Jugendbuchtipps.de

2011

Buchbesprechung: Britta Keil „Milas Lied“

Cover Britta KeilLesealter 15+(Ravensburger-Verlag 2011, 157 Seiten)

Über Britta Keils ersten Jugendroman „Zwei Sommer“ bin ich damals eher zufällig gestolpert und war dann angesichts des nicht gerade ansprechenden Buchcovers ziemlich überrascht davon, was der Jugendroman zu bieten hatte. Fast vier Jahre hat es gedauert, bis von der jungen Berliner Autorin, die auch als Lektorin für andere Autoren arbeitet, ein neues Buch erschienen ist: „Milas Lied“ – diesmal auch mit einem hübscheren Buchumschlag.

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Buchbesprechung: Marlene Röder „Melvin, mein Hund und die russischen Gurken“

Cover Marlene RöderLesealter 14+(Ravensburger-Verlag 2011, 126 Seiten)

Kurzgeschichten? Damit quälen Deutschlehrer doch immer ihre Schüler – sei es, um Inhaltsangaben und Textzusammenfassungen oder das Interpretieren von literarischen Texten einzuüben. Schuld daran ist wohl vor allem das praktische Textformat: Kurzgeschichten lassen sich hervorragend kopieren und im Lesebuch unterbringen, man kann sie in einer Schulstunde lesen und besprechen … Und so haben viele Jugendliche wohl eine Aversion gegen Kurzgeschichten. Leider. Dabei sind Kurzgeschichten – finde ich – wirklich etwas Besonderes. Sehr verdichtet schildern sie außergewöhnliche Situationen von Personen, oft Wendepunkte in ihrem Leben …

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Kurzrezension: Joe Schreiber „Bye Bye, Crazy Chick!“

Cover Joe SchreiberLesealter 15+(Aufbau-Verlag 2011, 220 Seiten)

Das wird wahrscheinlich die kürzeste Buchbesprechung seit langem … Warum? Nun, es gibt Bücher, über die man in einer Rezension zu viel verraten kann, und demjenigen, der sich dann entschließt, das Buch zu lesen, wird damit der unvoreingenommene Lesegenuss genommen. „Bye Bye, Crazy Chick!“ von Joe Schreiber ist so ein Buch. Anfangs plätschert es etwas dahin, doch dann geht es richtig zur Sache. Den Überraschungsmoment, als das Buch packend wird, sollte man einfach niemandem nehmen. Also folgt hier eine Kurzrezension im besten Sinne des Wortes; und ich erzähle auch nur etwas über den Beginn des Romans.

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Buchbesprechung: Els Beerten „Als gäbe es einen Himmel“

Cover Els BeertenLesealter 14+(Fischer-Verlag 2011, 624 Seiten)

Anfang 2005 erschien der letzte Roman der Belgierin Els Beerten auf Deutsch bei Sauerländer (inzwischen bei Fischer als Taschenbuch aufgelegt): „Lauf um dein Leben“. Auch wenn mir die Geschichte über ein Mädchen, das mit Laufen über einen Unfall hinwegzukommen versucht, anfangs nicht so ganz zusagte, am Ende habe ich das Buch begeistert aus der Hand gelegt. Gut sechs Jahre hat es nun gedauert, bis es einen neuen Roman von Els Beerten auf Deutsch gab, und „Als gäbe es einen Himmel“ ist ein dicker Schmöker geworden, der mich – das sei vorweg gesagt – wieder begeistert hat.

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Buchbesprechung: Regina Dürig „Katertag – Oder: Was sagt der Knopf bei Nacht?“

Cover Regina DürigLesealter 14+(Chicken House-Verlag 2011, 110 Seiten)

Die Entstehungsgeschichte von Regina Dürigs Debütroman „Katertag“ ist schon eine Geschichte für sich. Die Idee für den Roman trug die deutsche Autorin, die inzwischen in der Schweiz lebt, schon länger mit sich herum. Als sie die Ausschreibung des Schreibwettbewerbs „Der goldene Pick“ gelesen hatte, kam ihr der Gedanke, aus ihrer ursprünglichen Romanidee ein Jugendbuch zu machen, und sie setzte sich daran. Den Schreibwettbewerb gewann sie mit dem unveröffentlichten Manuskript dann im Dezember 2010, und als Belohnung wurde der Roman bei Chicken House aufgelegt. Ja, so kann es gehen …

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Buchbesprechung: Andy Mulligan „Trash“

Cover Andy MulliganLesealter 11+(rororo rotfuchs 2011, 251 Seiten)

Was man da auf dem Buchcover sieht, ist nicht die dampfende Erde eines Vulkans, sondern sind Müllberge, auf denen zwei Jungen nach verwertbaren Gegenständen suchen. Viele Kinder und Jugendliche in den Entwicklungsländern leben davon, Mülldeponien zu durchwühlen und gefundene Dinge zu verkaufen.

Andy Mulligans Jugendroman „Trash“ handelt von drei Jungen, die unter solch schlimmen Umständen über die Runden zu kommen versuchen, und die Drei werden in ein gefährliches Abenteuer hineingezogen.

