Jugendbuchtipps.de

ab 14/15 Jahren

Buchbesprechung: Katharina von Bredow “Wie ich es will”

Cover von BredowLesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2009, 269 Seiten)

Was haben schwedische Autoren doch vor zehn bis fünfzehn Jahren noch für Jugendbuchklassiker geschrieben: Peter Pohl z. B. mit „Jan, mein Freund“. Perlen der Jugendliteratur sind da entstanden. Inzwischen ist im Jugendbuchsektor leider ein bisschen Ruhe eingekehrt, was Neuerscheinungen aus dem skandinavischen Land angeht, während erwachsene Leser mit schwedischen Krimis derzeit reichlich versorgt werden. Schade …

Dass ich von der schwedischen Jugendbuchautorin Katharina von Bredow ein Buch hier besprochen habe („Zum Glück allein„), ist noch gar nicht so lange her, und inzwischen liegt ein weiterer Jugendroman der Schriftstellerin vor: „Wie ich es will“ – wieder ein Buch, in dem es um die Probleme einer Jugendlichen geht.

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Kurzrezension: Frank Adam “Die 666. Reinkarnation oder Shit happens”

Cover AdamLesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2009, 111 Seiten)

Frank Adam ist Belgier und im Schriftstellermetier zwar nicht neu, hat jedoch bisher noch kein Jugendbuch geschrieben. Nicht nur die Aufmachung des Buches in einem festen Pappeinband, der das Buch dicker erscheinen lässt, als es mit seinen 111 Seiten ist, sondern auch dessen ungewöhnlicher Titel fallen zumindest auf. Auf Niederländisch hat das Buch übrigens einen weniger gewagten Titel: „De passie van de Puber“ (was frei übersetzt so viel heißt wie: „Die Leidenschaft eines Pubertierenden“).

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Buchbesprechung: Robert Habeck & Andrea Paluch “Sommergig”

Cover Habeck / PaluchLesealter 15+(Sauerländer-Verlag 2009, 159 Seiten)

Nach den ersten beiden Büchern des Ehepaares Robert Habeck und Andrea Paluch, die für mich zu den besten und verlässlichsten deutschen Jugendbuchautoren der letzten Jahre gehören, habe ich am Ende der Buchbesprechung jeweils geäußert, dass hoffentlich weitere Jugendromane der beiden folgen werden. Und das ist bisher immer auch eingetreten. Gut so … Mit „Sommergig“, einem Buch über eine Mädchenband, geht es nun in die dritte Runde, und ich bin mit hohen Erwartungen, mit viel Vorfreude und einiger Neugier ans Lesen gegangen.

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Buchbesprechung: Jonas Bendiksen “So leben wir. Menschen am Rande der Megacitys”

Cover BendiksenLesealter 15+(Knesebeck-Verlag 2008, 196 Seiten)

„So leben wir. Menschen am Rande der Megacitys“ ist kein typisches Jugendbuch, sondern ein Sachbuch, das wohl erst einmal als Zielgruppe Erwachsene hat. Und trotzdem ist es eben ein Buch, das sich auch Jugendliche anschauen können und sollten. Denn hier ist auch oft von Kindern und Jugendlichen die Sprache – und davon, wie sie in den Slums von großen Städten aufwachsen und leben.

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Buchbesprechung: Stephenie Meyer “Seelen”

Cover MeyerLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2008, 862 Seiten)

Über 800 Seiten müssen erst mal gelesen werden … – und es gibt Bücher, die so spannend sind, dass sie es einem leicht machen, während andere einem das Gefühl geben, man kaue an einem zähen Kaugummi.

Die Amerikanerin Stephenie Meyer steht bei Jugendlichen, vor allem Mädchen, derzeit hoch im Kurs. Mit ihren Bis(s)-Romanen, einer Mischung aus Vampir- und Liebesgeschichte, hat sie jedenfalls großen Erfolg. Gelesen habe ich bisher jedoch keines dieser Bücher. Dafür habe ich mir jetzt Stephenie Meyers „Seelen“, ein Buch, das nicht zur Bis(s)-Reihe gehört, vorgenommen.

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Anmerkungen zu Isabel Kreitz’ Graphic Novel “Die Sache mit Sorge”

Cover KreitzLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2008, 244 Seiten plus Anhang)

Der Begriff „Graphic Novel“ taucht in den letzten Jahren immer häufiger auf. Gemeint sind dabei längere Comic-Bände, die eine gesamte Geschichte erzählen und einen gewissen künstlerischen Anspruch haben, während „Comics“ eher ein Oberbegriff ist, zu dem auch kürzere Hefte, die oft in Reihen erscheinen, gezählt werden. Eine Graphic Novel, die in diesem Jahr besonders beachtet wurde und die hier vorgestellt werden soll, ist Isabel Kreitz‘ „Die Sache mit Sorge. Stalins Spion in Tokyo“. Eine richtige Buchbesprechung soll das jedoch nicht sein – ich will mich eher auf ein paar Notizen zu dem Buch beschränken.

