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Schlagwort Archiv: Verliebtsein

Buchbesprechung: Nils Mohl „Henny & Ponger“

Cover: Nils Mohl „Henny & Ponger“Lesealter 14+(Mixtvision-Verlag 2020, 202 Kapitel, ca. 320 Seiten)

Ein seltsamer Buchtitel, ein eigenartiges Cover mit auffälliger Farbgebung bei der Titelschrift – das war das Erste, was mir aufgefallen ist, als ich Nils Mohls neues Buch in den Händen gehalten habe. Lange habe ich auf einen neuen Roman des Hamburger Autors gewartet, nachdem Band 3 der Stadtrand-Trilogie 2016 erschienen ist. Zwischenzeitlich war „An die, die wir nicht werden wollen: Eine Teenager-Symphonie“ erschienen, ein Buch, mit dem ich mich schwergetan habe und das ja irgendwie auch kein Roman ist. Ob meine hohen Erwartungen an „Henny & Ponger“ erfüllt wurden, das war eine spannende Frage …

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Buchbesprechung: Lise Villadsen „Sowas wie Sommer, sowas wie Glück“

Cover: Lise Villadsen „Sowas wie Sommer, sowas wie Glück“Lesealter 14+(Oetinger-Verlag 2022, 250 Seiten)

Geht es nur mir so, dass ich bei dem Cover eher an ein Kinderbuch als an einen Jugendroman denke? Mir ist die Zeichnung zu kindlich gehalten … Hätte ich nicht irgendwo etwas über das Jugendbuch gelesen, wäre es mir wohl nicht aufgefallen, und im Buchladen hätte ich wohl daran vorbeigeguckt. Gut, dass man manchmal auf anderem Weg auf ein Buch aufmerksam wird. „Sowas wie Sommer, sowas wie Glück“ ist übrigens der Debütroman der 1985 geborenen Dänin Lise Villadsen. Es kommt ja nicht oft vor, dass man Jugendromane aus Dänemark liest …

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Buchbesprechung: Elisabeth Steinkellner „Esther und Salomon“

Cover: Elisabeth Steinkellner „Esther und Salomon“Lesealter 14+(Tyrolia-Verlag 2021, 334 Seiten)

Elisabeth Steinkellner hat in den letzten Jahren einige ganz besondere Jugendbücher geschrieben – besonders beeindruckend fand ich „Papierklavier“, bei dem ich nach wie vor sehr gespannt bin, ob es am Ende als eines der sechs für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Jugendbüchern das Rennen macht. Die Nominierung hat es in jedem Fall verdient. Mit ihrem neuen Buch setzt die Österreicherin fort, was sie in Papierklavier begonnen hat: weg vom Epischen hin zum sprachbewussten Schreiben; denn „Esther und Salomon“ ist ein Versroman.

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Buchbesprechung: Meg Rosoff „Sommernachtserwachen“

Cover: Meg Rosoff „Sommernachtserwachen“Lesealter 16+(Fischer-Verlag 2021, 255 Seiten)

Ist es wirklich fast sieben Jahre her, dass ich das letzte Buch von Meg Rosoff gelesen habe? Allerdings ist meines Wissens zwischenzeitlich aber auf Deutsch auch kein neuer Jugendroman der amerikanisch-britischen Autorin erschienen – das ist insofern ungewöhnlich, weil Meg Rosoff vorher im Zweijahrestakt neue Romane herausgebracht hat. Unkonventionelle Bücher waren das jedes Mal, nicht immer haben sie mich so richtig gepackt, und von daher war ich gespannt, wie mir der neue Roman der Autorin gefallen wird.

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Buchbesprechung: Johannes Herwig „Scherbenhelden“

Cover: Johannes Herwig „Scherbenhelden“Lesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2020, 269 Seiten)

Den Debütroman „Bis die Sterne zittern“ von Johannes Herwig, der gleich von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, habe ich nicht gelesen. Und auch bei „Scherbenhelden“ habe ich etwas gezögert, weil mich die Inhaltszusammenfassung nicht so ganz angesprochen hat. Leipzig als Schauort in den Jahren kurz nach DDR und Probleme mit Neonazis – das hat bei mir nicht so richtig gezogen … Dass ich mich darüber hinweggesetzt habe, darüber bin ich nun doch sehr froh, denn „Scherbenhelden” ist ein absolut lesenswerter Jugendroman.

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Buchbesprechung: Michael Belanger „254 Tage mit Jane Doe“

Cover: Michael Belanger „254 Tage mit Jane Doe“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2020, 341 Seiten)

„254 Tage mit Jane Doe“ ist mal wieder ein Debüt, und Michael Belanger sieht auf dem Pressefoto, das der Carlsen-Verlag bereitstellt, noch sehr jung aus; jünger, als er wahrscheinlich ist. Auf der Webseite zum Buch steht unter der Inhaltsangabe übrigens eine etwas seltsame Notiz: „Trigger-Warnung: suizidales Verhalten“ – was das zu bedeuten hat, würde ich gerne mal wissen. Klar, es geht in Michael Belangers Buch um Depressionen und Suizid – aber auf den Hinweis „Trigger-Warnung“ kann ich mir keinen rechten Reim machen.

