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ab 14/15 Jahren

Buchbesprechung: Andreas Langer „They Are Everywhere“

Cover: Andreas Langer „They Are Everywhere“Lesealter 14+(Überreuter-Verlag 2025, 345 Seiten)

Der Titel „They Are Everywhere“ klingt doch irgendwie gleich nach einem Science-Fiction-Buch – doch während man sich da vielleicht Außerirdische vorstellt, die die Erde überrennen, geht es dann doch um etwas anderes: um unsere Welt, die aus anderen Gründen außer Kontrolle gerät (dazu gleich mehr). Andreas Langer hatte für sein Kinderbuch „Schneekinder“, das ich nicht gelesen habe, das Kranichsteiner Kinder- und Jugendliteraturstipendium für Nachwuchstalente im deutschen Sprachraum bekommen. Der vorliegende Roman ist meines Wissens sein erstes Buch für ältere Leser/innen.

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Buchbesprechung: Jumata Emill „Kill the Truth“

Cover: Jumata Emill „Kill the Truth“Lesealter 14+(dtv 2025, 394 Seiten)

Seltsam, man findet bei dem Buch den Namen des Übersetzers weder im Copyright auf den ersten Buchseiten noch auf Seite 3, wo Titel und Autor (und sonst auch der Übersetzer) stehen. Lediglich im Klappentext wird aufgeführt, wer das Buch übersetzt hat. So sollte es jedenfalls nicht sein, da wird ein Übersetzer eindeutig zu wenig gewürdigt.
Der Titel des Buchs ist schon sehr reißerisch, vor allem der Untertitel „Eure Lügen, meine Schuld“. Eigentlich stößt mich das eher ab; aber ich hatte mal wieder Lust, ein spannendes Buch, das irgendwas zwischen Krimi und Thriller ist, zu lesen …

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Buchbesprechung: Bea Davies „Super-GAU“

Cover: Bea Davies „Super-GAU“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2025, 203 Seiten)

Bea Davies hat in den letzten Jahren einige Kinder- und Jugendbücher illustriert, darunter das geniale „Himmelwärts“ von Karen Köhler, in dem sich ihre Illustrationen wunderbar in den Text eingefügt haben. Nun hat die Illustratorin meines Wissens erstmals alleine inhaltlich wie zeichnerisch ein Buch veröffentlicht: eine Graphic Novel. Der Titel ist ungewöhnlich, spielt auf das große Tōhoku-Erdbeben 2011 an, dem über 22.000 Menschen zu Opfer fielen, dessen Tsunami außerdem beim Atomkraftwerk in Fukushima einen Super-GAU auslöste.

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Buchbesprechung: Efua Traoré „Sister Spirit“

Cover: Efua Traoré „Sister Spirit“Lesealter 14+(Karibu-Verlag 2025, 310 Seiten)

Afrika ist ein geheimnisvoller Kontinent, und auch wenn ich ihn noch nie richtig bereist habe, so übt er eine gewisse Faszination auf mich aus. Allerdings habe ich vor dem Kontinent auch eine gehörige Portion Respekt – aus unterschiedlichen Gründen. Viele Ländern sind politisch alles andere als stabil; es gibt dort viel Leid; und dass wir westlichen Ländern Afrika nach wie vor ausbeuten, macht es nicht besser. Von daher war ich gespannt auf den Jugendroman von Efua Traoré (die übrigens in München lebt), weil dessen Hauptfigur nach Nigeria reist …

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Buchbesprechung: Nina Scheweling „Academy of Lies – Anatomie einer Verschwörung“

Cover: Nina Scheweling „Academy of Lies”, Band 1Lesealter 14+(Loewe-Verlag 2025, 398 Seiten)

„Academy of Lies“ ist ein Buch, das ich eher nicht zu meinen bevorzugten Lektüren rechnen würde; doch mir hat der erste Jugendroman von Nina Scheweling („Full Dive“) gut gefallen, und ab und zu muss es auch mal sein, etwas eher Ungewohntes zu lesen. Übrigens: Wer das Buch ausgelesen hat, findet am Ende auf einer Seite den Hinweis auf die Telefonseelsorge und darauf, dass man das Buch nicht lesen sollte, wenn man Schwierigkeiten mit Themen wie Tod, Mord, Trauer etc. habe. Schon etwas seltsam – den Hinweis sollte man vielleicht besser an den Anfang des Buchs stellen …

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Buchbesprechung: Suzanne Collins „Die Tribute von Panem L – Der Tag bricht an“

Cover: Suzanne Collins „Die Tribute von Panem – Der Tag bricht an"Lesealter 14+(Oetinger-Verlag 2025, 459 Seiten)

Die Fan-Gemeinde von „Tribute von Panem“ ist immer noch groß, und auf ein weiteres Buch haben die Fans lange gewartet (es war ja nicht sicher, ob da noch was folgen wird). Auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2024 wurden Cover und Titel des neuen Bandes vorgestellt; und dass der Band die Geschichte von Katniss‘ Mentor Haymitch Abernathy erzählt, wie er 25 vorher die Hungerspiele gewonnen hat, war schon vorab durchgesickert. Im Gegensatz zum ersten Prequel „Das Lied von Vogel und Schlange“ stehen also mehrheitlich bereits bekannte Figuren im Zentrum.

