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Schlagwort Archiv: Zukunft

Buchbesprechung: Mary E. Pearson „NIEundEWIG“

Cover Mary E. PearsonLesealter 14+(Fischer Schatzinsel 2012, 382 Seiten)

Ursprünglich war der Folgeband zu Mary E. Pearsons „ZWEIundDIESELBE“ gar nicht geplant, nehme ich an. Jedenfalls kann man das Buch, das 2010 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert war, als abgeschlossen ansehen. Das drei Jahre später erschienene „NIEundEWIG“ ist dennoch quasi ein zweiter Band, den man notfalls sicher auch alleine lesen kann, bei dem sich einem manches jedoch erst richtig erschließt, wenn man „ZWEIundDIESELBE“ kennt.

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Buchbesprechung: Jay Asher & Carolyn Mackler „Wir beide, irgendwann“

Cover Jay Asher & Carolyn MacklerLesealter 13+(cbt-Verlag 2012, 394 Seiten)

Es scheint in Mode zu sein, dass sich zwei Autoren zusammentun und gemeinsam ein Buch schreiben. Nicht zufälligerweise werden diese Jugendromane dann meist zweiperspektivisch erzählt: Autor 1 (im vorliegenden Fall Jay Asher) übernimmt z. B. den Part eines Jungen, Autorin 2 (Carolyn Mackler) widmet sich der weiblichen Hauptfigur. Trickreich und wohl auch bewährt ist das Rezept, stellt es doch sicher, dass zwei Erzähler unterschiedliche Stimmen bekommen. Ob das Buch dann auch gut ist, hat damit jedoch noch nichts zu tun.

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Buchbesprechung: Holly-Jane Rahlens „Everlasting“

Cover Holly-Jane RahlensLesealter 15+(Wunderlich-Verlag 2012, 422 Seiten)

Von Holly-Jane Rahlens habe ich schon einige Bücher gelesen, und als mir die Autorin vor einiger Zeit geschrieben hat, dass sie ein neues, ganz anderes Buch – diesmal auch nicht in einem Jugendbuchverlag herausgegeben – veröffentlichen wird, war ich natürlich neugierig. Ich habe versprochen, das Buch zu lesen; und ja, es ist wirklich diesmal etwas ganz anderes … Es geht nicht um Amerikaner in Deutschland, nicht um eine jüdische Familie, nicht um den Mauerfall, sondern … Lest einfach weiter.

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Buchbesprechung: Suzanne Collins „Die Tribute von Panem. Flammender Zorn“

Cover Suzanne CollinsLesealter 13+(Oetinger-Verlag 2011, 428 Seiten)

Bei meinen Schülern einer 6. Klasse zirkulierte Band 3 von „Die Tribute von Panem“ mit dem Titel „Flammender Zorn“ kurz nach Erscheinen – es hat nicht lange gedauert, bis die Fans der Reihe das Buch verschlungen hatten. Zugegeben: Bei mir lag er wirklich lange auf meinem Bücherstapel. Aber ich hatte im letzten dreiviertel Jahr einfach immer anderes in meiner sowieso knapp bemessenen Zeit zu lesen … Und manchmal ist es ja auch gut, mit etwas Abstand auf Titel zu gucken – wenn der erste große Hype vorbei ist. Immerhin habe ich es jetzt aber doch noch geschafft. Und hier ist die Buchbesprechung zum Abschlussband der Trilogie.

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Kurzrezension: Caragh O'Brien „Die Stadt der verschwundenen Kinder“

Cover Caragh O'BrienLesealter 12+(Heyne fliegt-Verlag 2011, 464 Seiten)

Distopien sind zweifelsohne in. Erst die letzte Buchbesprechung vor ein paar Tagen (Daniel Höras „Das Ende der Welt“) hat ein düsteres Zukunftsszenario entworfen, und Caragh O‘Brien hat mit „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ etwas Ähnliches vorgelegt: Beiden Büchern liegt eine nicht näher benannte Umweltkatastrophe zugrunde, die das Leben der Menschen auf den Kopf gestellt hat. Caragh O‘Briens Buch ist dabei jedoch weniger düster als das von Daniel Höra – das schon einmal vorab.

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Buchbesprechung: Daniel Höra „Das Ende der Welt“

Cover Daniel HöraLesealter 14+(Bloomsbury-Verlag 2011, 377 Seiten)

Hiphop. Bedeutung unklar. Möglicherwiese eine Kletterpflanze mit unangenehm riechenden Blüten, die zur Rauscherzeugung getrocknet und geraucht wurden.

Daniel Höra hat vor zweieinhalb Jahren mit „Gedisst” seinen ersten Roman veröffentlicht. Das obige Zitat stammt aus dem fiktiven Glossar am Ende seines zweiten Romans mit dem Titel „Das Ende der Welt“. Und damit ist indirekt schon klar, dass Höras neues Buch etwas ganz anderes als „Gedisst“ ist: nämlich ein Roman, der in der Zukunft spielt.

