhee „Nachrichten von Micah“

Cover: Alison McGhee „Nachrichten von Micah“Lesealter 14+(dtv 2020, 246 Seiten)

Auf die Amerikanerin Alison McGhee dürften einige Leser/innen erst aufmerksam geworden sein, als sie im Frühjahr mit „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ doppelt auf der Nominierungsliste des Deutschen Jugendliteraturpreises zu finden war – bei Kritiker- und Jugendjury. Ich war erstaunt, aber das Buch ist ein kleines Meisterwerk und hat die zweifache Nominierung verdient. Viele Jahre vorher hatte ich mich nicht mit allen Büchern der Autorin anfreunden können, aber nun war ich nach dem Vorgängerbuch doch auf den neuen Jugendroman von Alison McGhee gespannt.

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Buchbesprechung: Neal & Jarrod Shusterman „Roxy – ein kurzer Rausch, ein langer Schmerz“

Cover: Neal & Jarrod Shusterman „Roxy“Lesealter 15+(Sauerländer-Verlag 2022, 439 Seiten)

Neal Shusterman baut mit seinen Söhnen Jarrod und Brendan fast so etwas wie ein kleines Autorenimperium auf. Mit Jarrod zusammen hat er bisher „Dry“, einen wirklich gekonnten Thriller über eine Wasserkrise geschrieben, mit Brendan hat er für „Kompass ohne Norden“ schon von der Jugendjury den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen. Dass Neal Shusterman, ob allein oder mit seinen Söhnen, keinen Erfolg hat (zumal er „Game Changer“ auch schon an Netflix verkauft hat), kann man nicht behaupten. Mit „Roxy“ haben er und Jarrod sich wieder eines brisanten Themas angenommen.

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Buchbesprechung: Alina Bronsky „Schallplattensommer“

Cover: Alina Bronsky „Schallplattensommer“Lesealter 15+(dtv 2022, 190 Seiten)

Es ist ganz schön lange her, dass ich ein Buch von Alina Bronsky gelesen habe. Es war im Herbst 2013, und zwar „Nenn mich einfach Superheld“. Ziemlich genau fünf Jahre davor war ich das erste Mal auf die aus Russland stammende, später in Deutschland aufgewachsene Autorin gestoßen: als ihr Debütroman „Scherbenpark“, obwohl nicht als Jugendbuch veröffentlicht, für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde (den Preis hat damals jedoch Kevin Brooks „The Road of the Dead“ erhalten).

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Buchbesprechung: Julya Rabinowich „Dazwischen: Wir“

Cover: Julya Rabinowich „Dazwischen: Wir“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2022, 255 Seiten)

„Dazwischen: Ich“ war auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle aus Syrien der meines Wissens erste Jugendroman, der sich intensiv damit auseinandergesetzt hat, wie es einem Flüchtlingsmädchen geht, das nach Mitteleuropa kommt. Seitdem sind 5-einhalb Jahre vergangen, und mit „Dazwischen: Wir“ erzählt Julya Rabinowich die Geschichte von Madina weiter – allerdings nicht fünf Jahre, sondern ein Jahr später. Dass der Roman durch den Ukraine-Krieg und die Flüchtlinge aus der Ukraine eine ganz neue und schlimme Aktualität bekommt, war beim Entstehen nicht zu ahnen …

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Buchbesprechung: Dhonielle Clayton, Tiffany D. Jackson, Nic Stone, Angie Thomas, Ashley Woodfolk & Nicola Yoon „Blackout“

Cover: „Blackout"Lesealter 14+(cbj-Verlag 2021, 286 Seiten)

Bei „Blackout“ handelt es sich um ein ungewöhnliches Buchprojekt; denn sechs schwarze Autorinnen aus den USA haben sich während der Corona-Pandemie zusammengetan und gemeinsam ein Buch geschrieben. In Deutschland bekannt sind vor allem Angie Thomas, Nic Stone und Nicola Yoon. Von der letztgenannten Autorin wollte ich schon lange mal ein Buch lesen, bin aber bisher noch nie dazugekommen. Jetzt ist es immerhin schon mal eine Erzählung von ihr geworden.

