Jugendbuchtipps.de

ab 14/15 Jahren

Buchbesprechung: Elisabeth Steinkellner „Esther und Salomon“

Cover: Elisabeth Steinkellner „Esther und Salomon“Lesealter 14+(Tyrolia-Verlag 2021, 334 Seiten)

Elisabeth Steinkellner hat in den letzten Jahren einige ganz besondere Jugendbücher geschrieben – besonders beeindruckend fand ich „Papierklavier“, bei dem ich nach wie vor sehr gespannt bin, ob es am Ende als eines der sechs für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Jugendbüchern das Rennen macht. Die Nominierung hat es in jedem Fall verdient. Mit ihrem neuen Buch setzt die Österreicherin fort, was sie in Papierklavier begonnen hat: weg vom Epischen hin zum sprachbewussten Schreiben; denn „Esther und Salomon“ ist ein Versroman.

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Buchbesprechung: Susin Nielsen „Optimisten sterben früher“

Cover: „Optimisten sterben früher“Lesealter 14+(Verlag Urachhaus 2021, 255 Seiten)

„Adresse unbekannt“ hieß das erste in Deutsche übersetzte Buch der Kanadierin Susin Nielsen – und das erzählte eine temporeiche, mitunter immer wieder witzige Geschichte über einen Jungen, der mit seiner Mutter von Obdachlosigkeit bedroht in einem VW-Bus lebt. Susin Nielsens neuestes Buch wendet sich an etwas ältere Leser/innen – auch wenn das Cover, das mir persönlich nicht so gefällt, das vielleicht gar nicht vermuten lässt. Der Titel aber hat zumindest mein Interesse geweckt …

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Buchbesprechung: Juliane Pickel „Krummer Hund“

Cover: Juliane Pickel „Krummer Hund“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg 2021, 259 Seiten)

Der Peter-Härtling-Preis ist einer der renommiertesten Jugendbuchpreise in Deutschland; er wird allerdings – anders als andere Preise – für nicht veröffentlichte Manuskripte vergeben, und zwar alle zwei Jahre. Das Siegerbuch erscheint dann bei Beltz & Gelberg als Buch. Gabi Kreslehner oder Martina Wildner sind vergangene Preisträgerinnen, die durch den Preis als Autorinnen eine erste Aufmerksamkeit bekommen haben und dann bekannt wurden. In diesem Jahr ging der Preis an Juliane Pickel, die mit den nun erschienenen Jugendbuch „Krummer Hund“ ihr Debüt gibt.

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Buchbesprechung: Dirk Reinhardt „Perfect Storm“

Cover: Dirk Reinhardt „Perfect Storm“Lesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2021, 398 Seiten)

Train Kids“, das vor sechs Jahren erschienen ist, war nicht der erste Jugendroman von Dirk Reinhardt, aber das Buch, mit dem ich ihn als Autor kennengelernt habe. Das gut recherchierte Buch über Flüchtlingskinder in Mittelamerika, die in die USA wollen, war nicht nur spannend, sondern hatte ein brisantes Thema. Der folgende Roman „Über die Berge und über das Meer“ schilderte die Flucht von Jugendlichen aus Afghanistan – ebenfalls ein packender und politisch motivierter Roman. In „Perfect Storm“ – das gleich vorweg – geht es um etwas ganz anderes. Computeraffine Leser/innen dürfen sich freuen …

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Buchbesprechung: Alison McGhee „Wie man eine Raumkapsel verlässt“

Cover: Alison McGhee „Wie man eine Raumkapsel verlässt“Lesealter 14+(dtv 2021, 205 Seiten)

Wer Bücher von Alison McGhee kennt, dürfte ahnen, dass ihr neuester auf Deutsch erschienener Jugendroman kein Science-Fiction-Buch ist – das wäre doch eher ungewöhnlich … Nein, der Titel ist metaphorisch gemeint, denn der Roman handelt von zwei Jugendlichen, die beide Traumatisches erlebt haben – und sich deswegen so fühlen, als würden sie in eine Raumkapsel eingesperrt sein. Wie sie versuchen, die schlimmen Erlebnisse hinter sich zu lassen, damit zu leben, davon handelt das Buch der amerikanischen Autorin.

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Buchbesprechung: Philip Kerr „1984.4“

Cover: Philip Kerr „1984.4“Lesealter 15+(Rowohlt rotfuchs 2021, 309 Seiten)

2018 ist der britische Autor Philip Kerr, der vor allem Erwachsenen-Thriller, aber auch einige Jugendromane geschrieben hat, gestorben. „1984.4“ ist somit posthum erschienen, und Grundlage ist ein Manuskript, das er 2015 verfasst hat, das aber damals nicht veröffentlicht wurde. Christiane Steen, Programmleiterin beim Rowohlt-Verlag, hat es nun aus der Schublade gezogen und das Buch herausgegeben. Der Titel „1984.4“ erinnert nicht zufällig an Georg Orwells Roman „1984“ – Philip Kerr schildert in seinem Buch eine parallele Zukunftsvision, die sich in manchem an das Vorbild anlehnt, aber auch einiges anders macht.

