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Lesealter

Buchbesprechung: Mirjam Pressler “Nathan und seine Kinder”

Cover PresslerLesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2009, 248 Seiten)

Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing (mit Links zu den entsprechenden Wikipedia-Artikeln), das 1779 das erste Mal veröffentlicht wurde, ist eines der bekanntesten Theaterstücke der deutschen Literatur und nach Goethes „Faust“ das am häufigsten gespielte Stück auf deutschen Theaterbühnen. Für Germanisten und auch für viele Oberstufenschüler zählt das Drama zur Standardlektüre. Doch einfach zu lesen ist es gerade für jüngere Leser nicht. Mirjam Pressler hat sich daran gemacht, aus der Theatervorlage einen Jugendroman zu schreiben und so das wichtige Werk der deutschen Aufklärung auch Jugendbuchlesern zugänglich zu machen. Ein ehrwürdiges Vorhaben …

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Buchbesprechung: Eoin Colfer “Artemis Fowl – Das Zeitparadox”

colfer_artemis6.jpgLesealter 10+(List-Verlag 2009, 380 Seiten)

Von „Rotkäppchen muss weinen“ zu „Artemis Fowl“ – ein ganz schön weiter Sprung. Aber es ist ja gut, dass die Spannbreite von Kinder- und Jugendbüchern so groß ist.

Eoin Colfer kommt mit seinen Artemis-Fowl-Büchern das große Verdienst zu, auch 10- bis 12-jährige Lesemuffel an Bücher hinzuführen. „Das Zeitparadox“ ist der sechste Band der Reihe über den hochintelligenten und eingebildeten Jungen, der nicht gerade immer mit lauteren Mitteln seine Interessen und verrückten Ideen durchsetzt.

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Buchbesprechung: Beate Teresa Hanika “Rotkäppchen muss weinen”

Cover HanikaLesealter 14+(Fischer Schatzinsel 2009, 223 Seiten)

Auch wenn „Rotkäppchen muss weinen“ erst 2009 erschienen ist, im Jahr 2007 hat das Werk schon den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis bekommen. Wie das geht? Beate Teresa Hanika hat das Buch (allerdings noch unter dem Titel „Malvina in der Seifenblase“) als Manuskript eingereicht. Trotzdem seltsam, dass es dann noch so lange gedauert hat, bis das Buch, übrigens Beate Teresa Hanikas Erstlingswerk, schließlich erschienen ist.

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Buchbesprechung: Ingrid Law “Schimmer”

Cover LawLesealter 11+(Carlsen-Verlag 2009, 238 Seiten)

Zwei Buchbesprechungen habe ich von „Schimmer“ bereits gelesen – und in beiden war das Erstlingswerk der Amerikanerin Ingrid Law ziemlich deutlich gelobt worden. Ein Grund, mir selbst das Buch anzuschauen …

„Schimmer“ ist ein eigenwilliger Jugendroman: Es spielt in der Gegenwart, hat aber ein paar behutsame Fantasy-Elemente. So viel noch vorab zu dem Buch.

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Buchbesprechung: Mischa-Sarim Vérollet “Das Leben ist keine Waldorfschule”

Cover VérolletLesealter 16+(Carlsen-Verlag 2009, 155 Seiten)

Wisst ihr, was ein Poetry Slam ist? Ein Dichter-Wettkampf auf einer Bühne, bei dem mehrere Autoren gegeneinander antreten und versuchen, selbst geschriebene kurze Texte möglichst witzig und ausdrucksvoll vorzulesen. Das Publikum dient dabei als Jury, und das Ganze folgt festen Regeln. (Mehr über Poetry Slams erfahrt ihr in diesem Wikipedia-Artikel.)

Warum ich das frage? Weil Mischa-Sarim Vérollet Poetry Slam-Dichter ist und jetzt eine Auswahl seiner besten Texte in einem Buch bei Carlsen veröffentlicht hat. Kein ganz typisches Jugendbuch ist das, aber eines, das Jugendliche lesen können.

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Buchbesprechung: Jenny Valentine “Wer ist Violet Park?”

Cover ValentineLesealter 14+(dtv 2009, 200 Seiten)

Ein auffälliges Cover hat dieses Buch jedenfalls. Es zeigt, dass „Wer ist Violet Park?“ als Tagebuch geschrieben ist, und die Zeichnungen auf dem Buchumschlag geben Sachen wieder, die in dem Buch vorkommen. Ganz links unten steht der Satz: „Ich traf Violet, nachdem sie gestorben war, aber das hielt mich nicht davon ab, sie kennenzulernen.“ Ziemlich geschickt: Denn der Satz macht neugierig auf das Debüt der Engländerin Jenny Valentine.

