
(Hanser-Verlag 2012, 288 Seiten)
Vor fünf Jahren ist der Jugendbuchmarkt regelrecht mit Leukämiebüchern überschwemmt worden. Die Hauptfiguren (oder deren Verwandte) in den Büchern von Sally Nichols, Jenny Downham, Jordan Sonnenblick und Anthony McCarten hatten Leukämie. Seltsamerweise war das Thema so plötzlich wieder verschwunden, wie es aufgetaucht war … Dass nun John Green ein Buch, in dem es um Krebs geht, veröffentlicht, mag sicherlich manchen überraschen. Der amerikanische Autor ist bekannt für temporeiche und philosophisch angehauchte Romane, die durchaus auch tragische Momente kennen, aber insgesamt doch eher von Menschen auf der Sonnenseite des Lebens und ihren Problemen erzählen. Umso gespannter war ich jedoch darauf, wie John Green sich einem schwierigeren Thema nähert.
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Ulf Cronenberg
9. August 2012
55.462 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren F - J, Bestenliste (5 Punkte), Lektüre ab 9. KlasseBeziehung, Familie, Freundschaft, Krebs, Tod
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(dtv 2012, 256 Seiten)
Um Bjarne Reuter, den dänischen Jugendbuchautor, war es die letzten Jahre – zumindest im Jugendbuchbereich – ziemlich still. „Prinz Faisals Ring“, 2002 erschienen, war ein Buch von Bjarne Reuter, das mir sehr gut gefallen hat – doch das habe ich gelesen, bevor es Jugendbuchtipps.de gab. Deswegen gibt es zu dem Jugendroman hier auch keine Buchbesprechung. Ein weiteres Buch von ihm („Operation Mikado“) habe ich mir im Jahr darauf angeschaut, seitdem ist Bjarne Reuter aus meinem Gesichtsfeld verschwunden. „Das dunkle Lied des Todes“ ist übrigens im Original auch schon 2007 veröffentlicht worden und hat erst jetzt den Weg ins Deutsche gefunden.
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Ulf Cronenberg
6. August 2012
13.564 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren P - T, Bestenliste (4 Punkte), KurzrezensionGruppendynamik, Hochbegabung, Musik, Mystery, Seefahrt
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(Beltz & Gelberg-Verlag 2012, 268 Seiten)
„Jackpot – Wer träumt verliert” ist erst das zweite Buch des Münchner Autors Stephan Knösel. Sein Erstlingswerk „Echte Cowboys“, das vor zweieinhalb Jahren erschienen ist, hat einige Beachtung gefunden: Für das Buch wurde Stephan Knösel 2011 mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium ausgezeichnet – und das meiner Meinung nach auch zu Recht. „Echte Cowboys“ war ein packendes Buch mit leichten Schwächen gegen Ende. Lange habe ich auf den Nachfolger gewartet und war gespannt, wie Stephan Knösels zweiter Jugendroman gelungen ist.
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Ulf Cronenberg
21. Juli 2012
47.083 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (5 Punkte), Lektüre ab 9. KlasseGeld, Krimi, Lektüre, Spannung
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(rororo rotfuchs 2012, 296 Seiten)
Das Thema Amoklauf taucht in den letzten Jahren immer wieder in der Jugendliteratur auf – angesichts von Ereignissen wie in Erfurt, Emsdetten oder Winnenden ist das mehr als verständlich. Das Thema beschäftigt Jugendliche. Eine differenzierte Auseinandersetzung damit tut Not – Politiker helfen mit reflexartigen Reaktionen wie einem Ballerspielverbot da nicht wirklich weiter.
Trotz der vielen Bücher über das Thema Amoklauf hat mich bisher kaum eines so richtig überzeugt. Die Erklärungsmuster in den Büchern bleiben meiner Meinung nach schablonenhaft und unvollständig. Ich war neugierig, ob T. A. Wegberg das besser gelingt.
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Ulf Cronenberg
16. Juli 2012
12.310 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren U - Z, Bestenliste (4 Punkte)Amoklauf, Familie, Musik, Umzug
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(dtv 2012, 446 Seiten)
Ab und zu muss man einfach – wenn man die Gattung mag – mal einen Thriller lesen, auch wenn es sich dabei vielleicht nicht um eine ganz so anspruchsvolle Lektüre handelt. Aber das Schöne an Thrillern ist, dass sie der Spannung wegen einfach von sich aus weitergelesen werden wollen. Von daher war ich dankbar, dass vor kurzem mal ein waschechter Thriller bei mir gelandet ist. Peter Cocks, ein britischer Autor, der bisher vor allem Fantasy-Romane geschrieben hat, hat einen Thriller für Jugendliche herausgebracht – und den habe ich mir angeschaut.
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Ulf Cronenberg
18. Mai 2012
18.302 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren A - E, Bestenliste (4 Punkte)Geheimagent, Geheimdienst, Thriller
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(Carlsen-Verlag 2011, 204 Seiten)
Manchmal gibt es seltsame Wege, wie man auf ein Buch aufmerksam wird. Im Fall von Susan Krellers Jugendroman „Elefanten sieht man nicht“ saß ich während der Leipziger Buchmesse mit Jurykollegen vom Deutschen Jugendliteraturpreis in einem Messecafé, und da kam dann Susan Kreller, die ich bis dahin nicht kannte, hinzu. Später, als ich dann am Stand des Carlsen-Verlags war, wurde ich gleich noch mal auf das Susan Krellers Buch aufmerksam gemacht. Susan Kreller hat bisher vor allem als Übersetzerin und Journalistin gearbeitet und nun eben ihr erstes Jugendbuch geschrieben – noch dazu zu einem brisantem Thema.
