Jugendbuchtipps.de

ab 14/15 Jahren

Buchbesprechung: Mal Peet "Penalty"

Cover PeetLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2008, 221 Seiten)

Mal Peet hat mit „Keeper“ meiner Meinung nach das bisher beste Fußball-Jugendbuch geschrieben, das ich kenne: eine packende Story, die er mit etwas magischen Elementen und einer spannenden Rahmenhandlung garniert. Jetzt legt Mal Peet mit seinem zweiten Jugendbuch „Penalty“ (zu deutsch: „Elfmeter“) nach, das mit „Keeper“ eine Hauptfigur gemeinsam hat, ansonsten aber anspruchsvoller (daher auch die höhere Lesealter-Empfehlung für das Buch) geschrieben ist.

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Buchbesprechung: Anne Cassidy "Wer ist Jennifer Jones?"

Cover CassidyLesealter 14+(Fischer Taschenbuch Verlag 2008, 351 Seiten)

„Ein Psychothriller“ steht unter dem Buchtitel von Anne Cassidys Roman „Wer ist Jennifer Jones?“ – wenn das nicht doch mal ein bisschen zu hoch gegriffen ist … In jedem Falle haben wir es mit einem Jugendbuch zu tun, das ein interessantes und spannendes Thema aufgreift: Wie geht das Leben eines Mädchens weiter, das mit 10 Jahren seine Freundin umgebracht hat?

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Kurzrezension: Johan Heliot "Kaltgestellt – Kontrolle wider Willen"

Cover HeliotLesealter 14+(Edition Quinto bei Terzio 2008, 218 Seiten)

Den Terzio-Verlag kenne ich eigentlich bisher nur von Spiele-CD-ROMs für Kinder und Jugendliche – doch seit kurzem hat sich der Verlag neu ausgerichtet und führt nun auch Jugendbücher in seinem Sortiment. Spezialisiert hat sich Terzio dabei (die Bücher werden in der so genannten „Edition Quinto“ herausgegeben) anscheinend auf Thriller für Jugendliche. Und „Kaltgestellt“ vom französischen Autor Johan Heliot (Übersetzung: Maren Partzsch) habe ich mir nun einmal angeschaut.

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Buchbesprechung: Anja Tuckermann „Mano. Der Junge, der nicht wusste, wo er war“

Cover TuckermannLesealter 14+(Hanser-Verlag 2008, 298 Seiten)

Für ihr Buch „Denk nicht, wir bleiben hier. Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner“ hat Anja Tuckermann 2006 den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Sachbuch verliehen bekommen. Ich habe das Buch nicht gelesen – dafür jetzt aber Anja Tuckermanns neues Buch „Mano“, das das Schicksal eines Jungen aus der gleichen Sinti-Großfamilie im Dritten Reich aufgreift.

„Mano“ ist ein Zwischending aus Sachbuch und Roman. Das Buch erzählt eine wahre Begebenheit, enthält viele authentische Dokumente, füllt aber die Lücken dazwischen literarisch auf.

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Buchbesprechung: Jenny Downham "Bevor ich sterbe"

Cover DownhamLesealter 14+(cbj-Verlag 2008, 318 Seiten)

Das ist das vierte Buch über Leukämie, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Als hätte ein heimlicher Tippgeber die Information an Jugendbuchautoren weitergeben, dass das ein spannendes Thema sei … Ich glaube, mein Bedarf an Büchern zu diesem Thema, ist erst einmal gedeckt. Allerdings sind alle vier Bücher (neben dem vorliegenden Roman: „Superhero“ von Anthony McCarten, „Wie man unsterblich wird“ von Sally Nicholls und schließlich „Wie ich zum Besten Schlagzeuger der Welt wurde – und warum“ von Jordan Sonnenblick) wirklich gut – die Engländerin Jenny Downham macht da mit ihrem Erstlingswerk „Bevor ich sterbe“ (das sei vorab gesagt) keine Ausnahme.

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Kurzrezension: Agnes Hammer "Bewegliche Ziele"

Cover HammerLesealter 14+(Loewe-Verlag 2008, 199 Seiten)

„Bewegliche Ziele“ – das klingt nach einem Krimi oder Thriller für Jugendliche. Doch so ganz stimmt das nicht. Bei dem Buch handelt es sich eher um einen Roman über die Probleme von Jugendlichen in der Zeit des Erwachsenwerdens.

Agnes Hammer ist Lehrerin an einer Schule für sozial benachteiligte Jugendliche und lebt in Düsseldorf. „Bewegliche Ziele“ ist anscheinend ihr erstes Buch – obwohl im Klappentext steht, dass die Autorin, seit sie acht Jahre alt ist, Geschichten schreibt.