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Buchbesprechung: Lauren Oliver „Broken Things – Alles nur (k)ein Spiel“

Cover: Lauren Oliver „Broken Things – Alles nur (k)ein Spiel“Lesealter 15+(dtv 2021, 397 Seiten)

Die New Yorkerin Lauren Oliver ist bekannt für ihre eher dicken Jugendromane. Ich glaube, bisher habe ich von ihr immer nur gebundene Bücher gelesen; ihr neuer Roman ist allerdings als Klappenbroschur erschienen. Was das deutsche Cover angeht, ist sie diesmal nicht gerade gewürdigt worden – also wenn ich Lauren Oliver nicht schon kennen und schätzen würde, hätte ich aufgrund des Covers nicht den Wunsch verspürt, das Buch in die Hand zu nehmen, sondern wäre im Buchladen glatt daran vorbeimarschiert …

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Buchbesprechung: Kirsten Miller „Hörst du, wie der Himmel singt?“

Cover: Kirsten Miller „Hörst du, wie der Himmel singt?“Lesealter 15+(Baobab-Verlag 2021, 279 Seiten)

Der Baobab-Verlag bringt wenige Bücher pro Jahr heraus, und nicht immer sind Jugendromane dabei. Wenn sich unter den Neuerscheinungen jedoch ein Jugendbuch befindet, schaue ich es mir gerne an – denn zum Programm von Baobab gehört es, ursprüngliche Literatur aus anderen Ländern, die es nicht in andere Verlagsprogramme schafft, herauszugeben. Kisten Millers Roman spielt in Südafrika, wo die Autorin auch lebt; und es geht um zwei Jugendliche, die plötzlich auf sich allein gestellt sind und sich durchkämpfen müssen.

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Buchbesprechung: Neal Shusterman „Game Changer“

Cover: Neal Shusterman „Game Changer“Lesealter 14+(Fischer/Sauerländer-Verlag 2021, 399 Seiten)

Mit Neal Shusterman – das sei vorweg gesagt – verbindet mich etwas Besonderes: Auf seiner letzten Lesereise vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich in Würzburg eine Lesung mit ihm und seinem Sohn Brendan moderiert – beide waren wegen der anstehenden Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises in Deutschland (und haben ihn für „Kompass ohne Norden“ dann am übernächsten Tag auch bekommen). Jedenfalls hat Neal Shusterman damals auf meine Frage, an was er derzeit arbeite, mit einer kurzen Zusammenfassung von „Game Changer“ geantwortet. Lange hat es gedauert, bis das Buch nun erschienen ist.

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Buchbesprechung: Kevin Brooks „Bad Castro“

Cover: Kevin Brooks „Bad Castro“Lesealter 15+(dtv-Verlag 2021, 203 Seiten)

Den Takt, mit dem Kevin Brooks früher Jugendromane veröffentlicht hat, hat er die letzten Jahre nicht mehr gehalten. Aus dem jährlichen Rhythmus sind inzwischen eher zwei bis drei Jahre geworden – „Deathland Dogs“, das letzte Jugendbuch, ist im Frühjahr 2019 erschienen. Allerdings hat meine früher sehr große Begeisterung angesichts der Romane in den letzten Jahren auch etwas gelitten. Für meinen Geschmack waren die Jahre um 2010 die mit den besten Büchern von Kevin Brooks. Trotzdem ist ein neuer Kevin Brooks – in diesem Fall mit dem ungewöhnlichen Titel „Bad Castro“ – für mich Pflicht.

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Buchbesprechung: Lisabeth Posthuma „Baby & Solo“

Cover: Lisabeth Posthuma „Baby & Solo“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2021, 424 Seiten)

„Baby & Solo“ – was für ein Titel. Klingt irgendwie nach Liebesgeschichte, aber das entspricht mitnichten dem Hauptthema des Jugendromans … Die außer dem Jungen und dem Mädchen zu sehende Filmrolle gibt ein weiteres Puzzleteil zum Inhalt Preis – aber letztendlich steht etwas anderes im Mittelpunkt. Dazu gleich mehr. Über die Autorin Lisabeth Posthuma ist nicht viel bekannt: Sie lebt in Michigan, hat als Lehrerin, Fotografin gearbeitet, in einer Videothek gejobbt (was für den Roman von Bedeutung ist) und der hier vorliegende Roman ist ihr Jugendbuchdebüt …

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