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Autoren K – O

Buchbesprechung: Marina Keegan „Das Gegenteil von Einsamkeit“

keegan_einsamkeitLesealter 16+(Fischer-Verlag 2015, 281 Seiten)

Das Buch von Marina Keegan umweht etwas Bitteres, denn es wird das einzige und letzte Buch der Autorin bleiben. Mit 22 Jahren kam die Studentin, die unbedingt Schriftstellerin werden wollte, bei einem Autounfall ums Leben. Ihr Freund war am Steuer eingeschlafen – er überlebte den Unfall, sie nicht. Marinas Eltern verzichteten auf eine Klage gegen Marinas Freund, weil diese das sicher nicht gewollt hätte. Erschienen ist „Das Gegenteil von Einsamkeit“ posthum – eine Professorin der Yale University, an der Marina studierte, kümmerte sich darum, dass die besten Texte, die das Mädchen bis dahin geschrieben hatte, in einem Buch veröffentlicht wurden.

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Buchbesprechung: Dorit Linke „Jenseits der blauen Grenze“

linke_grenzeLesealter 14+(Magellan-Verlag 2014, 299 Seiten)

Jedes Jahr werden im März auf der Leipziger Buchmesse sechs Jugendromane, die im Vorjahr erstmals auf Deutsch erschienen sind, für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Von den sechs in diesem Frühjahr nominierten Titeln hatte ich immerhin vier gelesen und besprochen – es gab schon Jahre, wo ich weniger der ausgewählten Bücher kannte. Ein Weilchen habe ich gezögert, nun aber doch beschlossen, mir die beiden fehlenden Jugendromane noch anzuschauen, und begonnen habe ich mit Dorit Linkes Roman „Jenseits der blauen Grenze“, einem Roman, der davon handelt, dass zwei Jugendliche aus der DDR fliehen wollen.

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Buchbesprechung: Sifiso Mzobe „Young Blood“

mzobe_bloodLesealter 16+(Peter-Hammer-Verlag 2015, 263 Seiten)

Von Mittelamerika (Dirk Reinhardts „Train Kids“) nach Südafrika – das geht in der Regel nur mit Büchern. Sifiso Mzobe, der südafrikanische farbige Autor von „Young Blood“, ist 1978 geboren und stellt mit dem Buch seinen Debütroman vor. Darin geht es – das kann man gleich vorab sagen – ordentlich zur Sache. Townships in Südafrika, Wohnviertel für die farbige Bevölkerung, sind ein heißes Pflaster, und genau davon handelt „Young Blood“.

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Buchbesprechung: Shane Koyczan „Bis heute“

koyczan_heuteLesealter 14+(Aladin-Verlag 2015, 72 Seiten)

Wo wir bei den letzten beiden Buchbesprechungen gerade beim Thema Mobbing waren: Bettina Obrecht hat in ihrem Jugendroman „Opferland“ sehr genau festgehalten, wie der Weg eines Mobbing-Opfers verläuft, Daniel Höra hat in „Auf dich abgesehen“ gezeigt, wie Mobbing in den Zeiten von Handys und sozialen Netzwerken aussehen kann. Der Kanadier Shane Koyczan hat dagegen einen sehr künstlerischen Zugang zu dem Thema gewählt, und letztendlich ist „Bis heute“ (übrigens von Andreas Steinhöfel übersetzt) Teil eines größeren Projekts.

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Buchbesprechung: Bettina Obrecht „Opferland“

obrecht_opferlandLesealter 13+(cbj-Verlag 2015, 286 Seiten)

Das letzte gelesene Buch – Daniel Höras Kurzroman „Auf dich abgesehen“ – hatte das gleiche Thema wie Bettina Obrechts Jugendbuch „Opferland“: Es geht in beiden Büchern um Mobbing, die Hauptfiguren sind Mobbingopfer. Vielleicht mag die Sensibilität für das Thema in den letzten Jahren etwas gestiegen sein, aber dass es deswegen kein Mobbing mehr gibt, kann man wahrlich nicht sagen. Von daher hat Bettina Obrecht, deren Erstroman „Isoliert“, der schon 6-einhalb Jahre alt ist und mir gut gefallen hat, wieder ein aktuelles und heikles Thema aufgegriffen.

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Buchbesprechung: Lauren Oliver „Panic“

oliver_panicLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2014, 365 Seiten)

Es ist eine Weile her, dass ich ein Buch von Lauren Oliver gelesen habe … „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ war ein beeindruckender Debütroman und wurde damals gleich für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Seitdem hab ich kein Buch mehr von der Autorin aus New York in der Hand gehabt (so ganz stimmt das nicht, weil ich „Delirium“ einmal angefangen, dann aber nicht weitergelesen habe – übrigens nicht, weil es mir nicht gefallen hat, sondern weil ich dann etwas anderes lesen musste). Mit „Panic“, das ein schmuckes Cover ziert, wollte ich es aber mal wieder probieren.