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Kurzrezension: Kevin Brooks & Catherine Forde „I see you Baby …“

Cover: Kevin Brooks & Catherine Forde „I see you Baby …“Lesealter 12+(dtv 2019, 104 Seiten)

Als ich das Buch bestellt hatte und mich auf einen neuen Roman von Kevin Brooks (mit Catherine Forde zusammen) gefreut habe, hatte ich übersehen, dass das ein Kurzroman ist. dtv short heißt die Reihe, in der das Buch mit 100 Seiten erschienen ist – Romane für eine Zugfahrt, für Zwischendurch oder für Wenigleser, die von dicken Bücher abgeschreckt werden … Enttäuscht war ich erst mal schon, doch es gibt ja durchaus Literaturklassiker, die auch nicht mehr Seiten haben … Von daher: Mal ganz unvoreingenommen sehen, was das Autorenduo zu bieten hat.

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Buchbesprechung: Lara Schützsack „Sonne, Moon und Sterne“

Cover: Lara Schützsack „Sonne, Moon und Sterne“Lesealter 10+(Sauerländer-Verlag 2019, 239 Seiten)

Lara Schützsacks Debütroman „Und auch so bitterkalt“ ist im Frühjahr 2014 erschienen – ein gelungenes, aber nicht in allem leicht verdauliches Buch für Leser/innen aber 14 Jahre. Seitdem gab es kein neues Kinder- oder Jugendbuch der in Berlin lebenden Autorin, die schon Drehbücher geschrieben hat und außerdem als Musikberaterin für Filme arbeitet. Mit „Sonne, Moon und Sterne“ legt Lara Schützsack nun ein Kinderbuch vor, und angekündigt ist für September 2019 schon das nächste: „Tilda, ich und der geklaute Dracula“.

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Buchbesprechung: Tamara Bach „Wörter mit L“

Cover: Tamara Bach „Wörter mit L“Lesealter 11+(Carlsen-Verlag 2019, 172 Seiten)

Ein Buch für Leser ab 11 Jahren zu schreiben, ist etwas Neues für Tamara Buch, deren bisherige Bücher Jugendromane waren: „Wörter mit L“ kann man jedenfalls eher dem Kinderbuch zurechnen … Mit ihren Werken hat Tamara Bach immer etwas gewagt – sie waren sprachlich raffiniert geschrieben und ungewöhnlich aufgebaut, von daher nicht immer ganz leicht zu lesen, aber reizvoll. Gespannt war ich in jedem Fall, ob das alles auch für das erste Kinderbuch der Berliner Autorin gilt.

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Buchbesprechung: Elisabeth Steinkellner „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“

Cover: Elisabeth Steinkellner „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2018, 236 Seiten)

Was für ein hübsches Cover – das ist das Erste, was mir aufgefallen ist, als ich das Buch in die Hand genommen habe. Die Quallen in verschiedenen Farben, die wild im blauen Meereswasser herumtreiben, passen wirklich gut zu dem Titel. „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“ ist übrigens, wenn ich richtig recherchiert habe, der zweite Jugendroman der Österreicherin Elisabeth Steinkellner – ihr Jugendbuch-Debüt „Rabensommer“ habe ich nicht gelesen. Ansonsten schreibt die Autorin aber auch anderes, darunter Kinderbücher und Lyrik …

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Buchbesprechung: Annette Herzog, Katrine Clante & Rasmus Bregnhøi „Herzsturm – Sturmherz“

Cover: Herzog et al. „Herzsturm"Lesealter 12+(Peter-Hammer-Verlag 2018, 128 Seiten)

Schmetterlinge im Bauch. Auf Wolke 7 schweben. Herzschmerz. Weiche Knie. Ein gebrochenes Herz. Im siebten Himmel. Irgendwann kommt das Alter, wo man mit solchen Gefühlen Erfahrungen macht – mehr oder weniger heftig. Mit Erwachsenen darüber reden, geht meist gar nicht. Eher mit Freundinnen oder Freunden. Und es gibt noch etwas, was einem auch helfen kann, mit solchen Stimmungslagen zurechtzukommen: Bücher. Annette Herzogs „Herzsturm – Sturmherz“, von den Dänen Katrine Clante und Rasmus Bregnhøi illustriert, könnte so ein Buch sein …

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Buchbesprechung: David Arnold „Herzdenker“

Cover: David Arnold „Herzdenker“Lesealter 14+(Arena-Verlag 2018, 370 Seiten)

„Herzdenker“ – das ist ein interessanter Titel; und das Cover suggeriert, dass es um 5 Jugendliche geht, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Jedenfalls habe ich einfach mal in den Jugendroman von David Arnold, einem in Kentucky (USA) lebenden Autor, reingelesen – und bin hängengeblieben … Warum? Das wird im Folgenden zu erfahren sein. Der Arena-Verlag listet das Buch übrigens für Leser ab 12 Jahren. Dem würde ich aber deutlich widersprechen. Für mich ist das ein Jugendroman für 14- bis 16-Jährige.

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