Jugendbuchtipps.de

ab 14/15 Jahren

Buchbesprechung: Jay Asher “Tote Mädchen lügen nicht”

Cover AsherLesealter 15+(cbt-Verlag 2009, 283 Seiten)

Einen Umschlag, der auffällt, hat das erste Jugendbuch des Amerikaners Jay Asher auf jeden Fall. Über den Titel (im amerikanischen Original heißt das Buch übrigens „13 Reasons Why“) kann man sich jedoch streiten: Er klingt irgendwie nach einem trivialem Krimi. Dabei handelt es sich bei „Tote Mädchen lügen nicht“ um einen raffinierten Psychothriller für Jugendliche, den es sich – das schon vorab – ohne Wenn und Aber zu lesen lohnt und der alles andere als trivial ist.

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Buchbesprechung: Stan van Elderen “Warum Charlie Wallace?”

Cover van ElderenLesealter 14+(Hanser-Verlag 2009, 207 Seiten)

Ein Holländer schreibt ein Buch, das in New York spielt – das ist etwas nichts ganz Gewöhnliches. Und unter dem Titel „Warum Charlie Wallace?“ kann man sich nichts Genaues vorstellen … Stan van Elderens Jugendbuch, übrigens sein erstes, hat jedoch schon einige Preise bekommen: 2007 wurde es u. a. als bestes Buch von der flämischen Kinder- und Jugendbuchjury ausgezeichnet.

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Buchbesprechung: “Klick! Zehn Autoren erzählen einen Roman”

Cover KlickLesealter 14+(Hanser-Verlag 2009, 213 Seiten)

Ein interessantes Projekt ist das … Zehn Autorinnen und Autoren haben sich zusammengetan und zusammen ein Buch geschrieben. Darunter sind einige namhafte Schriftsteller, die man aus der Kinder- und Jugendbuchszene kennt: Eoin Colfer, Tim Wynne-Jones oder David Almond – Nick Hornby, der eher Erwachsenenbücher schreibt, dürften ebenfalls viele kennen.

Auch wenn es auf dem Buchrücken heißt, dass dabei ein Roman entstanden sei – so ganz richtig ist das meiner Meinung nach nicht. Es handelt sich bei „Klick!“ eher um zehn Kurzgeschichten, die thematisch zusammenhängen.

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Buchbesprechung: Meg Rosoff “Damals, das Meer”

Cover RosoffLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2009, 237 Seiten)

Vor einem halben Jahr hat Meg Rosoff für „Was wäre wenn“ den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 verliehen bekommen. Die britische Autorin schreibt sperrige Bücher, die von der Literaturkritik immer begeistert aufgenommen werden (das gilt auch, wie es scheint, für „Damals, das Meer“) – aber ich selbst bin bisher mit ihren Geschichten nie so richtig warm geworden. Sie waren mir zu konstruiert, zu weltentrückt und sind mir innerlich einfach immer fremd geblieben. Nichtsdestotrotz habe ich mit Meg Rosoffs drittem ins Deutsche übersetzten Buch einen neuen Anlauf unternommen …

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Buchbesprechung: Mirjam Pressler “Nathan und seine Kinder”

Cover PresslerLesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2009, 248 Seiten)

Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing (mit Links zu den entsprechenden Wikipedia-Artikeln), das 1779 das erste Mal veröffentlicht wurde, ist eines der bekanntesten Theaterstücke der deutschen Literatur und nach Goethes „Faust“ das am häufigsten gespielte Stück auf deutschen Theaterbühnen. Für Germanisten und auch für viele Oberstufenschüler zählt das Drama zur Standardlektüre. Doch einfach zu lesen ist es gerade für jüngere Leser nicht. Mirjam Pressler hat sich daran gemacht, aus der Theatervorlage einen Jugendroman zu schreiben und so das wichtige Werk der deutschen Aufklärung auch Jugendbuchlesern zugänglich zu machen. Ein ehrwürdiges Vorhaben …

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Buchbesprechung: Beate Teresa Hanika “Rotkäppchen muss weinen”

Cover HanikaLesealter 14+(Fischer Schatzinsel 2009, 223 Seiten)

Auch wenn „Rotkäppchen muss weinen“ erst 2009 erschienen ist, im Jahr 2007 hat das Werk schon den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis bekommen. Wie das geht? Beate Teresa Hanika hat das Buch (allerdings noch unter dem Titel „Malvina in der Seifenblase“) als Manuskript eingereicht. Trotzdem seltsam, dass es dann noch so lange gedauert hat, bis das Buch, übrigens Beate Teresa Hanikas Erstlingswerk, schließlich erschienen ist.