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Buchbesprechung: Nick Hornby “Slam”

Cover HornbyLesealter 14+(Kiepenheuer & Witsch 2008, 301 Seiten)

Lange ist es her, dass ich von Nick Hornby etwas gelesen habe. „High Fidelty“, das 1995 auf Deutsch erschienen ist, war das … „Slam“, das neueste Buch des Engländers, der Fußball und Rockmusik mag, ist eigentlich nicht als Jugendbuch, sondern als normales Erwachsenen-Buch auf den Markt gebracht worden. Aber da die Hauptpersonen des Romans Jugendliche sind und es noch dazu um ein heikles Thema geht (nämlich mit 17 Jahren Vater bzw. Mutter werden), ist „Slam“ durchaus auch ein Buch für Jugendliche.

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Buchbesprechung: Peter van Gestel “Wintereis”

Cover van GestelLesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2008, 327 Seiten)

Der zweite Weltkrieg und die Nachkriegsjahre sind noch immer häufig Thema in Jugendbüchern. Der Holländer Peter van Gestel – 1937 geboren – hat sich auf eine stille und leise Art dem Thema genähert, und zwar – wie die Übersetzerin Mirjam Pressler in ihrem Nachwort anmerkt – mit einer erfundenen Geschichte, die jedoch von den Erinnerungen Peter van Gestels aus dieser Zeit angeregt wurde. „Wintereis“ hat jedenfalls schon einige Preise in Holland eingeheimst und ist nun bei Beltz & Gelberg auch auf Deutsch erschienen.

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Buchbesprechung: Blake Nelson “Paranoid Park”

Cover NelsonLesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2008, 179 Seiten)

„Paranoid Park“ von Blake Nelson (Übersetzung: Heike Brandt) wurde gerade erst geadelt: Vor ein paar Tagen bekam das Buch den Luchs des Monats September 2008 von der Wochenzeitung „Die Zeit“ und Radio Bremen verliehen (der Artikel ist leider noch nicht online, so dass ich keinen Link zur Besprechung in der „Zeit“ anfügen kann).

Das Buch wurde übrigens bereits 2006 veröffentlicht und ist 2007 von Gus van Sant verfilmt worden – die deutsche Buchausgabe erscheint also nun erst nach dem Film. All das klingt jedenfalls sehr nach einem packenden Buch …

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Buchbesprechung: Malorie Blackman "Himmel und Hölle"

Cover BlackmanLesealter 14+(Boje-Verlag 2008, 501 Seiten)

Komische Sachen gibt es: Da landet ein Buch, das im Original schon 2001 erschienen ist, auf einer Times-Liste der „100 Lieblingsbücher aller Zeiten“, wird in Großbritannien 500.000 mal verkauft – und ins Deutsche wird dieses Buch erst im Jahr 2008 übersetzt. Die Rede ist von Malorie Blackmans Jugendbuch „Himmel und Hölle“, das der Boje-Verlag jetzt herausgebracht hat. Von einigen jugendlichen Vorablesern habe ich außerdem gehört, dass diese sehr begeistert von dem Buch gewesen seien – entsprechend gepannt war auch ich auf das Buch.

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Buchbesprechung: Frank M. Reifenberg “Landeplatz der Engel”

Cover ReifenbergLesealter 15+(Thienemann-Verlag 2008, 252 Seiten)

Ein interessanter Buchtitel ist das: „Landeplatz der Engel“. Und dann noch ein hübscher Buchumschlag dazu… So ein Buch nimmt man gerne in die Hand. Der Titel verrät noch nicht allzu viel darüber, worum es in dem Buch geht – und auch der Klappentext hilft einem nur bedingt weiter: dass es um zwei Jugendliche geht, die sich gemeinsam auf und davon machen. Dass das so genannte Tourette-Syndrom dabei eine wichtige Rolle spielt, wird nicht erwähnt, ist für das Buch aber wichtig…

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Buchbesprechung: Brent Runyon "Maybe"

Cover RunyonLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2008, 207 Seiten)

Es gibt doch immer wieder Buchcover, die mich einfach begeistern – gerade bei Jugendbüchern findet man oft tolle Buchumschläge. Das Cover von Brent Runyons „Maybe“ ist jedenfalls ein Blickfang: der gelbe Mond auf schwarzem Hintergrund, die von links nach rechts heller werden Schrift des Titels – da stimmt einfach alles.

Der Amerikaner Brent Runyon hat mit „Maybe“ sein erstes Buch verfasst – seltsam ist es irgendwie, wenn man dann als Hintergrundinformation über den Autor im Buchumschlag liest, dass der Autor nach einem Selbstmordversuch im Alter von 14 Jahren angefangen hat, zu schreiben… Nach Lektüre des Buches weiß man jedoch, dass die Geschichte eben etwas damit zu tun hat.

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