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Die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011

Plakat Deutscher Jugendliteraturpreis 2011

Jedes Jahr werden auf der Leipziger Buchmesse, die Mitte März stattfindet, die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis bekannt gegeben. In den vier Sparten (Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch) wählt die Kritikerjury, bestehend aus acht Jurorinnen und Juroren plus Vorsitzende (im Moment Dr. Susanne Helene Becker) auf zwei mehrtägigen Jurysitzungen jeweils die besten sechs Titel des Vorjahres, also in diesem Fall des Jahres 2010, aus. Die Preisträger werden dann im Herbst auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben. Außerdem werden von der Jugendjury weitere sechs Titel nominiert.

Folgende Bücher haben dieses Jahr in den vier Sparten das Rennen gemacht (sofern die Titel bei Jugendbuchtipps.de besprochen wurden, ist ein Link zur Buchbesprechung gesetzt):

Jugendbuch

Abb.: Die nominierten Jugendbücher des Jahres 2011

Kinderbuch

  • Baisch, Milena (Illustration: Elke Kusche): „Anton taucht ab“ (Beltz & Gelberg)
  • Helfer, Monika und Köhlmeier, Michael (Illustration: Barbara Steinitz): „Rosie und der Urgroßvater“ (Hanser)
  • Kuhlman, Evan (Illustration: J. P. Coovert; Übersetzung: Uwe-Michael Gutzschhahn): „Der letzte unsichtbare Junge“ (dtv)
  • Nilsson, Frida (Übersetzung: Friederike Buchinger; Illustration: Ulf K.): „Ich, Gorilla und der Affenstern“ (Gerstenberg)
  • Nuzum, K. A. (Übersetzung: Gerda Bean): „Hundewinter“ (Carlsen)
  • Priestley, Chris (Illustration: David Roberts; Übersetzung: Beatrice Howeg): „Onkel Montagues Schauergeschichten“ (Bloomsbury)

Bilderbuch

  • Baltscheit, Martin: „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ (Bloomsbury)
  • Dubuc, Marianne (Übersetzung: Anna Taube): „Meine große kleine Welt“ (Carlsen)
  • Fromental, Jean-Luc (Illustration: Joëlle Jolivet; Übersetzung: Leonie Jakobson): „Oups!“ (Carlsen)
  • Havukainen, Aino und Toivonen, Sami (Übersetzung: Elina Kritzokatz): „Tatu und Patu und ihre verrückten Maschinen“ (Sauerländer)
  • Lunde, Stein Erik (Illustration: Orvind Torseter; Übersetzung: Maike Dörries): „Papas Arme sind ein Boot“ (Gerstenberg)
  • Tolman, Marije und Tolman, Ronald: „Das Baumhaus“ (Bloomsbury)

Nominierungsbekanntgabe

Abb.: Die Nominierungsbekanntgabe durch Dr. Susanne Helene Becker

Sachbuch

  • Belzer, Sigrid: „Die genialsten Erfindungen der Natur. Bionik für Kinder (Fischer)
  • Eichler, Christian (Illustration: Rieckhoff, Jürgen): „Zuckerpass und Blutgrätsche. Wahre Geschichten rund um den Fußball“ (Klett)
  • Könnecke, Ole: „Das große Buch der Bilder und Wörter“ (Hanser)
  • Maxeiner, Alexandra (Illustration: Anke Kuhl): „Alles Familie!“ (Klett)
  • Penrose, Antony (Übersetzung: Egbert Baqué): „Der Junge, der Picasso biss“ (Knesebeck)
  • Soentgen, Jens (Illustration: Vitali Konstantinov): „Von den Sternen bis zum Tau. Eine Entdeckungsreise durch die Natur“ (Peter Hammer)

Nominierungen der Jugendjury

Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien

Und dann wurden auf der Leipziger Buchmesse im Anschluss an die Nominierungsbekanntgabe auch noch die diesjährigen Preisträger des Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien für Nachwuchsautoren aus dem Jugendliteraturbereich bekannt gegeben. Den mit 12.000 Euro dotierten Preis haben dieses Jahr bekommen:

  • Stephan Knösel, der aufgrund seines Buches „Echte Cowboys“ (Beltz & Gelberg) ausgewählt wurde, sowie
  • Petra Ivanov, deren Jugendroman „Escape“ (Appenzeller Verlag) die dreiköpfige Jury überzeugt hat.

Stephan Knoesel bei der Überreichung des Kranichsteiner-Stipendiums

Abb.: Stephan Knösel bei der Preisübergabe

(Ulf Cronenberg, 17.03.2011)

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Kommentare (0)

  1. Pingback: Jugendbuchtipps.de» Blogarchiv » Kurzrezension: Petra Ivanov „Escape“

  2. Barbara Beiner-Meßing

    Die offizielle Nominierungsveranstaltung konnte ich mir leider nicht anschauen, dafür aber die Präsentation ihrer Favouriten durch die Leipziger Jugendbuchjury. Die Jugendlichen selbst stellten ihre Bücher kurz und prägnant szenisch vor. Gute Veranstaltung!
    Sehr positiv überrascht bin ich davon, wie viele ähnliche „Leseclubs“ es gibt, organisiert in Schulen, Kulturhäusern und Bibliotheken. Diese tollen Beispiele müssten in der Öffentlichkeit noch viel präsenter sein, um zu zeigen, wie interessiert und engagiert Jugendliche sind, und um zu zeigen, welche Wege Leseförderung auch gehen kann. Veränderte Schulstrukturen (Ganztagsmodelle, Verbunds- und Gemeinschaftsschulmodelle) bieten vielleicht auch neue Möglichkeiten …
    In diesem Sinn: Hinschauen, Abgucken, Ausprobieren und Weitererzählen absolut erwünscht!!!
    Gruß, Barbara Beiner-Meßing

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  3. Anne-Lee

    Schöne Übersicht! Und ich finde es toll, dass man bei Ihnen auch ein paar Bilder von der Nominierung in Leipzig sieht. Meine Gewinner-Tipps sind:
    Jugendbuch: „Runaway“
    Kinderbuch: „Der letzte unsichtbare Junge“
    Bilderbuch: „Meine große kleine Welt“
    Sachbuch: „Von den Sternen bis zum Tau“

    Und meine Lieblingskategorie (denn hier habe ich den besten Überblick über die Nominierungen) Jugendjury: „Nichts“ von Janne Teller.

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