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Ulf Cronenberg
10. Mai 2012
42.431 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (5 Punkte), Lektüre 7./8. KlasseFamilie, Freundschaft, Gewalt, Kleinstadt, Wegsehen
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(cbt 2012, 376 Seiten)
John Green, den man spätestens seit „Eine wie Alaska“ kennen sollte, ist für mich einer der begnadetsten Jugendbuchautoren. Und auch David Levithan, der zusammen mit Rachel Cohn schon bemerkenswert gute Bücher geschrieben hat (z. B. „Naomi & Ely“), hat sich bereits einen Namen gemacht. Nun haben sich die beiden Amerikaner zusammengetan und ein gemeinsames Buch veröffentlicht: In „Will & Will“ geht es um zwei Jungen, die den gleichen Namen haben, und jeder von ihnen hat seinen eigenen Packen an Problemen …
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Ulf Cronenberg
3. Mai 2012
26.625 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren F - J, Autoren K - O, Bestenliste (4 Punkte)Freundschaft, Homosexualität, Musical, Schule, Verliebtsein
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(Schwarzkopf & Schwarzkopf-Verlag 2012, 212 Seiten)
Heike Eva Schmidt ist ein neuer Name im Jugendbuchmetier. Seltsamerweise sind in den letzten fünf Monaten gleich drei Bücher der Autorin erschienen – noch dazu bei drei unterschiedlichen Verlagen: „Purpurmond“, „Schlehenherz“ und „Amerika liegt im Osten“, dessen Inhaltszusammenfassung für mich am reizvollsten klang und das ich mir von daher anschauen wollte. Die Geschichte eines Mädchens, das statt in Amerika mit den Urgroßeltern in Tschechien strandet, klang interessant.
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Ulf Cronenberg
25. April 2012
13.846 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren P - TGroßeltern, Roadmovie, Tschechien, Verliebtsein
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(Carlsen-Verlag 2012, 137 Seiten)
Fast fünf Jahre ist es her, dass Tamara Bach ihr letztes Buch veröffentlicht hat. „Jetzt ist hier“ war ein beeindruckender Jugendroman, mit dem Vorgängerbuch „Marsmädchen“, ihrem Debütroman, hatte Tamara Bach sogar gleich den Deutschen Jugendliteraturpreis 2004 eingeheimst. Keine schlechte Bilanz … Von daher war es etwas seltsam, dass es so lange so still um die in Limburg geborene, inzwischen in Berlin lebende Autorin war. Aber nun ist Tamara Bach zurück und mit „Was vom Sommer übrig ist“ zum Carlsen-Verlag gewechselt.
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Ulf Cronenberg
15. April 2012
22.612 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren A - E, Bestenliste (5 Punkte)Freundschaft, Selbstmord, Sommerferien, Trauer
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(Wunderlich-Verlag 2012, 422 Seiten)
Von Holly-Jane Rahlens habe ich schon einige Bücher gelesen, und als mir die Autorin vor einiger Zeit geschrieben hat, dass sie ein neues, ganz anderes Buch – diesmal auch nicht in einem Jugendbuchverlag herausgegeben – veröffentlichen wird, war ich natürlich neugierig. Ich habe versprochen, das Buch zu lesen; und ja, es ist wirklich diesmal etwas ganz anderes … Es geht nicht um Amerikaner in Deutschland, nicht um eine jüdische Familie, nicht um den Mauerfall, sondern … Lest einfach weiter.
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Ulf Cronenberg
28. März 2012
27.382 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren P - T, Bestenliste (5 Punkte)Liebe, Science-Fiction, Zeitreise, Zukunft
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(Hanser-Verlag 2012, 221 Seiten)
Linzi Glass ist in Südafrika aufgewachsen, bevor sie als Jugendliche in die USA auswanderte. „Die Farben der Freundschaft“ ist der zweite Jugendroman der Autorin, und wie schon in ihrem Debüt „Im Jahr des Honigkuckucks“ spielt das Buch in Südafrika zur Zeit der Apartheid, der Rassentrennung zwischen Weißen und Schwarzen. Beide Bücher erzählen damit Geschichten aus einer Zeit, die Linzi Glass noch aus eigener Jugendzeit kennt – und das macht ihre Bücher auch so authentisch.
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Ulf Cronenberg
22. März 2012
10.759 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren F - J, Bestenliste (4 Punkte)Apartheid, Rassentrennung, Südafrika, Verliebtsein
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(Fischer-Verlag 2012, 278 Seiten)
Dreieinhalb Jahre ist es her, dass ich das letzte auf Deutsch erschienene Buch von Anne Cassidy gelesen habe: „Wer ist Jennifer Jones?„, ein einfühlsames Buch mit Elementen eines Psychothrillers, das mir gut gefallen hat. „Die einzige Zeugin”, das neue Buch der britischen Schriftstellerin, ist ihrem Debütroman in vielem ähnlich. Wieder ist die Hauptperson ein Mädchen, das in einer schwierigen Lebenslage steckt. Um was genau es geht, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest …
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Ulf Cronenberg
11. März 2012
12.230 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren A - E, Bestenliste (4 Punkte)Mord, Psychothriller, Verliebtsein
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