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Buchbesprechung: Nils Mohl „Engel der letzten Nacht“

Cover: Nils Mohl „Engel der letzten Nacht“Lesealter 15+(Rotfuchs 2025, 223 Seiten)

Nils Mohls „Henny & Ponger“ war einer meiner Lieblingsromane aus den letzten Jahren – allerdings war ich überrascht, als ich gesehen habe, dass er schon vor viereinhalb Jahren erschienen ist. Es kam mir deutlich kürzer vor. Nun gibt es einen neuen Roman des Autors aus Hamburg, und das Cover von „Engel der letzten Nacht“ gefällt mir ausgesprochen gut. Auf der Webseite von Nils Mohl kann man dazu lesen, dass das Covermotiv, das auf eine Szene am Buchende anspielt, eigens von Brozilla, einem Streetart-Künstler aus Hamburg, für diesen Roman geschaffen wurde.

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Buchbesprechung: Hilde Myklebust „Auch am Tag leuchten die Sterne“

Cover: Hilde Myklebust „Auch am Tag leuchten die Sterne“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2025, 255 Seiten)

Allzu viele Jugendbücher aus Norwegen bekommt man auf Deutsch nicht zu lesen; es dürfte nur eine Handvoll sein, die ich in den letzten 20 Jahren in den Händen gehalten habe (das letzte norwegische Buch, das ich vor fast 5 Jahren besprochen habe, war „Sommer ist trotzdem“ von Espen Dekko). Die Norwegerin Hilde Myklebust hat schon Bücher für Kinder geschrieben – vor allem Bilderbücher und Lyrikbände. Mit „Auch am Tag leuchten die Sterne“ hat sie nun aber ihr Jugendroman-Debüt vorgelegt; und vorweg sei gesagt, dass dahinter eine traurige Geschichte steht.

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Buchbesprechung: Stephan Knösel „Das Leben ist nichts für Anfänger“

Cover: Stephan Knösel „Das Leben ist nichts für Anfänger“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg 2025, 138 Seiten)

Da ist mir doch im letzten Jahr glatt ein Buch von Stephan Knösel durch die Lappen gegangen: „Behalt Dein Herz. Ihr könnt mich mal“ war allerdings auch für jüngere Leser/innen ab 11 Jahren. Seinen neuen Jugendroman – „Das Leben ist nichts für Anfänger“ ist ein fast etwas abgedroschener Titel – habe ich nun aber gelesen. Das Buch kommt als recht schmales Bändchen daher – fast im Novellenumfang, zumal es noch einige leere graue Deckseiten an den Kapitelanfängen gibt – und hat ein aktuelles Thema: Messerstechereien unter Jugendlichen nehmen zu, und genau darum geht es in dem Roman.

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Buchbesprechung: Tobias Wagner „Death in Brachstedt“

Cover: Tobias Wagner „Death in Brachstedt“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg 2025, 207 Seiten)

Ist es schon wieder zwei Jahre her, dass ein Buch mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnet worden ist? 2023 war das prämierte Buch David Blums „Kollektorgang“ gewesen, zwei Jahre davor Juliane Pickels „Krummer Hund“ – beides durchaus interessante Bücher, die ich als ungewöhnlich bezeichnen würde. Tobias Wagner ist der nächste Autor, der ausgezeichnet wurde, und als Belohnung winkt ja immer die Veröffentlichung des Manuskripts im Beltz&Gelberg-Verlag. Der Titel von Tobias Wagners Roman ist jedenfalls schon mal auffällig: wegen des englischen Worts im Verbund mit dem deutschen Ortsnamen.

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Buchbesprechung: K. J. Reilly „Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“

Cover: K. J. Reilly „Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“Lesealter 14+(dtv 2024, 338 Seiten)

Den Titel finde ich ja ziemlich cool, auch wenn ich mir, ehrlich gesagt, nicht so richtig vorstellen konnte, um was es in dem Jugendroman gehen könnte. K. J. Reilly ist in Deutschland eine bisher unbekannte Autorin, und das vorliegende Buch ist, glaube ich, ihr Debütroman (inzwischen ist von der Autorin auf Englisch ein zweiter Roman erschienen). Früher hat K. J. Reilly Psychologie studiert, außerdem für mehrere Werbeagenturen gearbeitet – beides ja nicht die schlechtesten Voraussetzungen, wenn man dann einen Jugendroman schreiben will.

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Buchbesprechung: Pei-yun Yu & Jian-xin Zhou „Tsai Kun-lin – Was bleibt“

Cover: Pei-yun Yu & Jian-xin Zhou „Tsai Kun-lin – Was bleibt“Lesealter 14+(Baobab Books 2024, 159 Seiten)

Es war nicht so ganz selbstverständlich, dass alle vier Bände der Graphic Novel über den taiwanesischen Bürgerrechtler Tsai Kun-lin erscheinen würden – ob die weiteren Bände auch ins Deutsche übertragen werden, wurde erst nach dem ersten Band entschieden. Aber nun sind wir beim vierten und letzten Band angelangt, und was Baobab Books da auf die Beine gestellt hat, ist ein ambitioniertes Projekt. Ich war vorab gespannt, welche Farben diesmal im Vordergrund stehen würden; auf dem Cover ist es ein leicht abgedunkeltes Orange und helles, leicht pastellenes Grün.

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