
(Carlsen-Verlag 2010, 173 Seiten)
Bei dem Cover und Titel von Sofie Lagunas Buch „Ich bin Bird“ musste ich sofort an einen Film aus den 80-er Jahren denken: „Birdy”. In dem Film zieht sich ein amerikanischer Vietnam-Soldat, der Birdy genannt wird, nach seiner Rückkehr in die Heimat in eine Traumwelt zurück. Auch Birdy ist – wie die Hauptperson in Sofie Lagunas Kinderroman – von Vögeln begeistert … Ist diese Ähnlichkeit Zufall? Kennt die aus Australien stammende Autorin den Film, ja, hat sie von ihm vielleicht sogar die Grundidee für ihr Kinderbuch übernommen? Egal, hier geht es ja darum, ob „Ich bin Bird“ ein gutes Kinderbuch ist …
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Ulf Cronenberg
11. Mai 2010
13.642 Seitenaufrufe
ab 10/11 Jahren, Autoren K - O, KurzrezensionAbhauen, Alleinerziehende, Freundschaft, Umzug
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(Bloomsbury-Verlag 2010, 171 Seiten)
Jugendbücher, in denen es um das Thema ungewollte Schwangerschaft in Jugendjahren geht, sind eher rar gesät. Zwei davon habe ich in den letzten Jahren gelesen: Christine Fehérs „Vincent, 17, Vater“ und Nick Hornbys „Slam”. Restlos begeistert haben mich beide Bücher nicht – dem zweitgenannten würde ich jedoch klar den Vorzug geben. Mit „9 Monate XXL“ ist es jetzt ein weiteres Buch, das von dem spanischen Autoren David Nel·lo stammt, zu dem Thema erschienen. (Was übrigens der Punkt in dem Nachnamen des Autors bedeutet, weiß ich auch nicht …)
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Ulf Cronenberg
19. April 2010
8.179 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (4 Punkte)Beziehung, Familie, Geburt, Schwangerschaft
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(Fischer-Verlag 2010, 224 Seiten)
„Waschen, Schneiden, Leben!“, so heißt der Slogan auf der Rückseite des Buches, sozusagen die Kurzzusammenfassung von Marie-Aude Murails neuem Jugendroman. Alles klar? Zumindest macht der Spruch neugierig …
Mit „Simpel“, das 2009 von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, ist die Französin Marie-Aude Murail spätestens auch in Deutschland bekannt geworden. Zu meiner Schande – es gibt auch bei mir Bücher, die ich immer lesen wollte, zu denen ich dann aber doch nicht gekommen bin – muss ich anfügen, dass ich „Simpel“ nicht gelesen habe. „Über kurz oder lang“ ist also mein erstes Buch von Marie-Aude Murail.
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Ulf Cronenberg
5. April 2010
36.498 Seitenaufrufe
ab 12/13 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (5 Punkte)Beruf, Schule, Selbstfindung
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(Hanser-Verlag 2010, 201 Seiten)
Sally Nicholls‘ „Wie man unsterblich wird“ war im Jahr 2008 eine der großen Überraschungen auf dem Kinderbuchmarkt. Von der traurigen wie erfrischenden Geschichte über den leukämie-kranken Sam waren wirklich alle begeistert.
Zwei Jahre später ist nun das zweite Buch der 1983 geborenen Engländerin herausgekommen: „Zeit der Geheimnisse“. Und wie immer nach hochgelobten Erstlingswerken ist es auch diesmal spannend, ob Sally Nicholls an den großen Erfolg ihres ersten Werkes anknüpfen kann.
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Ulf Cronenberg
1. April 2010
11.479 Seitenaufrufe
ab 10/11 Jahren, Autoren K - OGroßeltern, Kindheit, Mutter, Mythen, Tod
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(Beltz & Gelberg-Verlag 2010, 237 Seiten)
„Echte Cowboys“ – nicht gerade ein Titel, unter dem man sich viel vorstellen kann. Dazu noch ein etwas seltsam aussehendes Cover. Der Klappentext auf der Rückseite verrät da schon mehr und macht den Leser neugierig.
Stephan Knoesels erster Jugendroman handelt von drei jugendlichen Einzelgängern – Großstadt-Cowboys eben –, die sich kennen lernen. Der Autor, bereits mit dem Literaturstipendium der Stadt München ausgezeichnet, lebt ansonsten davon, dass er als freier Autor Drehbücher schreibt – keine schlechte Voraussetzung für ein interessantes Buch.
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Ulf Cronenberg
17. März 2010
21.249 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (4 Punkte)Beziehung, Familie, Freundschaft, Selbstmord
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(Gerstenberg-Verlag 2010, 126 Seiten)
Jan, der Löwe – so würde der Name des belgischen Autoren Jan de Leeuw auf Deutsch heißen, wenn man ihn übersetzt. Das klingt so richtig mittelalterlich … Jan de Leeuw ist von Beruf Psychologe, sehr viel mehr erfährt man über ihn in den Autoreninformationen dann allerdings nicht.
