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Autoren F – J

Buchbesprechung: Christian Frascella „Bet empört sich“

frascella_betLesealter 16+(Frankfurter Verlagsanstalt 2015, 285 Seiten)

Für mich war Christian Frascella eine der Jugendroman-Entdeckungen der letzten Jahre, auch wenn seine Bücher in einem Verlag, der sonst Erwachsenenbelletristik vertreibt, erschienen ist. „Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe“, der beeindruckene Großmaulroman, wurde auch gleich für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. „Sieben kleine Verdächtige“, Frascellas zweiter Roman, hat mir sogar noch besser gefallen. Buch Nummer 3, das nun auf Deutsch erschienen ist, musste ich mir da gleich auch angucken.

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Buchbesprechung: Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Ende des Universums”

heinrich_maulina3Lesealter 10+(Hanser-Verlag 2014, 179 Seiten)

Ich kenne einige Leute, die sich davor scheuen, Band 3 von „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“ zu lesen. Warum? Weil eigentlich klar ist, was darin passieren wird: Maulinas Mutter wird sterben. Und wer die quasselige Heldin liebgewonnen hat, möchte am liebsten nicht damit konfrontiert werden … Dessen ungeachtet habe ich mir diesmal nicht so viel Zeit gelassen wie bei Band 2, bis ich das Buch zur Hand genommen habe. Bei mir hat dann doch die Neugierde überwogen, wie Finn-Ole Heinrich und Rán Flygenring diesen sicher schwierigsten Teil der Trilogie meistern werden.

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Buchbesprechung: Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Warten auf Wunder”

heinrich_maulina_2Lesealter 10+(Hanser-Verlag 2014, 196 Seiten)

Ich weiß gar nicht, warum ich eigentlich das Lesen des zweiten Bandes von Finn-Ole Heinrichs und Rán Flygenrings „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“ so lange herausgezögert habe – das Buch ist schließlich schon Ende Februar erschienen … Nun habe ich mir Band 2, in dem die Geschichte der „großmauligen“ Paulina alias Maulina, deren Mutter ernsthaft krank ist, allerdings doch vorgenommen. Hübsch gemacht ist das Buch wieder allemal: Das frische Grün gefällt mir noch besser als das helle Blau von Band 1.

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Buchbesprechung: Anna Kuschnarowa „Djihad Paradise“

kuschnarowa_djihadLesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2013, 413 Seiten)

Der Frage, warum deutsche Jugendliche zum Islam konvertieren, sich dann radikalisieren und schließlich zu Selbstmordattentätern werden, sind schon einige Jugendbuchautoren nachgegangen – sei es in einem Sachbuch, wie Martin Schäuble in „Black Box Dschihad“, oder Agnes Hammer im Jugendroman „Regionalexpress“. Richtig überzeugt hat mich bisher keines dieser Bücher – die Erklärungen, warum Jugendliche radikal werden, blieben mir psychologisch zu oberflächlich und damit zu wenig nachvollziehbar. Sich an das Thema herangewagt hat sich nun auch Anna Kuschnarowa, die nicht nur Jugendbücher schreibt, sondern auch Ägyptologie studiert hat.

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Buchbesprechung: Hanna Jansen „Zeit der Krabben“

jansen_krabbenLesealter 14+(Peter-Hammer-Verlag 2013, 183 Seiten)

Ich war ganz darauf geeicht, dass das neue Buch von Hanna Jansen wie ihr letztes Buch „Herzsteine“ in Afrika spielt, und es hat ein wenig gedauert, bis ich gemerkt habe, dass dem gar nicht so ist. „Zeit der Krabben“ spielt vielmehr auf einer Insel in der Karibik (dazu gleich mehr). Und warum hat das Buch diesen seltsamen Titel? Das hat damit zu tun, dass sich das Drama, das in dem Buch seinen Lauf nimmt, zur Zeit der großen Krabbenwanderung (die Weibchen legen Eier im Meer ab, später wandern die jungen Krabben zurück in die Wälder) abspielt. Für das, was sich in dem Buch abspielt, stellt das eine passende Atmosphäre dar …

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Buchbesprechung: Sarah N. Harvey „Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren“

harvey_t-birdLesealter 13+(dtv 2013, 235 Seiten)

Oh, die Zeit der alten amerikanischen Schlitten … Sicher, man konnte mit einem Ford Thunderbird elegant durch die Gegend cruisen, aber über den Benzinverbrauch sprechen wir mal lieber nicht. Auch wenn man es meinen könnte: Die Kanadierin Sarah N. Harvey hat hier kein Buch über ein Auto oder einen Roadmovie geschrieben, wie man bei dem Titel vermuten könnte. Nein, es geht eigentlich um etwas ganz anderes: um den Großvater eines Jungen, der (gemeint ist natürlich der Großvater) bereits 95 Jahre alt ist, zunehmend schrulliger wird und wohl nicht mehr lange zu leben hat.

