Jugendbuchtipps.de

Autoren A – E

Buchbesprechung: Conor Kostick “Epic”

Cover KostickLesealter 10+(Oetinger-Verlag 2006, 366 Seiten)

Das Buch ist ein Blickfang, wenn man sich in der Jugendbuchabteilung eines Buchladens umschaut. Was man hier auf dem eingescannten Buchcover nicht sieht, ist, dass die Burg in der Mitte eine 3D-Abbildung ist – kein richtiges Hologramm, aber so eine kleine dreidimensionale Abbildung wie man sie von manchen Kinderbüchern kennt… Wenn man auf das Buchcover schaut, denkt man unwillkürlich, dass der Buchdeckel eineinhalb oder zwei Zentimeter dick sein muss – aber das ist er eben nicht… Ob das Buch ebenso geheimnisvoll ist?

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Buchbesprechung: Lieneke Dijkzeul ”Ein Traum vom Fußball"

Cover DijkzeulLesealter 10+(Arena-Verlag 2006, 262 Seiten)

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 ist Geschichte – und eigentlich wollte ich es ja schaffen, dieses Buch wenigstens noch vor dem Finale auszulesen. Aber leider waren die letzten Wochen zu hektisch, um rechtzeitig fertig zu werden. Aber egal, der Wert eines Buches hat nichts mit dem aktuellen Leseanlass zu tun. Und gute Fußballbücher werden Fußballfans auch nach der Weltmeisterschaft noch lesen können…
„Ein Traum vom Fußball“ ist ein aus dem Niederländischen übersetztes Buch. Der Buchumschlag ist – mal ehrlich gesagt – etwas hausbacken und dürfte nicht gerade magnetisch den Blick von potenziellen Lesern auf sich ziehen – da hilft es auch nichts, dass das Cover inhaltlich zur Geschichte passt…

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Buchbesprechung: Nina Blazon "Der Bund der Wölfe"

Cover BlazonLesealter 13+(Sauerländer-Verlag 2006, 207 Seiten)

Hm, was für ein seltsamer Buchumschlag… Auf den ersten Blick meint man, es handelt sich um ein Tierbuch über Wölfe – aber weit gefehlt. Die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite klärt einen darüber auf, dass es um seltsame Vorfälle in einem Internat geht… Der „Bund der Wölfe“ hat also nichts mit Tieren zu tun…
Nina Blazon, die in Stuttgart lebt, hat bisher hauptsächlich Fantasy-Romane geschrieben – für ihren ersten hat sie sogar im Jahr 2003 den Wolfgang-Hohlbein-Preis bekommen – eine Auszeichnung, mit der Nachwuchstalente im Fantasy-Genre gefördert werden.
„Die Rückkehr der Wölfe“ ist Nina Blazons erstes Buch, das in einem Jugendbuchverlag erschienen ist.

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Buchbesprechung: Joseph Delaney "Spook. Der Schüler des Geisterjägers"

Cover DelaneyLesealter 12+(cbj-Verlag 2006, 270 Seiten plus Anhang)

Joseph Delaney ist Engländer und lebt mit seiner Familie im Norden von England in der Grafschaft Lancashire. „Spook. Der Schüler des Geisterjägers“ ist sein erstes Buch – ein Fantasyroman, wie man unschwer an Titel und Buchumschlag erkennen kann…
Erst als ich mit dem Buch fertig war, habe ich gemerkt, dass es noch weitere „Spook“-Bände geben muss. Denn so richtig ist die Geschichte nicht abgeschlossen. Und wirklich, auf Englisch gibt es bereits zwei weitere Folgen. Ob man sich auf diese Bücher freuen darf oder nicht – das könnt ihr erfahren, wenn ihr weiterlest…

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Buchbesprechung: Frank Cottrell Boyce "Meisterwerk"

Cover BoyceLesealter 11+(Carlsen-Verlag 2006, 318 Seiten)

Mit dem vor knapp zwei Jahren erschienenen Jugendbuch „Millionen“ hat der englische Schriftsteller Frank Cottrell Boyce sich in das Herz vieler Jugendbuchleser geschrieben – die ZEIT meinte sogar, dass es das beste Jugendbuch des Jahres 2004 sei und verlieh Boyce dafür den Luchs des Jahres. Ich war wohl einer der wenigen, die nicht ganz so begeistert von „Millionen“ war… Das war auch der Grund, warum ich Boyces neues Buch erst einmal ein bisschen auf meinem Lesetisch liegen ließ…

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Buchbesprechung: Helen Dunmore "Indigo. Im Sog des Meeres"

Cover DunmoreLesealter 10+(cbj-Verlag 2006, 317 Seiten)

Die Kinder- und Jugendbuchabteilung des Bertelsmann-Verlages scheint im Fantasy-Fieber zu sein. Jedenfalls sind im aktuellen Verlagsprogramm dieses Halbjahres besonders viele Fantasy-Bücher enthalten – darunter auch Helen Dunmores „Indigo. Im Sog des Meeres“. Dass die Fantasy-Reise diesmal unters Wasser geht, kann man an den Meerlebewesen auf dem Buchumschlag mit dem schönen Blau erkennen.
Helen Dunmore ist übrigens Engländerin und hat schon einige Bücher, darunter auch Kinder- und Jugendbücher, geschrieben – jedoch ist „Indigo“ anscheinend das erste Jugendbuch, das ins Deutsch übersetzt wurde.

