
(Carlsen-Verlag 2016, 347 Seiten)
Anne-Laure Bondoux‘ Debütroman „Die Zeit der Wunder“, der gleich für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert war, ist angesichts der Flüchtlingswelle ein noch aktuelleres Buch, als es das 2011 beim Erscheinen war. Der zweite Roman der Französin („Der Mörder weinte“) kam deutlich sperriger daher, war aber meiner Meinung nach durchaus faszinierend, und seine düstere Stimmung kommt sofort in mir auf, wenn ich daran denke. „Von Schatten und Licht“ hat mit dem Scherenschnitt nicht unbedingt ein modisches Cover – erst nach dem Lesen weiß man, dass das Cover die Geschichte sehr gekonnt zusammenfasst.
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Ulf Cronenberg
8. März 2016
6.330 Seitenaufrufe
2016, ab 14/15 Jahren, Autoren A - E, Bestenliste (4 Punkte)Liebe, Märchen
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(Gerstenberg-Verlag 2016, 250 Seiten)
Zwei Bücher habe ich bisher von Jan de Leeuw gelesen: Das heiter-ernst-makabere „Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus“ und die Wikinger-Geschichte „Roter Schnee auf Thorsteinhalla“. Beide Jugendromane des Belgiers haben mir, auch wenn sie völlig unterschiedlich sind, gut gefallen. Lange hat es gedauert, bis von Jan de Leeuw, der hauptberuflich Psychologe ist, ein neues Buch erschienen ist. Und um eins vorwegzunehmen: „Eisvogelsommer“ erzählt wiederum eine ganz andere Geschichte …
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Ulf Cronenberg
16. Februar 2016
8.215 Seitenaufrufe
2016, ab 14/15 Jahren, Autoren K - OBeziehung, Eltern, Tod, Trauer
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(Fischer-Verlag 2015, 367 Seiten)
Ganz taufrisch ist „Hellwach“ nicht mehr, sondern bereits im Frühjahr 2015 erschienen – aber manchmal wird man auf gute Bücher eben erst später aufmerksam. Hilary T. Smith wird im Internet übrigens gerne als Nomad-Autorin gehandelt, weil sie keinen festen Wohnsitz hat, im Camper durch die Welt reist und nur hier und da vorübergehend in Hütten wohnt. „Hellwach“ ist auch unterwegs entstanden, wie man in der Kurzbiografie des Fischer-Verlags erfährt.
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Ulf Cronenberg
18. Januar 2016
6.997 Seitenaufrufe
2015, ab 14/15 Jahren, Autoren P - T, Bestenliste (4 Punkte)Familie, Manie, Psychose, Tod
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(Hanser-Verlag 2015, 157 Seiten)
Jugendromane aus Südafrika gibt es immer wieder mal – man denke nur an die beiden gelungenen Bücher von Linzi Glass, von der jedoch seit fast vier Jahren kein neues Buch erschienen ist. Über den Jugendroman der Südafrikanerin Edyth Bulbring – mir war vor dem Lesen gar nicht bewusst, dass die Autorin aus Südafrika kommt – bin ich eher so nebenbei gestolpert: Ich wollte mal reinlesen und bin hängen geblieben – auch aus psychologischem Interesse.
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Ulf Cronenberg
6. Januar 2016
6.689 Seitenaufrufe
2015, ab 14/15 Jahren, Autoren A - E, Bestenliste (4 Punkte)Familie, Großmutter, Magersucht, Südafrika, Zwangsstörung
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(Fischer-Verlag 2015, 279 Seiten)
„Two boys kissing“ kam genau zur rechten Zeit heraus: Kurz bevor David Levithan für „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, stand der Folgeroman des amerikanischen Autors bereits in den Bücherregalen. Um was es in „Two boys kissing“ geht, kann man bei dem Titel schon erahnen: um Jungen, die schwul sind; allerdings handelt der Roman, anders als der Titel suggeriert, von mehr als zwei Jungen und ihren Erfahrungen.
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Ulf Cronenberg
2. Januar 2016
17.478 Seitenaufrufe
2015, ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (4 Punkte)Familie, Freunde, Homosexualität, Jungen
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(dtv 2015, 375 Seiten)
Karin Bruders Debütroman „Zusammen allein“ war ein Buch, das mich ziemlich beeindruckt hatte und das auch gleich für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden war. Hätte ich die Autorin deswegen nicht in guter Erinnerung gehabt, hätte ich „Panama“ wohl kaum gelesen. Ich finde das Cover einfach nur furchtbar: kitschig, klischeehaft, und wenn man das Buch gelesen hat, fragt man sich, was das große, an eine Kreuzfahrt erinnernde Schiff darauf soll. Die Hauptfigur reist jedenfalls nicht damit …
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Ulf Cronenberg
10. Dezember 2015
6.410 Seitenaufrufe
2015, ab 14/15 Jahren, Autoren A - E, Bestenliste (4 Punkte)Beziehung, Familie, Mittelamerika, Panama
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(Fischer-Verlag 2015, 190 Seiten)
Vor einem Jahr wurde Inés Garland für „Wie ein unsichtbares Band“ der Deutsche Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch verliehen – es war das erste Buch der argentinischen Schriftstellerin, das auf Deutsch erschienen ist. Sehr subtil hatte die Autorin in ihrer Geschichte die latente Gewalttätigkeit in der argentinischen Gesellschaft während der Militärdiktatur um 1980 herum eingefangen. Mit „In den Augen der Nacht“ liegt nun ein zweiter Jugendroman von Inés Garland vor – ich war gespannt darauf.
