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Buchbesprechung: Håkan Nesser “Kim Novak badete nie im See von Genezareth”

Cover NesserLesealter 15+(btb Verlag 2003, 287 Seiten, seit 10/2004 auch als Taschenbuch)

Håkan Nesser ist, auch wenn der Name das kaum vermuten lässt, Schwede und als Krimiautor in Deutschland nicht ganz unbekannt. Mit Kommissar Van Veteren und dessen Team in der Hauptrolle hat Nesser psychologisch interessante, aber auch spannende Kriminalromane geschrieben, die ich fast alle gelesen habe (ja, ich lese nicht nur Jugendbücher!).

„Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ ist eigentlich kein richtiges Jugendbuch (und auch kein typischer Krimi). Ich stelle das Buch hier trotzdem vor, weil es von zwei Jugendlichen handelt und deswegen viele Jugendthemen aufgegriffen werden. Ein kleiner Blick über den Tellerrand der Jugendbücher hinaus in die Welt der Erwachsenen- und Kriminalliteratur kann nur bereichernd sein…

Inhalt:

Erik ist ein 14-jähriger Junge, der mit seinem Vater, einem Gefängniswärter, und seinem schon erwachsenen Bruder Henry in einer schwedischen Stadt wohnt – seine Mutter liegt, im Endstadion an Krebs erkrankt, im Krankenhaus.

Eines Tages taucht in der Schule eine neue Lehrerin als Vertretung auf, weil eine andere Kollegin krank geworden ist. Die Jungen der Schule sind auf einmal alle hin und weg, denn die neue Lehrerin mit dem Namen Ewa Kaluda sieht dem in Schweden bekannten und begehrten Star Kim Novak ähnlich. Dass Ewa Kaluda an Eriks Schule als Lehrerin aushilfsweise arbeitet, hat seinen Grund, denn sie wohnt mit ihrem Verlobten Berra Albertsson, der schwedischen Handball-Legende, seit kurzem in der gleichen Stadt wie Erik. Erik hat besonderes Glück, denn Ewa Kaluda unterrichtet ausgerechnet in seiner Klasse und wie alle anderen Jungen ist er von seiner neuen Lehrerin schon nach kurzer Zeit in Bann geschlagen.

In den anstehenden Sommerferien soll Erik, so plant das sein Vater, der wegen seiner kranken Frau nicht wegfahren kann, mit seinem Bruder Henry, dessen Freundin sowie mit Edmund, einem weitläufigen Freund von Erik, ins Ferienhaus der Familie fahren. Das Ferienhaus, das an einem See liegt, hat einen etwas seltsamen Namen: Es wird „Genezareth“ genannt. Doch Henrys Freundin kommt schließlich doch nicht mit, weil Henry die Beziehung beendet hat, so dass die drei Jungen alleine im Ferienhaus residieren.

Mit Edmund versteht sich Erik, obwohl er ihn vorher kaum kannte, auf Anhieb – die beiden Jungen unternehmen viel gemeinsam, während Henry hauptsächlich in Ruhe gelassen werden will, um einen Roman zu schreiben. Doch dann passieren einige unerwartete Dinge – zum einen taucht eines Nachts die neue Freundin von Henry auf, die Edmund und Erik auch kennen (man ahnt ja schon, wer das ist – obwohl ich es hier nicht ganz verraten will). Zum anderen geschieht einige Tage später ein Mord am Parkplatz von Genezareth, der mit Henrys neuer Freundin zusammenhängt…

Bewertung:

„Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ ist eines dieser typischen schwedischen Bücher, wie ich sie so liebe. Wie Håkan Nesser die Gefühlswelt von Erik und Edmund beschreibt, das ist einfach unvergleichlich – diesen Stil findet man eben fast nur in Büchern schwedischer Autoren (z.B. in Mikael Engströms „Brando“ oder in den früheren Büchern von Peter Pohl). Es ist dieser Schwebezustand zwischen Noch-Kind-sein und Bald-erwachsen-sein, der so intensiv in Nessers Buch beschrieben wird: Wie Erik und Edmund hoffnungslos von der hübschen Ewa Kaluda träumen, wie sie das Leben in schwierigen Verhältnissen (mit tod- bzw. alkoholkranker Mutter) erleben und zu meistern versuchen etc. Über allem schwebt eine melancholische Stimmung, in der die beiden Jugendlichen ahnen, dass dies trotz aller Erschwernisse die schönste und intensivste Zeit ihres Lebens ist.

„Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ ist ein so wertvolles Buch, weil es so viele Ansatzpunkte bietet, um als Jugendlicher und als Erwachsener über das Leben nachzudenken, zu philosophieren, sich zu fragen, warum man auf der Welt ist und warum die Welt eigentlich so läuft, wie sie läuft. Dass all das auch noch in eine Kriminalgeschichte eingebettet ist, die jedoch nur den einen Teil des Buches ausmacht, ist das Besondere dieses Buches…

Fazit:

5 von 5 Punkten. „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ hat auf mich einen unbeschreiblichen Sog ausgeübt – ich wollte einfach nicht mehr zu lesen aufhören. Komisch, wenn man die Geschichte wie oben in der Inhaltsangabe nacherzählt, wirkt sie ziemlich spröde und banal – das liegt aber daran, dass das Wesentliche der Geschichte nicht in der Handlung, sondern einerseits in der Darstellung der Gefühlswelt von Erik und Edmund, andererseits zwischen den Zeilen des Buches liegt.

Håkan Nessers Buch ist weniger für Jugendliche (vor allem Jungen) ab 15 Jahren geeignet, die Krimi-Action suchen, als für Jugendliche, die sich über sich selbst und über das Leben Gedanken machen (wollen) und die auch damit leben können, dass nicht der Mord im Buch das Zentrale ist. Aber für solche Leser kann es (um einen derzeit kursierenden Werbespruch aufzugreifen) nur heißen: Lesen, lesen, marsch, marsch!

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(Ulf Cronenberg, 04.08.2004)

Lektüretipp für Lehrer!

Ein unheimlich dichter Roman des Krimi-Autors Hakan Nesser, in dem es ums Erwachsenwerden geht. Zwei Jugendliche, die mit dem großen Bruder den Sommer im Ferienhaus verbringen, werden mit einem Mordfall konfrontiert – doch bleibt das Krimihafte eher im Hintergrund. Sehr interessant und anregend, wenn man sich mit Jugendlichen (ab der 9. oder 10. Klasse) über den Schwebezustand zwischen Kind- und Erwachsen-Sein auseinander setzen will.

Kommentare (0)

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  3. Leonard

    Das Buch „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ hat mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Dennoch gebe ich zu, dass manche Teile des Buches etwas langweilig waren. Ich würde es trotzdem jedem weiterempfehlen.

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  4. Tina

    Dieses Buch hat mir eigentlich ganz gut gefallen, dennoch muss ich sagen, dass über lange Strecken gar nichts sonderlich Aufregendes passiert, sodass es an manchen Stellen ziemlich langweilig war.
    Trotzdem haben mir die stimmungsvolle Sommertage am See des alten Hauses sehr gefallen. Alles ist so normal, so alltäglich. Und dann kommt Ewa, Kim Novak wie aus dem Gesicht geschnitten, und alles kommt ins Schleudern und schließlich, schon geahnt und angedeutet, aber doch erst weit in der zweiten Buchhälfte ein Mord, brutal, ohne jede Spur von Gnade.
    Trotzdem kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen – es lohnt sich, es zu lesen.

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  5. Giuliano.T

    Das Buch “Kim Novak badete nie im See von Genezareth” hat mir sehr gut gefallen. Man wird durch das Wort “das SCHRECKLICHE”, das öfter im Buch vorkommt, angehalten, weiterzulesen.
    Das Buch bringt einem sehr zum Nachdenken, und man muss selbst entschlüsseln, wer der Mörder ist, weil nicht bekannt gemacht wird, wer der Mörder ist.
    Ich würde das Buch jedem weiter empfehlen. Vertraut mir, ihr werdet es nicht bereuen.
    Gruß an Herrn Wersebe und alle anderen, die mich kennen …
    Giuliano

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  6. Jasmin H.

    Das Buch „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Ich finde, es spiegelt einen selbst wieder, da man verschiedene Abschnitte in seinem Leben durchlebt.
    Am Anfang des Buches gib es schon ein Schlüsselwort, es heißt „das Schreckliche“. Durch dieses Wort weiß man, dass im Buch irgendetwas passieren wird. Das motiviert einen zum Weiterlesen.
    Gruß, Jasmin H.

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  7. Ulf Cronenberg

    Da hat ein Lehrer wohl seine Klasse auf das Buch angesetzt – oder woher kommen die ganzen Kommentare?

    Nur zur Information: Es dauert immer etwas, bis die Kommentare angezeigt werden, weil ich sie erst prüfe. Habe dabei auch die Rechtschreibung und Zeichensetzung etwas „angepasst“ … 🙂

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  8. Aylin

    Das Buch hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Es gab aber auch Seiten, die mich sehr gelangweilt haben. Jedoch gab es auch Momente, in denen ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. 🙂
    An dem Buch gefiel mir auch, dass das Ende nicht aufgelöst wird. Somit ist der Leser dazu motiviert, auch das nächste Buch zu lesen (falls es ein nächstes geben sollte).
    Aylin N.