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Buchbesprechung: Åke Edwardson "Samuraisommer"

Cover EdwardsonLesealter 12+(Carlsen-Verlag 2006, 206 Seiten)

Es scheint zunehmend beliebt zu werden, dass Erwachsenenschriftsteller, darunter auch Krimiautoren, Jugendbücher schreiben – gerade in Schweden: Henning Mankell verfasst Kinderbücher, Håkan Nesser hat mit „Kim Nowak badete nie im See von Genezareth“ vor eineinhalb Jahren ein tolles Jugendbuch geschrieben, und nun schickt sich auch Åke Edwardson an, ein Jugendbuch zu veröffentlichen: „Samuraisommer“.
Von schwedischen Jugendbüchern erwarte ich im Übrigen immer Besonderes – ich glaube, es gibt aus keinem anderen Land durchgehend so viele gelungene Jugendbücher wie aus Schweden. Für mich gehören schwedische Jugendbuchautoren wie Mikael Engström, Mats Wahl oder früher Peter Pohl einfach zu den ganz Großen. Ob sich Åke Edwardson hier einreihen kann?

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Buchbesprechung: Mikael Engström "Steppo. Voll die Krise"

Cover EngströmLesealter 14+(Hanser-Verlag 2006, 282 Seiten)

Drei Jahre ist es schon her, dass Mikael Engströms erstes Buch „Brando“ auf Deutsch erschienen ist. Und ich weiß noch, wie begeistert ich war, als ich das Buch aus der Hand legte. Meiner Meinung nach hätte „Brando“ damals ja den Deutschen Jugendliteraturpreis verdient (immerhin war es 2004 nomiert) – aber die Jury trifft aus meiner Sicht leider nicht immer die richtigen Entscheidungen.
Lange habe ich auf das Nachfolgebuch von Mikael Engström gewartet – endlich ist es da: „Steppo. Voll die Krise“. Weil ich so gespannt auf dieses Buch war und ich insbesondere wissen wollte, ob Mikael Engström noch einmal so ein großer Wurf gelungen ist, hab ich andere Bücher erst mal liegen lassen…

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Buchbesprechung: Carolyn Coman "Ferne Schwester"

Cover ComanLesealter 13+(Sauerländer-Verlag 2005, 168 Seiten)

Was für eine schönes Buchcover! Wirklich stilvoll – und wenn man den Baum auf dem Buchumschlag etwas genauer anschaut, dann kann bekommt man schon eine Ahnung davon, dass Carolyn Comans Buch etwas mit Afrika zu tun hat…
Die Autorin ist jedoch Amerikanerin, hat schon einige Jugendbücher geschrieben (darunter „In sicherer Ferne“, das auch im Sauerländer-Verlag auf Deutsch erschienen ist) und unterrichtet Jugendliteratur an einem amerikanischen College. Sie sollte das Schreiben guter Jugendbücher also beherrschen…

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Buchbesprechung: Zoran Drvenkar "Die Nacht, in der meine Schwester den Weihnachtsmann entführte"

Cover DrvenkarLesealter 10+(Carlsen-Verlag 2005, 259 Seiten)

Rechtzeitig vor Weihnachten habe ich es geschafft, ein richtiges Weihnachtsbuch zu lesen – und noch dazu von dem Jugendbuchautor, den ich im Moment für den begabtesten unter den deutschen halte: Zoran Drvenkar. Seine Bücher – auch wenn sie vom Inhalt her oft schwer zu verdauen sind – mag ich einfach, weil sie einen so bildreichen Schreibstil haben. Ich war wirklich gespannt, ob und wie Zoran Drvenkar das schwierige Thema „Weihnachten“ meistert – ohne in Kitsch und Rührung wie in einer hohen Schneeböe stecken zu bleiben.

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Buchbesprechung: Patrick Cave "Das Saint-Netzwerk"

Cover SaveLesealter 15+(cbj-Verlag 2005, 507 Seiten)

Das zweite Science-fiction-Buch in zwei Wochen… Und auf die Hauptperson Mara in Julie Bertagnas Roman „New Mundo“, das ich davor gelesen habe, folgt nun Mira als Hauptperson in Patrick Caves „Das Saint-Netzwerk“. Doch nicht nur in diesem Punkt haben die Bücher gemeinsame Wurzeln – auch in Patrick Caves Werk spielen die Klimaveränderungen eine wichtige Rolle und verändern das Leben auf der Welt – der britische Autor erläutert das kurz in seinem Nachwort. Aber sehr viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es dann zwischen den Büchern doch nicht. Wer beide Buchbesprechungen miteinandern vergleicht, wird das schnell bemerken…

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Buchbesprechung: Julie Bertagna "New Mundo"

Cover BertagnaLesealter 11+(Arena-Verlag 2004, 347 Seiten)

„New Mundo“ ist kein ganz neues Buch mehr, sondern schon vor einem Jahr erschienen. Doch ist es mir erst jetzt aufgefallen – und da ich gute Science-Fiction-Bücher liebe, wollte ich es testen.
Zuerst dachte ich ja, dass die Autorin Italienerin ist, weil der Nachname so italienisch klingt. Aber weit gefehlt. Julie Bertagna ist Engländerin und schreibt seit mehreren Jahren als freie Schrifstellerin Kinder- und Jugendbücher (vorher war sie u.a. Lehrerin). Jedoch ist bisher keines ihrer anderen Bücher auf Deutsch erschienen.

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