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Ulf Cronenberg
8. November 2015
9.780 Seitenaufrufe
2015, ab 14/15 Jahren, Autoren F - J, Bestenliste (4 Punkte)Argentinien, Freundschaft, Liebe, Selbstfindung
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(Gerstenberg-Verlag 2015, 476 Seiten)
Obwohl Lilli Thal bereits einige ausgezeichnete Jugendromane geschrieben hat, habe ich noch kein Buch der deutschen Autorin gelesen – „Die Puppenspieler von Flore“, das ich wärmstens ans Herz gelegt bekommen habe, war also meine Erstbegegnung mit der Autorin. Der Titel gibt, finde ich, nicht so wirklich wieder, um was es in dem Buch geht. Man erwartet am ehesten ein Kinder- oder Fantasybuch, aber beides ist Lilli Thals Roman nicht. Wenn man den Roman schon in eine Kategorie einordnen wollte, dann würde ich ihn am ehesten als Dystopie, die in einer anderen Welt spielt, bezeichnen.
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Ulf Cronenberg
15. Oktober 2015
8.805 Seitenaufrufe
2015, ab 14/15 Jahren, Autoren P - T, Bestenliste (5 Punkte)Dystopie, Geheimdienst
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(Peter-Hammer-Verlag 2015, 289 Seiten)
„Über tausend Hügel wandere ich mit dir“ ist inhaltlich kein ganz neues Buch, denn bereits 2002 ist unter gleichem Titel ein Jugendroman von Hanna Jansen erschienen, der wie das vorliegende Buch die Geschichte des Mädchens Jeanne während des Völkermords in Ruanda erzählt. Das Buch damals machte die Autorin und ihre Adoptivtochter aus Ruanda ziemlich berühmt, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und in anderen Ländern fast noch positiver als in Deutschland aufgenommen. Das jetzt 2015 im Peter-Hammer-Verlag erschienene Werk ist kein reines Jugendbuch mehr, es stellt eine auch für Erwachsene gedachte Überarbeitung des damals im Thienemann-Verlag herausgegebenen Jugendromans dar.
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Ulf Cronenberg
28. August 2015
8.010 Seitenaufrufe
2015, ab 14/15 Jahren, Autoren F - J, Bestenliste (5 Punkte)Afrika, Ruanda, Völkermord
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(Hanser-Verlag 2015, 207 Seiten)
In den letzten Jahren wurden zunehmend mehr Bücher veröffentlicht, in denen es um Cybermobbing geht – das ist unter Jugendlichen allerdings auch ein großes Thema geworden. Tom Leveens Jugendroman „Ich hätte es wissen müssen“ handelt auch davon, allerdings nicht aus Opfersicht, sondern es geht darum, wie ein Mädchen, das mitgemacht hat und mit den schlimmen Folgen ihres Tuns zu leben hat, damit zurechtzukommen versucht. Eine mal andere Sichtweise, die der amerikanische Autor da zu Papier gebracht hat …
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Ulf Cronenberg
13. August 2015
17.292 Seitenaufrufe
2015, ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (5 Punkte)Cybermobbing, Mobbing, Selbstmord
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(Verlag 3.0 Zsolt Majsai 2014, 131 Seiten)
Immer wieder erreichen mich Anfragen von Autoren mit selbst oder in kleinen Verlagen verlegten Büchern, ob ich ihr Werk besprechen möchte. Darunter sind sehr viele Fantasy-Romane – nicht gerade mein bevorzugtes Metier. Maria Braigs „Nennen wir sie Eugenie“ hat den Weg auch so zu mir gefunden – ein Buch, das nicht in einem der großen Kinder- und Jugendbuchverlage erschienen ist und ein Thema behandelt, das mich seit einigen Jahren interessiert: Es geht um eine Frau, die aus dem Senegal flüchten muss, weil sie dort verfolgt wird. Der Autorin hatte ich versprochen, zumindest in das Buch reinzuschauen, und ich bin hängen geblieben …
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Ulf Cronenberg
23. Juli 2015
9.703 Seitenaufrufe
2014, ab 14/15 Jahren, Autoren A - E, Bestenliste (4 Punkte), KurzrezensionAfrika, Asyl, Flucht, Flüchtlinge, Senegal
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(Hanser-Verlag 2015, 301 Seiten)
John Corey Whaley ist ein noch recht junger amerikanischer Schriftsteller, dessen Debütroman „Hier könnte das Ende der Welt sein“ letztes Jahr auf Deutsch erschienen ist – ein nicht ganz stromlinienförmiges Buch, das mir gut gefallen hat. Über Whaleys zweiten Jugendroman „Das zweite Leben des Travis Coates“ habe ich schon einiges gehört, und nach ein paar Schlummermonaten in einem meiner Lesestapel habe ich das Buch herausgezogen, um mir selbst ein Bild davon zu machen.
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Ulf Cronenberg
22. Juni 2015
19.140 Seitenaufrufe
2015, ab 14/15 Jahren, Autoren U - Z, Bestenliste (5 Punkte), Lektüre ab 9. KlasseErwachsenwerden, Freundschaft, Identität, Liebe
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