Jugendbuchtipps.de

Kurzrezension

Kurzrezension: Philipp Meyer „Rost“

Cover Philipp MeyerLesealter 16+(Klett-Cotta-Verlag 2010, 464 Seiten)

Zugegeben, ein Jugendbuch ist Philipp Meyers Roman „Rost“ sicher nicht – der Meinung bin ich jedenfalls, nachdem ich das Buch gelesen habe. Aber da die Übersetzerin Birgitt Kollmann, mit der ich vor einer guten Woche ein Interview (siehe hier) geführt habe, von dem Buch so geschwärmt hat, wollte ich es mir zumindest mal anschauen. Ich habe etwas gezögert, über das Buch hier etwas zu schreiben – aber warum sollte es nicht einmal einen kleinen Ausflug in die Welt erwachsener Romane geben … – nein, ich meine natürlich in die Welt der Romane für Erwachsene.

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Kurzrezension: Lutz van Dijk „Romeo und Jabulile“

Cover Lutz van DijkLesealter 11+(Peter-Hammer-Verlag 2010, 101 Seiten)

Lutz van Dijk ist ein deutsch-niederländischer Schriftsteller, der seit längerem immer wieder in Südafrika lebt. Dort hat er eine südafrikanische Organisation namens HOKISA (Homes for Kids in South Africa) mit gegründet, und seine Bücher sind von den Erlebnissen in Afrika geprägt. Das gilt auch für Lutz van Dijks neuestes Kinderbuch, das jedoch zugleich – das ist unschwer am Titel zu erkennen – noch ein anderes Vorbild hat: „Romeo und Julia“ von Shakespeare.

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Kurzrezension: Martín Blasco „Ist das Leben eine Abfolge einzelner Punkte?“

Cover Martin BlascoLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2010, 94 Seiten)

Je kürzer das Buch, desto länger der Titel? Für Martín Blascos Jugendroman könnte das gelten. Denn vollständig heißt der Jugendroman: „Ist das Leben eine Abfolge einzelner Punkte? Oder gibt es eine geheimnisvolle gerade Linie, die meinen Vater mit der Musik, dem Kung-Fu, dem Zug der guten Laune, dem Regen, der sich ankündigt, und allen anderen Dingen im Universum verbindet?“ Neugierig macht dieser poetische Titel schon … – und das Cover ist zudem ansprechend gestaltet.

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Kurzrezension: Doris Mayer „365“

Cover MayerLesealter 16+(Picus-Verlag 2010, 223 Seiten)

Manchmal ist es interessant, wenn man bei den Presseleuten eines Verlages nachfragt, ob sie auch im Erwachsenen-Programm ein Buch haben, das für Jugendliche interessant sein könnte. So bin ich jedenfalls zu Doris Mayers Roman „365“ gekommen, nachdem ich aus dem gleichen Verlagshaus auch Gabi Kreslehners „In meinem Spanienland“ – ebenfalls kein ausgewiesenes Jugendbuch – gelesen hatte. Ist „365“ wirklich ein Buch, das man Jugendlichen empfehlen kann? Das war die Frage …

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Kurzrezension: Gabi Kreslehner „In meinem Spanienland“

Cover KreslehnerLesealter 16+(Picus-Verlag 2010, 198 Seiten)

Mit „Charlottes Traum“ hatte Gabi Kreslehner letztes Jahr ihr erstes Buch veröffentlicht – ein Jugendbuch, für das sie einige Preise, darunter zuletzt den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2010, bekommen hat. Ich bin ja immer gespannt, was das zweite Buch neuer Schriftsteller/innen angeht, und so war es auch bei Gabi Kreslehner. Doch vom Jugendbuch- ist die Autorin ins Erwachsenenmetier gewechselt. Die Buchbesprechung wird von daher nicht allzu lange werden, denn „In meinem Spanienland“ ist ein Buch, das wirklich nur für wenige Jugendliche als Lektüre in Frage kommen dürfte. Aber anschauen wollte ich es mir trotzdem …

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Kurzrezension: Beate Dölling & Didier Laget “Auf dem Dach”

Cover Dölling und LagetLesealter 13+(Sauerländer-Verlag 2010, 100 Seiten)

Ein Buch mit politischem Hintergrund ist „Auf dem Dach“ vom Autorenduo Beate Dölling und Didier Laget. Das Buch handelt u. a. davon, dass zwei Geschwister aus der Ukraine von einem Menschenhändlerring unter falschen Versprechungen nach Deutschland gebracht werden – ein heikles und brisantes Thema, das nach wie vor große Aktualität hat. (Vermarktet wird das Buch im Sauerländer-Verlag übrigens unter dem Label „Thriller“.)