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Buchbesprechung: Charlotte Kerner (Hrsg.) “Die nächste GENeration”

(Update 26.03.2009: Ergänzung eines Fotos aus dem Buch.)

Cover KernerLesealter 15+(Beltz & Gelberg-Verlag 2009, 247 Seiten plus Anhang)

„Science + Fiction“ – so lautet der Untertitel zu dem von Charlotte Kerner herausgegebenen Buch „Die nächste GENeration“. Das ist kein Zufall. Denn in dem Buch treffen Sachtexte und kurze Erzählungen aufeinander, die auszuloten versuchen, welche Veränderungen in den nächsten Jahrzehnten durch die Genforschung auf uns zukommen könnten. Ein Crossover-Buch ist dadurch entstanden, ein Buch, das sich nicht so recht einordnen lässt … Aber das ist dem Thema ja auch angemessen.

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Buchbesprechung: Paul Kropp “Ein Coach fürs erste Mal”

Cover KroppLesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2009, 182 Seiten)

Das Thema ist nicht unbedingt neu – ich erinnere mich an einen witzigen Film namens „Hitch – der Date Doktor“ (mit Will Smith), den ich vor ein paar Jahren gesehen habe. Ich habe im Kino viel gelacht habe, aber natürlich war der Film nicht allzu tiefschürfend.

Der Amerikaner Paul Kropp hat ein Jugendbuch geschrieben, das ein ähnliches Thema hat. Ein Junge will endlich ein Date mit einem Mädchen haben und hat dabei Ratgeber, die ihm mehr oder weniger wertvolle Tipps geben …

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Buchbesprechung: Marnelle Tokio “Nichts leichter als das”

Cover TokioLesealter 13+(Carlsen-Verlag 2009, 286 Seiten)

Essstörungen kommen vor allem unter Mädchen, zunehmend aber auch unter Jungen, ziemlich häufig vor – doch so richtig gute Jugendbücher über das Thema sind nicht unbedingt leicht zu finden. Eigentlich hatte ich mir von Marnelle Tokios Jugendbuch, dem Werk einer kanadischen Autorin, auch nicht allzu viel erwartet – jedoch war ich dann (das schon vorab) positiv von dem Buch überrascht. Warum? Lest einfach weiter …

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Kurzrezension: Lily Archer “Der Schneewittchen-Club”

Cover ArcherLesealter 12+(Hanser-Verlag 2009, 299 Seiten)

Schon das Buchcover weist mögliche Leser darauf hin, für wen Lily Archers Jugendbuch wohl am ehesten geeignet ist … Wollt ihr raten? Genau: für Mädchen – und zwar ab einem Alter von 12 Jahren. Die Amerikanerin Lily Archer hat mit „Der Schneewittchen-Club“ ihr erstes (Jugend-)Buch geschrieben und zählt – 1963 geboren – wohl eher zu den spät berufenen Autorinnen …

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Buchbesprechung: Ingvar Ambjørnsen “Morde in Barkvik”

Cover AmbjörnsenLesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2009, 264 Seiten)

Nicht ganz zwei Jahre ist es her, dass ich Ingvar Ambjørnsens ersten Filip-Moberg-Roman mit dem Titel “Die Gangster von Steinsund” gelesen habe. Und im Großen und Ganzen war ich ganz angetan von diesem Jugendkrimi.

Der norwegische Schriftsteller, der seit längerer Zeit in Hamburg lebt, hat nun nachgelegt und einen zweiten Kriminalroman mit Filip Moberg und seinem Onkel Ernst als skurrile Detektive geschrieben. Mal sehen, was Band 2 zu bieten hat …

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Buchbesprechung: Kevin Brooks “Being”

Cover BrooksLesealter 14+(dtv 2009, 368 Seiten)

Fast jedes Jahr wartet Kevin Brooks mit einem neuen Buch auf, und eigentlich immer sind es Thriller für Jugendliche, die es in sich haben – keine leichte Kost, nichts für zartbesaitete Leser.

„Being“ heißt Kevin Brooks‘ neuester Roman – und der Titel ist Programm: Es geht um die menschliche Existenz und Fragen wie: Was macht einen Menschen aus? Sind es seine Gefühle? Ist es sein Denken? Oder ist es sein Körper? Ein spannendes Thema – das vorweg …

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