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Buchbesprechung: Pacale Maret „Mich kriegt ihr nicht“

maret_kriegtLesealter 12+(Mixtvision-Verlag 2014, 219 Seiten)

„[…] basierend auf dem wahren Leben des Colton Harris-Moore.“ Dass ein Buch oder Film auf einer wahren beruht, ist ein beliebtes Prädikat. Ob das dann auch die besten Filme oder Bücher sind? Die Französin Pascale Maret reist viel in der Welt herum und schreibt gerne Abenteuerromane, die an Orten spielen, die sie besucht hat. Zu „Mich kriegt ihr nicht“ angeregt wurde die Autorin durch zahlreiche Artikel über einen berühmten jugendlichen Dieb, der lange Zeit im Staate Washington (USA) sein Unwesen getrieben hat. Die Personen im Buch sind im Gegensatz zur Hauptfigur jedoch frei erfunden, wie die Autorin im Nachwort betont.

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Buchbesprechung: Meme McDonald & Boori Monty Pryor „Njunjul“

pryor_njunjulLesealter 14+(Baobab Books 2014, 157 Seiten)

Von Südafrika nach Australien – das geht nur in Büchern. Handelte das letzte besprochene Buch (Sonwabiso Ngcowa: „Nanas Liebe“) davon, wie ein lesbisches Mädchen in Kapstadt seinen Weg findet, so thematisiert Meme McDonalds und Boori Monty Pryors Jugendroman „Njunjul“ das Leben als jugendlicher Aborigine in Australien. Auch in dem australischen Buch geht es darum, zu sich selbst zu finden angesichts schwieriger Grundbedingungen – das ist die Gemeinsamkeit beider Bücher. Meme McDonald ist übrigens eine weiße Australierin, die sich jedoch schon lange für die Rechte der Ureinwohner einsetzt, während Boori Monty Pryor von australischen Ureinwohner abstammt.

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Buchbesprechung: Sonwabiso Ngcowa „Nanas Liebe“

ngcowa_liebeLesealter 14+(Peter-Hammer-Verlag 2014, 174 Seiten)

Seit einem Symposium in Oldenburg über afrikanische Kinder- und Jugendliteratur vor zwei Jahren liegen mir Jugendbücher von afrikanischen Schriftstellern am Herzen. Der Peter-Hammer-Verlag ist einer der wenigen Verlage, die regelmäßig afrikanische Jugendromane veröffentlichen, und im Fall von Sonwabiso Ngcowas Buch (fragt mich nicht, wie man den Namen des Autors ausspricht) hat sich der Verlag aus Wuppertal engagiert, um den Debütroman des Südafrikaners herauszugeben. Eine große Rolle hat dabei der Übersetzer Lutz van Dijk, der selbst einige Jugendromane geschrieben hat, gespielt: Er hat Sonwabiso Ngcowa ermutigt, diesen Roman zu schreiben und zu veröffentlichen.

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Buchbesprechung: Susan Kreller „Schneeriese“

kreller_schneerieseLesealter 13+(Carlsen-Verlag 2014, 206 Seiten)

Elefanten sieht man nicht“, der erste Jugendroman von Susan Kreller, war ein einfühlsames Buch über familiäre Gewalt, das aus der Sicht eines Mädchens erzählt ist. Nun liegt ein zweiter Jugendroman der in Bielefeld lebenden Autorin vor: „Schneeriese“. Es geht diesmal um einen Jungen, der erleben muss, wie das Mädchen, in das er verliebt ist, eine Beziehung mit einem anderen Jungen beginnt …

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Buchbesprechung: Nils Mohl „Mogel“

mohl_mogelLesealter 15+(rororo rotfuchs 2014, 200 Seiten)

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass das nächste Buch von Nils Mohl nach „Es war einmal Indianerland“ und „Stadtrandritter“ der dritte und letzte Band der Stadtrand-Saga sein würde – doch dann wurde im Frühjahr, was mich etwas verwundert hat, „Mogel“ angekündigt. „Mogel“ ist ein eigenständiges Buch, das jedoch im gleichen Milieu (einer Hochhaussiedlung angelehnt an das Hamburger Jenfeld) wie die Stadtrand-Saga spielt. Während die beiden Bände der Stadtrand-Saga mit 350 bzw. fast 700 Seiten daherkommen, nimmt sich Nils Mohl neues Buch jedoch als dünnes Bändchen aus …

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Buchbesprechung: Anthony McCarten „funny girl“

mccarten_funny_girlLesealter 16+(Diogenes-Verlag 2014, 375 Seiten)

Seit dem genialen „Superhero“ verfolge ich die Bücher von Anthony McCarten und gucke, ob sie auch etwas für jugendliche Leser sind. „funny girl“, der neue Roman des Neuseeländers, der in London und München lebt, ist jedoch nicht nur mir aufgefallen, sondern fand sich im August 2014 auch auf der der Liste „Die besten 7 Bücher für junge Leser“ wieder. Ein eigenwilliges Thema wird in „funny girl“ behandelt: Es geht um ein muslimisches Mädchen, das sich nicht den Konventionen seiner Eltern beugt und etwas für Muslime Unvorstellbares tut.

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