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Kurzrezension: Sofie Laguna “Ich bin Bird”

Cover LagunaLesealter 11+(Carlsen-Verlag 2010, 173 Seiten)

Bei dem Cover und Titel von Sofie Lagunas Buch „Ich bin Bird“ musste ich sofort an einen Film aus den 80-er Jahren denken: „Birdy”. In dem Film zieht sich ein amerikanischer Vietnam-Soldat, der Birdy genannt wird, nach seiner Rückkehr in die Heimat in eine Traumwelt zurück. Auch Birdy ist – wie die Hauptperson in Sofie Lagunas Kinderroman – von Vögeln begeistert … Ist diese Ähnlichkeit Zufall? Kennt die aus Australien stammende Autorin den Film, ja, hat sie von ihm vielleicht sogar die Grundidee für ihr Kinderbuch übernommen? Egal, hier geht es ja darum, ob „Ich bin Bird“ ein gutes Kinderbuch ist …

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Kurzrezension: Elisabeth Rank “Und im Zweifel für dich selbst”

Cover RankLesealter 16+(Suhrkamp-Verlag 2010, 200 Seiten)

„Open Hearts“ hieß ein Dogma-Film, der 2002 in die Kinos kam. Der Film erzählt davon, wie das Leben einer jungen Frau dadurch auf den Kopf gestellt wird, dass ihr Verlobter von einem Auto angefahren wird und danach querschnittsgelähmt ist.

Was mich an dem Film damals so schockiert hatte, war, dass darin von einem Moment auf den anderen etwas völlig Unerwartetes geschieht: Man wird filmisch nicht vorgewarnt, dass in der nächsten Sekunde ein Unfall passiert. Elisabeth Ranks Roman (bei Suhrkamp in der Reihe „suhrkamp nova“ erschienen) erzählt von etwas Ähnlichem …

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Kurzrezension: Ann Dee Ellis “Alles in Ordnung”

Cover EllisLesealter 12+(Thienemann-Verlag 2010, 188 Seiten)

Mit “Es.Tut.Mir.So.Leid.”, der Mobbing-Geschichte in einem wunderschön gestalteten Buch, ist Ann Dee Ellis in Deutschland erstmals in Erscheinung getreten. Nun hat der Thienemann-Verlag das zweite Kinder-/Jugendbuch der amerikanischen Autorin herausgebracht, und zwar in einer ähnlichen Aufmachung wie Ann Dee Ellis‘ Erstlingswerk.

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Kurzrezension: Ilkka Remes “Heiße Ware über dem Eismeer”

Cover RemesLesealter 12+(dtv 2009, 297 Seiten)

Den Begriff „Pageturner“ kann ich inzwischen – ehrlich gesagt – nicht mehr hören. Das ist so ein Wort, über das man beim ersten Lesen staunt, das einem bei der zehnten Begegnung aber irgendwann etwas auf den Geist geht.

Warum ich das schreibe? Weil man das Prädikat „Pageturner“ besonders häufig liest, wenn man sich über die Jugendkrimis von Ilkka Remes informiert. „Heiße Ware über dem Eismeer“ ist der dritte Band des finnischen Thrillerautoren Ilkka Remes, in dem der 14-jährige Aaro Nortamo auf Verbrecherjagd geht.

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Kurzrezension: Peter Murphy “Ich, John”

Cover MurphyLesealter 16+(Suhrkamp-Verlag 2009, 271 Seiten)

„Ich, John“ ist in der neuen Reihe „suhrkamp nova“ erschienen, in der der Suhrkamp-Verlag seit kurzem Erstausgaben in Klappenbroschur-Aufmachung herausgibt. Ein typisches Jugendbuch ist „Ich, John“, das erste Buch des irischen Musikjournalisten Peter Murphy, nicht … Aber wegen der jugendlichen Hauptfigur kann man den Roman durchaus jugendlichen Lesern ab 15 oder 16 Jahren empfehlen.

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Kurzrezension: Petra Kasch “Bye-bye, Berlin”

Cover KaschLesealter 12+(Ravensburger-Verlag 2009, 256 Seiten)

20 Jahre ist es her, dass die Mauer zwischen West- und Ost-Deutschland bzw. West- und Ost-Berlin geöffnet wurde, und zu diesem Jubiläum gibt es auch ein paar Bücher, die sich dem Thema widmen. Petra Kaschs Buch „Bye-bye, Berlin“ schildert nicht direkt die Zeit der Mauer- und Grenzöffnung, sondern spielt im Jahr 1995, thematisiert aber die Folgen der Wiedervereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland. Es wird vom Schicksal einer Familie erzählt, die nach der Maueröffnung nicht wieder so richtig Tritt gefasst und mit den Folgen der Wiedervereinigung zu kämpfen hat.

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