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  9. Filiz A.

    Das Buch „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ hat mir sehr gut gefallen, es hat mir Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen, und teilweise konnte ich nicht aufhören zu lesen, weil es immer spannender wurde. Es wird der alltägliche Tagesablauf zwei Jugendlicher dargestellt, die einfach nur ihren Spaß zusammen in den Sommerferien haben wollen. Auch wenn sie es sich vorher nicht vorstellen konnten, sind sie jedoch dann gute Freunde geworden. Das gefällt mir sehr an dem Roman, denn es wird auf keinster Weiser übertrieben oder fantasiert.

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  10. Y.Schöler

    Das Buch „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. In der Geschichte wird dauernd von dem SCHRECKLICHEN gesprochen, und der Leser wird lange auf die Folter gespannt, bevor er weiß, was mit dem SCHRECKLICHEN gemeint ist. Dies ist ein Ansporn für den Leser, das Buch weiterzulesen und das Buch nicht wegzulegen. Auf jeden Fall ein Buch, das ich sofort empfehlen würde.
    Mein Urteil: Dieses Buch ist sein Geld wert!
    Y.Schöler

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  11. Fabian H.

    Die Geschichte über einen Jungen, der seine Ferien an einem See verbringt und Zeuge eines Mordes wird, hat mir sehr gefallen. Der Leser wird ermuntert weiter zu lesen, indem durch bestimmte Wörter immer wieder Spannung erzeugt wird. Es ist gut verständlich und unkompliziert aufgebaut. Schlecht fand ich allerdings, dass man am Ende nicht weiß, wer der Mörder ist. Trotzdem empfehle ich jedem dieses Buch, der Spaß an Krimis hat.
    Ist das keine perfekte Buchbewertung? Ich glaube doch.

    Gruß, Fabian H.

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  12. Valentina S.

    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es war für mich schon von Anfang an sehr spannend, da schon sofort von etwas Schrecklichem die Rede war. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, es zu lesen, denn es war alles sehr gut verständlich und nicht zu kompliziert geschrieben. Das Buch hatte ich in wenigen Tagen durchgelesen, da ich es so gut wie nie aus der Hand legen konnte. Dennoch waren einige Stellen im Buch langweilig und uninteressant, aber die neugierigen Dinge im Buch überwogen und brachten mich dazu, weiter zu lesen.
    Im Großen und Ganzen würde ich dieses Buch auf jeden Fall an krimibegeisterte Leser weiterempfehlen, auch würde ich es empfehlen, in anderen Schulen im Unttericht durchzunehmen.
    Viel Spaß beim Lesen!

    Gruß, Valentina S.

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  13. THE BOSS

    Also, das Buch ist sehr spannend – wie gesagt, am Anfang ist es etwas langweilig, da ist es nicht wirklich interessant.
    Aus meiner Sicht (ich weiß ja nicht, wie die anderen es sehen): ABER ICH WÜRDE ES WEITER EMPFEHLEN!!!
    Aber ich bin noch unsicher, wer der Mörder ist. Kann mir jemand helfen?

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  14. Ayse Ö.

    Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen, und ich frage mich, wie es so ein Buch schaffen kann, Prüfungsstoff für die Realschulprüfung zu werden. Das Buch ist langweilig, weil der Autor versucht hat, aus der Sicht eines Vierzehnjährigen zu schreiben. Das ist nicht nur misslungen, sondern alle Personen im Roman sind nur aus Plastik. Die Personen entwickeln sich nicht, die Personen haben keine Persönlichkeit, die Personen haben keine inneren Widersprüche. Außerdem ist die Auflösung gegen Schluss des Buches grottenmäßig schlecht konstruiert und unlogisch: So, wie der Autor den Kriminalfall sich vorgestellt hat, kann es sich nicht abgespielt haben. Und dass jemand zuguckt, wie der eigene Bruder eine Frau liebt und sich dabei einen runterholt, das würde ich mir gerade noch gefallen lassen, wenn die Personen lebendig und der Kriminalfall spannend wären. Obwohl ich mich dabei auch frage: Muss das sein?
    Aber ich habe mich bei dem ganzen Buch gefragt: Muss das sein?
    Ich habe dieses misslungene Buch nur gelesen, weil ich musste.

