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Bestenliste

Buchbesprechung: Wesley King „Daniel is different”

Cover: Wesley King „Daniel is different“Lesealter 12+(Magellan-Verlag 2018, 299 Seiten)

Auch wenn der Titel klingt, als wäre er von der amerikanischen Vorlage übernommen worden – auf Englisch heißt das Buch anders: nämlich „OCDaniel“. Wenn man weiß, was OCD heißt, verrät einem das mehr über das Buch als der deutsche Titel. OCD steht für obsessive-compulsive disorder, auf deutsch Zwangsstörung. Genau darum geht es in dem Buch, auch wenn die Hauptfigur Daniel erst sehr spät erfährt, dass er darunter leidet. Das Cover gefällt mir übrigens ausgesprochen gut: nicht rührselig, sondern mit einfachen Mitteln passend und schön gestaltet.

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Buchbesprechung: Peter Bognanni „Mein Leben oder Ein Haufen unvollkommener Momente“

Cover: Peter Bognanni „Mein Leben oder Ein Haufen unvollkommener Momente“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2017, 269 Seiten)

„Ist eine Liebe echt, wenn man nur online Kontakt hat?“, fragt der Hanser-Verlag auf der Webseite zum ersten Jugendbuch des Amerikaners Peter Bognanni, um dann fortzufahren: „Ein bewegendes Jugendbuch von Peter Bognanni über Liebe in Zeiten von Twitter und Facebook“. Ich glaube, hätte ich das vor dem Griff zum Buch gelesen, hätte ich einen Bogen um den Jugendroman gemacht. Das klingt schon sehr nach einem zielgruppenorientiert geschriebenen Roman, der „Mein Leben oder Ein Haufen unvollkommener Momente“ dann aber gottseidank doch nicht ist. Peter Bognanni unterrichtet übrigens an einem College in Minnesota Kreatives Schreiben …

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Buchbesprechung: Benjamin Alire Sáenz „Die unerklärliche Logik meines Lebens“

Cover: Benjamin Alire Sáenz „Die unerklärliche Logik meines Lebens“Lesealter 14+(Thienemann-Verlag 2017, 508 Seiten)

3 Jahre ist es her, dass Benjamin Alire Sáenz mit „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ seinen Einstand im Jugendbuch-Genre hatte – zuvor gab es schon eine preisgekrönte Geschichtensammlung für Erwachsene mit dem Titel „Alles beginnt und endet im Kentucky Club“. Mir gefiel an Sáenz‘ Debütroman alles, vor allem aber die Dialoge fand ich außergewöhnlich gut – ein ausreichender Grund, in das zweite Jugendbuch des amerikanischen Autors mit mexikanischen Wurzeln zu gucken, auch wenn ich angesichts der 500 Seiten lange gezögert habe.

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Buchbesprechung: Jeff Zentner „Zusammen sind wir Helden“

Cover: Jeff Zentner "Zusammen sind wir Helfen"Lesealter 15+(Carlsen-Verlag 2017, 362 Seiten)

„Zusammen sind wir Helden“ – der Titel hat mich sofort an eine deutsche Band denken lassen … Das Cover jedenfalls finde ich sehr ansprechend, und deswegen hab ich mir den Jugendroman auch gleich, nachdem ich ihn bekommen habe, geschnappt und angefangen zu lesen. Jeff Zentner hat bisher als Musiker (allerdings in der zweiten Reihe mit Größen wie Iggie Pop oder Nick Cave) gearbeitet – als Songwriter und Gitarrist. „Zusammen sind wir Helden“, das schreibt Carlsen in den Informationen zum Roman, sei durch seine Arbeit mit jungen Musikern inspiriert worden.

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Buchbesprechung: Andreas Steinhöfel „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“

Cover: Steinhöfel „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“Lesealter 10+(Carlsen-Verlag 2017, 264 Seiten)

Ich hätte früher mit dem Buch anfangen sollen, denn Band 4 von „Rico und Oskar“, an den niemand mehr geglaubt hat, ist eine Weihnachtsgeschichte … Aber gut, ein paar Tage sind es noch bis zum Heiligabend, und „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ kann auch noch als Nachweihnachtslektüre durchgehen. Übrigens hatte ich etwas zwiespältige Gefühle, als ich mitbekommen habe, dass bald ein neues Rico- und Oskar-Buch erscheinen wird. Es ist immer so eine Sache, wenn eine Reihe, von der man begeistert ist, fortgeführt wird. Manche Reihen laufen sich tot, weil sie überstrapaziert werden, andere enttäuschen einen, weil der Reiz vorheriger Bände verloren gegangen ist. Aber in dem Fall …

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Buchbesprechung: Clémentine Beauvais „Die Königinnen der Würstchen“

Cover: Clémentine Beauvais "Die Königinnen der Würstchen"Lesealter 12+(Carlsen-Verlag 2017, 287 Seiten)

Darauf gekommen, dieses Buch zu lesen, wäre ich von alleine ganz bestimmt nicht. Ein seltsames und etwas kitschiges Cover, ein ungewöhnlicher, aber eher nichtssagender Titel – wäre das Buch nicht von anderen entdeckt worden, hätte ich den Jugendroman aus Frankreich übersehen. Aber weil eine befreundete Buchhändlerin den Jugendroman witzig fand, weil er im November 2017 mit dem Luchs von Radio Bremen und Die Zeit aufgezeichnet wurde, habe ich mir das Buch angeschaut und bin größtenteils positiv überrascht worden.

