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Bestenliste (4 Punkte)

Buchbesprechung: Jan de Leeuw „Babel“

Cover: Jan de Leeuw „Babel“Lesealter 16+(Verlag Freies Geistesleben 2018, 436 Seiten)

„Jan de Leeuw zeichnet die Zerrissenheit und Vielstimmigkeit unserer modernen Welt nach – ein atemberaubender, symbolisch aufgeladener Roman von Macht und Hybris, Unterdrückung und Verrat und der zarten Suche nach Freundschaft.“ Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welch markanten Sätzen mitunter der Gehalt von Büchern werbewirksam zusammengefasst wird – in diesem Fall geht es um das neue Buch des flämischen Autors Jan de Leeuw. Wuchtig und monumental, passend zum Buchtitel, kommt der neue Roman daher, die kunstvolle Aufmachung setzt sich auch zwischen den Buchdeckeln fort …

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Buchbesprechung: Jason Reynolds „Patina“

Cover: Jason Reynolds „Patina“Lesealter 11+(dtv 2018, 283 Seiten)

Vier jugendliche Sportler, die alle zu einem Laufteam gehören, will Jason Reynolds in seiner Jugendbuchreihe vorstellen – damit versucht er so etwas wie eine kleine Bestandsaufnahme von Jugendlichen in den USA. War in Band 1 eine Junge namens Ghost dran, so ist die Hauptperson des zweiten Bandes Patina, ein Mädchen, dem das Laufen hilft, mit dem Frust in ihrem Leben umzugehen, weil es den Kopf frei macht. Band 1 „Ghost“ war ein erfrischendes Buch über einen Jungen, der es nicht leicht hat – und das gilt so letztendlich auch für Patina.

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Buchbesprechung: Elisabeth Etz „Nach vorn“

Cover: Elisabeth Etz „Nach vorn“Lesealter 14+(Tyrolia-Verlag 2018, 203 Seiten)

Wer auf das Buchcover schaut, wird nicht darauf kommen, worum es in „Nach vorn“ geht – das ist etwas kryptisch gehalten. Wer den Jugendroman der österreichischen Autorin gelesen hat, muss zwar vielleicht etwas überlegen, versteht die Symbolik dann aber. Aufmerksam geworden bin auf das Buch, weil es mich das Thema interessiert hat: Wie geht ein Mädchen, das eine längere Tumorbehandlung hinter sich hat, damit um, als es von den Ärzten geheilt entlassen wird. Alles paletti, würde man erst mal naiv denken – ist es aber nicht …

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Buchbesprechung: Davide Morosinotto „Verloren in Eis und Schnee“

Cover: Davide Morosinotto „Verloren in Eis und Schnee“Lesealter 12+(Thienemann-Verlag 2018, 430 Seiten)

Mit „Die Mississippi-Bande“ – einem Abenteuerroman im Stil der Tom-Sawyer-Bücher – dürfte sich der Italiener Davide Morosinotto bei einigen jugendlichen und erwachsenen Lesern bekannt und beliebt gemacht haben. Die Geschichte der Kinder am großen amerikanischen Strom hatte ganz viel Charme und war außerdem schön illustriert. „Verloren in Eis und Schnee“, das zweite Kinder-/Jugendbuch des Autors, kann ebenfalls als Abenteuerroman angesehen werden, aber er hat, weil er in Zweiten Weltkrieg spielt, einen deutlich ernsteren Hintergrund.

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Buchbesprechung: Kristina Aamand „Wenn Worte meine Waffe wären“

Cover: Kristina Aamand „Wenn Worte meine Waffe wären“Lesealter 14+(Dressler-Verlag 2018, 268 Seiten)

Es gibt nicht viele aktuelle Bücher, die von geflüchteten Jugendlichen, die seit einiger Zeit in Europa leben, erzählen, und das ist schade. Die Dänin Kristina Aamand, die selbst als Beraterin für ethnische Minderheiten gearbeitet hat und eine dänische Mutter und einen palästinensischen Vater hat, beschreibt in ihrem Jugendroman genau diese Situation: wie für ein Mädchen die kulturellen Unterschiede aufeinandertreffen und das in ihrer Familie und ihrer Umwelt zu großen Konflikten führt. Eine schwierige Lebenssituation ist das, wie gleich zu sehen sein wird …

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Buchbesprechung: Nataly Elisabeth Savina „Meine beste Bitch“

Cover: Nataly Elisabeth Salvina „Meine beste Bitch“Lesealter 16+(Fischer-Verlag 2018, 279 Seiten)

Gelesen hätte ich dieses Buch, wenn ich nicht eine nachdrückliche Empfehlung bekommen hätte, wohl nicht. Der Titel „Meine beste Bitch“ klingt – zumindest für mich – nicht gerade vielversprechend, eher etwas platt. Dass Nataly Elisabeth Salvinas Buch in der Reihe „Die Bücher mit dem blauen Band“ erschienen ist, ist dagegen allerdings ein gewisses Qualitätsmerkmal – denn in der Reihe habe ich schon viele gute Jugendromane entdeckt. Bekannt geworden ist Nataly Salvina übrigens (damals noch ohne das „Elisabeth“ im Namen) durch „Love Alice“, das 2013 als Manuskript mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnet wurde.