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    1. Ulf Cronenberg

      Also, was die inneren Widersprüche der Personen angeht, so hast du, finde ich, zumindest nicht recht. Die Personen sind voll von Widersprüchen, sie wissen genau deswegen z. B. oft nicht, wie sie sich verhalten sollen. Über den Rest kann man sich streiten: Ob das Buch spannend ist, ob es konstruiert ist oder nicht. Das ist im Wesentlichen Geschmacksache.
      Ich würde mal sagen, dass das eher ein Buch für Jungen als für Mädchen ist …
      Gruß, Ulf Cronenberg

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  15. Ayse

    Welche Person entwickelt sich denn in diesem misslungenen Buch? Einmal festgelegt, bleiben die Personen doch so, wie sie sind! Und der Kriminalfall kann nur gelöst werden, wenn man unterstellt, dass der Hammer mindestens zweimal vergraben wurde. Mit welchem Werkzeug aber? Blieb der Hammer die ganze Zeit vergraben – wie ist er dann konserviert worden (am Eisen vom Hammer hingen noch Blutreste beim Ausgraben – als brauner Fleck beschrieben)? In eine Plastiktüte kann der Mörder ihn nicht eingepackt haben, weil dann dieser Fleck nicht mehr da gewesen wäre. Also hat er ihn mit Kunstharz überzogen vor dem Eingraben. Wie hat er das angestellt? Wo ist der Spaten geblieben, mit dem der Hammer eingegraben wurde? Wie konnte der Mörder den schweren Vorschlaghammer mit nur einer Hand schwingen, als das Opfer aus der rechten Seite ausstieg (wenn er den Hammer mit beiden Händen geschwungen hätte, wäre der linke Ellenbogen aufs Wagendach geknallt)? Diese krimitechnischen Details erfahren wir nicht.
    Aber wir erfahren, wann Ewa Kaludis ihre Tage hatte. Vielleicht ist das wichtiger.
    Gruß, Ayse

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    1. Ulf Cronenberg

      Da kann ich dann leider doch nicht mehr mithalten. Ich habe das Buch vor knapp 5 Jahren gelesen – das ist zu lange her. Zumindest damals sind mir solche Inplausibilitäten jedoch nicht aufgefallen … Und davon abgesehen, fand ich die Stimmung in dem Buch, die die letzten Pubertätsjahre einfängt, interessanter als die Kriminalgeschichte.
      Viele Grüße, Ulf

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  16. Christian Schenck

    Wir hatten das Buch zum Glück als Schullektüre auf dem Plan (sogar für die Realschulprüfung), denn es hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es spannend, abwechslungsreich, und gut leserlich war es auch. Ich kann es nur empfehlen.
    Grüße aus Hamburg, Christian

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  17. Jan R.

    Ich schließe mich meinem Freund aus Hamburg (der in die gleiche Klasse wie ich geht) an.
    Das Buch ist gut geschrieben. Es lässt einen in die Welt eines 14-Jährigen eintauchen. Gerade für Schüler ist das Buch gut geeignet, denn es enthält doch so manche Aussprüche, die wir auch benutzen. Außerdem bleibt am Ende offen, wer denn nun der Mörder ist, was dazu führt, dass man während des Unterrichts gut darüber diskutieren kann. Auch wenn das Buch während des Lesens am Anfang etwas langweilig ist, stachelt das „Schreckliche“ einen immer wieder dazu an weiterzulesen.
    Aus meiner Sicht ist „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ ein gutes Buch, das für den Unterricht gut geeignet ist.
    Grüße von der Elbe aus Hamburg …
    Jan

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  18. Rene Höpfner

    Mir gefällt das Buch „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ sehr gut, da es sehr viele Höhepunkte enthält und eine gewisse Spannung, die meiner Meinung nach in einem Buch nicht fehlen darf.

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  19. Nata

    Ich bin zwar noch unter vierzehn, aber ich habe das Buch als Schulaufgabe gelesen. Aus der Aufgabe allerdings wurde wurde das pure Vergnügen. Ich liebe diese Geschichte und ich kann mir nicht vorstellen, dass manche Leute das Buch nicht aufregend und spannend finden. Alle die, die dieses Buch langweilig und uninteressant finden, verleumden sich selber. Oder ihren Geist. Denn jeder, der dieses Buch gelesen hat, müsste eigentlich noch Tage lang darüber mit jemandem reden. Es ist wie Tolstoi oder ein anderes Buch von Nikolajewitsch oder Nietzsche.
    Also Leute, ich kann nur sagen, dass ich einen großen Respekt vor Autoren habe, die es schaffen, den Leser so zu fesseln, dass er nächtelang darüber nachdenkt. Wer ist der Mörder? Was hat es mit dem Krankenhausbesuch bei Edmund auf sich? Stirbt Edmund? Und warum hat Erik versucht, die ganze Schuld seinem eigenen Bruder in die Schuhe zu schieben?
    Eins noch zum Schluss: Einen noch größeren Respekt habe ich vor Leuten, die ruhig schlafen können, nachdem sie dieses Buch gelesen haben.

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