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Buchbesprechung: Christian Frascella „Sieben kleine Verdächtige“

frascella_verdaechtigeLesealter 15+(Frankfurter Verlagsanstalt 2013, 286 Seiten)

Es ist eine Freude, wenn ein Autor mit einem ganz anderen Ton im Jugendbuchbereich auftaucht: Im letzten Jahr war da z. B. der Italiener Christian Frascella, der ein eher in Erwachsenenregalen verstecktes Buch, das man durchaus Jugendlichen in die Hand geben kann, geschrieben hat. „Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe“, sein erstes ins Deutsche übersetzte Buch, ist mit seiner großmauligen Hauptfigur einfach erfrischend geschrieben, und der Roman wurde dann auch gleich für den diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Nun liegt ein neues Buch von Christian Frascella vor, und ich war mehr als gespannt darauf.

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Buchbesprechung: Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Mein kaputtes Königreich"

heinrich_maulinaLesealter 10+(Hanser-Verlag 2013, 165 Seiten)

Als Text-/Illustrations-Duo haben Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring einen erstaunlichen Start hingelegt: Für das erfrischende Kinderbuch „Frerk, du Zwerg!“, ihr erstes gemeinsames Projekt, wurden sie gleich mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2012 in der Sparte Kinderbuch ausgezeichnet. Fast zwei Jahre später gibt es nun ein Nachfolge-Werk der beiden, das einen komplizierten langen Titel hat (siehe Überschrift). Auf den ersten Blick sieht das Buch ganz anders aus, weil die Illustrationen in anderen Farben gehalten sind – doch letztendlich (dazu gleich mehr) ist das Konzept des Buches dem von „Frerk, du Zwerg!“ nicht ganz unähnlich …

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Buchbesprechung: Daniel Handler „43 Gründe, warum es aus ist“

handler_gruendeLesealter 14+(Hanser-Verlag 2013, 362 Seiten)

Über schön gestaltete Jugendbücher kann man sich immer freuen: „43 Gründe, warum es aus ist“ wurde von Maira Kalman illustriert. Nicht nur das Cover ziert ein naiv gehaltenes Bild der in Israel geborenen, aber in die USA ausgewanderten Künstlerin, sondern auch jedes Kapitel wird mit einer Illustration verziert.

übrigens handelt es sich bei Daniel Handlers erstem Jugendroman – der Autor ist Amerikaner mit deutschen Wurzeln, sein Vater flüchtete im Dritten Reich in die USA – nicht um dessen erstes Buch. Unter dem Pseudonym Lemony Snicket hat er bereits eine mehrbändige Kinderbuchreihe veröffentlicht.

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Buchbesprechung: Bjørn Ingvaldsen „Wie Balder es schaffte, einen Blitz zu fotografieren, und es fast nicht überlebte“

ingvaldsen_balderLesealter 11+(Boje-Verlag 2013, 140 Seiten)

Worum es in dem dünnen Bändchen des Norwegers Bjørn Ingvaldsen geht, ahnt man nach dem Lesen des Buchtitels nicht. Er klingt ja eher witzig und ist auch so gestaltet, doch letztendlich behandelt „Wie Balder es schaffte, einen Blitz zu fotografieren, und es fast nicht überlebte“ ein sehr ernstes Thema: Es geht um einen Jungen, der in der Schule Außenseiter ist und gemobbt wird. Bücher zu dem Thema gibt es viele – weitere taugliche Bücher, die man in der Schule besprechen kann, sind aber jederzeit willkommen. Ob Ingvaldsens Buch dazu gezählt werden kann, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

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Kurzrezension: Helon Habila „Öl auf Wasser“

habila_wasserLesealter 16+(Wunderhorn-Verlag 2012, 214 Seiten)

Über dieses Buch muss man etwas schreiben – auch wenn es sich dabei nun wirklich nicht um einen Jugendroman handelt … Seit einem knappen Jahr, als ich bei einem Kongress über Afrikabilder in der Kinder- und Jugendliteratur auf dem Diskussionspodium saß, bin ich ein wenig mit dem Afrika-Literatur-Virus infiziert. Aber überzeugende Jugendliteratur über Afrika, gibt es eher selten – vor allem, wenn man dabei Autoren, die selbst aus Afrika kommen, lesen möchte. Zu viele Klischees, zu viel Einzelschicksale, die auf die Tränendrüsen drücken, zu viele Happy Ends … – gerade, wenn Europäer über das Leben auf dem Schwarzen Kontinent schreiben. Deswegen schaue ich mich hier manchmal auch im Erwachsenenbereich um, und Helon Habilas „Öl auf Wasser“ ist eines der Bücher, die mir besonders aufgefallen sind.

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Buchbesprechung: Inés Garland „Wie ein unsichtbares Band“

garland_bandLesealter 14+(Fischer-Verlag 2013, 249 Seiten)

Südamerikanische Jugendromane finden eher selten den Weg ins Deutsche – Inés Garlands „Wie ein unsichtbares Band“ ist da die rühmliche Ausnahme … Was der Grund für die geringe Verbreitung von südamerikanischer Jugendliteratur hierzulande ist? Wahrscheinlich – das wäre meine Vermutung – ist das Lebensgefühl in Südamerika eben doch recht anders und damit jugendlichen Lesern im deutschen Sprachraum eher schwer vermittelbar. Ob das auch auf Inés Garlands Buch zutrifft, wird in dieser Besprechung zu beantworten sein …

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