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Buchbesprechung: Thomas Finn "Die letzte Flamme"

Cover FinnLesealter 11+(Ravensburger-Verlag 2007, 475 Seiten)

Jetzt ist also nach „Das unendliche Licht“ und „Der eisige Schatten“ auch der dritte (und wohl letzte) Band der „Chroniken der Nebelkriege“ von Thomas Finn erschienen. „Die letzte Flamme“ – wie Band 3 heißt – erstrahlt, das sieht man auf dem Cover-Abbild links gar nicht so richtig, in Goldtönen, während die zwei Vorgänger-Bände in Silber gehalten waren. Band 3 schließt den Kampf von Kai und seinen Mitstreitern gegen die Nebelkönigin Morgoya ab.
Thomas Finns Trilogie ist ganz klar eine Reihe für Freunde von „Harry Potter“ oder „Eragon“ – hier kommen Fantasy-Fans auf ihre Kosten.

Inhalt:

Die Nebelkönigin Morgoya, die mit ihren Anhängern die Welt unterwerfen will, rüstet zum endgültigen Kampf gegen die freie Welt. Der Zauberlehrling Kai, der laut einer Prophezeiung die „letzte Flamme“ ist, soll die entscheidende Rolle im Kampf gegen Morgoya spielen. Doch zunächst einmal bekommen Kai und seine Freunde große Probleme.
Die Magier der Stadt Halla, die eigentlich auch gegen Morgoya kämpfen, bereiten nämlich unerwarteter Weise Schwierigkeiten. Sie kommen nach Colona, wo sich Kai gerade aufhält, und übernehmen dort die Führung über die Stadt. Dabei nehmen sie auch Kai gefangen, weil sie meinen, dass dieser von seinem Zaubermeister Thadäus Eulertin falsch unterrichtet und nicht genügend auf den Kampf gegen die Nebelkönigin vorbereitet wurde. Kai versucht sich zu wehren, doch Aureus von Falkenhain, der oberste Magier von Halla, zwingt ihn mit Hilfe eines Sklavenkragens zum Gehorsam. Nur durch glückliche Umstände und mit Hilfe seiner Freunde kann Kai schließlich doch fliehen.
Doch Kais Flucht löst nur eines der vielen Probleme. Morgoya zieht immer mehr Truppen zusammen, es ist ihr bereits gelungen, das freie Hammaburg zu besetzen, und bald wird sie mit ihrem riesigen Heer auch vor den Toren von Colona stehen. Und weitere Schwierigkeiten gibt es, weil die Magier von Halla Kais Lehrmeister Thadäus Eulertin und weitere befreundete Zauberer gefangen genommen haben. So versucht Kai mit Unterstützung der Hexe Amabilia, der Gargyle Dystariel und der Elfe Fi zunächst, seinen Lehrmeister zu befreien. Dieser wurde von den Magiern aus Halla einem rachsüchtigen Riesen namens Thraak ausgeliefert worden. Eulertin aus dessen Gewalt zu befreien ist alles andere als einfach…

Bewertung:

Wer bei den ersten beiden Bänden von Thomas Finns Trilogie auf seine Kosten gekommen ist, dem wird auch der Abschlussband gefallen. „Die letzte Flamme“ steht den beiden anderen Büchern in keinster Weise nach. Für Spannung ist ausreichend gesorgt – und das nicht nur beim großen Endkampf auf den letzten 100 Seiten, sondern schon vorher. Immer wieder müssen Kai und seine Freunde große Herausforderungen bestehen – sei es die Befreiung Kais aus der Gewalt von Aureus von Falkenhain oder der Kampf gegen den Riesen Thraak. Über Langweile kann man in diesem Buch wirklich nicht klagen.
Das Besondere an Thomas Finns Nebelkrieg-Chroniken sind nach wie vor die Figuren. Kai ist ebenso wie Fi oder Thadäus Eulertin eine faszinierende Figur, die oft an sich und ihren Möglichkeiten zweifelt, aber dennoch versucht, im Kampf gegen Morgoya nicht aufzugeben.
Was man dem Buch außerdem zugute halten muss, ist, dass am Ende einige Rätsel aufgelöst werden, die in den beiden ersten Bänden unaufgelöst geblieben sind. So erfährt man unter anderem, wer Dystariel wirklich ist und warum sie als Gargyle, die eigentlich Schattenwesen Morgoyas sind, trotzdem auf der guten Seite kämpft. Die ein oder andere Überraschung wartet also auf den Leser.

Fazit:

5 von 5 Punkten. „Die letzte Flamme“ ist ein würdiger Abschlussband von Thomas Finns „Chroniken der Nebelkriege“, der ohne Schwachstellen die Geschichte um Kai zu Ende bringt. Das Buch ist von der ersten bis zur Seite spannend, die Geschichte nimmt ein paar unterwartete Wendungen und die Figuren sind gut beschrieben. Mehr kann man sich von einem guten Fantasy-Buch eigentlich nicht wünschen – außer, dass es damit noch weiterginge. Aber so, wie es scheint, ist die Geschichte um Kai abgeschlossen.
Dann schauen wir mal, was Thomas Finn als Nächstes schreiben wird… (ab 11 Jahren)

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(Ulf Cronenberg, 30.09.2007)

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