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Buchbesprechung: John Green „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“

Cover: John Green „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“Lesealter 14+(Hanser-Verlag 2017, 281 Seiten)

Etwas über 5 Jahren hat uns John Green auf seinen neuen Roman warten lassen – schade, dass es so lange gedauert hat, haben die Bücher des amerikanischen Autors doch fast so etwas wie einen Kultstatus. Ich mag John Greens Bücher vor allem auch, weil sie einen unaufdringlichen philosophischen Tiefgang haben – auch wenn die meisten seiner Jugendromane bisher immer auch leichte Schwächen (meist Passagen mit Längen) hatten. „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist übrigens ein hübscher Titel – allerdings gänzlich losgelöst von dem englischen Originaltitel „Turtles All The Way Down“.

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Buchbesprechung: Sarah N. Harvey „Empfindliches Gleichgewicht“

Cover: Sarah N. Harvey „Empfindliches Gleichgewicht“Lesealter 14+(dtv 2017, 248 Seiten)

„Empfindliches Gleichgewicht“ ist Jugendroman Nummer 3 der amerikanischen Autorin Sarah N. Harvey, der ins Deutsche übersetzt wurde. Mit „Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren“, einem ernsthaften wie komischen Buch, hatte sich Sarah N. Harvey erstmals empfohlen. Der zweite Roman „Drei kleine Wörter“ war weniger witzig, hat mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Und der neue Roman der Autorin schließt thematisch daran an: Es geht unter anderem wieder um Jugendliche, die Schlimmes in ihrem Leben mitgemacht haben.

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Buchbesprechung: Lea-Lina Oppermann „Was wir dachten, was wir taten“

Cover: Lea-Lina Oppermann „Was wir dachten, was wir taten“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2017, 179 Seiten)

1998 geboren ist Lea-Lina Oppermann – ganz schön jung für eine Autorin – und sie studiert Sprechkunst und Kommunikationspädagogik. Ihr erst im September erschienener Debütroman hat schon einige Aufmerksamkeit und viel Lob bekommen, und ein brisantes Thema hat er allemal: Es geht um den Amoklauf an einer Schule, ein immer wieder in Jugendromanen verarbeitetes Motiv. Ich habe mehrere Romane über das Thema gelesen, mich auch von psychologischer Seite mit der Thematik beschäftigt, seit sie auch in Deutschland vor gut 15 Jahren mit dem Amoklauf von Robert Steinhäuser am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt eine erschreckende Aktualität bekommen hat.

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Buchbesprechung: Endre Lund Eriksen „Der Sommer, in dem alle durchdrehten (außer mir!)“

Cover: Erik Lund Eriksen „Der Sommer, in dem alle durchdrehten“Lesealter 12+(Kosmos-Verlag 2017, 219 Seiten)

Die Zeit, in der man das Kindsein verlässt und langsam ein Jugendlicher bzw. eine Jugendliche wird – das ist schon eine aufregende, mitunter verwirrende und nicht immer gerade einfache Zeit. Endre Lund Eriksen, der aus Norwegen kommt, hat genau darüber ein Buch geschrieben; und die Hauptfigur in dem Buch, ein 12-jähriger Junge, erlebt nicht nur das eigene Gefühlswirrwarr, sondern muss auch sonst noch einiges mitmachen. Klar, dass man sich da gerne versteckt, wenn alles zu viel wird – in diesem Fall an einem recht ungewöhnlichen Ort.

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Buchbesprechung: Angie Thomas „The Hate U Give“

Cover: Angie Thomas „The Hate U Give“Lesealter 14+(cbt 2017, 497 Seiten)

Ich bin etwas spät dran – Angie Thomas‘ Debütroman hat schon einige sehr gute (man könnte auch sagen: überschwängliche) Rezensionen bekommen … Aber lesen wollte ich „The Hate U Give“ trotzdem noch, auch wenn ich zurzeit wegen meiner begrenzten Lesezeit vor 500-Seiten-Romanen etwas zurückschrecke. Ein brisantes Thema hat das Buch in jedem Fall: Die gesetzliche Gleichstellung der farbigen und weißen Bevölkerung wurde in den USA zwar 1964 im Civil Rights Act endlich vollzogen, aber der Rassismus ist seitdem in dem Land nicht Vergangenheit – selbst wenn es inzwischen einen farbigen Präsidenten gab. Von diesem Rassismus handelt der Jugendroman …

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Buchbesprechung: John Boyne „Der Junge auf dem Berg“

Cover: John Boyne „Der Junge auf dem Berg“Lesealter 12+(Verlag S. Fischer 2017, 314 Seiten)

Das Thema Krieg lässt John Boyne nicht los – schon mehrere Bücher des Autors handelten davon, und das gilt auch für den neuen Jugendroman. Das Buch, mit dem der irische Schriftsteller bekannt wurde, war „Der Junge im gestreiften Pyjama“ aus dem Jahr 2006 (auf Deutsch 2007) – ein Buch, das ich zwar gelesen, aber nicht besprochen habe. „Der Junge auf dem Berg“ spielt in einigem auf John Boynes Erfolgsbuch an: Cover und Titel haben viele Ähnlichkeiten, ein dezenter Button weist noch darauf hin, dass das neue Werk aus der Feder des gleichen Autors wie „Der Junge im gestreiften Pyjama“ stammt … Das sollte einen eigentlich fast schon etwas skeptisch machen. Aber so funktioniert Marketing.

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