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Buchbesprechung: Kirsten Boie „Dunkelnacht“

Cover: Kirsten Boie „Dunkelnacht“Lesealter 15+(Oetinger-Verlag 2021, 111 Seiten)

Kann es denn sein, dass ich hier noch nie ein Buch von Kirsten Boie besprochen habe? Ja, es stimmt – gelesen habe ich jedoch einige. Da die Hamburger Autorin viele Kinderbücher schreibt, sind sie mir vor allem beim Vorlesen für meine Tochter begegnet. Und bevor es Jugendbuchtipps.de gab, hat mich „Nicht Chicago, nicht hier“ beeindruckt und nachdenklich zurückgelassen – ein Klassiker der Jugendliteratur über Mobbing. Mit „Dunkelnacht“ hat Kirsten Boie eine düstere Begebenheit, die am Ende des Zweiten Weltkriegs wirklich passiert ist, aufgegriffen – damit nicht vergessen wird, was damals für schlimme Dinge geschehen sind …

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Buchbesprechung: Michael Gerard Bauer „Dinge, die so nicht bleiben können“

Cover: Michael Gerard Bauer „Dinge, die so nicht bleiben können“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2021, 222 Seiten)

2007 und 2008 habe ich Bücher von Michael Gerard Bauer gelesen – seitdem nicht mehr. Ganz schön lange her … „Nennt mich nicht Ismael!“, nach „Running man“ das zweite Jugendbuch des australischen Autors, ist inzwischen in den Kanon beliebter Deutschlektüren aufgestiegen. Und noch jetzt, 13 Jahre später, muss ich an die gelungene Szene darin denken, wie eine Lehrerin einen Mobbing-Täter bloßstellt. Michael Gerard Bauers neuer Roman hat ebenfalls ein grandioses Kapitel, wie zu sehen sein wird – allerdings weniger heiter …

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Buchbesprechung: Angie Thomas „Concrete Rose“

Cover: Angie Thomas „Concrete Rose“Lesealter 14+(cbj 2021, 403 Seiten)

Mit „The Hate U Give“, ihrem Debütroman, ist Angie Thomas nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland berühmt geworden. Von der Jugendjury wurde der Jugendroman auch gleich mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, und verfilmt ist das Buch inzwischen auch – angeschaut habe ich mir den Film bisher aber nicht. Mit ihrem neuen Roman knüpft Angie Thomas an ihr Erstlingswerk an: Er erzählt die Geschichte von Maverick, dem streitbaren Vater der Hauptfigur Starr aus „The Hate You Give“ – sie hat sich gut 15 Jahre vor „The Hate U Give“ zugetragen …

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Buchbesprechung: Grit Poppe „Verraten“

Cover: Grit Poppe „Verraten“Lesealter 14+(Dressler-Verlag 2020, 340 Seiten)

Wie es vor mehr als 30 Jahren war, in der DDR zu leben, wissen Jugendliche schon länger nur noch aus Büchern oder dem Geschichtsunterricht. Von daher ist es gut, wenn es Chronist/inn/en gibt, die diese Zeit auch in aktuellen Jugendromanen immer wieder thematisieren, fest- und damit lebendig halten. Grit Poppe hat sich dem Thema schon mehrfach verschrieben – u. a. vor gut 10 Jahren in „Weggesperrt“. Mit „Verraten“ ist im Herbst 2020 ein neues Buch erschienen, das aufzeigt, welchen Schikanen einige Jugendliche in der DDR ausgesetzt waren.

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Buchbesprechung: Tobias Elsäßer „Play“

Cover: Tobias Elsäßer „Play“Lesealter 15+(Hanser-Verlag 2020, 301 Seiten)

Fast 13 Jahre ist es her, dass ich das erste Mal ein Buch von Tobias Elsäßer besprochen habe: „Vielleicht Amerika“ hat mir damals gut gefallen, weil es darin unter anderen um einen Traum geht, den ich als Jugendlicher auch hatte: Rockmusiker zu werden … Daraus ist nichts geworden. Tobias Elsäßer hat da mehr geschafft: Er arbeitet meines Wissens nach wie vor auch als Musiker (vor allem Sänger) und Songwriter. Sein neues Buch „Play“ greift jedoch ein anderes spannendes Thema auf: die persönliche Freiheit angesichts sozialer Netzwerke.

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Buchbesprechung: Elisabeth Steinkellner „Papierklavier“

Cover: Elisabeth Steinkellner „Papierklavier“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg 2020, 140 Seiten)

Elisabeth Steinkellners Jugendroman „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“ – es war, glaube ich, ihr drittes Jugendbuch – habe ich vor zwei Jahren gelesen. Ein intensiver Roman, der mir gut gefallen hat; allein schon der Titel und das Cover hatten es mir angetan. In „Papierklavier“, dem neuen Buch der österreichischen Autorin, geht es wieder um Widrigkeiten im Leben und darum, trotzdem Glück zu empfinden und seinen Weg zu finden. Das Besondere diesmal: Das Buch ist in intensiver Zusammenarbeit mit der Illustratorin Anna Gusella entstanden.

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