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Buchbesprechung: Jenny Valentine „Das zweite Leben des Cassiel Roadnight“

Cover Jenny ValentineLesealter 14+(dtv 2011, 237 Seiten)

Das letzte Jugendbuch von Jenny Valentine liegt nicht lange zurück und kam erst im Frühjahr dieses Jahres heraus. „Die Ameisenkolonie“ hat mir anfangs wirklich gut gefallen, vom letzten Drittel des Buches, wo sich alles in Wohlgefallen aufgelöst hat, war ich dann jedoch ziemlich enttäuscht. Jenny Valentine kann schreiben, aber nach ihrem gelungenen Erstlingswerk „Wer ist Violet Park?“ blieb die britische Autorin leider immer unter ihren Möglichkeiten. Schade. Mit „Das zweite Leben des Cassiel Roadnight“ habe ich die Hoffnung verbunden, dass Jenny Valentine mal wieder ein rundum gelungenes Buch vorlegt.

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Buchbesprechung: Phillip Gwynne „Outback“

Cover Phillip GwynneLesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2011, 205 Seiten)

„Als Outback werden australische Regionen bezeichnet, die fernab der Zivilisation liegen. Es umfasst beinahe drei Viertel der Fläche Australiens (…)“ – so steht es in der Wikipedia. Wenn man auf dem Buchcover noch die Motorhaube sieht, dann ahnt man schon, wovon Phillip Gwynnes Jugendroman handelt: Es geht um eine Autoreise quer durch Australien.

Phillip Gwynne ist, wie man erwarten kann, Australier und war mit „Wir Goonyas, ihr Nungas“ vor fast 10 Jahren schon einmal für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden. Das Buch bekommt man inzwischen jedoch nur noch gebraucht, weil es nicht mehr aufgelegt wird.

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Kurzrezension: Anna Kuschnarowa „Junkgirl“

Cover Anna KuschnarowaLesealter 12+(Gulliver-Verlag 2011, 223 Seiten)

Jugendbücher über das Thema Drogen gibt es einige, auch wenn es meines Eindrucks nach im Moment nicht ein so großes Thema wie zu früheren Zeiten ist. „Junkgirl“ ist jedenfalls wieder einmal ein deutsches Buch darüber und beschreibt den Abstieg eines Mädchens in die Drogensucht mit all den schlimmen Folgen, die das hat. Schön zu lesen sind solche Bücher natürlich nicht, das größere Problem mit Büchern über Drogen, das ich habe, ist aber ein anderes: Wirklich gefährdete Jugendliche bewahren solche Bücher wohl sowieso nicht vor einer „Drogenkarriere“ … So ist das wohl leider. Nun aber zu „Junkgirl“:

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Buchbesprechung: Timothée de Fombelle „Vango – Zwischen Himmel und Erde“

Cover Timothée de FombelleLesealter 12+(Gerstenberg-Verlag 2011, 390 Seiten)

Das Buchcover von Timothée de Fombelles neuestem Buch sieht so richtig nach Abenteuer aus: Vulkane, der Eiffelturm, ein Zeppelin und ein Junge an einem Kletterseil sind zu sehen. Ja, und ein Abenteuerbuch ist „Vango – Zwischen Himmel und Erde“ zweifelsohne auch – aber dazu später mehr.

In Frankreich erscheint Anfang Oktober diesen Jahres bereits Band 2 von „Vango“ – in Deutschland müssen wir wohl noch ein Jahr länger darauf warten. Ob man sich auf die Fortsetzung der Geschichte freuen darf, erfahrt ihr weiter unten …

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Buchbesprechung: Charles Benoit „Du bist dran!“

Cover Charles BenoitLesealter 14+(cbt 2011, 215 Seiten)

Ein reißerisches Cover, ein reißerischer Titel: „Du bist dran!“. Das Buch des Amerikaners Charles Benoit fällt zumindest auf. Und wenn man dem Klappentext glauben darf, hat das Buch in den USA für Furore gesorgt. Zitiert werden auf dem Buchumschlag Lauren Oliver und Patricia McCormick, zwei nicht gerade unbekannte Jugendbuchautorinnen, Letztere mit dem Satz: „Eines der besten Jugendbücher, die ich je gelesen habe.“ Grundsätzlich misstraue ich solchen Aussagen ja erst einmal – dafür habe ich Ähnliches schon zu oft gelesen und war selbst dann von dem gewürdigten Buch hinterher enttäuscht …

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Buchbesprechung: Gayle Forman „Lovesong“

Cover Gayle FormanLesealter 14+(Blanvalet-Verlag 2011, 272 Seiten)

Gayle Formans „Wenn ich bleibe“ war für mich im letzten Jahr eines der überraschendsten Bücher. Das Familiendrama um Mia, deren Familie bei einem Autounfall ums Leben gekommen war und die selbst mit dem Leben rang, war nicht nur faszinierend geschrieben, sondern hat zugleich eine ungewöhnliche Familie beschrieben. Nun ist der zweite Band der Geschichte über Mia und Adam erschienen, und ich war eher skeptisch, was die Fortsetzung angeht. Aber anschauen musste ich sie mir natürlich trotzdem …

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