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Schlagwort Archiv: Freundschaft

Buchbesprechung: John Green “Margos Spuren”

Cover GreenLesealter 14+(Hanser-Verlag 2010, 331 Seiten)

Kennt ihr das Spiel „Der Typ ist ein Gigolo“? Ich weiß nicht, ob man das in Amerika wirklich so nennt oder ob das nur eine der skurrilen Ideen von John Green ist – wahrscheinlich eher Letzteres. Das Spiel an sich, ist jedenfalls nichts Neues: Beim Autofahren stellt man sich vor, welches Leben die Personen, die in anderen Autos an einem vorbeifahren, führen.

Mit „Eine wie Alaska„, seinem brillanten Jugendbuchdebüt, ist John Green vor drei Jahren in Deutschland bekannt geworden und auch gleich für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden (und zwar von der Kritiker- wie von der Jugendjury). „Margos Spuren“ ist sein dritter Jugendroman, und in einigen Dingen ähnelt er „Eine wie Alaska“ – aber dazu später mehr.

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Buchbesprechung: Isabel Abedi “Lucian”

Cover AbediLesealter 13+(Arena-Verlag 2009, 549 Seiten)

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass „Lucian“ der erste Jugendroman von Isabel Abedi ist, den ich gelesen habe – und das, obwohl die Autorin mit „Whisper“ im März dieses Jahres den dritten Platz beim internationalen Preis der jungen Leser (vgl. Artikel zur Leipziger Buchmesse 2009) bekommen hat. Aber zugeben kann ich das ja trotzdem …

Ein entsprechend großer Rummel wurde schon vorab um „Lucian“ gemacht, und ich war schon sehr gespannt, ob mir das Buch so gut gefallen würde, wie sicher vielen anderen Lesern.

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Buchbesprechung: Holly-Jane Rahlens “Mauerblümchen”

Cover RahlensLesealter 13+(Rowohlt-Verlag 2009, 157 Seiten)

Den Begriff „Ketwurst“ kennt wohl nur, wer in der DDR aufgewachsen ist – oder eben ein Leser von Holly-Jane Rahlens neuem Jugendbuch „Mauerblümchen“. Dass eine Amerikanerin, die freilich schon einige Jahrzehnte in Berlin lebt, ein Buch über den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung schreibt, ist schon etwas ungewöhnlich. Und wie Holly-Jane Rahlens im Nachwort meint, musste sie vom Verlag auch eine Zeitlang „geschoben“ werden, um sich auf das Vorhaben einzulassen. Aber vielleicht ist es ja auch gar nicht schlecht, wenn dieses Thema mit einer gewissen Distanz aufgegriffen wird …

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Buchbesprechung: Sverre Henmo “Großer Bruder, kleiner Bruder”

Cover HenmoLesealter 14+(Hanser-Verlag 2009, 220 Seiten)

Sverre Henmo, der Autor von „Großer Bruder, kleiner Bruder“, ist Norweger und hauptberuflich Lehrer an einer Gesamtschule. Der Hanser-Verlag umwirbt das Buch für die Altersgruppe ab 12 Jahren – doch da die Hauptperson Student ist und es in dem Buch u. a. um Familien- und Beziehungsthemen und -probleme geht, halte ich das für etwas sehr gewagt. Das schon mal vorab … Dass Sverre Henmos Buch darüber hinaus das Thema Behinderung auf ungewöhnliche und unverkrampfte Weise aufgreift, sei auch noch verraten.

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Buchbesprechung: Thomas Fuchs “Leben 2.0”

Cover FuchsLesealter 14+(Thienemann-Verlag 2009, 301 Seiten)

Ein toller Titel (und ein gut gemachter Buchumschlag dazu) ist das schon: “Leben 2.0”. Mich hat das jedenfalls gleich neugierig gemacht … Wer allerdings denkt, dass das Buch irgendwas (abgleitet von „Web 2.0“) mit Computern und Internet zu tun hat, der liegt ziemlich daneben. In Thomas Fuchs’ Buch geht es vielmehr um eine eher ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei Jungen und um die Veränderung eines Jungen, der Gewalt erfahren hat.

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Buchbesprechung: Jay Asher “Tote Mädchen lügen nicht”

Cover AsherLesealter 15+(cbt-Verlag 2009, 283 Seiten)

Einen Umschlag, der auffällt, hat das erste Jugendbuch des Amerikaners Jay Asher auf jeden Fall. Über den Titel (im amerikanischen Original heißt das Buch übrigens „13 Reasons Why“) kann man sich jedoch streiten: Er klingt irgendwie nach einem trivialem Krimi. Dabei handelt es sich bei „Tote Mädchen lügen nicht“ um einen raffinierten Psychothriller für Jugendliche, den es sich – das schon vorab – ohne Wenn und Aber zu lesen lohnt und der alles andere als trivial ist.