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Buchbesprechung: Martha Brooks “Wahre Geständnisse eines herzlosen Mädchens”

Cover BrooksLesealter 15+(dtv, Reihe Hanser 2004, 237 Seiten)

Ein halbes Jahr ist es her, dass ich die kanadische Schriftstellerin Martha Brooks mit ihrem zweiten, ins Deutsche übersetzten Jugendbuch „Mistik Lake“ kennen gelernt habe. Und „Mistik Lake“ ist für mich bisher einer der Höhepunkte in diesem Lesejahr, weil die Autorin darin so eindrücklich Stimmungen und Personen beschrieben hat.

Schon damals habe ich mir gleich ihr erstes Buch „Wahre Geständnisse eines herzlosen Mädchens“ (Übersetzung: Birgitt Kollmann) zuschicken lassen, aber bisher keine Zeit gefunden, es zu lesen. Jetzt endlich habe ich mir das Buch doch vorgenommen – und war sehr gespannt …

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Kurzrezension: Ute Wegmann “Never alone”

Cover WegmannLesealter 14+(dtv 2008, 312 Seiten)

Vier Jungen, alle noch nicht ganz 16 Jahre alt, sind die Hauptfiguren in Ute Wegmanns Jugendbuch „Never alone“, das nicht das erste Buch der Kölner Autorin ist – allerdings das erste, das ich von ihr gelesen habe. Ein bisschen ungewöhnlich ist es, dass eine Frau sich mit vier Jungen als Hauptpersonen auseinandersetzt – aber vielleicht ist ja genau das ganz interessant …

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Kurzrezension: Lise Knudsen “Die schwarzen Flügel”

Cover KnudsenLesealter 14+(Baumhaus-Verlag 2008, 128 Seiten)

Ein Jugendbuch über ein Mädchen kurz vor dem Schulabschluss, das Musikerin werden will, hat die Norwegerin Lise Knudsen, die selbst auch Komponistin und Musikerin ist, geschrieben (Übersetzung: Maike Dörries). Das schmale Bändchen hat somit ein eher exklusives Thema, das sicher nicht massentauglich ist – zumal das Buch eher still und bedächtig gehalten ist. Aber davon gleich mehr …

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Kurzrezension: Ruth Maier “Das Leben könnte gut sein. Tagebücher 1933 bis 1942”

Cover MaierLesealter 15+(DVA 2008, 531 Seiten)

Ruth Maiers Tagebücher sind eines der Über-den-Tellerrand-gucken-Bücher bei Jugendbuchtipps.de, denn die vom Norweger Jan Erik Vold herausgegebenen Aufzeichnungen der Wiener Jüdin sind eher ein Erwachsenen-Buch als ein Buch für Jugendliche. Das Buch erschien zuerst in Norwegen, da Ruth Maier dort ihre letzten Lebensjahre verbracht hat – die letzten Tagebucheinträge (ebenso wie die Anmerkungen des Herausgebers) sind von daher auch aus dem Norwegischen ins Deutsche übertragen worden, da das Mädchen am Ende oft auf Norwegisch geschrieben hat.

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Buchbesprechung: Louis Spiegler “Purpurfeuer”"

Cover SpieglerLesealter 14+(dtv 2008, 431 Seiten)

Louise Spiegler ist Amerikanerin, lebt in Seattle (Washington) und hat mit „Purpurfeuer“ (die Übersetzung stammt von Heike Brandt) ihren ersten Roman geschrieben. Als Menschenrechtsaktivistin setzt sie sich schon seit längerem für die Rechte der Sinti und Roma ein – und genau davon handelt auch das Buch. Im Klappentext heißt es so schön, dass „Purpurfeuer“ von Louise Spiegler größtenteils unterwegs, an Lagerfeuern in den Bergen oder auf dem Rücksitz ihres Autos verfasst wurde.

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Buchbesprechung: Romuald Giulivo “Sendepause”

Cover GiulivoLesealter 14+(Dressler-Verlag 2008, 128 Seiten)

Durch den Text des Buchumschlags wird man ein wenig auf eine falsche Fährte gesetzt: 9/11 – der Terrorangriff auf die beiden Türme des World Trade Centers in New York am 11. September 2001, der dort erwähnt wird – spielt nur eine Nebenrolle in dem Buch. Eigentlich geht es in Romuald Giulivos Buch „Sendepause“ um einen Jungen, der von seiner Mutter kaum Zeit und wenig Beachtung geschenkt bekommt.

„Sendepause“ ist das erste Buch des französischen Autors, das ins Deutsche übersetzt wurde (und zwar von Rosemarie Griebel-Kruip). In Frankreich wurden schon mehrere seiner Bücher veröffentlicht.

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