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Buchbesprechung: Jenny Valentine “Wer ist Violet Park?”

Cover ValentineLesealter 14+(dtv 2009, 200 Seiten)

Ein auffälliges Cover hat dieses Buch jedenfalls. Es zeigt, dass „Wer ist Violet Park?“ als Tagebuch geschrieben ist, und die Zeichnungen auf dem Buchumschlag geben Sachen wieder, die in dem Buch vorkommen. Ganz links unten steht der Satz: „Ich traf Violet, nachdem sie gestorben war, aber das hielt mich nicht davon ab, sie kennenzulernen.“ Ziemlich geschickt: Denn der Satz macht neugierig auf das Debüt der Engländerin Jenny Valentine.

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Buchbesprechung: Charlotte Kerner (Hrsg.) “Die nächste GENeration”

(Update 26.03.2009: Ergänzung eines Fotos aus dem Buch.)

Cover KernerLesealter 15+(Beltz & Gelberg-Verlag 2009, 247 Seiten plus Anhang)

„Science + Fiction“ – so lautet der Untertitel zu dem von Charlotte Kerner herausgegebenen Buch „Die nächste GENeration“. Das ist kein Zufall. Denn in dem Buch treffen Sachtexte und kurze Erzählungen aufeinander, die auszuloten versuchen, welche Veränderungen in den nächsten Jahrzehnten durch die Genforschung auf uns zukommen könnten. Ein Crossover-Buch ist dadurch entstanden, ein Buch, das sich nicht so recht einordnen lässt … Aber das ist dem Thema ja auch angemessen.

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Buchbesprechung: Paul Kropp “Ein Coach fürs erste Mal”

Cover KroppLesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2009, 182 Seiten)

Das Thema ist nicht unbedingt neu – ich erinnere mich an einen witzigen Film namens „Hitch – der Date Doktor“ (mit Will Smith), den ich vor ein paar Jahren gesehen habe. Ich habe im Kino viel gelacht habe, aber natürlich war der Film nicht allzu tiefschürfend.

Der Amerikaner Paul Kropp hat ein Jugendbuch geschrieben, das ein ähnliches Thema hat. Ein Junge will endlich ein Date mit einem Mädchen haben und hat dabei Ratgeber, die ihm mehr oder weniger wertvolle Tipps geben …

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Buchbesprechung: Ingvar Ambjørnsen “Morde in Barkvik”

Cover AmbjörnsenLesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2009, 264 Seiten)

Nicht ganz zwei Jahre ist es her, dass ich Ingvar Ambjørnsens ersten Filip-Moberg-Roman mit dem Titel “Die Gangster von Steinsund” gelesen habe. Und im Großen und Ganzen war ich ganz angetan von diesem Jugendkrimi.

Der norwegische Schriftsteller, der seit längerer Zeit in Hamburg lebt, hat nun nachgelegt und einen zweiten Kriminalroman mit Filip Moberg und seinem Onkel Ernst als skurrile Detektive geschrieben. Mal sehen, was Band 2 zu bieten hat …

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Buchbesprechung: Kevin Brooks “Being”

Cover BrooksLesealter 14+(dtv 2009, 368 Seiten)

Fast jedes Jahr wartet Kevin Brooks mit einem neuen Buch auf, und eigentlich immer sind es Thriller für Jugendliche, die es in sich haben – keine leichte Kost, nichts für zartbesaitete Leser.

„Being“ heißt Kevin Brooks‘ neuester Roman – und der Titel ist Programm: Es geht um die menschliche Existenz und Fragen wie: Was macht einen Menschen aus? Sind es seine Gefühle? Ist es sein Denken? Oder ist es sein Körper? Ein spannendes Thema – das vorweg …

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Buchbesprechung: Daniel Höra “Gedisst”

Cover HöraLesealter 14+(Bloomsbury-Verlag 2009, 219 Seiten)

Von einem ansprechenden Cover kann man da nicht sprechen … Aber der trostlose Plattenbau vor grauem Himmel, vor einer ungemähten Wiese und dem Bauzaun ist natürlich Programm und passt zu Daniel Höras Buch.

Auch wenn der Jugendroman in Ostdeutschland spielt: Daniel Höra wuchs zwar wie die Figuren im Buch in einer Hochhaussiedlung am Rande einer Großstadt auf – allerdings in Westdeutschland. Und sein Weg zum nachgeholten Abitur war nicht unbedingt geradlinig, wie man in den Informationen über den Autor beim Bloomsbury-Verlag nachlesen kann.

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