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2018

Buchbesprechung: R. T. Acron „Ocean City – Im Versteck des Rebellen“

Cover: R. T. Acron „Ocean City - Im Versteck des Rebellen“Lesealter 11+(dtv 2018, 253 Seiten)

Na, das hat ja nicht lange gedauert, bis Band 2 von „Ocean City“ herauskam – ich mag es jedenfalls nicht, wenn man auf einen Fortsetzungsband lange warten muss, und von März bis Juli ist definitiv eine kurze Zeit. Der Debütband des Autorenduos Frank Maria Reifenberg und Christian Tielmann mit dem Untertitel „Jede Sekunde zählt“ war jedenfalls ein kurzweiliges Buch, das ein paar Schwächen hatte, aber genau das bietet, was manchen Lesemuffel zum Lesen bringt. Band 2 sollte genau da weitermachen …

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Buchbesprechung: Margit Ruile „God’s Kitchen“

Cover: Margit Ruile „God's Kitchen"Lesealter 14+(Loewe-Verlag 2018, 317 Seiten)

Margit Ruile lebt in München und hat Regie studiert. Sie war als Regieassistentin tätig und hat Drehbücher geschrieben, seit einigen Jahren hat sie sich auch Jugendbüchern zugewandt. „God’s Kitchen“ ist meines Wissens ihr dritter Jugendroman, allerdings habe ich die anderen nicht gelesen. In allen drei Büchern geht es, wenn ich richtig informiert bin, um technische Entwicklungen in der nahen Zukunft: um Überwachung oder wie bei „God’s Kitchen“ um künstliche Intelligenz – beides wichtige Themen, denn was sich hier tut und welche Folgen es haben wird, darüber wird viel zu wenig nachgedacht.

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Buchbesprechung: Nic Stone „Dear Martin“

Cover: Nic Stone „Dear Martin“Lesealter 14+(Rowohlt rotfuchs 2018, 252 Seiten)

Ein gutes halben Jahr ist es her, dass ich „The Hate U Give“ von Angie Thomas, einen Roman über den täglichen Rassismus gegenüber Schwarzen in den USA, gelesen habe. Zufall ist es sicher nicht, dass „Dear Martin“, in dem es um das gleiche Thema geht, ein ziemlich ähnliches Cover hat. Beide Buchcover ziert außerdem noch eine Leseempfehlung von John Green, „Dear Martin“ wird zudem noch von Angie Thomas mit den Worten „Unbedingt lesen!“ umworben. All das macht mir das Buch schon fast etwas suspekt … – aber mal sehen.

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Buchbesprechung: Dianne Touchell „Foster vergessen“

Cover: Dianne Touchell „Foster vergessen“Lesealter 14+(Königskinder-Verlag 2018, 253 Seiten)

Auf dem Cover die Vokale im zweiten Wort des Titels wegzulassen, ist schon ein cooler Kniff: „Foster v rg ss n“ steht dort, sehr passend für ein Buch, in dem es um Alzheimer geht. Ich mag solche typografischen Spielereien, und das Buch ist überhaupt ein bibliophiles Schmuckstück – dazu später noch einige Sätze. Dianne Touchell hatte vor gut zwei Jahren mit „Kleiner Wahn“, ihrem zweiten Jugendroman, einige Aufmerksamkeit erregt – ein gelungenes, aber durchaus schweres Buch über eine ungewollte Schwangerschaft. Bei „Foster vergessen“ hat die australische Autorin wieder kein leichtes Thema gewählt.

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Buchbesprechung: David Arnold „Herzdenker“

Cover: David Arnold „Herzdenker“Lesealter 14+(Arena-Verlag 2018, 370 Seiten)

„Herzdenker“ – das ist ein interessanter Titel; und das Cover suggeriert, dass es um 5 Jugendliche geht, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Jedenfalls habe ich einfach mal in den Jugendroman von David Arnold, einem in Kentucky (USA) lebenden Autor, reingelesen – und bin hängengeblieben … Warum? Das wird im Folgenden zu erfahren sein. Der Arena-Verlag listet das Buch übrigens für Leser ab 12 Jahren. Dem würde ich aber deutlich widersprechen. Für mich ist das ein Jugendroman für 14- bis 16-Jährige.

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Buchbesprechung: Adwoa Badoe „Aluta“

Cover: Adwoa Badoe „Aluta“Lesealter 16+(Peter-Hammer-Verlag 2018, 220 Seiten)

Es ist länger her, dass ich den Roman eines afrikanischen Autors bzw. einer afrikanischen Autorin gelesen habe. Allzu viele Jugendbücher aus Afrika erscheinen auf Deutsch auch nicht (wahrscheinlich gibt es auch wenige), und selbst „Aluta“ von der ghanaischen Autorin Adwoa Badoe ist eigentlich auch kein Jugendbuch. Dennoch: Ich finde es wichtig, dass wir lesend immer wieder unseren Kontinent verlassen, und wenn ich auf ein Buch stoße, das man auch Jugendlichen empfehlen kann, so tue ich das gerne.