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Buchbesprechung: Rachel Ward „Numbers – Den Tod vor Augen“

Cover Rachel WardLesealter 14+(Chicken-House-Verlag 2011, 429 Seiten)

Band 1 von „Numbers“ mit dem Untertitel „Den Tod im Blick“, der Debütroman der Engländerin Rachel Ward, war ein voller Erfolg. In England hat die Autorin dafür Preise eingeheimst, in Deutschland steht sie auf der Nominierungsliste der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 – nicht zu Unrecht, auch wenn das Buch, wie ich fand, kleinere Schwächen hat. Aber die Grundidee war schlichtweg faszinierend. Vor ein paar Wochen ist Band 2 „Numbers – Den Tod vor Augen“ erschienen, und ich war gespannt, ob Rachel Ward nicht nur ein pflichtmäßiges Sequel geschrieben hat, sondern ob die Geschichte genauso packend weitergeht …

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Kurzrezension: Doris Mayer „365“

Cover MayerLesealter 16+(Picus-Verlag 2010, 223 Seiten)

Manchmal ist es interessant, wenn man bei den Presseleuten eines Verlages nachfragt, ob sie auch im Erwachsenen-Programm ein Buch haben, das für Jugendliche interessant sein könnte. So bin ich jedenfalls zu Doris Mayers Roman „365“ gekommen, nachdem ich aus dem gleichen Verlagshaus auch Gabi Kreslehners „In meinem Spanienland“ – ebenfalls kein ausgewiesenes Jugendbuch – gelesen hatte. Ist „365“ wirklich ein Buch, das man Jugendlichen empfehlen kann? Das war die Frage …

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Buchbesprechung: Susan Beth Pfeffer “Die Welt, wie wir sie kannten”

Cover PfefferLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2010, 410 Seiten)

Das Buch war noch gar nicht erschienen, da wurde es vom Bulletin Jugend & Literatur schon mit der Auszeichnung „Eule des Monats“ bedacht. Susan Beth Pfeffers Zukunftsroman „Die Welt, wie wir sie kannten“, der im Original bereits 2006 erschienen ist, wird vom Carlsen-Verlag in diesem Frühjahr besonders umworben – eher ungewöhnlich für ein Jugendbuch, das eine in nicht allzu ferner Zukunft stattfindende Katastrophe beschreibt. Die letzten Jahre waren wir ja vom Carlsen-Verlag eher immer mit Fantasy- oder den Bis(s)-Büchern beglückt worden.

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Buchbesprechung: Cory Doctorow “Little Brother”

Cover DoctorowLesealter 15+(rororo 2010, 473 Seiten)

Wendet man den Buchdeckel von „Little Brother“, so wird man gleich mit einer ellenlangen Liste von Auszeichnungen, die das Buch im Original bekommen hat, konfrontiert. Anscheinend hat Cory Doctorows Roman nicht wenige Preise eingeheimst. Auf dem Cover werden außerdem Neil Gaiman und Scott Westerfeld zitiert, die das Buch empfehlen. Über solche Lobhudeleien vorab mag man geteilter Meinung sein …

Und worum geht es in dem Buch? Der Titel „Little Brother“ ist kein Zufall, denn das Buch lehnt sich an George Orwells „1984“ an. Dessen bekannter Spruch „Big brother’s watching you“ ist zu einer Art Synonym für den Überwachungsstaat geworden. Cory Doctorows Buch will zeigen, wie ein Überwachungsstaat heute aussehen könnte.

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Buchbesprechung: Bernard Beckett “Das neue Buch Genesis”

Cover BeckettLesealter 15+(Script5-Verlag 2009, 172 Seiten)

Gute und packende Science-Fiction-Bücher sind unter den Jugendbüchern eher eine Seltenheit. Das wundert mich immer ein bisschen, weil es so viele Themen gibt (Gentechnik, Klimaerwärmung, Terrorismus etc.), bei denen es durchaus sinnvoll wäre, weitere Entwicklungen fiktiv in einem Roman durchzuspielen und so bei Jugendlichen Sensibilität für wichtige Gegenwartsfragen zu wecken. Denn genau das vermögen gute Science-Fiction-Bücher …

„Das neue Buch Genesis“ gehört jedenfalls zum Science-Fiction-Genre, und vorweggenommen sei schon einmal, dass es interessante, aber auch nicht ganz einfache philosophische Fragen aufwirft.

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Buchbesprechung: Saci Lloyd “Euer schönes Leben kotzt mich an”

Cover LloydLesealter 13+(Arena-Verlag 2009, 343 Seiten)

Der April 2009 war in Deutschland der wärmste April seit dem Beginn verlässlicher Wetteraufzeichnungen vor knapp 120 Jahren; die jährliche Jahresdurchschnittstemperatur ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen – solche Meldungen häufen sich in den letzten Jahren. Die führenden Klimaforscher sind sich inzwischen einig, dass diese Klimaveränderungen nicht von normalen Schwankungen, wie es sie immer auf der Erde gab, herrühren, sondern auf den menschlichen Einfluss, insbesondere den rasanten Anstieg von Treibhausgasen wie CO₂ zurückzuführen sind.
Saci Lloyd hat diese Entwicklungen in einem Zukunftsroman, der den Untertitel „Ein Umweltroman aus dem Jahr 2015“ trägt, weitergesponnen – ein ehrbares Vorhaben.

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