Jugendbuchtipps.de

Buchbesprechung: Thomas Finn "Der eisige Schatten"

Cover FinnLesealter 11+(Ravensburger-Verlag 2007, 506 Seiten)

Nach Band 1 „Das unendliche Licht“ hab ich mich gleich über den zweiten Band von Thomas Finns „Chroniken der Nebelkriege“ gemacht. Es ist immer gut, wenn man den Fortsetzungsband gleich hinterher lesen kann.
Band 3 dagegen ist für September angekündigt – da muss ich also noch ein bisschen drauf warten. Und ich bin – das sei schon vorweggenommen – sehr gespannt darauf, wie die Geschichte um Kai weitergeht…
Doch jetzt erst mal zu dem zweiten Streich von Thomas Finn.

Inhalt:

Das Netz, das die dunkle Nebelkönigin Morgoya mit ihren Vasallen zieht, wird immer dichter und die Gefahr wird immer größer, dass Morgoya den Sieg davon trägt. Haben Kai und sein Zauberlehrer Thadäus Eulertin im ersten Band den ersten großen Ansturm von Morgoyas Streitkräften gerade noch zurückschlagen können, so folgen schon die nächsten Schwierigkeiten.
Kai und die Elfe Fi – Thadäus Eulertin ist gerade auf Reisen – wird zugetragen, dass an der Elbe vor Hammaburg ein Schiff mit toter Besatzung gefunden wurde. Wie sich herausstellt, war das Schiff auf eine geheime Mission zum Reich von König Hraudung gesendet worden, um den König für den Kampf gegen Morgoya zu gewinnen. Doch anscheinend ist niemand lebend zurückgekehrt.
Mit dem Klabauterkapitän Koggs machen sich Fi und Kai auf den Weg, das Schiff zu untersuchen – sie hoffen, Hinweise darauf zu finden, was passiert ist. Das Schiff finden sie gänzlich von einem magischen Frost überzogen vor, außerdem wird es von gefährlichen Frostgeistern bewacht. Kai, Fi und Koggs gehen dennoch auf das Schiff und werden angegriffen – nur mit Mühe gelingt es ihnen, den Angriff abzuwehren.
Auf dem Schiff entdecken sie einen halbtoten Elfen, den Fi gut kennt: Gilraen. Doch von irgendeinem Zauber in Schach gehalten, gelingt es ihnen nicht, Gilraen zu wecken. Auch drei befreundete Zauberer von Magister Eulertin schaffen dies nicht, und so beschließen die Gefährten, sich ins Däumlingsreich, wo Eulertin sich gerade aufhält, zu begeben. Dort soll die Heilerin Amabilia Gilraen wieder ins Leben zurückbringen.
Außerdem hat Kai eine Botschaft von der Feenkönigin Berchtis bekommen – er und Magister Eulertin sollen sich zu einem magischen Konzil einfinden, wo über das weitere Vorgehen gegen Mogoya beratschlagt werden soll. Nach dem Besuch bei Amabilia wollen die Gefährten zur Feenkönigin Berchtis weiterreisen… Doch auch dort – wie sie bald feststellen werden – ist irgendetwas Schlimmes passiert – nichts ist mehr, wie es war.

Bewertung:

Von der ersten Seite an ist man auch beim zweiten Band wieder mitten in der Geschichte um den Zauberlehrling Kai und fühlt sich heimisch. Zu den bekannten Personen kommt im Laufe des Buches Gilraen, der Elf, als neue Figur hinzu. Dieser bereichert das Buch, weil er ein wohl gehütetes Geheimnis zu haben scheint, so dass Kai und Eulertin sich nicht sicher sind, ob er wirklich auf ihrer Seite steht.
„Der eisige Schatten“ ist ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Zeile für Spannung sorgt, und am Ende mit einem großen Showdown, in dem sich der Kampf gegen Morgoya zuspitzt, glänzt. Hier überschlägt sich das Geschehen. Auch wenn man natürlich ahnt, dass Kai und seine Freunde einen vorläufigen Sieg davontragen werden (sonst würde ja nicht ein dritter Band folgen), so bleibt die Geschichte immer spannend, denn das „Wie“ und das „Mit welchen Verlusten“ sind vorher ja nicht bekannt.
Thomas Finn ist mit dem zweiten Band der „Chroniken der Nebelkriege“ ein würdiger Nachfolger zum ersten Band gelungen, der einen noch mehr in Atem hält als das Vorgängerbuch.

Fazit:

5 von 5 Punkten. Ohne Zweifel ist es Thomas Finn geglückt, am Erfolg des ersten Bandes anzuknüpfen, ja sogar noch eines drauf zu setzen. Die Geschichte ist spannend bis zur letzten Seite, und die Figuren wachsen einem als Leser ans Herz – von Kai über Eulertin bis hin zu Fi. Ich bin jedenfalls schon sehr auf den dritten Teil der Chroniken gespannt, der glücklicherweise ja nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen wird.
Alles in allem bestätigt dieses Buch, dass man als Fantasy-Fan die Nebelkrieg-Reihe einfach gelesen haben muss. Wer Harry Potters siebten und letzten Streich nicht derzeit schon auf Englisch liest, sondern auf die deutsche Ausgabe wartet, kann sich das Warten jedenfalls mit Thomas Finns Fantasy-Büchern auf unterhaltsame und spannende Weise verkürzen.

blau.giflila.gifrot.gifgelb.gifgruen.gif

(Ulf Cronenberg, 15.08.2007)

Kommentare (0)

  1. Pingback: Jugendbuchtipps.de» Blogarchiv » Buchbesprechung: Thomas Finn “Die letzte Flamme”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.