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Buchbesprechung: Stan van Elderen “Warum Charlie Wallace?”

Cover van ElderenLesealter 14+(Hanser-Verlag 2009, 207 Seiten)

Ein Holländer schreibt ein Buch, das in New York spielt – das ist etwas nichts ganz Gewöhnliches. Und unter dem Titel „Warum Charlie Wallace?“ kann man sich nichts Genaues vorstellen … Stan van Elderens Jugendbuch, übrigens sein erstes, hat jedoch schon einige Preise bekommen: 2007 wurde es u. a. als bestes Buch von der flämischen Kinder- und Jugendbuchjury ausgezeichnet.

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Buchbesprechung: Catherine Gilbert Murdock “Keine Zeit für Kühe”

Cover MurdockLesealter 12+(Carlsen-Verlag 2009, 285 Seiten)

Nachdem ich vor ein paar Tagen schon den zweiten Band von Andreas Steinhöfels „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ gelesen habe, kommt nun schon der nächste zweite Band zu einem Buch (erfolgreiche Geschichten werden wohl gerne fortgesetzt …). Catherine Gilbert Murdock hat vor fast drei Jahren „Wir Kühe„, ein erfrischendes Buch über ein Mädchen, das auf einer Farm lebt, geschrieben und nun nachgelegt. Die Geschichte um DJ, die in einem Jungenteam Football spielt, geht weiter und heißt „Keine Zeit für Kühe“.

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Buchbesprechung: Marlene Röder “Zebraland”

Lesealter 13+(Ravensburger-Verlag 2009, 221 Seiten)

Marlene Röder ist eine junge deutsche Autorin, die nach ihrem ersten Buch „Im Fluss“ nun mit „Zebraland“ ihr zweites Jugendbuch vorgelegt hat. Ein seltsamer Titel ist das, unter dem man sich zunächst einmal nicht allzu viel vorstellen kann … Es geht mitnichten um Afrika oder um wilde Tiere, sondern „Zebraland“ ist ein Jugendthriller, in dem vier Jugendliche etwas Falsches machen und dann dafür erpresst werden.

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Buchbesprechung: Meg Rosoff “Damals, das Meer”

Cover RosoffLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2009, 237 Seiten)

Vor einem halben Jahr hat Meg Rosoff für „Was wäre wenn“ den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 verliehen bekommen. Die britische Autorin schreibt sperrige Bücher, die von der Literaturkritik immer begeistert aufgenommen werden (das gilt auch, wie es scheint, für „Damals, das Meer“) – aber ich selbst bin bisher mit ihren Geschichten nie so richtig warm geworden. Sie waren mir zu konstruiert, zu weltentrückt und sind mir innerlich einfach immer fremd geblieben. Nichtsdestotrotz habe ich mit Meg Rosoffs drittem ins Deutsche übersetzten Buch einen neuen Anlauf unternommen …

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Buchbesprechung: Katharina von Bredow “Wie ich es will”

Cover von BredowLesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2009, 269 Seiten)

Was haben schwedische Autoren doch vor zehn bis fünfzehn Jahren noch für Jugendbuchklassiker geschrieben: Peter Pohl z. B. mit „Jan, mein Freund“. Perlen der Jugendliteratur sind da entstanden. Inzwischen ist im Jugendbuchsektor leider ein bisschen Ruhe eingekehrt, was Neuerscheinungen aus dem skandinavischen Land angeht, während erwachsene Leser mit schwedischen Krimis derzeit reichlich versorgt werden. Schade …

Dass ich von der schwedischen Jugendbuchautorin Katharina von Bredow ein Buch hier besprochen habe („Zum Glück allein„), ist noch gar nicht so lange her, und inzwischen liegt ein weiterer Jugendroman der Schriftstellerin vor: „Wie ich es will“ – wieder ein Buch, in dem es um die Probleme einer Jugendlichen geht.

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Buchbesprechung: Cynthia Lord “Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich”

Cover LordLesealter 11+(Sauerländer-Verlag 2009, 165 Seiten)

Einen interessanten Titel, unter dem man sich jedoch nicht allzu viel vorstellen kann, hat Cynthia Lords Buch – allerdings gefällt mir das Buchcover nicht so ganz. Ich finde es mit dem Lila und den Zeichnungen sowie dem Quietsche-Entchen ein wenig kitschig.

Für ihren Debütroman hat Cynthia Lord die begehrte amerikanische Newbery Honor Medal bekommen, eine der wichtigsten Ehrenauszeichnungen im Kinder- und Jugendbuchbereich. Und das macht natürlich neugierig …

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