Der Titel des Jugendbuchs, aber auch das Buchcover machen den Leser und Betrachter zumindest neugierig. Verraten sei zumindest schon, dass die Geschichte dem in nichts nachsteht …
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Ulf Cronenberg
7. März 2010
27.324 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (5 Punkte)Mutter, Psychiatrie, Selbstmord, Tod, Verliebtsein
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(Thienemann-Verlag 2010, 354 Seiten)
Da ist man gerade auf Seite 353 und blättert weiter, um dann auf der übernächsten Seite die Überschrift „Ein Nachwort“ zu lesen. So ging es mir bei Gina Mayers neuestem Buch „Die verlorenen Schuhe“, das recht abrupt endete. Ich hatte vorher nicht gesehen, dass am Ende außer dem Nachwort noch das Interview mit einer Frau, die als 11-Jährige aus Schlesien fliehen musste, sowie ein umfangreiches Glossar abgedruckt sind.
Das Thema des Buches ist damit auch schon indirekt benannt: Gina Mayer schreibt (übrigens erstmals im Thienemann-Verlag) über die Vertreibung eines Mädchens aus Schlesien, das am Ende des Zweiten Weltkrieges von der russischen Armee besetzt wurde.
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Ulf Cronenberg
1. Februar 2010
14.829 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (5 Punkte)Flucht, Schlesien, Zweiter Weltkrieg
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(Carlsen-Verlag 2009, 173 Seiten)
Schon wieder ein Buch, das zur Zeit des Zweiten Weltkriegs spielt? Manchmal wundere ich mich, warum über den Zweiten Weltkrieg und die Judenverfolgung noch immer so viele Kinder- und Jugendbücher erscheinen. Schließlich haben die meisten Autoren, die darüber schreiben, die Zeit nicht selbst erlebt … Das gilt auch für den Engländer Michael Morpurgo, der 1943 geboren wurde und mit „Warten auf Anya“ ein Buch über die Zeit des Zweiten Weltkriegs in einem französischen Dorf geschrieben hat.
Zugleich – das muss natürlich auch gesagt werden – ist es jedoch gut, dass junge Leser auch heute immer wieder an diese schlimme Zeit erinnert werden.
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Ulf Cronenberg
24. Januar 2010
9.546 Seitenaufrufe
ab 12/13 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (4 Punkte)Drittes Reich, Frankreich, Judenverfolgung, Zweiter Weltkrieg
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(S. Fischer-Verlag 2009, 436 Seiten)
Es gibt Bücher, für die braucht man Durchhaltevermögen. Und Reif Larsens „Die Karte meiner Träume“ ist so ein Buch, das man nicht mal nebenbei durchschmökert. 436 Seiten – das klingt nach nicht allzu viel. Aber neben dem eigentlichen Buchtext findet man in dem Buch Hunderte von Nebenbemerkungen und Zeichnungen, und es kostet Zeit, das alles durchzuackern.
Ob sich das lohnt? Lest einfach weiter … – ein außergewöhnliches Buch ist Reif Larsens Roman in jedem Fall. Das sei schon verraten.
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Ulf Cronenberg
13. Dezember 2009
9.421 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (5 Punkte)Hochbegabung, Karten, Kartografie, USA, Wunderkinder
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(cbt 2009, 270 Seiten)
Vor zwei Jahren waren Rachel Cohn und David Levithan mit „Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht“ von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden. Doch leider habe ich das Buch nicht gelesen, auch wenn ich vor allem Gutes darüber gehört habe. Mit „Naomi & Ely“ hat das Autorenduo dieses Jahr einen neuen Jugendroman herausgebracht, und es geht um die Wirren der Liebe in all ihren Facetten. Das schon mal vorab …
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Ulf Cronenberg
24. November 2009
9.539 Seitenaufrufe
ab 14/15 Jahren, Autoren A - E, Autoren K - O, Bestenliste (4 Punkte)Homosexualität, Liebe, New York, Verliebtsein
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(Suhrkamp-Verlag 2009, 271 Seiten)
„Ich, John“ ist in der neuen Reihe „suhrkamp nova“ erschienen, in der der Suhrkamp-Verlag seit kurzem Erstausgaben in Klappenbroschur-Aufmachung herausgibt. Ein typisches Jugendbuch ist „Ich, John“, das erste Buch des irischen Musikjournalisten Peter Murphy, nicht … Aber wegen der jugendlichen Hauptfigur kann man den Roman durchaus jugendlichen Lesern ab 15 oder 16 Jahren empfehlen.
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Ulf Cronenberg
6. November 2009
18.224 Seitenaufrufe
ab 16/17 Jahren, Autoren K - O, Bestenliste (4 Punkte), KurzrezensionIrland, Jugend, Mutter
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(Ravensburger-Verlag 2009, 256 Seiten)
20 Jahre ist es her, dass die Mauer zwischen West- und Ost-Deutschland bzw. West- und Ost-Berlin geöffnet wurde, und zu diesem Jubiläum gibt es auch ein paar Bücher, die sich dem Thema widmen. Petra Kaschs Buch „Bye-bye, Berlin“ schildert nicht direkt die Zeit der Mauer- und Grenzöffnung, sondern spielt im Jahr 1995, thematisiert aber die Folgen der Wiedervereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland. Es wird vom Schicksal einer Familie erzählt, die nach der Maueröffnung nicht wieder so richtig Tritt gefasst und mit den Folgen der Wiedervereinigung zu kämpfen hat.
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Ulf Cronenberg
24. Oktober 2009
16.985 Seitenaufrufe
ab 12/13 Jahren, Autoren K - O, KurzrezensionBerlin, DDR, Familie, Fotografie
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