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Buchbesprechung: Anna Woltz „Für immer Alaska“

Cover: Anna Woltz „Für immer Alaska“Lesealter 11+(Carlsen-Verlag 2018, 174 Seiten)

„Für immer Alaska“ – ich musste sofort an John Greens Buch „Eine wie Alaska“ denken, als ich den Titel von Anna Woltz‘ neuem Jugendbuch gesehen habe. Alaska ist bei der niederländischen Autorin allerdings – wie man ja schon angesichts des Covers ahnen kann – ein Hund, nicht wie bei John Green ein Mädchen. Mal abgesehen von dieser kleinen Irritation: Ich war sehr gespannt auf das neue Buch von Anna Woltz, seit „Gips“ und „Hundert Stunden Nacht“, beides ganz besondere Bücher, will ich keines der Bücher der Autorin übersehen.

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Buchbesprechung: Karen M. McManus „One of us is lying“

Cover: Karen M. McManus „One of us is lying“Lesealter 14+(cbj-Verlag 2018, 441 Seiten)

Ein bisschen reißerisch kommt das Buch ja schon daher – aber die Verlagsinformationen klangen trotzdem interessant. Ich hatte jedenfalls Lust, mal wieder – die Ostertage waren wie geschaffen dafür – einen etwas dickeren Jugendthriller zu lesen: ein Buch, bei dem man einfach nicht aufhören kann … „One of us is lying“ ist der Debütroman der in Cambridge (Massachusetts) lebenden Amerikanerin Karen M. McManus, und das Buch hat es gleich auf die Bestsellerliste der New York Times geschafft.

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Buchbesprechung: Christoph Jehlicka „Das Lied vom Ende“

Cover: Christoph Jehlicka „Das Ende vom Lied"Lesealter 16+(Open House Verlag 2018, 254 Seiten)

Ohne einen Tipp (danke, Nils!) wäre ich wohl nicht bei diesem Buch gelandet, denn Christoph Jehlickas „Das Lied vom Ende“ ist nicht in einem der üblichen Jugendbuchverlage erschienen, sondern bei einem kleineren Leipziger Verlag. Außerdem ziert das Buch nicht unbedingt ein bucherklärendes Cover – mit dem Buchtitel zusammen kann man sich zumindest schlecht vorstellen, um was es in dem Roman geht. Hat man das Buch gelesen, wird dann allerdings schon klar, dass Cover und Titel durchaus passend sind.

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Buchbesprechung: R. T. Acron „Ocean City – Jede Sekunde zählt“

Cover: R. T. Acron „Ocean City - Jede Sekunde zählt"Lesealter 11+(dtv 2018, 266 Seiten)

Es gibt nach wie vor eingefleischte Science-Fiction-Fans. Im Jugendbuchbereich führen Science-Fiction-Bücher im Vergleich zu Fantasy allerdings eher ein Schattendasein – obwohl ich glaube, dass es viele Jungen gibt, die solche Bücher mögen. Auch ich hatte vor langer Zeit eine Phase, in der ich sehr viele Zukunftsroman gelesen habe – zum Beispiel von der kürzlich gestorbenen Ursula K. LeGuin. Meine grundlegende Sympathie für das Genre ist geblieben, auch wenn ich mich darin nicht mehr gut auskenne. Unter dem Pseudonym R. T. Acron haben nun zwei Autoren – Frank Maria Reifenberg und Christian Tielmann – Band 1 einer Science-Fiction-Trilogie mit dem Titel „Ocean City“ herausgebracht.

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Buchbesprechung: Tamara Bach „Mausmeer“

Cover: Tamara Bach „Mausmeer“Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2018, 142 Seiten)

Nach einer längeren Schaffenspause veröffentlicht Tamara Bach im Abstand von ein bis zwei Jahren wieder regelmäßig wieder Jugendromane. „Was vom Sommer übrig ist“, „Marienbilder“ und „Vierzehn“ waren alles schmale Bändchen mit etwas über 100 Seiten, in denen es mit einer sehr ausgefeilten Sprache um die Lebenssituation von Jugendlichen heute geht – alles Bücher, die etwas Besonderes waren. Die mit „Mausmeer“ nun vier dünnen Bändchen, deren Cover in verschiedenen Farben gehalten sind, würden sich übrigens gut als Sammelband in einem Schuber machen …

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Buchbesprechung: Wesley King „Daniel is different”

Cover: Wesley King „Daniel is different“Lesealter 12+(Magellan-Verlag 2018, 299 Seiten)

Auch wenn der Titel klingt, als wäre er von der amerikanischen Vorlage übernommen worden – auf Englisch heißt das Buch anders: nämlich „OCDaniel“. Wenn man weiß, was OCD heißt, verrät einem das mehr über das Buch als der deutsche Titel. OCD steht für obsessive-compulsive disorder, auf deutsch Zwangsstörung. Genau darum geht es in dem Buch, auch wenn die Hauptfigur Daniel erst sehr spät erfährt, dass er darunter leidet. Das Cover gefällt mir übrigens ausgesprochen gut: nicht rührselig, sondern mit einfachen Mitteln passend und schön gestaltet.

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