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Buchbesprechung: Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“

Cover: Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“Lesealter 16+(mairisch verlag 2018, 181 Seiten)

Nach der bravourösen „Maulina“-Trilogie, die im Herbst 2014 abgeschlossen wurde, war es längere Zeit still um Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring. Mit „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“ kam jetzt in einem neuen Verlag ein neues Buch des Text/Illustration-Duos heraus – und der erste Blick auf das Cover und in das Buch zeigt schon, dass der Text von Finn-Ole Heinrich und die Illustrationen von Rán Flygenring gekonnt ineinandergreifen und ein kleines Schmuckstück geschaffen haben – aber dazu weiter unten mehr.

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Buchbesprechung: Elisabeth Steinkellner „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“

Cover: Elisabeth Steinkellner „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“Lesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2018, 236 Seiten)

Was für ein hübsches Cover – das ist das Erste, was mir aufgefallen ist, als ich das Buch in die Hand genommen habe. Die Quallen in verschiedenen Farben, die wild im blauen Meereswasser herumtreiben, passen wirklich gut zu dem Titel. „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“ ist übrigens, wenn ich richtig recherchiert habe, der zweite Jugendroman der Österreicherin Elisabeth Steinkellner – ihr Jugendbuch-Debüt „Rabensommer“ habe ich nicht gelesen. Ansonsten schreibt die Autorin aber auch anderes, darunter Kinderbücher und Lyrik …

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Buchbesprechung: Jennifer Mathieu „Moxie – Zeit, zurückzuschlagen“

Cover: Jennifer Mathieu „Moxie“Lesealter 14+(Arctis-Verlag 2018, 345 Seiten)

Die #MeToo-Debatte (Wikipedia-Artikel) – ausgehend von amerikanischen Schauspielerinnen, die dem Produzenten Harvey Weinstein sexuelle Belästigung, Nötigung und Vergewaltigung vorgeworfen haben – hat im letzten Jahr für ziemlich viel Wirbel gesorgt. (Dass das Hashtag #MeToo schon viel älter ist, habe ich übrigens erst in der Wikipedia erfahren.) Jedenfalls ist dadurch ein wichtiges Thema ziemlich massiv in die Öffentlichkeit gelangt und hat am öffentlichen Bewusstsein einiges verändert. Mit „Moxie“ von der amerikanischen Autorin Jennifer Mathieu, die sich als Feministin bezeichnet, ist das Thema in einem aktuellen Jugendbuch aufgegriffen worden, auch wenn der Begriff #MeToo dort gar nicht auftaucht.

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Buchbesprechung: Marci Lyn Curtis „Dieser Augenblick, erschreckend und schön“

Cover: Marci Lyn Curtis „Dieser Augenblick, erschreckend und schön”Lesealter 15+(Königskinder-Verlag 2018, 408 Seiten)

Darauf, dieses Buch zu lesen, wäre ich angesichts des Covers mit dem vielen Rosa nicht gekommen. Männliche Leser erschließt man sich damit ganz bestimmt nicht. Warum ich den Debütroman der Kalifornierin Marci Lyn Curtis trotzdem gelesen habe? Weil er auf der Empfehlungsliste Die besten 7 Bücher für junge Leser des Deutschlandfunks im Juli 2018 stand … Im Beschreibungstext dort wird angedeutet, dass es um ein schwieriges Thema geht: „Dieser Augenblick, erschreckend und schön“ handelt von sexuellem Missbrauch.

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Buchbesprechung: Stefanie Höfler „Der große schwarze Vogel“

Cover: Stefanie Höfler „Der große schwarze Vogel“Lesealter 13+(Beltz & Gelberg-Verlag 2018, 182 Seiten)

Einen Elternteil plötzlich und unerwartet zu verlieren, ist eine schlimme Erfahrung für Kinder und Jugendliche – wie das ist, davon handelt Stefanie Höflers neuer Jugendroman, auf den ich sehr gespannt war. Höflers letztes Buch „Tanz der Tiefseequalle“ war für mich eines der besten deutschsprachigen Bücher des letzten Jahres – das sehen auch andere so, denn es wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 nominiert. Jedenfalls war ich sehr gespannt auf Stefanie Höflers neuen Jugendroman und habe ihn nicht lange auf meinem Lesestapel liegen lassen …

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Buchbesprechung: Erna Sassen „Keine Form, in die ich passe“

Cover: Erna Sassen „Keine Form, in die ich passe“Lesealter 15+(Verlag Freies Geistesleben 2018, 222 Seiten)

„Keine Form, in die ich passe“ ist Erna Sassens dritter Jugendroman, der auf Deutsch erschienen ist. „Das hier ist kein Tagebuch“, das Debüt, habe ich leider nicht gelesen, aber „Komm mir nicht zu nah“ fand ich ein gelungenes Buch. Es geht darin um ein Mädchen, das ziemlich darunter leidet, dass ihre Schwester psychisch stark beeinträchtigt ist. Der neue Roman der Niederländerin hat ein nicht ganz unähnliches Thema: Er handelt erneut von einem Mädchen, das schlimme Erfahrungen gemacht hat und sich da langsam wieder rauskämpfen muss.

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